Social Justice Warriors / Gutmenschentum

  • Lonewolf: Bullshit. All of it.

    Zitat von Lonewolf

    Wenn man sich anschauen will,wer dagegen auf die Straße geht, lohnt sich ein Blick nach Stuttgart (Stichwort "Demo für alle"). Christliche Fundis, Nazis/AfD'ler, rechte Splittergruppen

    Das liegt daran, dass diese Gruppen in Deutschland die einzigen sind die das Problem überhaupt weitesgehend erfasst haben. Natürlich haben Rechte rein logischerweise eine stärkere Abneigung gegenüber SJWs als Anarchisten, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit bis das deutsche Gutmenschentum sich ebenso radikalisiert wie auf der anderen Seite des Atlantiks und dank euch Leute wie Trump an die Macht kommen, weil ihr die gesamte linke Szene in den Abgrund reißt und die Opposition gegen euch noch deutlich weiter wächst.


    Der eigentliche Witz ist tatsächlich, dass es heute bei manchen "Systemkritikern" als rebellisch gilt, gegen die angeblich vorherrschende "political correctness" mobil zu machen.

    Warum ist das ein Witz? PC ist einfach nur stalinistischer Schwachsinn und hat sich in Deutschland durchaus schon weit verbreitet.



    Tatsächliche Herrschaftsverhältnisse werden nicht krititisiert

    Ihr SJWs meint ja gegen Rassismus, Sexismus, die Diskriminierung von BehindertenMenschen mit anderen Begabungen und Übergewichtigkeit zu demontrieren, aber Hierarchie war bei euch noch nie ein großes Thema. Ihr seid selbst die totalitärste Sparte der linken Szene und unterstützt Clinton...




    weil man unterm Strich als weißes, männliches, hetereosexuelles Individuum in den westlichen Nationen zu den wenigen Priviligierten auf der Welt gehört

    Belege? Ich bin a fucking white cis male und gehöre wirtschaftlich und sozial zum Bodensatz der Gesellschaft. Dieses sexistische, rassistische und heterophobe Dogma des weltweiten Patriarchats ist nicht anders als das Weltjudentum der Nazis.




    Man will eben sein Recht verteidigen, ein zynisches, ignorantes Arschloch zu sein - das ist ein Teil des Zeitgeistes.

    Was ist für dich ein "zynisches, ignorantes Arschloch"? Und ja, Meinungsfreiheit ist mir so einiges wert.




    -"Frühsexualisierung". Im Russland heißt das auch Homosexuellenpropaganda. Wer über Unterschiede aufklärt, muss ein Perverser sein.

    Inwiefern ist das jetzt ein Argument? Das von dir beschriebene ist ja an sich nicht mal ein Problem, aber es wird dann eines, wenn SJW-Eltern versuchen ihrem Kind eine bestimmte Sexualität aufzuzwingen nur weil es in ihr Weltbild passt.




    Nazi-Keule/PC-Diktatur: Wer wird denn zu Unrecht als Nazis bezeichnet? Das Gegenteil ist richtig. Nazis werden heute nicht mehr als solche benannt, sondern als "Populisten", "besorgte Bürger" oder "Islamkritiker".

    Definiere "Nazi".




    -"unkontrollierte Zuwanderung". Das Mittelmeer ist ein Massengrab und Diktatoren erledigen für den Westen die Drecksarbeit. Sehr "unkontrolliert" alles.

    Dieser Kritikpunkt wird hauptsächlich von Rechten gebracht. Und die SJW-Szene ist zumindest international nicht nur von denen dominiert, viele Linke haben damit kein allzu großes Problem oder sind wie ich neutral eingestellt.




    -"Schuldkult": Richtig, man ist in Deutschland so sehr vom NS traumatisiert, dass man Gruppen, die ganz offen in dieser Tradition stehen, mit aller Härte verfolgt, Äh, nö.

    Weil ihr nicht nur die Schuldigen als Problem anseht, sondern auch deren Nachkommen. Das ist völkisches Denken. Und was rechtfertigt es für dich, Verbreiter rechter Propaganda in den Knast zu stecken? Ich will die Deutschen oder auch Nazis nicht mal verteidigen, aber eure Begründung für die Dämonisierung ist lächerlich.



    -"Islamophilie": Stimmt, man räumt auch dieser Religionsgruppe banale Rechte ein wie das Bauen von Gebetesräumen.

    Das ist so ziemlich das absurdeste an der SJW-Kultur. Ihr beschwert euch über Sexismus und Homophobie und vergöttert gleichzeitig den Islam, unterstützt in Syrien Dschihadisten gegen Assad, unter dem liberalere Religionsgesetze gelten als in fucking Deutschland. Ist das Kopftuch oder die laut der Scharia geforderte Todesstrafe für Homosexuelle und Ehebrecher oder lauter andere sexistische Traditionen und Werte des Islams für euch ok?




    Zitat von Lonewolf

    Stichwort Religionsunterricht: Ist keine Frage von Islamfreundlichkeit, sondern der mangelnden Bereitschaft, konsequent säkular jede Form von Religion in den privaten Bereich zu verbannen.

    Das widerspricht sich selbst.




    -Feindbild Feminismus: Hab ich da was verpasst? Worin genau besteht denn die böse Einflussnahme von Feministinnen heute? Wie viele benutzen dieses Begriff überhaupt noch und in welchem Kontext?

    Weil der Dritte-Welle-Feminismus nicht mehr für Gleichberechtigung sondern Sexismus gegenüber Männern steht. Den Begriff benutzt ihr selbst, schau dich einfach mal in der Ideologie die du verteidigst um.





    Unterdrückung bzw. Gewalt gegen Frauen ist ein extremes Problem, einfach mal Feldforschung im weiblichen Bekanntenkreis betreiben.

    Beispiel bitte.




    Alles in allem besteht der Irrsinn darin, dass sich Priviligierte (nein, nicht die Abgehängten) über den Versuch von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen echauffieren, ihre Rechte einzufordern.

    Falsch. Ihr wollt die Rechte der vermeintlich Priviligierten einschränken, vor allem die Meinungsfreiheit. Ihr wollt mit geraubtem Geld eure Propaganda weiterverbreiten und sorgt dafür, dass Rassismus, Sexismus und Hetero-/Homophobie wieder ein Problem werden. Bevor eure Bewegung aufkam waren diese bereits fast beseitigt.


    Und wo Zynismus und Menschenverachtung wieder hoffähig werden, ist auch das System des westlichen Kapitalismus weniger in Gefahr.

    Your logical fallacy is false cause

  • Lieber Abfallverwertung, wieso denn so emotional? Es ist übrigens putzig, dass gerade du Belege einforderst, aber außer dem Aufstellen von Strohmännern keine Argumente bringst. Das genau habe ich dem rechten Lager vorgeworfen: Man arbeitet sich an Problemen ab, die keine sind, primär aus Gründen der Ablenkung. Gender, Feminismus, Gleichstellung - ich warte immer noch auf irgendwelche Beispiele, welchen Schaden denn diese Bewegungen konkret anrichten.


    Nur eine Frage: Wer ist dieses "ihr", dem du mich hier verzweifelt zuordnen willst? Und ist "SJW" ein neuer Mode-Begriff oder auf deinem Mist gewachsen?
    Wenn dich meine persönliche Haltung zum Islam interessiert: Ich halte davon noch weniger wie vom Christentum, würde aber vor allem dafür plädieren, die dahinterstehenden Institutionen in den Fokus der Kritik zu stellen, anstatt auf einer abstrakten kulturellen Ebene zu diskutieren. Also nicht "christliches Abendland vs. Islam", wie es das konservative und rechte Lager gerne sehen würde.


    Was sind "Steinzeit-Feministinnen" (Namen, Theorien)?
    Was ist die "linke Szene"? Spielst du auf Wagenknechts Äußerung an, dass ihrer Auffassung nach links eher mit Gender und Pro-Zuwanderung identifiziert wird als mit sozialen Verteilungsfragen? Ich persönlich halte nichts von einer Einteilung in Haupt- und Nebenwidersprüche, wie sie in manchen vulgär-marxistischen Ansätzen gängig ist.


    Zum Thema Nazi: Wie der Begriff schon sagt, eine nationale Lösung der sozialen Frage, wobei Nation mit "Schicksalsgemeinschaft" gleichgesetzt wird. Soll heißen: Die Frage der sozialen Stellung wird hinter die nationale Identität zurückgestellt bzw in dieser aufgelöst.
    Ob man dieses Klientel nun in den Knast stecken oder anderweitig unschädlich machen sollte, hängt für mich persönlich mit deren konkreten Gefährdungspotenzial ab. Ich habe das Beispiel vor allem genannt, um den Mythos des "Schuldkults" zu widerlegen. Denn solange der Nationalsozialismus in diesem Land wählbar ist, ist reichlich absurd davon zu reden, dass die Nazi-Vergangenheit heute irgendwelche Einschränkungen für polit. Engagement bedeutet.


    Nebenbei: Wer unterstützt denn Islamisten gegen Assad? So ziemlich jeder Linke, der mir bisher begegnet ist, hat sich- wenn er eine Meinung zu Syrien hatte- primär auf die Seite der säkularen kurdischen Bewegung in Rojava gestellt, und ich persönlich weiß auch nicht, ob dort abseits dieser Strömung irgendetwas unter den sog. Rebellen existiert, was unterstützenswert wäre.
    Wobei wir hier einen guten Ansatzpunkt hätten, um sowohl den Einfluss islamistischer als auch türkisch-nationalistischer Gruppen in Deutschland zu problematisieren. Soll heißen, dass durch stärkere Zusammenarbeit mit der kurdischen Linken auch ein besserer Einblick in dieses Milieu möglich wäre.

  • Das hier ist echt mein Lieblingsabsatz:


    "Falsch. Ihr wollt die Rechte der vermeintlich Priviligierten einschränken, vor allem die Meinungsfreiheit. Ihr wollt mit geraubtem Geld eure Propaganda weiterverbreiten und sorgt dafür, dass Rassismus, Sexismus und Hetero-/Homophobie wieder ein Problem werden. Bevor eure Bewegung aufkam waren diese bereits fast beseitigt."


    Im Ernst, hast du auch ein Leben außerhalb von irgendwelchen verschwörungstheoretischen Internet-Foren? ;-)
    Welches "geraubte Geld" meinst du denn? Kann ich mir das irgendwo abholen? Mein monatliches Demo-Geld wurde nämlich noch nicht überwiesen.
    Stimmt, Rassismus, Sexismus und Homophobie ist das Resultat einer "SJW"-Bewegung, gut zu sehen am Beispiel Russland, wo bekanntlich eine starke feminisische, antifaschistische Bewegung existiert ;-)

  • Lieber Abfallverwertung, wieso denn so emotional? Es ist übrigens putzig, dass gerade du Belege einforderst, aber außer dem Aufstellen von Strohmännern keine Argumente bringst.

    Welche Strohmänner genau habe ich aufgestellt?


    Man arbeitet sich an Problemen ab, die keine sind, primär aus Gründen der Ablenkung. Gender, Feminismus, Gleichstellung - ich warte immer noch auf irgendwelche Beispiele, welchen Schaden denn diese Bewegungen konkret anrichten.

    Genau das macht die SJW-Bewegung. Ihr verseucht die linke Szene, zerstört die Meinungsfreiheit, schafft Rassismus und Sexismus sowie Heterophobie, betreibt Propaganda mit dem Geld anderer Leute, ignoriert das Gewalt- und Sexismusproblem des Islams und seht diese Religion im Gegenteil sogar als Opfer an, eure Eltern versuchen ihre Kinder aus ideologischer Verblendung zu irgendwelchen Fantasie-Gendern zu erziehen, auch wenn sie damit nichts zu tun haben wollen, verteidigt den Staat und autoritäre Maßnahmen im allgemeinen und geht gewaltsam gegen eure Gegner vor.


    Nur eine Frage: Wer ist dieses "ihr", dem du mich hier verzweifelt zuordnen willst? Und ist "SJW" ein neuer Mode-Begriff oder auf deinem Mist gewachsen?

    Du schreibst offensichtlich so, als ob du ein Teil dieser Bewegung bist oder zumindest ihre Ideale vertrittst. Falls das nicht der Fall ist werde ich meine Ausdrucksweise gerne anpassen. SJW = Social Justice Warrior, und das weißt du auch selbst.


    Wenn dich meine persönliche Haltung zum Islam interessiert: Ich halte davon noch weniger wie vom Christentum, würde aber vor allem dafür plädieren, die dahinterstehenden Institutionen in den Fokus der Kritik zu stellen, anstatt auf einer abstrakten kulturellen Ebene zu diskutieren. Also nicht "christliches Abendland vs. Islam", wie es das konservative und rechte Lager gerne sehen würde.

    Der Punkt ist: Ihr beschwert euch bei der durchschnittlichen westlichen Bevölkerung über Sexismus, Rassismus und Homophobie, die allerdings kaum existiert. Bei Muslimen hingegen sind diese Probleme weit verbreitet, aber das interessiert euch offensichtlich nicht. Ja, es handelt sich um ein kulturelles Problem, auch wenn die Religion die Ursache dafür ist.


    Was sind "Steinzeit-Feministinnen" (Namen, Theorien)?

    Strohmann. Diesen Begriff habe ich nicht mal benutzt.


    Was ist die "linke Szene"? Spielst du auf Wagenknechts Äußerung an, dass ihrer Auffassung nach links eher mit Gender und Pro-Zuwanderung identifiziert wird als mit sozialen Verteilungsfragen? Ich persönlich halte nichts von einer Einteilung in Haupt- und Nebenwidersprüche, wie sie in manchen vulgär-marxistischen Ansätzen gängig ist.

    Für mich ist links, wer sich als links identifiziert sowie Ideologien die sich dieser Richtung zuordnen, zum Beispiel Sozialdemokratie, Kommunismus, Sozialismus, das SJW-Tum und auch Anarcho-Kommunismus.


    Zum Thema Nazi: Wie der Begriff schon sagt, eine nationale Lösung der sozialen Frage, wobei Nation mit "Schicksalsgemeinschaft" gleichgesetzt wird. Soll heißen: Die Frage der sozialen Stellung wird hinter die nationale Identität zurückgestellt bzw in dieser aufgelöst.

    Das Problem ist, dass du das ein bisschen sehr wörtlich interpretierst. "Nazi" ist ein sehr extremistisch konnotierter Begriff, womit du tatsächliche Rechtsradikale und "moderate" Rechtskonservative auf eine Stufe stellst.


    Ob man dieses Klientel nun in den Knast stecken oder anderweitig unschädlich machen sollte, hängt für mich persönlich mit deren konkreten Gefährdungspotenzial ab.

    Würdest auch Black Lives Matter-Randalierer in den Knast stecken die gegen Weiße hetzen und ein hohes Gefährdungspotenzial aufweisen?


    Denn solange der Nationalsozialismus in diesem Land wählbar ist, ist reichlich absurd davon zu reden, dass die Nazi-Vergangenheit heute irgendwelche Einschränkungen für polit. Engagement bedeutet.

    Dir dürfte aber klar sein das die NPD und selbst die AfD keine ansatzweise realistische Chance auf einen Wahlsieg haben.


    Nebenbei: Wer unterstützt denn Islamisten gegen Assad? So ziemlich jeder Linke, der mir bisher begegnet ist, hat sich- wenn er eine Meinung zu Syrien hatte- primär auf die Seite der säkularen kurdischen Bewegung in Rojava gestellt, und ich persönlich weiß auch nicht, ob dort abseits dieser Strömung irgendetwas unter den sog. Rebellen existiert, was unterstützenswert wäre.

    Die syrische Opposition bzw. die "FSA". Ja, Rojava bzw. die SDF ist aus meiner Sicht tatsächlich unterstützenswert, aber die "FSA" existiert de facto nicht und die gesamte Opposition wird von radikalislamistischen Gruppen dominiert.


    Wobei wir hier einen guten Ansatzpunkt hätten, um sowohl den Einfluss islamistischer als auch türkisch-nationalistischer Gruppen in Deutschland zu problematisieren. Soll heißen, dass durch stärkere Zusammenarbeit mit der kurdischen Linken auch ein besserer Einblick in dieses Milieu möglich wäre.

    An dem Punkt kann ich dir tatsächlich mal zustimmen. ;)


    Im Ernst, hast du auch ein Leben außerhalb von irgendwelchen verschwörungstheoretischen Internet-Foren?

    Nein.


    Welches "geraubte Geld" meinst du denn?

    Steuern. Und nein, ich bin nicht mal ein Ancap. Ein Beispiel wären staatlich subventionierte SJW-Hetzkampagnen wie z.B. "#NichtEgal"-Kampagne.


    Stimmt, Rassismus, Sexismus und Homophobie ist das Resultat einer "SJW"-Bewegung

    weil man unterm Strich als weißes, männliches, hetereosexuelles Individuum in den westlichen Nationen zu den wenigen Priviligierten auf der Welt gehört.





    gut zu sehen am Beispiel Russland, wo bekanntlich eine starke feminisische, antifaschistische Bewegung existiert

    Strohmann.

  • @Abfallverwertung das thema lasse ich jetzt ein mal außen vor. Aber ich habe eine bitte, kannst du aufhöhren dein ganzen frust den du gegenüber sjw's egal ob berrechtigt oder nicht an lonewolf auszulassen. Fang an gegen ihn zu Argumentiren und nicht gegen SJW, dann wird die Diskusion auch deutlich klarer und ihr redet auch weniger an euch vorbei. Ganz besonders das ihr nervt mich. Er ist eine individuum und kein vertreter der sjw, der vom SJW verbannt geschickt wurde um dich jetzt hier zu nerven. (nimm es nicht zu Persönlich, aber ich glaube seine meinung ist differenzirter als du es darstellst)

  • Ich bin ein Verfechter der Idee, dass man Hass nicht mit Hass bekämpfen sollte, weil dies zu mehr Hass führt und nicht zu weniger. Ich würde Nazis deshalb auch nicht einsperren, solange sie sich außer dummem Gelaber nichts zu Schulden kommen lassen, weil dies erst recht den Mythos des armen, unterdrückten Volkes aktiviert. In den USA wird das ja ähnlich gehandhabt, ohne dass da gleich in auffälliger Weise SA-Schlägertrupps in den Straßen unterwegs sind.
    Stattdessen vielleicht lieber aufklären, wieso manche Menschen sich üblicherweise dem Rassismus zuwenden und dass er vermutlich aus einer entwicklungsgeschichtlichen Zeit stammt, in der es tatsächlich gefährlich sein konnte, fremd aussehenden Menschen zu begegnen, aber heutzutage überholt ist. Oder sonstwie versuchen, die Scheiß-Meinung zu beschädigen, ohne die dazugehörigen Menschen gleich gedanklich oder wahrhaftig in die Mülltonne zu stopfen.


    Andererseits würde mich aber auch interessieren, wie man sich nun gegen Homophobie, Rassismus etc. einsetzen soll, ohne dem gutmenschlichen Spektrum zugeordnet zu werden. Nicht, dass es mich sonderlich jucken würde, wenn mich jemand als Gutmensch bezeichnet - aber trotzdem bin ich neugierig.


    Was dürfen die Freunde des "Heteros" aus diesem Musikvideo sagen, ohne Gutmenschen zu sein? Oder müssen sie sich eben damit abfinden, als solche tituliert zu werden? Wenn man Heteros zu Minderheit macht und so, ihr versteht schon.


    Gutmensch Zitterbart

  • Ich hab mal versucht, mich schlau zu machen, was diese "SJW"-Phrase angeht, bin aber nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen. Scheint primär ein im Angelsächsischen gängiger polemischer Kampfbegriff zu sein:
    Social justice warrior - Wikipedia


    "Gutmensch" wäre dann wohl eine ähnliche Formel. Genau das ist es, was ich als Strohmann bezeichnen würde, ein Wischiwaschi-Begriff, der eben dem eigenen wahnhaften Welt- und Feindbild entspricht. Und noch immer sehe ich nicht, was genau Menschen vorzuwerfen wäre, die man entsprechend etikettiert - es sei denn man nimmt eben eine Haltung ein, die dezidiert FÜR die Entmenschlichung anderer steht, z.B. aus ökonomischen Gründen.


    Nationalismus, Rassismus etc. sind immer latent vorhanden, nur eben manchmal nicht auf den ersten Blick erkennbar, wenn noch keine Konsequenzen folgen. Wenn ich mir z.B. anschaue, wer in meinem alten Kaff heute für die AfD eintritt, muss ich sagen, dass diese Leute schon vor 10 Jahren üble Rassisten waren - nur haben sie eben hinter verschlossenen Türen ihre Phrasen gedroschen. Jetzt machen sie es öffentlich bzw im Rahmen eines polit. Programms.
    Ich bin übrigens durchaus der Auffassung, dass man Hass auch ganz nüchtern bekämpfen kann. Ich muss Nazis nicht hassen oder dämonisieren, um sie zu bekämpfen, ebenso wenig wie Dschihadisten. Nach 15 Jahren die ich mich mittlerweile mit sowas rumschlage seh ich das persönlich fast schon professionell, da würde ich ja bekloppt werden, würde ich das emotional zu sehr an mich ranlassen. Man muss das eben strategisch angehen. Wobei das Wiglaf Droste in aller Kürze schon vor 20 Jahren gut auf den Punkt gebracht hat: Wiglaf Droste: Mit Nazis reden


    Zum Thema Islamismus noch kurz: War ebenso wie türkischer Faschismus lange in blinder Fleck für viele Antifaschisten, aber ich denke das ändert sich inzwischen. Ist eben auch eine Sache der Sprachbarriere. Persönlich arbeite ich z.b. auch dagegen, dass manche "Gegen-Nazis"Bündnisse irgendwelche dubiosen Moschee-Verbände in ihre Proteste miteinbeziehen, ohne groß zu reflektieren, für was diese selbst einstehen. Shit comes in all colors, aber es ist eben nicht immer so leicht, durchzusteigen, was migrantische Zusammenhänge angeht.


    Aber ich komm vom Thema ab. Was "SJW" jetzt konkret sein soll, weiß ich immer noch nicht ;-) Nur scheint es von denen irgendwie zu wenig zu geben, wenn ich mir z.B. anschaue, was für eine üble Müllhalde aus Hetze sich in den sozialen Netzwerken auftut, ohne dass irgendwelche Konsequenzen folgen.

  • Und was darf ich mir unter "Hererophobie" vorstellen? Heißt das irgend jemand wird diskriminiert, weil er gerne Frauen fickt? ;-) Wenn das irgendwo mal vorgekommen sein sollte, würd's mich echt interessieren. Und wer erzieht denn seine Kinder zu "Fantasie-Gendern"? Okay, die Hippie-Ära hat teilweise "interessante" Erziehungskonzepte hervorgebracht, aber sowas hab ich jetzt noch nie gehört.
    Das Witzigste in der Richtung war ein Erlebnis eines Bekannten (Jahrgang '69), der als Kind in einen anti-autoritären Kindergarten kam. Da liefen die Kids nackt rum und schmierten ihre Scheiße an die Wände. Als er sich nicht ausziehen wollte, haben die Kindergärtnerinnen gefragt, ob er sexuell verklemmt ist ;-) Na ja, die Alternative war wohl ein von Nonnen geleiteter Kindergarten, da weiß ich echt nicht, wo ich persönlich als Kind lieber gewesen wäre, haha.