Beiträge von '"'"'

    weil sie durch die Einflussnahme der Eltern und durch den Einsatz von Zwang gewaltsam auf die Kinder übertragen wird.


    Das trifft aber auf jegliche Weltbilder zu, die Eltern vielleicht so vertreten?

    Über den Beitrag eins weiter oben möchte ich noch etwas nachdenken. Sagen kann ich dazu aber schon, daß mir fragwürdig erscheint, wie darin anscheinend ganz selbstverständlich Lynchjustiz vertreten wird, die recht eindeutig nicht zur Beendigung von einer Notlage erforderlich wäre.

    Es ging darum?

    Angst, Trägheit. Aber wieso? Eine Rolle spielt wohl die Verheißung, daß der "Arbeitgeber", der eigentlich die Arbeit nimmt, sich dafür sorgt, daß immer regelmäßig eine relativ konstante Summe Spielgeld rüberwächst, von dem dann alles mögliche gekauft werden kann, das ich persönlich nicht brauche. Es geht also auch um Materialismus, um eine Verfasstheit, die einen Lebensschwerpunkt an dieser Stelle setzt. Vernünftiger als bei Schimpansen ist das wahrscheinlich nicht begründet?

    Irgendwo glaube ich aber, daß jeder Mensch letztlich das lebt, wonach er sich sehnt, egal was ihm von außen vermittelt wird.


    Hat jemand, der so stark in lebensklimaschädlichen Geldsummen denkt nicht auch irgendwo ein konditioniert-gestörtes Verhältnis zum Leben an sich, zu realen Bedürfnissen? Sich in vielleicht nicht so günstig auf das eigene Leben auswirkende Anhängigkeitsverhältnisse (es dürfte da bedeutendere Unterschiede geben) zu begeben ist immer auch eine Prioritätenentscheidung. Und die Erklärung Geld zu brauchen auch eine Erklärung der eigenen Unfreiheit?

    Es wäre doch schön, wenn Kinder und Jugendliche mit unterschiedlicher familiärer Prägung sich mit verschiedenen Religionen und Philosophien auseinandersetzen - oder?


    Ja, ich fände es vielleicht optimal, wenn Vertreter verschiedener Ansichten in den Unterricht (ohne allgemeine Schulpflicht) kommen und deren Ausssagen dann auch über längere Zeit (nicht nur eine Unterrichtseinheit) ernsthaft und ohne Tabus kritisch diskutiert werden können. Unbefriedigend fände ich, wenn vorgefiltert Lehren vorgestellt würden von Menschen, die sie gar nicht selbst entsprechend wahr halten.

    Worum es mir vor allem ging ist wohl, daß ich einen "Vernunftextremismus" unerfreulich fände, denn Spiritualität kann ein großer Wert im Leben eines Menschen sein. Sie hat aus meiner Sicht eine Existenzberechtigung.

    Anarchistische Gewalt (Gewaltausübung ist Herrschaftsausübung): Ich bin neugierig. Was ist Unterdrückung und Ausbeutung? Gibt es klare Kriterien oder wer soll entscheiden, wann das der Fall wäre? Oder entscheidet es einfach jeder wie er Lust hat? In diesem Fall: Was soll dabei Gutes herauskommen so wie die Menschen sind, die ich real beobachte?

    Was ist deiner Auffassung nach denn ein "angenehmer Lebensstandard" und was "Leben am Rande des Existenzminimums"? Die erhoffte Antwort bezieht sich nicht auf etwas, das Zahlen beinhaltet.

    Ich meine Geld ist irrelevant und ich brauche im Zweifel auch keins. Anderes ist entscheidender.

    Religion und Schule ist ein nicht ganz einfaches Thema. Du hast in Richtung Islam gefordert zu säkularieren und dabei das Stichwort Religionsunterricht genannt. Andere fordern islamischen Religionsunterricht einzufühen in der Hoffnung dadurch Einfluß auf die Inhalte zu bekommen, die sonst außerhalb in Moscheen vermittelt würden.

    Religion ist auch nicht etwas, das nur historisch existiert, sie existiert heute. Ich finde es allgemein bedenklich sie aus dem öffentlichen Leben zurückdrängen zu wollen. Wer entscheidet denn, was "gut" ist? Wenn man da auf staatliche Weisheit zurückgreift wird mir immer etwas mulmig.

    Wofür darf anarchistische Gewalt (ein Widerspruch in sich wenn man so will) denn dienen?

    Was meint ihr zu diesem Konzept? Es scheint mir teilweise zu den Forenthemen zu passen.

    Zitat

    Unsere Intelligenz steht unter der Diktatur unseres Nicht-Erkennens, der Unwissenheit, die dann ganz nach Belieben, zu ihrem eigenen Nutzen, Gebrauch von ihr macht, sie für ihre eigenen Zwecke nutzt. Das ist der Grund, warum wir zwar außerordentlich intelligent sein und trotzdem völlig danebenliegen können – beides zugleich! Das ist der Grund, warum wir mit einer derartigen Sicherheit etwas Falsches als richtig betrachten und selbst unter schlimmstem Bedingungen nicht bereit sind aufzuwachen und der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen. Es ist mit Sicherheit einer der traurigsten Aspekte unseres Lebens, dass wir die grundlegenden Ursachen unseres Leidens nicht erkennen können. Ist es nicht eigenartig, dass wir die Unwissenheit niemals wirklich bei der Arbeit beobachten? Aber genau das ist es – dieser Mangel an Gewahrsein, das genau macht unsere Unwissenheit aus. Das ist es, was wir auf Tibetisch „ma rigpa" nennen.

    Es kann nun keinen größeren Fehler geben, als zu denken, dass Unwissenheit irgendetwas Dumpfes oder Blödes sei, dass sie passiv sei oder ein Mangel an Intelligenz. Im Gegenteil. Sie ist gewieft und aalglatt, geschmeidig und genial im Spiel der Täuschung.

    Zitat

    Unter Einsatz unserer ganzen Intelligenz rechtfertigen wir also unsere falschen Sichtweisen und konstruieren um uns herum ein sorgfältig geschütztes, undurchdringliches Abwehrsystem. Wenn wir misstrauisch sind, finden wir überall Verbündete, die uns in unserem Misstrauen unterstützen. Wir errichten ein Schutzzelt des Zweifels um uns herum, das wir um jeden Preis wasserdicht und nahtlos halten müssen, damit keine Risse entstehen, durch die vielleicht Verständnis einsickern könnte.


    http://www.rigpa.org/lang-de/belehr…ichtweisen.html

    Hinsichtlich des Islam bräuchten wir eben eine konsequente säkulare Politik, was auch die Entmachtung der Kirche beinhaltet, Stichwort Religionsunterricht.
    Wir müssen eben die atheistische Front aufbauen;-)


    Und das wäre dann "nichtrepressiver Anarchismus"? Es gibt ja nuneinmal viele Millionen Menschen, die sich Religionen zugehörig fühlen. Wieso sollte das nicht auch Teil des Schulunterrichts sein, mal davon abgesehen, daß man Schulen der heutigen Art besser ganz abschaffen sollte?