Der Konflikt lädt zu einer Menge whataboutism ein, der natürlich auch nun abgespult wird, teilweise auch zu Recht. ('völkerrechtswidrige' Angriffe der NATO in der Vergangenheit, Überfall der Türkei auf Rojava etc.). Man hat aber schon den Eindruck, dass Russland bzw. der neue russische Faschismus immer ein wenig außen vor war, wenn es um Kritik von Seiten derjenigen ging, die ansonsten in Bezug auf NATO und auch Türkei deutlichere Worte fanden. Putinversteher findet man eben nicht nur im rechten Lager. Dabei ist Faschismus schon das richtige Wort. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie einer meiner Philosophie-Dozenten damals die Umbettung des weißen Generals Denikin nach Moskau durch Putin als Ausdruck eines neuen großrussischen Nationalismus deutete, der vom Westen unbemerkt bliebe.
Wenn man hierzulande als Normalo was tun will, wäre es vllt. tatsächlich eine gute Idee, den Putin-Freunden in gewissen Lagern deutlicher in den Arsch zu treten. Letztlich äußert sich hier ein Ungeist, der im Keim erstickt werden sollte (wobei es mit dem 'Wehret den Anfängen' ohnehin viel zu spät ist).
