Beiträge von Madhias

    Ausbildung macht auf jeden Fall Sinn, der Meinung bin ich ebenfalls. "Sinnlos" ist sie erst dadurch geworden, seitdem es zur Mode gemacht wurde, sich durch Nachahmung und der Haltung "das kann doch nicht so schwer sein/ich kann das auch", dass Preise den Markt drücken konnten. Der Kunde hat dann Jahre später das Einsehen, wenn er qualitative Einbußen hat. Dann soll sich der Fachmann den Flickarbeiten vom Vorgänger annehmen und alles wieder gerade biegen, was dann Endeffekt noch teurer wird und den Frust allgemein hebt.
    Gegen 'learning by doing' habe ich ansonsten weniger einzuwenden, sofern die Überlieferung auch wirklich vom Fachmann stammt. Das 'staatlich geprüft- Siegel' müsste man doch dabei am ehesten in Frage stellen. Auch oder gerade bei den wirklich verantwortungsvollen Berufen wie Mediziner zum Beispiel. Da wird soviel Pfusch betrieben, und gegen diese Kaste kommt man auch nur schwerlich an, dass man seine Gesundheit besser einem Metzger seiner Wahl anvertraut, der ebenfalls sein Handwerk versteht. Alles mal sehr übertrieben dargestellt, aber so ungefähr kann ich den allgemeinen (und auch meinen) Frust (auf den Werdegang der deutschen Qualitätsarbeit) nachvollziehen.

    Aber die Probleme haben wir jetzt auch, wo es einen Staat gibt. Er löst es also nicht gut. Es liegt an den Kunden, die entsprechenden Bedürfnisse zu fordern. Das funktioniert halt nicht mit Schafen. Wir befinden uns da in einer Entwicklung. Dafür braucht es Selbstverantwortung und Selbstbewusstsein. Der Kunde muss Langfristigkeit und Qualität fordern und nicht immer das Billigste kaufen. Wenn er das tut, wird es das geben und gibt es ja auch. Aber ja eher seltener.


    Der Indikator Bewertungsportal ist übrigens Unsinn. Das funktioniert schon bei Ärzten nicht, weil sie schlechte Bewertungen einfach löschen lassen können. Eben weil sie das Portal durch ihre Plus-Mitgliedschaft finanzieren. Mit den Patienten verdient die Seite kein Geld.
    Bei Handwerkern ist es ähnlich. Ich will meine Arbeit nicht von einem Laien beurteilen lassen, der von nichts eine Ahnung hat - und deshalb zum Handwerker greifen musste, statt es einfach selbst zu machen. Welchen Wert hat also seine "Bewertung"?

    Ohnehin sind die Portale wenig aufschlussreich. Beispiel: Ein älterer Kunde, der entsprechend Lebenserfahrung hat und durchaus nachvollziehen kann, welches Wunder der Handwerker da gerade aus der alten Bausubstanz noch rausgeholt hat. Ein Jungspund hingegen sieht nur, dass der Handwerker sich ungewöhnlich lange abmüht und das ja alles von der Zeit abgeht und es dadurch umso teurer wird. "Kann ja nicht so schwer sein, was stellt der sich so doof an?", ist dann die heutzutage großspurige Haltung, die man gewohnheitsmäßig ins Internet rotzt, weil man ja eh alles besser weiß.
    Der älterer Herr hingegen hat vielleicht gar keinen Computer, oder es ist ihm schlicht nicht so wichtig. Der Handwerker hat gute Arbeit geleistet, also wird ihm ein gutes Trinkgeld mit einem lobenden Schulterklopfen gegeben. Fertig.

    Im Internet bewerten zudem meist ohnehin jene, die kein Lob übrig, sondern etwas zu meckern haben. Mittlerweile einschlägig als Wutbürger bekannt. Objektiv ist das daher schon lange nicht mehr.

    Das sehe ich nicht so. Auch ein Schein oder eine Ausbildung ist eine Bewertung. D.h.: Bewertung ist es immer. Natürlich stellt sich die Frage, wer bewerten darf und wie das gewichtet wird. Also ich habe über den Weg schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Das über eine private Einrichtung zu machen sehe ich als absolut umsetzbar an. Der Kunde muss nur damit umgehen können, er bestimmt welche Bewertungsform sich durchsetzt. Sprich er sollte nur ein Unternehmen wählen, welche garantieren können, dass eben der Arzt nicht löschen kann. Streitigkeiten können über Mediation gelöst werden. Ich denke so etwas gibt es auch schon. Wenn rauskommt, das sie das Versprechen, aber nicht halten können, dann ist halt Boykott angesagt. Der Kunde hat die direkte und unmittelbare Wahl. Problematisch ist das natürlich bei der älteren Generation, aber die kenne bestimmt einen Jüngeren, der ihnen da Helfen kann. Also meines Wissens funktioniert der Schwarzmarkt auch ganz gut so ... und da haben wir einen echten freien Markt.

    Okay, gut dass wir drüber gesprochen haben :pillepalle:

    Hört sich leicht beleidigt an. Sollte es aber nicht sein. Ehrlich ich diskutiere gern mit dir. Das ist alles produktiv. Ich bin der Meinung, die Thematik die du angesprochen hast ist darin enthalten und würde da gern weiter diskutieren. Da dieser Thread scheinbar auf einem Fakeaccount basiert, dachte ich es ist an der anderen Stelle zielführender. Ich habe da versucht die Basis hinter meiner Haltung/Philosophie möglichst klar dar zustellen. :) ...anders könnte ich es hier auch nicht erklären.

    Hä?! ?( Ich nehme mal an, du meinst eigentlich Ya82... oder denkst du, Ya82 und ich sind die selbe Person? Ya hat hier früher mal etwas getrollt, um ein bisschen Stimmung zu machen und die Autorität der Admins zu untergraben. Wir haben uns aber ausgesprochen und das Kriegsbeil begraben, und jetzt hat er auch soweit ich das beurteilen kann keine aktiven Fake-Accounts mehr. Und ich selbstverständlich auch nicht. ^^

    Das war ein Spaß ;) ...die Vorstellung hat mich amüsiert, den Spaß wollte ich teilen. Kam wohl nicht an :(

    Tja, so sehr geht die Wahrnehmung auseinander. Für mich waren Sayas 'Argumente' eher zynischer, ahistorischer Quatsch. Schon allein die Überschrift der 'Nachilfestunde' schreckt ab, sich überhaupt an einer entsprechenden Debatte zu beteiligen.

    Madhias: Das Problem sind die ganze fragwürdigen anthropologischen Grundannahmen und das Postulat einer angeblichen Verbindlichkeit einer bestimmten Moralauffassung, so wie sie 'Libertäre' (schon die Begriffsaneignung ist im Grunde ziemlich dreist) gerne hätten. Ein 'Recht' auf Eigentum kann es z. B. außerhalb einer rechtssetzenden Instanz überhaupt nicht geben. Es kann natürlich Übereinkünfte geben, deren Verbindlichkeit von einem Konsens abhängt, der wiederum jederzeit verlassen werden kann. Dass der Kapitalismus als dominante Wirtschaftsform den Staat benötigt, liegt u.a. genau in der erwünschten Rechts- bzw. Vertragssicherheit begründet.

    Auf Egoismus oder Altruismus allein zu setzen, wenn es z.B. um soziale Absicherung geht, ist ziemlich wagemutig - also ich bin mir nicht sicher, ob ich eine solche Gesellschaft will. Ich sage nicht, dass hierfür per se eine staatliche Ordnung erforderlich ist, aber irgendeine Art von Ordnung wäre schon wünschenswert, die dann natürlich universell gilt und nicht nur für zahlungskräftiges Klientel.

    Konkurrenz ist in einem bestimmten Rahmen (!) natürlich nichts Schlechtes. Aber als der Gesellschaft zugrunde liegendes Prinzip, vor allem wenn es um Überlebensnotwendiges geht?

    "In der Praxis erlebe ich immer wieder, wie Leute die sich gerne einen sozialistischen Touch geben,verdammt asozial drauf sind und handeln."
    ---> Das Argumentum ad Hominem - WissensWert

    Dazu habe ich mir die Mühe gemacht meinen Standpunkt im Anarchokapitalismus Thread darzustellen ;)

    @Madhias Menschmueller kannst du aus diesem "Streitgespräch" zwischen Saya und Terr4byte herausnehmen. Das ist ein ehemaliger fake-account von mir, keine Ahnung, warum man dessen Bullshit geliked hat. Vielelicht weil der Zweck die Mittel heiligt? :saint:

    @Dian: Ich wusste nicht, das du hier so viele Alter-ego's hast. Das wirkt irgendwie schon bisschen krank. ;):lol:
    Saya gefällt mir trotzdem sehr gut, @Ya82 vielleicht solltest du diesen Anteil eher integrieren als abspalten!

    Es geht hier nicht um die Frage was wäre wenn der Staat von 0 auf 100 abgeschafft wird.
    Das ist die typische Geschichte mit der Praxis.
    Diese Problematik möchte ich erst einmal außen vor lassen, da sie völlig unabhängig von der Spielart ist.
    Es geht um die Frage über welchen Weg kann man eine anarchistische Gesellschaft aufbauen und wie könnte so eine Gesellschaft ausschauen.

    Wie kann das dazu notwendige Menschenbild/-verständnis und die Haltung des Einzelnen aussehen?
    Wo fängt man an?

    An der Stelle sehe ich nur den Weg über die Graswurzel oder besser einfach die Wurzel.
    Also ein radikaler Ansatz.
    Es stellt sich die Frage was ist die Wurzel.
    Die Antwort lautet ICH.

    Unser Bewusstsein ist Verblendung.

    Allerdings, würde das Leben ohne diese Verblendung existieren?
    Da bin ich mir ziemlich sicher, die Antwort lautet NEIN.

    Ich sehe das so:

    Wir entspringen alle dem Urchaos, dem Ganzen, Allem, Gott, … nenn es wie du willst.
    Dann kam Luzifer er brachte das Licht oder den Widerstand, die Grenze, ….
    Daraus hat sich dann die erste Zelle gebildet. Innen und Außen….Ying und Yang
    Und diese Zelle hat sich geteilt,
    aber ohne diese Zelle?
    Und diese Zelle bin ICH, mein Bewusstsein in all dem Leid und Schmerz der Abgetrenntheit.
    Natürlich bin ich nicht getrennt, Verblendung.

    Daraus entsteht Hass und Gier. Jetzt sind wir schon 3. Die heilige 3 Faltigkeit, mal anders ausgedrückt.
    Krieg(Hass und Gier) will auch mitspielen, sonst sitzt der traurig in der Ecke und weint ;)
    Das ist das Leben, anders ausgedrückt ist der Krieg der Vater aller Dinge.
    Also die Veränderung in Form von zellulärer Kraft.
    Widerstandskraft. Grenze. EGO
    eIGo … also das Ei, die Zelle.

    I

    EGO = ei(I) go, ich weiß das ich geh und vergänglich bin … Denglisch
    Das nenne ich dann Egoismus.

    Survial of the fittest:

    Dieses Prinzip ist bewährt und drückt sich in folgendem aus.
    Versucht der Mensch sich zu stark von der Natur zu lösen, die Zelle formt die Umgebung nach ihrem Willen,
    wird der Wirt langsam aber sicher zerstört.

    Die Erde ist der Wirt.
    …
    Klimaerwärmung, etc.
    …
    Ich denke diese natürliche Energie zu leugnen, nicht zu nutzen, sich nicht ihr anzupassen…
    Führt offensichtlich zu Problemen.
    Um sich anzupassen muss man sich aber seiner Natur bewusst machen.
    Wenn die Zelle zum EGO wird, wird der Zellenverbund zum Kapital.
    Und das ist völlig natürlich und normal.
    Und du weißt ja was sich reimt ist gut;)
    …
    Diese Komponente und die tiefe Erkenntnis dessen vermisse ich in den meisten Anarchismus Strömungen, im Anarchokapitalismus wird sie als grundlegend gesehen.
    Also wäre der freie Markt der Raum, in dem sich Zellenverbunde bekriegen, verbinden und von einander abgrenzen.
    Also teilen und sich teilen.
    Das heißt der Einzige und relevante Bezugspunkt bin erstmal ICH.

    Allerdings, wenn ich nichts auf mich beziehen kann, existiere ich nicht.
    Also bin ich von Allem abhängig.
    Der AlBärnde Allbert.
    Die Verbindung dazwischen könnten man Liebe nennen.
    Also liebe ich den AlBärnden Allbert, denn die Abgetrenntheit erzeugt Leid.
    Ich suche die Verbindung, die Liebe.

    Glaubst du wirklich es gibt Menschen, die im tiefsten Herzen nicht so fühlen?
    Gibt es gut und böse? --- Ist der Nazi böse und die Antifa gut? Ist der Fascho gut und der Anarchist böse?
    Das kommt immer auf die Perspektive an.

    Der Drang in uns kann gar nicht so stark sein, alles und jeden in seinem Umfeld zu zerstören, wenn die Grundbedürfnisse befriedigt sind.
    Sonst zerstören wir unser Umfeld und somit auch uns.
    Aber in erster Linie geht es um das Überleben der Zelle, das ist tief in uns verwurzelt.
    Eine radikale Erkenntnis.

    Die Information schützt uns vor Handlungen, welche unser Umwelt zerstören.
    Also ist Wissen Macht, denn es schützt unser Überleben.
    Wissen entsteht durch Kommunikation zwischen möglichst unterschiedlichen Individuen.
    Siehe Post im Anarchismus Thread!

    Das Anarchismus Konzept genügt also bestens dem "surival of the fittest" Kriterium.
    Ja wir leben in einer Schmerzwelt, deshalb beten ja die Christen auch den Schmerzgott an.
    Oder nicht? --- Oh Ja-weh hilf!
    Oder soll ich sagen Jammergott? ;)

    Also muss ich den Schmerz liebe?!
    Und genau darin steckt ein tiefe Wahrheit.
    Nein wir werden, erst wenn wir tot sind wieder vereint sein.
    Alles was zu stark in die Richtung geht bedeutet Stillstand.
    Wie löst man nun diesen Konflikt?
    In der Mitte!

    Aber die ist doch feucht schleimig und warm!
    Ja ich weiß, wirklich ekelhafter Stillstand!?
    Die Mitte ist also vereinfacht, die Balance zwischen mir und dem Allbärnd.
    Das ist der Witz, der liegt genau in der Mitte.

    Bis zu einem gewissen Grad müssen wir uns bekriegen, sonst ist der Spaß vorbei.
    Game Over!

    Aber dann doch lieber in einem sportlichen Wettkampf.
    Geistiger Konkurrenz.
    …was auch immer.

    Dazu müssen wir nicht Bomben auf uns schmeißen, beleidigen oder psychisch bekriegen,
    nein wir müssen uns nur lieben und eben auch ein bisschen bekriegen! ;)

    Aber verdammt noch mal ICH will ICH sein, das liegt in meiner Natur.
    Selbstfindungssucht oder Suche.
    Aber dafür benötigt man einen Spiegel.
    Ein schönes SpielGel oder SpielGeld oder Gold? ---der Schein!?
    …

    Und genau das bietet doch eigentlich der Kapitalismus in der Theorie. Ein Spiel mit möglichst wenig Leid, aber eben auch Leben.

    Wer von euch ist denn kein "embryonaler" Kapitalist? --- nein ich meinen keinen fiesen und bösen Monopolkapitalisten
    Wer schenkt denn sein Eigentum her im Großen Stil oder ist eigentumslos?
    Nein damit mein ich nicht irgendwelche kleinen Almosen.
    Wer opfert sich denn wirklich ernsthaft für die Gemeinschaft auf?
    ---das wäre links (nach einer eher philosophischen Definition) und altruistisch

    Also bitte schaut in den Spiegel!
    Oder habt ihr eine bessere Definition?
    In dem ich das Eigentumsrecht befürworte oder eben so handle, dann bin ich doch ein Kapitalist!

    Ohne Eigentum, welches über den eigenen Körper hinausgeht, würde die Bezeichnung Egoist reichen.
    An welcher Stelle genau entscheidet ihr denn wieviel Eigentum einen kapitalistischen Grundcharakter hat?

    Das Thema Definitionen hatten wir ja schon. Die Diskussion darüber ist essentiell und sollte so sachlich und objektiv bleiben wie möglich.
    Erst wenn das einiger Maßen geklärt ist macht es Sinn weiter zu diskutieren.
    Nicht das Symbol oder Wort ist entscheidend, sondern das was dahinter steht!
    Jeder lebt in einer subjektiven Wahrnehmung, also können wir Dinge natürlicher Weise nicht alle gleich verstehen.
    Wir sind eben nicht gleich sondern Individuen.

    Aber wir sollten lernen diese anderen Individuen zu verstehen, sich mit ihnen zu verbinden, sie zu lieben.
    Anarchismus ohne Liebe ist nicht denkbar.

    Wenn wir unser gegenüber nicht ernst nehmen, in dem was es sagt und in erster Linie einfach narzzistisch handeln und das kann man auf allen Ebenen erfolgen, dann ist eine Verbindung nicht möglich und ganz sicher kein Anarchismus.
    Es gibt eben nicht nur schwarz oder weiß oder schwarz/weiß … dazwischen liegt das Analoge.

    Das meiste Leid in der Weltgeschichte geht von Staaten aus!
    Das ist meine Basis.

    So sprach Hagbard Celine, Kapitän und Eigentümer eines goldenen U-Bootes.
    Kampf den Illuminaten!
    Heil Eris!
    ---
    Und sie sprach, lieber Hagbard, zum Glück ist die Welt nicht digital!!!

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    Es kommt auf die innere Haltung jedes Einzelnen an.
    Es kommt nicht darauf ob jemand schwarz, weiß, Jude, Moslem, Christ … ist oder ob er/sie sich Anarchist, Faschist, oder wie auch immer nennt.
    Es kommt auch nicht darauf wie er Begriffe definiert ist, einzig allein zählt die Haltung.

    Ich kann mir vorstellen, dass ich mit einigen Menschen besser zusammen leben könnte oder klar käme, die sich als faschistisch oder Faschist sehen als mit manchen Anarchisten.
    Die wirken sogar manchmal toleranter und liebevoller!

    Wenn mir ein Faschist erzählt, dass er den Faschismus als etwas Positives sieht, so wie ich das versucht habe darzustellen, dann glaube ich ihm das, wenn er sich entsprechend verhält.
    Egal wie die herkömmliche Meinung dazu ist.
    Und ja genau solche Menschen gibt es!
    Genauso verhält es sich auch mit Anarchisten in der umgekehrten Weise.
    Wenn jemand davon spricht, sich aber in meinen Augen negativ faschistisch verhält ….

    Scheißegal, wenn ihr das anders definiert.
    Wenn wir das Gleiche meinen
    und anstreben, warum nicht vereinen?

    Oi!

    Hier liegt das größte Problem der Anarchismus-Szene. Sieht man ja auch hier im "Unity"-Forum.
    Die Akzeptanz der Andersartigkeit ist essentiell und das muss eben auch für Faschisten gelten.
    Wenn ich gegen Krieg bin, sollte ich mich bei diesem Mittel nicht bedienen, egal in welcher Form.
    Der Weg in den Anarchismus führt für mich über den Kapitalismus zum Anarchokapitalismus und wird den Anarchismus nie komplett erreichen. ;)

    Aber es gibt vielleicht auch andere praktische Wege.
    Die Kritik bzgl. Eigentumsrecht und Staat finde ich unlogisch.
    Wer ist denn hier gegen das Eigentumsrecht?
    Das Eigentum wird durch die Kultur geschützt.
    Wie das genau in der Praxis aussieht kann unterschiedlich funktionieren.

    Reiner Anarchismus wäre nur in einer Welt denkbar in der wirklich alle sich auf diesen gemeinsamen Nenner geeinigt haben.
    Man kann unsere heutige Situation nicht mit früheren vergleichen.
    Monarchistische und faschistische Strukturen hatten eine große Bedeutung was Kommunikation angeht.
    Es waren Knotenpunkte zum Wissen sammeln und verteilen.
    Das brauchen wir heute nicht mehr, denn wir haben das Internet.
    Also was passiert wenn jemanden einen anderen bestielt?

    Wir sind alle vernetzt, wenn der Großteil sich auf den Anarchismus als Basisnenner einigt,
    Dann reguliert sich das von selber.

    Dazu benötigt es Empathie.
    Also wenn ich mitbekomme das Y von X bestohlen wird, werde ich ihm/ihr helfen.
    Diese Information kann verbreitet werden, dafür benötigt es Transparenz.
    Früher war das nicht möglich, es gab kein Internet. Deshalb brauchte es Könige oder Staaten.
    Wir können heute Peer-to-Peer kommunizieren, wir brauchen diese Knotenpunkte nicht mehr!

    Gibt X Y sein Eigentum nicht zurück, dann handele ich nicht mehr mit ihm.
    Ich grenze in aus meinem Verbund aus. Das reicht völlig.
    Davor können Schlichtungen eben auch zum Ziel führen.

    Eine privates Schiedsgericht, wird von seinen Kunden bewertet.
    Sein Interesse liegt daran, die Konkurrenz auszuschalten, fies kapitalistisch ausgedrückt.

    Das heißt:

    Es wird versuchen seine Kunden bestmöglich zu frieden zu stellen, sonst kommen die nicht mehr.
    Das funktioniert ganz sicher nicht indem ich einen Sicherheitsdienst, o.ä. engagiere der den anderen zu etwas zwingt oder tötet. Dadurch entsteht eine langer und teurer Konflikt und die Gewinnmaximierung ist dahin.

    Gewinnmaximierung ist nicht unbedingt schlecht, sondern wie bei allem kommt es auf die Haltung dahinter an!

    Gewinn oder Profit muss nicht auf Ausbeutung basieren in unserer heutigen Zeit.
    Kooperation und Win-Win Situation.

    Entscheidend ist die Fähigkeit zum nachhaltigen und langfristigen Denken und Empathie.
    Die "Bösen" denken da kurzfristig und dann kommt eben der Bumerang-Effekt. Egal in welchem Lager.

    Die Maxime muss lauten umso kleiner die Zelle, umso mehr die Wertschätzung dieser, das ist eine anarchistische Grundhaltung.
    Wenn ich meine eigene Zelle nicht wertschätzen kann, wie sieht es dann mit den anderen aus?

    Umso kleiner die Zellen, umso besser funktioniert das Ganze.

    X hat so viele Möglichkeiten eine andere Zelle zu finden, in der er besser passt, so dass die Wahrscheinlichkeit für das Bedürfnis sinkt wieder stehlen oder morden zu müssen.
    Mal abgesehen von psychischen Traumata, die müssen natürlich aufgearbeitet werden.

    Wir müssen den Affen in uns erkennen, heißt unsere absolute Basismotivation ist das Überleben.

    Viele haben einfach noch so viele existenzielle Ängste in sich, das sie gar nicht kapieren, dass der Überlebenskampf heute eine andere Form hat als früher oder so in der Form gar nicht mehr möglich ist.

    Ich sehe den Anarchokapitalismus oder besser den kapitalistischen Anarchismus als die integrativste und praxis-bezogenste Form der anarchistischen Spielarten.
    Er genügt dem "survial of the fittest" Kriterium am besten.

    Das habe ich von Anfang versucht klar zu machen.

    Weil in ihm alle anderen Spielarten Platz haben sogar innerhalb einer Zelle "faschistische" Strukturen möglich sind.
    Das ist eigentlich bei allen anderen Spielarten nicht der Fall.
    Aus diesem Grund stellt es für mich die größte Praxisnähe dar, da er eben bestmöglich auf die Unterschiedlichkeit der Menschen und ihr Verhalten abgestimmt ist.
    Hier könnte jeder seinen Platz haben, es ist der einfachste gemeinsame Nenner. Aus diesem Grund finden hier auch sehr fragwürdige Ansichten und Charakter ihren Platz.

    Aber vermutlich denken sie in ihrem Herzen alle grundlegend ähnlich.

    Wenn sich jemand als Anarchist bezeichnet und das nicht im Verständnis von Chaos, dann sollten wir ihn verdammt nochmal ernst nehmen und nicht irgendwelche Sachen unterstellen!
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    Das würde ich dann mal als Unity bezeichnen.

    Und für diesen Gedanken möchte ich Bewusstsein schaffen!