Einer einzelnen Aussage stimme ich zumindest ansatzweise zu: Es wäre in einigen Fällen besser, den Dialog zu suchen, anstatt Menschen sofort abzustempeln oder zu verstoßen. Was ich vielen Antifas unterstelle, ist eine Blockwartmentalität, die beizeiten auch die Falschen trifft.
Der Rest ist allerdings wieder gefährlicher Blödsinn. Die Rechte organisiert und bewaffnet sich, sie steht bereits in den Startlöchern, wenn sich ein günstiges Zeitfenster ergibt. Und sie ist längst Teil staatlicher Strukturen, sei es in Polizei, Justiz oder Armee. Und es ist größtenteils der Verdienst antifaschistischer Initiativen und Einzelpersonen, dass diese Bedrohung überhaupt wahrgenommen wird, hier steckt mehr Arbeit dahinter, als der durchschnittliche Medienkonsument wahrnimmt. Insofern reagiere ich empfindlich auf idiotische und ignorante Polemik diesbezüglich. Kritik ist absolut notwendig, nur muss man dafür eben den ganze Diskurs und die verschiedenen Strömungen kennen, aber das ist bei dir offenkundig nicht der Fall.
Das ist halt alles mal wieder eine Frage der Relation. Was bedeutet es denn, dass eine Gefahr von einer Gruppe ausgeht? Ich denke sobald es in Richtung Gewalt geht, geht eine Gefahr aus, da sind wir uns vermutlich einig. Extreme Rechte sind mir in der Regel auch unsympathischer als extreme Linke, weil diese statistisch gesehen und im persönlichen Kontakt gewaltgeiler sind. Vor allem die Vernetzung von Militär/Polizei mit der extremen Rechten ist natürlich höchst problematisch und davon geht eine echte Gefahr aus. Allerdings, wie will so eine kleine Gruppe einen ernsthaften Putsch ohne entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung durchziehen?
Was ich damit meinte ist, dass sie aktuell keine größere Gefahr darstellen als vor Corona. Man nutzt sie nur um Maßnahmenkritiker zu denunzieren und damit werden sie stärker gemacht. Das die Rechte eine neue Reformation erlebt, daran gebe ich vor allem dem Umgang mit den Maßnahmenkritikern die Schuld. Diese Nazikeule, die wird wegen jedem Scheißdreck inzwischen geschwungen, das Resultat sind Querdenkerextremisten,… und die Vernetzung der Geächteten.
Da haben dann die rechten Rattenfänger ganz leichtes Spiel.
Ein anderes Beispiel, wenn linke Gruppen irgendwo Autos anzünden etc. dann werden die Anwohner vermutlich weniger Sympathien mit dieser Szene aufbauen, vielleicht fangen sie sie aber auch an zu hassen.
Das ist doch alles ziemlich kontraproduktiv.
Nochmal, ich weiß dass es zig Strömungen der Antifa gibt und die sich teilweise sogar gegenseitig bekämpfen oder zumindest nicht mögen und ich habe mich schon mit einigen unterhalten.
Ich weiß das es hervorragende antifaschistische Arbeit gibt, wertschätze diese und finde sie wichtig. Aber es gibt auch genügend Gewalti's(tolles neues Wort) und faschistoide Tendenzen und Strukturen bei denen.
Zu antifaschistischer Arbeit würde ich aber zum Beispiel auch den Ken Jebsen zählen(jaja ich weiß dieser nicht wirklich bewiesene Antisemitismusvorwurf). Er versucht es zumindest und ich nehme ihm das ab, dass es seine Ambition ist. Eine mögliche Verschwörung hat immer auch einen faschistoiden Charakter. Es ist demokratische und antifaschistische Arbeit nach solchen zu suchen und sie aufzudecken.
Die Nazis schaffen wirklich sich alles anzueignen und zu missbrauchen, aber nur weil die das machen wird die Sache an sich doch nicht schlecht. Wenn das so wäre sollten viele Antifas ihren Kleidungsstil überdenken.
Warum werden alle Verschwörungstheoretiker in einen Topf geworfen?
Klar haut der Ken auch jede Menge Müll raus, aber ihn deshalb so heftig anzugreifen, sry aber da haben einige echt die Relevanz verloren.
Gerade dieses mediale Bashing führt doch noch mehr dazu, dass sie sich bestätigt fühlen und weiter abdriften.
Ich kritisiere an der Antifa, dass es da kaum Protest in Richtung Coronamaßnahmen gibt, dass die teilweise restriktiver auftreten als der Staat und das es kaum Differenzierung gibt wenn Reizwörter wie Kapitalismus, Verschwörungstheorie, Impfgegner/kritiker, usw. verwendet werden oder Sympathien mit Geächteten geäußert werden. Es reicht schon ein nicht vorhandener oder falscher Neusprech.
Ja, ja ich weiß, man darf nicht die Antifa sagen und die Antifa find ich blöd darf man erst recht nicht sagen, klar ist das nicht in Ordnung, deshalb habe ich ja die Antifanten gesagt, damit meine ich nur die blöden von der guten Antifa.
Ich weiß, dass das Thema den eigentlichen Thread nur streift, aber das musste ich noch los werden.