Das Hinterfragen 'offizieller' Versionen, oder sagen wir gleich: Das Hinterfragen an sich, finde ich sehr wichtig. Idealerweise hinterfragt man auch mal sich selbst, so zur Kalibrierung, damit man nicht nur nach gusto bestimmte Ansichten ohne weiteres akzeptiert und nur bei bestimmten Themen oder Punkten kritisch ist. Das ist etwas, was mir immer schwer gefallen ist und, wenn ich ganz ehrlich bin, auch heute noch nicht gerade einfach fällt.
Aus der Diskussion hier im thread habe ich bereits etwas mitnehmen können. Beispielsweise wie letztlich heraus gearbeitet wurde, dass Deutschland gar nicht so restriktiv sein kann, weil wir immerhin unsere Meinung hier kund tun dürfen.
Gut, es ist etwas enger geworden, habe ich mitbekommen. In den Nachrichten war von Überlastung die Rede, weil wohl zu viele Anzeigen wegen beleidigung gegenüber den Staatsdienern getätigt wurden. Gut, eine beleidigung fordert es nun auch heraus. Jedenfalls dürfen wir hier sein und brauchen kein Bild von einer gottgleichen Person an der Wand. Ejne so simple Tatsache vor Augen geführt zu bekommen ist ein sehr aufbauender und erfrischender Vorgang, den ich nach all den Weltuntergangsbeiträgen ganz gut gebrauchen konnte.
Das Brandmarken geht mir nun wieder etwas zu weit, aber das ist ja am Ende auch nur meine Meinung, und mehr nicht.
Im übrigen finde ich das Wort "Schwurbler" furchtbar. Allein der Klang.. Örks^^
Wahrscheinlich liegt es auch wieder am branding. Es scheint ein offizieller Kampfbegriff zu sein, der meiner Beobachtung nach (nicht hier) oft benutzt wurde, um jemanden abzucanceln im Rahmen des Schubladendenkens.
Vielleicht wehre ich mich innerlich auch dagegen, weil ich mich nie in nur eine Schublade einordnen könnte und es sich daher falsch anfühlt, wenn man jemanden nicht richtig gut kennt. Aber auch das liegt nur bei mir, und ich werde das sicher niemandem überhelfen.
Wenn diese corona Thematik etwas gutes hatte, dann womöglich dass man neue Seiten an Mitmenschen sehen könnte, die vorher versteckt waren oder sich zusätzlich entfaltet haben. Das war schon erstaunlich zu beobachten.
Auch dem, was Du geschrieben hast, kann ich zustommen: Der Fokus auf bestimmte Themen kann Menschen blind werden lassen für Prioritäten, sinnvolles prüfen und vorgehen, abgleichen etc.
Das hat mich in meinem Leben auch schon ereilt. Werfe den ersten Stein, wer ohne Sünde ist, oder wie hiess das? Naja, ich bin nicht religiös, aber das passt gerade.
Im Übrigen kenne ich von früher auch noch dieses ewige weiter diskutieren. Ich wollte zwar den Konflikt nicht, aber die Neugier und das Bild, das andere von einem haben, waren so mächtig, dass man selbst dann noch in eine Diskussion zurück kehrte, nachdem man ihr längst offiziell entsagt hatte. Daraus habe ich gelernt, denke ich.
Und das führt mich zu Lonewolfs Frage. Ich habe einst das unity forum in ein woltlab burning Board gewandelt, nachdem Dian mir sein Vertrauen schenkte.
Unreif, wie ich war, konnte ich es jedoch nicht lassen, über die Rolle eines "tech admin" hinaus meine halbgar Meinung, gedanklich als ultimative Wahrheit, bis zur Schmerzgrenze zu verteidigen und selbst vor klar überlegenen Diskussionsgegnern mit dem stets selben Kurs weiter zu machen. Was hat mich das an Energie und Nerven gekostet..
Letztlich erinnere ich mich noch an xoc (aber nicht mehr an das Thema) , und das der unschöne Ausgang zu einem selfban führte. Ich ließ Dian also zurück und versuchte, trotz der vergangenen Jahre auch die unity zurück zu lassen. Tatsächlich schaute ich irgendwann mal wieder rein. Anfangs, ob irgendwo der Nickname quaid fiel, später um zu sehen was aus dem forum wurde.
Dian, ich glaube ich habe es nie geschrieben.; diese dumme Jugendliche Aktion von mir damals tut mir sehr leid.