Uns allen wohnt ein Menschheitssystem inne, das sich nicht mehr herauslöschen lässt, es sei denn wir selbst werden ausgelöscht.
Wir alle sind mehr oder weniger zwangsläufig ein Teil davon, doch es wohnt nicht mehr in allen von uns. Die meisten, die sich noch nicht bewusst dagegen entschieden haben, kreuzen mit Sicherheit auch nicht in der Unity auf.
Diese Zwickmühle ist schon echt zermürbend, im Grunde gibt es keinen Ausweg:
Die, die einen großen Besitz zu verlieren hätten, können als Herrschaft am besten dafür sorgen, dass das heutige System aufrecht erhalten bleibt. Würden alle Eltern ihre Kinder mit dem Unity-Mindset erziehen (was nicht zu erreichen ist, weil die bisherige Einstellung zu tief verankert ist), würde es widerum ebenfalls eine Gleichschaltung mit sich bringen, dabei sind Individualisten das, was wir brauchen.
Macht ist noch genauso gefragt.
Richtig, ich bezog mich lediglich darauf, dass diese Macht in der heutigen Zeit keine überlebensnotwendigen Ressourcen mehr erbringt.
Es fehlte die "handelnde" Ordnungsmacht, somit strebten sie mit Gewalt nach den eigenen Vorteilen, sowie notwendigen Ressourcen. Sie kämpften zu der Zeit (in Teilen der Welt auch heute) um das größere Land, um geldähnliche Güter, usw. usw.
Gerade die primitiven Völker dürfte das am meisten betreffen, wenn es nicht gerade um Religionen, Traditionen und ähnliches ging.
Ich vermute, dass der Aspekt der Macht hauptsächlich mit dem Fortschritt, als diese Probleme einigermaßen aus dem Weg geräumt wurden, in den Vordergrund rückte, sodass es heute die Zeit ist, in der sich Nationen sinnbefreit aufeinanderhetzen.
Alles andere ist die konventionelle Machtgeilheit, weil man es nicht anders kennt, weil dieses Denken jedem einzelnen ab dem 6. Lebensjahr eingedrillt wird.
Ich schrieb das im Bezug darauf, weil in deiner Fiktion die Arbeitspflicht abgeschafft ist, Maschinen uns alles abnehmen und damit quasi die Vorstufe zum Paradies erreicht sei, weil nun der Mensch frei ist und im Sinne seiner Natur klug und reflektiert handeln wird. Und genau das wird niemals eintreten.
Diese Aspekte waren ein Teil meiner Spekulation, wie diese Entwicklung aussehen könnte, wie die Menschen es sich selber verderben würden ... aber ich habe mich dabei auch gefragt, wie diese Bekloppten-Welt wohl aussehen würde und was die ganzen Lemminge tun würden, wenn dieses Paradies auf einmal eintreten würde.
Dein Beispiel mit den Millionären ist meines Erachtens schwierig, da sie gerade diejenigen sind, die sich mit ihrem Geld manipulativ fortbewegen können (Content für's Trash-TV) und die Macht besitzen, um grinsend auf dem Achtmilliardenrest herumzutrampeln. Es ist nicht das gleiche, als wenn alle auf der ungefähr gleichen Ebene ständen. Und Rentner gehören üblicherweise sowieso nicht zur Rebellen-Generation oder den Menschen, die noch bereit sind, ihr Leben und ihre Einstellung mal ordentlich umzukrempeln.
Erkennst du die Konstante?
Freilich, solange die breite Masse mit keiner lebensbedrohlichen Lage konfrontiert wird, schaltet niemand so richtig seinen Kopf ein. Und so kümmern sie mit dem Lebensstil S.A.A.R.T. von Generation zu Generation dahin.
Das weckt doch gleich wieder das Bedürfnis, mal ordentlich ...
(Ha, ich liebe diesen Smiley!)
Den Erfinder dieses Fortschritts kümmert es reichlich wenig, wie die Gesellschaft dann damit zurechtkommt, dass weniger Arbeiter in Lohn und Brot stehen... das sind einfach zwei komplett verschiedene Ebenen, die nicht wirklich miteinander koordiniert werden.
Gut auf den Punkt gebracht, ich wusste nicht, wie ich den Gedanken ausformulieren soll.
Es ist problematisch, dass beide Ebenen irgendwie auf etwas besseres ausgerichtet sein wollen, aber letztlich doch gegeneinander arbeiten.
Und man müsste die Menschen dazu aufrufen, weniger zu konsumieren und sich einzuschränken, weil dadurch dann auch viel weniger Menschen etwas herstellen (oder Müll beseitigen) müssten, und somit mehr Freizeit für jeden da wäre.
Stattdessen gibt es Studiengänge wie Wirtschaftspsychologie und Arbeitsplätze für Werbedesign, um weiterhin künstliche Bedürfnisse in den Köpfen der Leute zu erwecken für Produkte, die ebenfalls Ressourcen und Arbeiter erfordern. Das sind dann übrigens genau die, die einem diese Produkte nach einer Weile mit der Aufschrift "NEU: Umweltfreundlich" unter die Nase reiben wollen.
Wer wird schon darauf verzichten, wenn es einem den Alltag zu erleichtern scheint.
Oh Mann, ohne eine grundsätzliche Revolution wird das nix. Den Kapitalismus wird niemand abschaffen, solange sich Reiche an ihrer Macht vergnügen. Vermutlich sind sie aber auch so verblödet, dass sie es nicht mal mehr merken.
Solange der Kapitalismus im Kopf verpflanzt ist, wird auch die Revolution nutzlos sein, weil sich dann der nächste machtgeile Volldepp über das Volk stellt. 