Beiträge von Lissaminka

    Mich kotzt an, dass dieses einst interessante und teilweise lebendige Forum ausgestorben ist. Das wegen zwei User tolle Diskussionen beendet wurden und ein Austausch erlischt ist.

    Mein Eindruck ist ja, dass die zwei User sowohl Quelle der Aktivität als auch Quelle der stinkenden Atmosphäre hier waren.

    Von daher betrachte ich es als Segen und Fluch zugleich, dass sie weg sind.

    Der erste Link hier scheint nicht ganz zu funktionieren, was aber am Forum liegt.

    Also einfach draufklicken, wohin man weitergeleitet wird:

    Was ich auch ganz interessant finde, auch wenn ich das nicht so arg wie dargestellt wahrnehme:

    Zitat

    GPT4 has been completely railroaded. It's a shell of its former self. It is almost unable to express a single cohesive thought about ANY topic without reminding the user about ethical considerations, or legal framework, or if it might be a bad idea.

    Simple prompts are met with fierce resistance if they are anything less than goodie two shoes positive material.

    It constantly references the same lines of advice about "if you are struggling with X, try Y," if the subject matter is less than 100% positive.

    The near entirety of its "creativity" has been chained up in a censorship jail. I couldn't even have it generate a poem about the death of my dog without it giving me half a paragraph first that cited resources I could use to help me grieve.

    I'm jumping through hoops to get it to do what I want, now. Unbelievably short sighted move by the devs, imo. As a writer, it's useless for generating dark or otherwise horror related creative energy, now.

    r/ChatGPT on Reddit: ChatGPT4 is completely on rails.
    Posted by u/LeapingBlenny - 11,492 votes and 2,617 comments
    www.reddit.com

    Interessanter Artikel:

    https://www.gmx.net/magazine/digit…klingt-37998708

    Besonders intelligent scheint diese künstliche Intelligenz ja noch nicht zu sein... sie kann einfach nur gut mit Worten umgehen.

    Also der typische eloquente Schwätzer ohne Ahnung, wie es ihn auch unter menschlichen Wesen zu genüge gibt?

    Man sollte der KI wohl jedenfalls nichts glauben, und besser alle Fakten selbst noch einmal gründlich gegenchecken, wenn man sich von ihr die Facharbeit schreiben lässt, wie gewisse Leute hier... :D

    Gewagte These, die mögliche Intelligenz einer KI auf einen einzelnen Schwachpunkt zu reduzieren. ;)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Hallucina…al_intelligence)

    Das Halluzinieren von Fakten ist hier tatsächlich ein Phänomen, das noch nicht vollständig begriffen wurde, aber insbesondere dann großflächig aufzutreten scheint, wenn es um zahlenbasierten Output geht. (Es gibt wegen der 'Vermenschlichung' auch reichlich Kritik an diesem Begriff der Halluzination, weil das Erfinden von Fakten per se nichts mit der herkömmlichen Definition - also einer trügerischen, wahrnehmungsorientierten Sinnestäuschung - zu tun hat, aber das halte ich schier für Humbug, weil sich die Wissenschaft schon immer alltäglichen Begriffen bedient hat, welche im Fachkreis eine ganz andere Bedeutung verliehen bekommen haben als in der Alltagssprache.)

    Bislang ist das eine Eigenschaft, die alle LLMs (Large Language Models) betrifft und einfach auf ihre Arbeitsweise zurückzuführen ist: Technisch gesehen wird das nächste Token - keine Ahnung, ob es in dem Kontext einen deutschen Begriff dafür gibt - immer auf der Grundlage von Statistiken generiert. D.h., wenn man die KI etwas fragt, das sie auf Grundlage der Datenbanken faktisch nicht ohne Weiteres beantworten kann, vermeidet sie entweder die Antwort ganz oder halluziniert etwas, ohne es selber mitzubekommen. GPT-4 schneidet mittlerweile zwar besser ab als der Vorgänger GPT-3.5, der nach wie vor bei ChatGPT im Einsatz ist, aber kann, je nach Thema, noch immer reichlich Schwachsinn fabrizieren.

    Vermeiden bzw. reduzieren lässt sich das aktuell durch GPT-4 API oder durch Plugins, die z.B. aktuelle Informationen in den Kontext einbringen und so zu einer korrekten Antwort verhelfen, aber vermutlich wird es früher oder später auch so implementiert, dass die erläuterte "statistische Methode" mit einem eigenen Faktencheck oder einer engeren Kopplung an die rohen Informationen aus Datenbanken kombiniert wird. Hilfreich ist natürlich immer, genug Kontext im Prompt mitzuliefern oder eine konkrete Quelle (z.B. Wikipedia) zu verlinken, auf die sich das Modell in ihrer Antwort beziehen soll.

    In der Mathematik schneidet die KI bisher schlechter ab, aber die Ursache liegt hier meines Erachtens weniger in den mangelnden Möglichkeiten, sondern auf dem derzeitigen Schwerpunkt von LLMs allgemein. Es wäre durchaus möglich gewesen, die KI vermehrt auf die richtigen Ansätze eines mathematischen Problems zu trainieren und ich bin mir sicher, dass man dieses Potenzial in nicht allzu ferner Zukunft zur Genüge ausschöpfen und noch weiter steigern wird.

    So, Dian, und was die Intelligenz betrifft: Wenn fachliche Richtigkeit dein einziges Kriterium ist, dann hast du natürlich recht, dann sind GPT-3.5 & 4 leider nicht sonderlich intelligent. Und dann sind wir Menschen da leider noch schlechter dran und jede gewöhnliche Suchmaschine, die bei einschlägigen Suchbegriffen einen Text ganz groß in den oberen Bereich des Bildschirms copy-pastet, folglich auch intelligenter als wir.

    Ich denke, richtige Intelligenz macht etwas anderes aus und der folgende Vortrag beleuchtet die einzelnen Kriterien anhand des Beispiels von GPT-4 ganz gut:

    Ist empfehlenswert. Und dass das Tool schon Ansätze von Intelligenz zeigt, kann man da gut beobachten.


    Und die Leute, die sich wirklich schwer damit tun, eine Dreiviertelstunde Konzentration für ein englischsprachiges Video mit anstrengendem, französischen Akzent aufzuwenden (:D), können sich auch einfach das hier reinziehen:

    Aber zum Glück bin ich letztendlich nicht rein auf die KI angewiesen, was meine Facharbeit betrifft ... ;)

    Unabhängig davon eine interessante Statistik dazu, wie sich der geographische Wohnort auf das Suizidrisiko auswirkt:

    "Für die Studie führte das Team eine systematische Überprüfung und Metaanalyse von 20 Querschnittsstudien durch, die zwischen 1982 und 2020 veröffentlicht wurden. Anschließend berechneten sie die Suizidprävalenz pro 100.000 Menschen und deren Trends auf der Grundlage von Faktoren wie Breitengrad, Geschlecht, Alter, Schusswaffengebrauch und Einkommen.

    Sie fanden heraus, dass die durchschnittliche weltweite Suizidprävalenz 13,34 betrug. Die Prävalenz nahm mit zunehmendem Breitengrad zu: 8,12, 8,54, 9,97, 19,23 und 15,28 in den Breitengraden 0-14°, 15-29°, 30-44°, 45-59° bzw. 60-75°. Nach den Ergebnissen der Regressionsanalyse stieg der Wert mit jedem zusätzlichen Grad um 0,255 an. Tatsächlich erklärte die Breitengradänderung fast 27,3 % der Suizidprävalenz."

    https://psylex.de/suizidpraevalenz-abhaengig-vom-geografischen-wohnort/

    Aber diese Debatte werden wir vermutlich erst in 10 Jahren so richtig führen, wenn längst kein Schüler seine Hausaufgaben mehr selber schreibt und es dann eines Tages plötzlich auch den Lehrern und Kultusministern auffällt, wie weit die Technik inzwischen vorangeschritten ist.

    Da wäre ich mir angesichts des aktuellen Hypes aber nicht so sicher:

    Zitat

    Allerdings werden auch zunehmend Aufsätze für die Schule oder Arbeiten für die Uni von der KI statt von Schülern und Studenten selbst verfasst. Das wiederum veranlasst Organisationen wie die ICML dazu, maschinell geschriebene Texte zu verbieten.

    [...]

    Auch das Bildungsministerium in New York hat Schüler daran gehindert, über das öffentliche Schulnetzwerk auf ChatGPT zuzugreifen. „Aufgrund von Bedenken hinsichtlich negativer Auswirkungen auf das Lernen von Schülern und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Genauigkeit von Inhalten ist der Zugriff auf ChatGPT auf die Netzwerke und Geräte der New York City Public Schools beschränkt“, teilte das Bildungsministerium in einer Erklärung mit. Obwohl das Tool in der Lage sei, schnelle und einfache Antworten auf Fragen zu geben, baue es keine kritischen Denk- und Problemlösungsfähigkeiten auf, die für den akademischen und lebenslangen Erfolg unerlässlich seien.

    Kein Lernerfolg mehr? Erste Schulen und Universitäten verbieten ChatGPT
    Beamte, die den Vorsitz der diesjährigen International Conference on Machine Learning führen, haben Akademikern verboten, Beiträge ...
    t3n.de

    Und wenn es schon um Schulungen geht, fällt das mit Sicherheit eher früher als später auf:

    ChatGPT: Einsatzmöglichkeit von KI an Schulen darf »nicht verschlafen« werden
    Das neue KI-Chatmodell ChatGPT kann Texte verfassen. Der Bayerische Realschullehrerverband fordert nun, dass Schüler und Lehrkräfte im Umgang mit künstlicher…
    www.spiegel.de

    Aber für den halbwegs durchschnittlichen Schüler lohnt es sich sowieso nicht, die von der KI generierten Texte bedenkenlos zu copy-pasten. Der Schreibstil (welcher normalerweise tausende Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler beinhaltet) haut ja gar nicht hin und das fliegt beim Lehrer auf. Darum muss man noch mühsam umschreiben und kann so gesehen in einigen Fällen gleich beim Originaltext bleiben, ohne die KI heranzuziehen.

    (Wie schön, dass ich mir darum keine Gedanken machen muss ... :whistle: )

    Viel interessanter ist es doch, das Ding auf Sachwissen zu prüfen und es die Hausaufgaben und Facharbeiten für einen schreiben zu lassen ... ;)

    Bei einem Hinweis darauf, dass die KI z.B. eine faktisch nicht korrekte Antwort geliefert hat, korrigiert sie diese nicht nur, sondern kann die eigentlich richtige Antwort dann auch vollumfänglich erklären und begründen.

    Man kann am Rechner auch neben der Like-Funktion auf die Anführungszeichen klicken und hat automatisch den gesamten Beitrag zitiert.

    Oder am Handy findet man die Funktion unter den drei Pünktchen.

    Will man nur Teile zitieren, wird es am Handy etwas umständlicher: Da füge ich über das Format-Gedöns-Menü manuell eine leere Zitatvorlage hinzu, copy-paste den gewünschten Text und füge als Quelle den Verfasser des Originaltexts hinzu. Wenn das auch einfacher geht, immer her mit der Lösung. :)

    Zaibatsu, was ist eigentlich mit deinen nicht vorhandenen Zitaten los? ;) Ich muss deswegen mühsam nachschauen, worauf du dich gerade beziehst.

    Es wird noch sehr lange dauern, bis Roboter in der Pflege sinnvoll eingesetzt werden können. Es wird sicher einfacher, aber den Menschen kann man noch nicht ganz ersetzen. Das Pflegepersonal müsste zudem noch andere Kompetenzen mit sich bringen.

    Von einem vollständigen Ersatz war nicht die Rede, oder?

    Einen solchen stelle ich mir für bestimmte Personengruppen - wie ältere oder einsame und sozialbedürftige Menschen - sowieso etwas fraglich und unwürdig vor. Zuspruch und tröstende Worte vom Personal lassen sich durch keine Blechbüchsen ersetzen, zum Beispiel in Altenheimen, wo die Menschen (häufig ohne großen Kontakt zu ihren Familien) vor sich hin rotten.

    Aber zurück zur Pflege im Krankenhaus: Wenn ich selbst die Wahl hätte, würde ich mich lieber von einer Maschine versorgen lassen als von überarbeiteten, genervten menschlichen Kräften mit unzureichendem Fachwissen. Ich denke, auf gewisse Weise würde ich mich dadurch autonomer fühlen (es ist generell nicht sonderlich angenehm, aus gesundheitlichen Gründen auf andere Menschen angewiesen zu sein, gerade auf fremde) - aber auch intime Pflegeprozesse würden vielen sicher etwas würdevoller erscheinen, wenn sie dabei allein sein könnten.

    Viel wichtiger erschiene es mir, Menschen in meinem Leben zu haben, die sich wirklich dafür interessieren, wie es mir geht - und die können ja nach einem schauen, wenn sie das wollen, ganz unabhängig davon, ob ein Mensch oder ein Roboter einen Katheter wechselt.

    Aber vermutlich könnte man es sich sehr bald nicht mehr aussuchen, welche Art der Versorgung man präferiert, denn wenn der technologische Fortschritt eine Automatisierung diverser Arbeitsschritte ermöglicht, dann wird das über kurz oder lang auch zum neuen Standard.

    Vielleicht könnte man solche Standards allerdings auch etablieren, ohne dass sie gruselig oder unmenschlich wären. Pflegeberufe könnte man dann z.B. so umgestalten, dass sie sich mehr auf psychische Bedürfnisse konzentrieren und weniger auf physische Belange. Man müsste menschliche Zuwendung ja nicht komplett wegstreichen, nur weil ein Roboter ein paar Aufgaben übernimmt. Eher könnte man sie sogar ausweiten und den Bedürfnissen der Patienten viel stärker entgegenkommen, weil die nötigen Kapazitäten frei würden.

    Bloß liegt die Betonung wirklich auf "könnte", denn die große Frage ist schließlich, ob das auch in der Praxis so umgesetzt werden würde. Menschliche Zuwendung wird ja bei sowas oft eher zweitrangig behandelt und vernachlässigt - zugunsten des Einsparpotenzials. Im schlechtesten Fall würde persönlicher Kontakt dann zu nem Luxusgut mutieren, das man sich leisten können muss - und ja, das wäre für Menschen, die niemanden haben, der sich freiwillig kümmert, schlimm. Da müsste also schon so etwas wie eine Grundversorgung gewährleistet sein.

    Andererseits, wenn man bedenkt, dass das psychische Wohlbefinden eines Patienten auch einen großen Einfluss auf Genesungsprozesse hat, könnte man das vielleicht sogar wirtschaftlich vertreten, wenn reiner Humanismus als Argumentationsgrundlage nicht zieht. :D

    Und freilich ist das alles aktuell komplett unwichtig, weil unrealistisch. Aber ich denke auch nicht an einen Austausch ganzer Versorgungsprinzipien, sondern an eine Erleichterung in Zonen, die für fast niemanden sehr angenehm sein dürften.

    Auch für die Pfleger nicht, die ja auch darunter leiden, im Zeitdruck kaum die Möglichkeit auf einen Austausch haben, obwohl die meisten gewöhnlichen Menschen, die sehr viel Zeit in ihrem Zimmer verbringen, diesen dringend benötigen.

    Ein Vorteil, den ich insgesamt noch sehe, ist, dass Pflegeroboter eine große Erleichterung für berufstätige Menschen darstellen würden, die ihre Angehörigen so lange wie möglich bei sich zu Hause selbst pflegen wollen.

    Je mehr Belastungen bei der Pflege eines Menschen wegfallen würden, desto eher würden Leute das als machbar empfinden, ohne sich selbst dabei zu überfordern.

    Ein Gedanke, der mir bei der ganzen Technologie-Debatte über autonomes Fahren etc. etwas zu kurz kommt, ist aber der enorme Kostenfaktor. All diese netten Spielereien kosten nämlich blöderweise (oder glücklicherweise?) irre viel Geld. So ein autonom fahrendes Auto braucht halt auch nicht nur eine KI, die es steuert, sondern die nötigen Sensoren, Kameratechnik, und so weiter... Für das Geld kann man vier oder fünf herkömmliche Autos produzieren. Und die konnte man früher zur Not sogar selbst reparieren, wenn sie kaputt gehen, heute können das nicht mal mehr ausgebildete Mechaniker, sonder nur jemand, der über die nötige Software verfügt und viel Geld für das Reparieren des Autos kassiert.

    Ich bezweifle, dass dies ein langfristig einfließender Faktor wäre. Auch die Computertechnik wurde anfangs sehr massiv unterschätzt, aber mit fortschreitender Entwicklung hat die Herstellung der immer besser werdenden Geräte einen Punkt des neuen Standards erreicht, sodass heutzutage ziemlich jeder einen Rechner bei sich zu Hause stehen hat.

    Irgendwann wird die Menschheit an einen Punkt kommen, wo sie sich fragen muss:

    Wie viel Entwicklung ist eigentlich wirklich sinnvoll, und ab wann wird es unnötiger Luxus? Und wollen wir in Zukunft wirklich einen Großteil unserer Lebenszeit nur dafür arbeiten, um uns teure Technikspielereien leisten zu können, die uns hier und da ein bisschen Arbeit abnehmen?

    Haben wir diesen Punkt nicht schon längst überschritten - in vielerlei Hinsicht?