Update zur Corona - Lage

Es gibt 2.035 Antworten in diesem Thema, welches 494.926 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. April 2024 um 10:44) ist von Lonewolf.

  • Keine Solidarität mit denen, die gar nicht dran denken, sich solidarisch zu verhalten.

    Ach, Solidarität... Solidarität ist ein bedeutungsloses Propaganda-Wort, das immer dann benutzt wird, wenn man seine eigenen Interessen durchsetzen möchte, und von anderen erwartet, dass sie alles stehen und liegen lassen, was ihnen wichtig ist, weil das, was einem selber wichtig ist, ja viel wichtiger ist als das, was irgendwelchen anderen Dummköpfen wichtig ist.

    Menschen, die von "Solidarität" reden, aber eigentlich "Zwang" meinen, würden wohl notfalls auch alle Andersdenkenden vergasen, und denen dann hinterher vorwerfen, dass sie ja selber schuld sind, da man ihnen vorher schließlich eine faire Chance gegeben hat, ihre Meinung zu ändern und sich der einzig wahren Volksmeinung anzupassen. :=

  • 1. Jedem gehört sein Körper selbst.

    Richtig. Deshalb auch keine Impfpflicht (oder wo erwähnte ich die?)

    Wieso sind eigentlich gerade jene, die gar kein Bock auf diese Gesellschaft haben, so vernarrt darauf bei ihr mitzuspielen?

    2. 100% sicherere Aussagen bzgl Langzeitwirkung gibt es nicht

    Wie viele Jahre willst du denn noch dieses ewige Verharren? 10 Jahre? 20 Jahre? Wer an Freiheit wirklich interessiert ist, sollte ein immenses Interesse daran haben, möglichst bald zum Pre-Pandemie-Zustand zurückzukehren. Wir tun ja gerade so, als ob wir noch diverse Plan B in petto hätten. Welche sind das denn? Aktuell (und das schon seit inzwischen vielen Monaten) sehe ich nur ein Verharren im Ist-Zustand. Jeder Versuch, eine Änderung herbeizuführen (zum Beispiel jetzt die Abschaffung der kostenlosen Tests) wird direkt als Skandal inszeniert. Genau das meinte ich aber mit der "klaren Kante". Jedes Bestreben zur Normalität zurückzukehren, wird konterkariert. Aber unter den Corona-Einschränkungen will auch keiner leben. Dieses Dilemma ist nicht zu lösen. Muss man aber vielleicht auch gar nicht. Die ganzen "freiheitsliebenden Freigeister" halten mittlerweile verdächtig still, so als hätten sie sich schon lange mit dem Ist-Zustand angefreundet. Ich aber nicht. Kein Bock bald schon das zweijährige Corona-Jubiläum zu feiern.

    Solidarität ist ein bedeutungsloses Propaganda-Wort, das immer dann benutzt wird, wenn man seine eigenen Interessen durchsetzen möchte

    Solidarität wird vor allem immer dann verteufelt, wenn es etwas betrifft, wofür man selbst kein Stück solidarisch ist.

    Ist ja auch logisch - mit dergleichen Selbstverständlichkeit will ein Raser ja auch keine höheren Strafen in der Spielstraße. Der alte Dian hatte jedenfalls noch sehr oft von Solidarität gesprochen. Dann kam Corona. Plötzlich galt es, auch mal aktiv Handlung zu zeigen, statt nur zu schwafeln. Und plötzlich war der Ofen ganz schnell aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Unmensch (11. Oktober 2021 um 20:20)

  • Solidarität ist für mich etwas Freiwilliges. Ich kann nicht Solidarität fordern, und wenn sie nicht kommt, dann die Menschen mit Gewalt dazu zwingen, dass sie sich "solidarisch" verhalten. Das ist einfach eine Perversion des Begriffes.

    Aber wieso wundere ich mich noch, in einer Zeit, in der Menschen, die auf der Straße ihre Freiheit zurückfordern (wie neulich wieder in Italien), von der Regierung als "Faschisten" bezeichnet werden?

    Das ist einfach eine totale Umdeutung der Realität, die da stattgefunden hat. Faschisten sind plötzlich nicht mehr die, die anderen Menschen zum Wohl des großen Ganzen ihre Ansichten aufzwingen wollen, sondern diejenigen, die gegen eine solche Praxis aufbegehren, weil sie sich dem System nicht unterordnen wollen. :kopfschuss:

    Und das schlimme ist, dass diese Umdeutung der Realität in den Köpfen der Menschen angekommen ist und von vielen gar nicht mehr hinterfragt wird. Den allmächtigen Medien sei dank.

    Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Der Wunsch nach Freiheit ist Faschismus.

  • Solidarität ist für mich etwas Freiwilliges. Ich kann nicht Solidarität fordern, und wenn sie nicht kommt, dann die Menschen mit Gewalt dazu zwingen, dass sie sich "solidarisch" verhalten.

    Noch mal: wer keine Solidarität will, lässt es halt bleiben. Aber er braucht dann eben auch nicht erwarten, dass man sich solidarisch mit ihm zeigt. Dann bleibt die Tür zum Konzertsaal eben zu. Was willst du dagegen tun? Sie zwingen, sich gefälligst dir gegenüber solidarisch zu verhalten? Damit würdest du ja deine eigene Sichtweise plötzlich gegen dich selber richten.

    Aber wieso wundere ich mich noch, in einer Zeit, in der Menschen, die auf der Straße ihre Freiheit zurückfordern (wie neulich wieder in Italien), von der Regierung als "Faschisten" bezeichnet werden?

    Italien hatte dasselbe Problem wie wir hierzulande, als Maßnahmen-Kritiker zusammen mit Nazis und Reichsbürgern auf die Straße gingen.

    Wer sich nicht klar abspaltet, braucht sich am Ende nicht wundern. Da kann das Anliegen noch so valide sein. Bin auch kein Fan von Kindesmissbrauch, stelle mich aber garantiert nicht zu irgend einer Nazi-Mahnwache dazu. Sowohl die Berlin-Demo damals, als auch jetzt Italien, wurden von Faschisten organisiert. Schon einer Einladung von solchen Trotteln zu folgen und dabei ausgerechnet für "Freiheitsrechte" eintreten zu wollen, ist an Widersprüchlichkeit nicht mehr zu überbieten.

  • @Unmensch Diese Idee das man die Test Kosten abschafft ist aber auch einfach absoluter Quatsch. Der Staat hat das Geld.

    Ich verstehe nicht warum man nicht einfach jedem geimpften 500 Euro gibt und sagt in 1 Monat sind die Maßnahmen vorbei. Also wenn du so dumm bist, dich lieber Infizieren zu lassen statt dich zu Impfen dann ist dir auch nicht mehr zu helfen. Natürlich kann man da in den Kommunen noch mehr machen um das Impfen zugänglicher zu machen und so weiter. Aber dieses Rumgeeiere ist einfach nur Quatsch.

  • Diese Idee das man die Test Kosten abschafft ist aber auch einfach absoluter Quatsch. Der Staat hat das Geld.

    Wenn man sich anschaut, was durch Corona alles den Bach runtergegangen ist, dann darf bezweifelt werden, ob wir wirklich knapp 4 Milliarden Euro nur für Tests haben. Und selbst wenn das Fall ist, so wäre das Geld in vielen anderen Bereichen, zum Beispiel der Kultur oder der Jugendarbeit, dennoch vier Milliarden Mal besser aufgehoben, als Leuten einmal die Woche ihr Testergebnis zu präsentieren und sie damit auch weiterhin staatlich gefördert vom Impfen fernzuhalten. Der Staat als Schwurbler-Finanzier, der von ihnen aber komplett verabscheut wird. Das ist so absurd, dass ich froh bin, dass diese Praxis nun vorbei ist. Ohnehin war der Test nichts anderes als ein simpler PDF-Ausdruck. Jeder Schülerausweis ist schwerer zu fälschen als das.

    Ein Schutz gegen Corona war durch die Tests ohnehin nie gegeben. Ich wüsste auch gar nicht, wie durch Abstriche ein Virus besiegt werden soll. Es scheint so, als ob die Forschung zu Corona, oder auch anderen Viren wie Aids, instant eingestellt werden kann, wenn wir als Menschheit mit einem plumpen Nasentest bereits das scheinbar mächtigste Werkzeug dagegen gefunden haben.

    Ich verstehe nicht warum man nicht einfach jedem geimpften 500 Euro gibt und sagt in 1 Monat sind die Maßnahmen vorbei.

    Naiv. Du überschätzt den Finanzhaushalt maßlos. Nicht nur die Pandemie, sondern auch die Billionen Steuerschulden zuvor haben dafür gesorgt, dass öffentliche Gebäude bröckeln und Hallenbäder dicht gemacht worden sind. Inklusive vieler anderer unschöner "Sparmaßnahmen" und Kürzungen in Bereichen, die uns heute allesamt auf die Füße fallen. Corona hat diese Situation nicht gerade gebessert, sondern auch für die nachfolgenden Generationen den Weg in sehr große Bescheidenheit geebnet.

    Und jetzt willst du auch noch Leute mit Geld überschütten, die bereits eine gratis Immunität beschert bekommen haben, wofür anderswo die Menschen alles geben würden? Nur in Germoney will man bitteschön noch Geld obendrauf! Hier wurde ganz klar jemand zu krass vom Kapitalismus sozialisiert.

    Das völlig falsches Signal, ganz unabhängig von der komplett unrealistischen Finanzierung und den nicht corona-konformen langen Schlangen, weil plötzlich jeder seine zehnte Impfung abholen will. Und sei es nur auf dem Papier. Denn Ärzte würden sich genug finden bei ein paar Scheinen extra für einen kurzen Stempel. Der Impfstoff wird dann zwar einfach im Klo runtergespült, aber gekauft werden müssen die Millionen Ampullen ja trotzdem. Und natürlich wird bei der Produktion Deutschland wieder bevorzugt beliefert und ärmere Staaten gehen wie immer leer aus.

    Kannst ja noch mal in dich gehen, ob die Idee wirklich so genial ist, oder ob du vielleicht die eine oder andere Sache nicht ganz zu Ende gedacht hast. ;)

  • Stichwort (verfallene) Impfdosen vernichten: Dann sollte Deutschland eben nicht wie immer und überall so eifrig sein und verhältnismäßiger wirtschaften.

    Die USA hat ja angeblich gerafft was das Zeug hielt und wollte nichts abgegeben, und im Endeffekt besteht dort die Bevölkerung aus sehr viel mehr Verweigerern als im braven EU Land.

    Du beschwerst dich beispielsweise dass du nicht 'ohne Ausweis' in die Kirche darfst?

    Dabei könntest du ganz leicht mit deinem Besuch viele Gläubige mit deinem Unglauben bei einem deiner architektonischen Rundfahrten anstecken.

    Zahlst nicht mal Kirchensteuer, was in deinem geliebten Deutschland zum guten Glauben dazugehört, und beschwerst dich dann auch noch dass du mit Kopfbedeckung nicht hinein gelassen wirst. Eijeijei, armer Unmensch!

    Oder was ist mit der GEZ Gebühr, wenn du schon so tolle Vergleiche bringst? Oder die Praxisgebühr, die schnell wieder abgeschafft wurde?

    Du machst lieber den Geldbeutel an unnützeren Stellen auf, nicht wahr?

    Demnach müsste man dich den vierfachen Soli zahlen lassen - ein jeder wie er es mag.

    Für dich könnte Deutschland gar nicht genug Bückling sein, du würdest mit Freuden dankbar alle Pfoten lecken, Hauptsache du darfst dann auch in die Kirche mit deinem Aufzug.

    Was das HIV betrifft und übrigens auch alle anderen gesundheitlichen Faktoren, faende ich einfacher zugänglichere Test oder sogar gewisse Sachen gratis viel besser, um eine Gesellschaft aufgeklärt zu halten.

    Es ist ja nicht so dass man Erziehung mit der Muttermilch aufsaugt, und Menschen müssen einfach regelmäßig aufgeklärt werden.

    Momentan ist das eher ein Lernen durch Schmerz und Geldbeutel auf, sofern man den Mund nicht aufmacht.

    Für mich geht der Kurs hier schon lang in eine abstruse Richtung, vor allem wenn man betrachtet wie reich dieses Land im Vergleich zu anderen Staaten, wie du bemerkt hast, ist.

    Die Maßnahmen zum Schutz auch vor künftigen Viren und Gefahren wieder hochzufahren, würde ich sogar begrüßen, falls das anfangs missverstanden wurde von mir.

    In Teilen Asiens müssen sie das halbe Jahr, wenn einem seine Gesundheit was wert ist, mit Masken herumrennen, da Regierungen nichts gegen eine 'smokey season' einwenden, wo jeder allen möglichen Scheiss auf seinem Grundstück verbrennen darf.

    Dieses Geld für Aufklärung und Umweltschutz fehlt dort natürlich, genauso wie sie in Afrika nicht die Kondome essen können.

    Für mich ist das kein klarer Fall von Geldmangel aber dafür von was anderem, das angeblich den Bach herunter geht. Das vertrittst du mit deiner Meinung sehr anschaulich.

    *Edit: Mal davon abgesehen halte ich deutsche manchmal für entweder störrisch, dass sie sich auch bei einem Vulkanausbruch nicht an Ausgangssperren halten würden, oder aber die Regierung für so wahnsinnig, dass sie diese verhängen würde, anstatt zu evakuieren, wo kein Haus mehr zu retten wäre. Nur als Beispiel für meinen Eindruck von fehlender Verhältnismäßigkeit.

    Einmal editiert, zuletzt von Miriam (12. Oktober 2021 um 09:18) aus folgendem Grund: ,*Edit

  • Naiv. Du überschätzt den Finanzhaushalt maßlos. Nicht

    Du bist naiv, wenn du denkst, es wäre nicht genug Geld da, wenn man insgesamt damit besser umgehen würde.

    Deine Sichtweisen sind doch auch nur innerhalb des Kapitalismus sinnvoll. Es gibt aber kein richtiges Leben im Falschen.

    Oder willst du nicht vieleicht doch lieber als Finanzminister bei der Union anfangen?

  • Auf andere Länder zu schauen und zu sehen, wie die durch die Krise kommen, ist nie verkehrt. Ich habe aber etwas den Eindruck, das wird in Deutschland in den Medien bevorzugt dann getan, wenn es dazu dient, die deutsche Politik als die Überlegene dazustellen. Oder um zu zeigen, dass unser Lockdown ja gar nicht sooo radikal ist verglichen mit irgendwelchen Ländern in Asien.

    Und währenddessen hat unser Nachbarland Dänemark ganz still und heimlich einfach mal alle Maßnahmen aufgehoben, und die Zahlen steigen dort auch nicht dramatischer als in Ländern, die immer noch im Lockdown sind. Interessiert es irgendjemanden? Wird darüber jetzt täglich berichtet und mit neidischem, erwartungsvollen Blick jeden Tag nach Dänemark geschielt?

    Es wird ja nicht mal wirklich ernsthaft die Frage gestellt, warum etwas in Dänemark und Schweden funktionieren kann, was in Deutschland angeblich unmöglich ist.

    Dann heißt es nur lapidar, tja, die Schweden wohnen halt nicht so dicht aufeinander, und die Dänen haben nunmal die bessere Impfquote, die können sich das erlauben.

    Paar Tage später kommt dann raus, dass die deutsche Impfquote doch wesentlich besser ist als monatelang berichtet wurde. Wie kann das sein? Wie kann sowas überhaupt passieren in einem so dermaßen durchbürokratisierten Land wie Deutschland? Aber der allergrößte Witz ist ja, dass man jetzt nicht etwa sagt: "Juhu, unsere Impfquote ist besser als erwartet. Also können wir jetzt endlich auch wie Dänemark alle Maßnahmen aufheben." Nein. Stattdessen macht man eben trotzdem weiter wie bisher, malt neue Schreckensszenarien an die Wand und hält das Volk schön an der kurzen Leine. :dash: Und diejenigen, die das kritisieren, die nennt man dann Schwurbler und Faschisten. Und wundert sich dann noch ernsthaft, wenn irgendwann die Retourkutsche kommt und die Spaltung in der Gesellschaft immer dramatischer wird... und dass Neonazis mit friedlichen Freiheitsbefürwortern gemeinsam demonstrieren. Sowas passiert eben, wenn die Menschen nur wütend bzw. verzweifelt genug sind und die Politik dämlich genug ist, um das nicht rechtzeitig zu erkennen und zu einer Befriedung der Situation beizutragen, sondern stattdessen schön weiter Öl ins Feuer gieß, gegen die Ungeimpften und Unangepassten hetzt und immer neue Gräben aufreißt.