Beiträge von Jack

    Ein löbliches Ziel! Und ich will dir das auch gar nicht ausreden. Aber du solltest vielleicht in etwas kleineren Maßstäben denken. Wenn es dir gelingt, dass sich auch nur ein einziger Schüler pro Klasse durch die Begegnung mit dir anders entwickelt, als er es ohne dich getan hätte... dann wäre das schon ein riesiger Erfolg, den du dir einrahmen und übers Bett hängen kannst. ;-)

    Du hast die Sache richtig gut erkannt. Auch wenn ich hoffe mehr als einen Schüler pro Klasse eine etwas andere Sichtweise (nicht Mainstream) gezeigt zu haben, komme ich einfach nie gegen die Übermacht an Eltern und Kollegen an.

    Fünftklässler (!) kommen schon mit einem vorgefertigten Weltbild. Wenn ein Typ sich Frauenkleider anzieht, ist das für etwa 99% eine unverständliche Sache von der sie noch nie gehört haben. Dass Mädchen Schminkzeug lieben und hinter dem Rapper in kurzen Höschen zu tanzen haben, finden die selbstverständlich.
    Etwa 90% der 5.Klässler besitzen ein Smartphone, wobei 50% davon bereits freien Zugang zum Internet haben. Nur etwa 1% der Eltern (nach meinen Umfragen weniger) schauen sich mal ein YouTube-Video mit ihrem Kind an.
    YouTube bildet das Weltbild der neuen Generation. Wer wissen will, wie die Zukunft aussieht, sollte sich mal den Deutschlandtrend anschauen (Das was dort vorgeschlagen wird, sehen die Kinder - ungefiltert!).

    Das bayerische Beamtendasein und eigene Ideale sind auf dem ersten Blick tatsächlich so eine Sache. Ich bin mir aber zumindest sicher, dass du deine Schüler zumindest nicht so verdirbst, wie es ein Lehrer macht, der statt deiner die Schüler jetzt unterrichten würde.

    Danke. Tatsächlich habe ich den Beruf nur als Quereinsteiger gewählt, weil Physik- und Mathematiklehrer rar sind (in der Wirtschaft lässt sich mehr verdienen). Statt mir hätte das dann wohl ein Deutschlehrer fachfremd gemacht oder noch eine Frau, die den Beruf gewählt hat, weil sie irgendwas mit Kindern machen wollte und man den Beruf gut mit Schwangerschaft vereinen kann.
    Eine solche hatte peinlich berührt auf meinen Kommentar "Ich mache zur Zeit Sexualität im Alltag" (Ethikunterricht) gemeint: "Oh .... Das überspring ich immer ..."

    Das System werd ich nicht ändern, da habt ihr Recht. Gegen die Masse bin ich der Tropfen auf dem heißen Stein. Aber immerhin kann ich beruhigt schlafen. Jeden Tag und jedes Jahr gebe ich zahllosen Schülern ein Beispiel. Eine andere Sichtweise.

    Es sind oft die kleinen Dinge, die kleinen Samen, die man setzt. 10 Ethikschüler wissen zum Beispiel seit diesem Jahr, dass jede Moral Menschen gemacht ist und nicht in Stein gemeißelt. Dass man sogar das Grundgesetz hinterfragen darf. Das Schulbuch und meine Kolleg_innen hätten das nicht gemacht. Dort gibt es klare Antworten. Zum Beispiel, dass wer Tieren mehr Wert einräumt als Menschen, sich im Irrtum befindet. (Es geht mir nicht darum, ob das stimmt oder nicht, sondern, dass man den Schülern ein Dogma vorsetzt, das diese verinnerlichen, um ein gutes Gewissen zu haben, wenn sie den nächsten Burger essen)

    Wie mein Geschichtslehrer, der damals die Kenntnis der Amis vom Angriff auf Pearl Harbor als Tatsache gelehrt hat. Erst sehr viel später habe ich bemerkt, dass das nicht jeder so sieht (vor allem die Amis). Wer was von Kryptographie weiß, weiß die Wahrheit :-)

    ich trete aus dem Schatten und zeige mich nach langer Abstinenz wieder der Unity. Kennen wird mich hier keiner, lediglich Dian könnte sich vielleicht noch an mich erinnern. Ich verfolge das Forum jetzt schon seit ca. 14 Jahren, war auch einige Zeit mal recht aktiv, bevor ich mich aus dem Tagesgeschäft zurückzog, aber trotzdem mindestens einmal wöchentlich weiter hier vorbeischaute.
    Denn auch so etwas gibt es - Menschen, die über Jahrzehnte ihren Idealen treu geblieben sind und sich nach wie vor dieser Gesellschaft komplett verweigern.

    Finde ich faszinierend. Bin vor kurzem auch nach langer Abstinenz zurückgekehrt in dieses Forum. Wahrscheinlich haben wir uns schonmal gegenseitig gelesen, auch wenn ich mich nach 10-14 Jahren nicht mehr erinnere doofy .

    Schön, dass du da bist. :thumbsup:

    Aber ich hoffe doch, dass ich ebenfalls meinen Idealen treu geblieben bin. Naja, ok, ich bin jetzt bayerischer Beamter - Gymnasiallehrer - hmm.
    Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, ich habe meine Vorgesetzten so doof angeredet, dass ich einen Verweis bekommen habe. Was ich als Schüler nicht geschafft hab, möchte ich mal betonen.
    Ich versuche folglich das System von Innen zu verbessern. Damit aus meinen Schülern mal keine Lemminge werden ...
    - naja, man tut halt was man kann.

    PS: 8 von 21 meiner Oberstufenschüler glauben, dass ein Trainer das Ergebnis eines Fußballspiel durch die Farbe seines Hemds beeinflussen kann - nur weil die Mannschaft bei einer Farbe signifikant öfter gewonnen hat. dash

    Erstens: Der Weltuntergang ist ohnehin schon unvermeidbar gewordenund zweitens:
    Eigentlich können wir bloß noch darauf hoffen, dass durch den totalen Kollaps unserer bisherigen Zivilisation, vielleicht irgendwann mal eine vernünftigere Umgangsweise miteinander (oder eine bessere Regelung von XYZ) möglich wird

    Ich sehe jedenfalls nicht, wie sich die deutsche Gesetzgebung in substantieller Weise verändern lässt, ohne einen ausreichend großen "Weltuntergang". Zwei Weltkriege haben jedenfalls nicht ausgereicht, um unser Beamtenrecht anzukratzen, meist blieb sogar der Wortlaut so erhalten, wie ihn Bismarck aufgesetzt hatte.

    a) MICH juckt es bereits jetzt! - und ich bezweifle, mit dieser Einstellung ganz alleine dazustehen - es gibt schließlich noch etliche Tiere und Pflanzen...

    Mich juckt es schon seit mindestens 1999.

    b) Diese Welt "schwebt" im Weltraum. Wir haben zwar inzwischen schon eine ausreichende Menge an Bomben produziert, um diesen Planeten ca. 20 mal in Kleinstteilchen zersprengen zu können, aber UNTERGEHEN wird er ganz sicherlich nicht. Zweidrittel der Erde SIND bereits mit flüssigen Ozean-Pfützen übersät - aber außer in Holland oder auf kleineren Inseln ist vorläufig kein Weltuntergang darin zu befürchten.

    Jepp. Weltuntergang ist eine ziemlich langwierige, schwierige Gemeinschaftsleistung.

    c) Wenn man die totale Vernichtung des einzigen bekannten Lebensraums anstrebt, den wir bisher im Universum kennen, weil hierdurch "eine Verbesserung der Lebensbedingungen darauf" angestrebt werden soll, dann muss man entweder ein völlig durchgeknallter Humanoid sein -oder anderweitig komplett den Verstand verloren haben!!

    Richtig. Zum Beispiel gibt es Menschen, die glauben, wenn die Welt untergeht, fährt man ins Paradies ein und lebt bei Gott. Sind leider mehr als man denkt, die hoffen es geht zu Ende, damit alles schön wird.

    d) Wenn sich der grobe Ablauf unserer Geschichte bisher (angeblich) immer wiederholte, warum sollte das nach einem überlebbaren Zusammenbruch des bisherigen Systems, plötzlich anders weiterlaufen?

    P.S.: Nehmen wir Elon Musk und seine beeindruckende Mars-Mission als hübsches Beispiel: Selbst wenn die dortigen Stürme unseren Planeten völlig reinwaschen würden, so das wir, dort wie hier, absolut neu anfangen könnten:

    Naja, manche Sachen wiederholen sich. Aber trotz allem, gibt es heute wenig Menschen, die in Höhlen wohnen und einen Lendenschurz tragen, wenn sie Mammuts jagen.
    Und komischerweise sind die erfolgreichsten und reichsten Länder dieser Welt Demokratien mit einem kapitalistischem Wirtschaftssystem. Nach den Revolutionen im 19. und 20 Jahrhundert gab es das erste Mal in der Geschichte Demokratie und die Idee, dass alle Menschen eines Landes gleiche Rechte verdienen. Sklaverei wurde abgeschafft und die Aristokratie existiert fast überall nur mehr aus Tradition. Noch mein Opa machte Aufsehen, als er den Herrn Baron nicht "standesgemäß" angeredet hat. Heute wäre es unvorstellbar, eine Regierungsposition mit "edler" Abstammung zu begründen.

    Welche Menschen auch immer auf den Mars auswandern werden, sie können völlig neu starten und werden die Grundlage für etwas neues legen. Genauso wie die Gründerväter von Amerika etwas Neues schufen. Eine echte Meinungsfreiheit, ein neuartiges Rechtssystem etc. Und wie haben sie das gemacht? Sie haben den "Weltuntergang der Indianer" verursacht.

    Die Vorstellung, dass man einen Schlussstrich unter seine Vergangenheit ziehen und jederzeit völlig von vorne anfangen kann, ist sehr schön. Die Tatsache, dass einen die eigene Vergangenheit jedoch trotzdem überall hin verfolgt, niemals ganz loslässt, weiterhin jederzeit auffinden kann - und man sich höchstens vielleicht mit dem eigenen Tod endgültig von ihr abzuwenden vermag - nun, diese grausame Wahrheit ist hässlich.

    Widerspricht sich etwas mit Punkt d). Wenn die Vergangenheit uns prägt, dann lässt sich diese nicht wirklich wiederholen. Beim zweiten Durchlauf habe ich nämlich mehr Informationen verfügbar. Beim ersten Mal funktioniert der Trick mit dem trojanischen Pferd, beim zweiten Mal muss man Glück haben, dass der andere die Geschichte nicht kennt.
    Die Menschheit lernt aus Fehlern. Das Dumme ist nur, dass sie manche Fehler nur einmal machen kann.
    Die größte Gefahr ist im Moment die Vernichtung unserer atembaren Atmosphäre. Ab einem gewissen Grad an CO-2 sterben wir und alle Pflanzen.
    Nach meiner Erfahrung wird das wohl so ablaufen: Wenn die Menschen irgendwann so schwer atmen können, dass alle Sauerstoffmasken tragen müssen (zumindest die reicheren unter uns) wird man versuchen die Atmosphäre von den schädlichen Gasen zu reinigen. Das wird für die meisten Tiere und Pflanzen zu spät sein. Am Ende werden alle Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Erde in Gebäuden mit künstlicher Atmosphäre leben. Genauso wie die Menschen auf dem Mars, Mond etc.
    Bisher sehe ich nicht, wie wir dieses Szenario verhindern werden können.

    Aber ich gebe dir insofern Recht: Aufgeben ist auch keine Lösung. Was können wir tun?

    Dem Beispiel von Elon Musk folgen. Reich werden und durch gezielte Steuerung der Mitmenschen (Werbung) diese dazu zu bringen, sich anders zu verhalten. Kolonisation des Mars oder Mondes ist eine coole Idee, da sie Menschen dazu bringt darüber nachzudenken, wie man aus leblosem Fels ein lebenswertes Paradies machen kann.

    Während ich also noch nicht genügend Geld habe, beschäftige ich mich damit, zu überlegen wie eine ideale Gemeinschaft, eine ideale Moral, aussehen muss. Und vor allem, wie man sie implementiert. Seit mehr als 20 Jahren bin ich am Forschen. Es ist weit komplexer als ich dachte. Nicht, wie es aussehen sollte, das hat Gene Roddenberry mit Star Trek ziemlich gut visialisiert (wenn auch nicht für jeden erkennbar - siehe die neuesten Star Trek -Filme und -Serie oder sollte ich dazu besser "schlechte Star Wars Kopie" sagen). Nein, die Umsetzung mit dem verfügbaren Menschheitsmaterial und dem geschichtlichen Ballast (Staatsgebilde und Verfassungen etc.) macht die Sache extrem hart.

    Am schnellsten und einfachsten wäre ein charismatischer Führer, der die Welt unter einer Regierung vereint. Der den Menschen ein gemeinsames Ziel gibt und alles Star Trek Like durchstrukturiert bis er kurz nach seinem etwa 50 Jahre dauerndem Regieren, die Herrschaft in die Hand einer selbstlos agierenden demokratischen Regierung legt.
    Die Umstrukturierung kann jedoch praktisch nur gewalttätig vonstatten gehen, da man hiermit vielen Menschen eine neue Weltordnung unterschiebt, die ihnen fremd ist. Aber wenn man die Weltherrschaft mindestens 20-30 Jahre halten könnte, hat man eine Armee von Jungen Menschen, die nichts anderes mehr kennen. Und 20 Jahre später haben sich fast alle daran gewöhnt. Ich denke 50 Jahre Star Trek Gesellschaft (jeder lernt lebenslang, versucht sich selbst zu verwirklichen und dient der Gemeinschaft) und ein Weg zurück wird undenkbar sein.

    Naja, kennt jemand diesen charismatischen Führer oder das Land, mit dem man die Weltherrschaft erreichen könnte? Wo ist Peter Wiggin (Enders Game), wenn man ihn braucht?

    Noch einfacher wäre es natürlich, sich die Welt mit genügend Geld zu kaufen und das ganze durchzuziehen. Hmm, wie viel kostet die Welt? Denkt ihr ich sollte da mal eine Kickstarter-Aktion starten: "Wer gibt mir das Geld, um aus der Welt eine ideale Gesellschaft zu machen im Vorbilde Star Treks? Brauche etwa 50 Billionen Euro." - Hmm, das bringt mich auf eine Idee .... >:)

    Ich habe eine Webseite mit meinem Versuch erstellt:

    RandomPhilosophy

    Neuestes:


    Random Fact:
    Das Kanzlerfeld ist ein Stadtteil im Nordwesten der Stadt Braunschweig. Der Name hat nichts mit dem_der Bundeskanzler_in zu tun.


    Random Idea:
    Schokolade in Form von Lemuren mit Honiggeschmack herausbringen.

    Random Theory:
    Nachmittagssitzungen arten immer aus, bilden immer neue
    Gesprächsmetastasen, weil die Menschen um diese Uhrzeit zu müde sind
    (Mittagsmüdigkeit). Man sollte nach dem Essen bzw. vor jeder Sitzung
    eine etwa fünfzehnminütige Schlafpause anordnen, dann wären alle
    Kolleg_innen fitter und produktiver!

    Random Word:
    Eubiwi
    Nutzungsvorschlag: Bezeichnung für ein Gerät, das man mit einer Hand
    über den Boden fahren kann und welches einem über spezielle
    Untersuchungsroutinen anzeigt, ob Gold im Boden steckt. Wichtig: Man
    muss es dabei in Schlangenlinien bewegen und es sollte immer "Biwi!
    Biwi!" machen.


    Das war ein sehr trauriger Gedanke damals für mich, weil ich mich quasi in dem Duden "gefangen" gefühlt habe und irgendwie mein Bedürfnis nach Freiheit dabei unbefriedigt blieb. Sicher, wer nachrechnet wird schnell merken dass man durch (sinnvolle!) Rekombination der Wörter die im Duden stehen nahezu endlose Möglichkeiten hat, sich auszudrücken bzw. zu denken. Doch das reichte mir nicht.

    Dann hast du meine Idee bereits verstanden. Statt jedoch mit dem Finger "zufällig" in den Duden zu tippen, habe ich meinen Computer das machen lassen. Alle Möglichkeiten kann ich nicht durchgehen, jedoch habe ich damit wenigstens ein Werkzeug, das mich unabhängig von meiner eigenen Gehirnstruktur und den Medien macht.
    Etwa so, wie deine Idee sich mit abwegigen Themen zu beschäftigen, nur dass deine Vorschläge wahrscheinlich das erste waren, was dir in den Sinn kam und somit durch dein bisher erworbenes Wissen begrenzt war bzw. von dem, was du in diesem Moment gerade vor dir gesehen hast ...


    Jedenfalls wurde ich mir der Wunsch immer stärker das Denken auf der Ebene der Worte zu verlassen und in abstrakteren Ebenen zu denken, von deren Existenz ich überzeugt war. Und tatsächlich glaube ich dies geschafft zu haben. Bemerkt hatte ich es dadurch, dass es mir immer schwerer viel meine Gedanken zu kommunizieren.

    Interessant. Ich befinde mich natürlich immer noch auf der Ebene der Worte mit meiner Idee. Aber selbst wenn mir ein Konzept bewusst würde, für das es noch kein Wort gäbe, woher hätte ich es dann? Und bei geschickter Umschreibung lässt sich doch alles in Worte packen?
    Es würde mich sehr interessieren wie du in abstraktere Ebenen denkst.
    Eine zweite Quelle der neuen Gedanken ist nämlich die Wissenschaft, d.h. Versuchsaufbauten beobachten und seine Eindrücke niederschreiben bzw. mit dem Duden zu rekombinieren. Bzw. zähle ich dabei zum Duden natürlich auch alle mathematischen Fremdwörter (z.B. bijektive Abbildungen oder Homomorphismus - müsst ich beides wieder nachschauen, ersteres vergessen, letzteres nie wirklich verstanden).
    Aber da mache ich mir wenig Hoffnung. Nach Jahrtausenden Menschheitsgeschichte haben Menschen alle Erfahrungen und Beobachtungen bereits gemacht und und beschrieben, die ich ohne wissenschaftliche Versuchsaufbauten machen kann. Klar, kann es sein, dass ich durch die neuen Erkenntnisse eines Menschen im 21.Jahrhundert zu anderen Erkenntnissen kommen kann, aber ich habe da meine Zweifel.
    Oder meinst du was ganz anderes? Hast du ein Beispiel für eine deiner abstrakten Ebenen?

    Grüße
    Jack

    Random Fact:

    Es gibt eine Frauenkonvention der UN von 1979. Also ein "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau"!

    Finde ich wunderbar. Erstaunlich, dass fast alle Staaten dieses ratifiziert haben.

    Random Theory:

    Wind ist verteilungsfähig!

    Mit geschickt platzierten Heizpilzen sollte das doch möglich sein.
    Immerhin hab ich mal mit mehreren zehntausend Menschen ein Gewitter erst
    gebremst und dann aufgelöst.


    Random Fact:

    Weitsichtigkeit heißt auch Hypermetropie. Hyper, Hyper!

    Random Idea:

    Man sollte einen Wegtorkeltest an Direktverkaufsstellen von
    Alkohol einführen. Nur wer auf einer geraden Linie aus dem Geschäft
    gehen kann, darf den Alkohol behalten. Ansonsten muss man gekauften
    Alkohol zurückgeben. Ohne Geld zurück versteht sich. Nur aus Schaden
    wird man schließlich klug!


    Random Theory:

    Man kann die dickstielige Wasserhyazinthe zur Reinigung von
    arsenhaltigen Böden verwenden. Was mit Wasser geht, funktioniert
    vielleicht auch bei normalen Böden. Man bohrt stäbchenförmige Teile in
    den Boden, setzt ihn unter Wasser und schon wächst die Hyazinthe und
    zieht das Arsen aus dem Boden ?!

    Ich weiß nicht, wie es bei euch so ist, aber bei mir gibt es fast nur noch Leute, die ständig in ihr Smartphone glotzen. Praktisch alle an meiner Schule haben ein Smartphone - alle gehen davon aus, ich hätte auch eins.
    Doch auch ich selbst hänge am YouTube-Tropf - von einem Vorschlag zum nächsten. Meine gesamte Gedankenwelt nährt sich von äußeren Reizen. Dem was Konzerne, die Mainstreammedien und andere Menschen mir an Material geben. So denke ich an die Groko (und nenne sie auch so), weil man der Information nicht ausweichen kann. Genauso mit Trump und Klimawandel. Sogar Elon Musks Weltraumpläne hätte ich ohne YouTube irgendwann im Focus gelesen.
    Manchmal bemerke ich sogar, wie Focus, Bild Zeitung, Fernsehen und Internet fast gleichzeitig ein und dieselben Themen aufgreifen. Schon mal gefragt, woher diese Themen kommen?
    Aus dem womit sich irgendwelche Menschen im Moment gerade beschäftigen. Zugegeben, die Vielfalt ist heute groß, weil wir viele Menschen haben und zahllose Bücher. Dennoch ist der Pool an möglichen Gedanken begrenzt.
    Wirklich neue Ideen sind schwer zu finden, weil der Mensch sich nur mit dem beschäftigen kann, was ihm an Input gegeben wurde bzw. welche Assoziationen er dabei hat. Was ich sagen will, ist nicht leicht zu erklären. Hm. Beispiele:

    - Die Idee, sich das Gehirn als eine Art Computer vorzustellen, war für Plato nicht möglich, da er Computer nicht kannte.
    - Sich die Planeten auf Ellipsenbahnen vorzustellen, war für Aristoteles schwer, da niemand vor ihm daran dachte, Ellipsen mathematisch noch nicht so gut beschrieben waren und die Kreisbahn das natürlichste Modell war (Warum gerade Ellipsen? Wieso nicht Quadrate, Rechtecke etc.? Es fehlten ihm auch schlichtweg ausreichende Beobachtungsdaten)
    - Ein Höhlenmensch konnte sich Planeten als Kugeln, die um die Sonne kreisen nicht vorstellen, weil ihm zu Beginn schon einmal die Worte "Kreis" und "Kugel" fehlten. Woher sollten diese auch kommen? Jedes einzelne Wort musste erst erfunden werden. Wozu sollte ein Höhlenmensch, der noch nie ein Rad gesehen hat, ein Wort für Rad haben?
    - Allen voran erfanden Philosophen neue Begriffe. Nehmen wir das Beispiel der Lüge. Heute unterscheiden wir Notlügen, boshafte Täuschung, Irrtum etc. für das Erzählen der Unwahrheit. Diese Konzepte/Erfindungen erlaubten neue Gedanken und zahllose Geschichten.
    - Wie doof findet man heute eventuell die Trojaner, dass sie auf den Trick mit dem Pferd hereingefallen sind. Aber stellt euch vor, der Trick wurde noch nie durchgeführt. Der Gedanke war völlig abwegig (vor allem, da die Flotte scheinbar ausgelaufen war).

    Seitdem mir das klar wurde, frage ich mich: Wie komme ich aus dem Gedankengefängnis heraus? Wie schaffe ich es, Ideen zu erzeugen, zu denen nicht bereits ein Buch erschienen ist? Bisher war jede geniale Idee, die ich bisher hatte, bereits von anderen weiterverfolgt worden. Oft fand ich ein Buch, das meine gesamten Gedankengänge der vorangegangenen Monate wunderbar zusammenfasste (als letztes die Bestseller von Yuval Noah Harari - das war nervig - Alle genialen Gedanken, die ich mir über Jahre zusammengesammelt habe, so gut geschrieben und nun durch den riesigen Erfolg in den Köpfen von so vielen Menschen - ok, dass er mir den Kapitalismus schmackhaft machte, war eine echte Leistung von ihm)

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe einen Weg gefunden, mich zu befreien, bei dem sogar völlig egal ist, ob ihn jemand anderes ebenfalls hatte. Mit RandomPhilosophy kann ich ab jetzt Gedanken präsentieren, die als einzige Basis den Zufall, die bisherigen Erkenntnisse der Menschheit und meine Interpretationen (logischen Schlüsse daraus) haben.

    Die ersten Ergebnisse sind vielleicht nicht wahnsinnig berauschend, aber dafür außerhalb vom aktuellen Gedankenraum der Menschheit. Schnallt euch an.

    Okay, dann dreh ich um.
    Dauert etwas. Nach meinen Berechnungen mit den Werten von Elon's Bahnkurve bin ich in etwa 2,4 Jahren einmal um die Sonne rum.

    Ob die Batterie so lange hält? Mist, ich hätt mir was zum Lesen mitnehmen sollen. :waah: