Beiträge von Jack

    Habe dazu bereits einmal einen kurzen Aufsatz verfasst:

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    Im Grunde ist es aber schnell zusammengefasst.

    Nun sag, wie hast du's mit der Religionsfreiheit?

    Richtig erkannt, ich bin für komplette Abschaffung der Religionsfreiheit, weil diese für mich bereits durch eine erweiterte Meinungsfreiheit abgedeckt wäre.
    Jeder darf glauben und aussagen, was er will. Also auch der Zeuge Jehova an der Tür.
    Die Grenzen der Religion sind folglich die Gesetze und das Grundgesetz, d.h. Ruhestörung gilt auch für Kirchenglocken und Muezzine. Kopftücher sind verboten, wenn das Gesetz Kopfbedeckungen jeglicher Art verbietet. Gesichtsverhüllung ist verboten, wenn man die Person identizifieren können muss (z.B. vor Gericht, im Unterricht ...). Sportunterricht und Schwimmunterricht ist Pflicht, auch für muslimische Mädchen. Kein Religionsunterricht mehr. Und Beschneidungen an Minderjährigen sind als Genitalverstümmelungen zu ahnden.

    Er fühlt sich womöglich nur verletzt, weil ihm Mohammed persönlich viel bedeutet. Womöglich achtet er auch auf die religiösen Gefühle anderer religiöser Menschen.

    Schön für ihn. Aber deswegen habe ich keinen Grund mich zu entschuldigen, ich habe eben keinen Fehler gemacht! Ich sage:
    "Aha. Mir bedeutet der Name nichts. Wollte dich nicht beleidigen. Von mir aus können wir dem Bild auch einen anderen Namen geben, wenn es dir so wichtig ist."
    Wenn mir dagegen wichtig ist, dass die Figur Mohammed heißt, weil ich ja gerade eine Geschichtsstunde über den "Propheten" vorbereite oder ich eine alte Darstellung von Mohammed im Internet gefunden habe oder den Wert der Karikaturen von Charlie Hebdo diskutieren möchte, dann wird sich zeigen, wie sehr mein Gegenüber bereit ist, mein "religöses" Gefühl (bzw. das Fehlen davon) zu achten (oder gilt gegenseitige Wertschätzung nur für Theisten?).

    In deinem Profil steht, du wärst Agnostiker und Pantheist. Wie kann ich mir das vorstellen?

    Ich bin Agnostiker, d.h. ich weiß praktisch nichts mit absoluter Sicherheit - alles, aber auch wirklich alles, was ich glaube, kann falsch sein.
    Dennoch glaube ich etwas. Das ändert sich zwar mit jeder neuen Erkenntnis, aber im Moment ist es eben eine Form von Pantheismus. Alles was existiert, ist miteinander in Verbindung und ergibt ein großes Ganzes. Vielleicht ergeben alle Sterne des Universums, das Universum an sich oder gar viele Universen zusammen eine höhere Intelligenz als uns. Jemand, etwas, das alle Zusammenhänge verstehen kann, alles weiß und sich selbst bewusst ist, wie wir uns unseres Körpers bewusst sind. Wir sind ein Teil von Allem was existiert. Ohne uns wäre dieses Alles nicht komplett, jeder von uns ist wichtig und alle sind miteinander verbunden.
    Klingt vielleicht etwas esoterisch, ist es vielleicht auch. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, alles hat seinen Sinn, alle Zahnräder des Lebens greifen perfekt ineinander und mein gesamtes Leben bleibt unlöschbar für alle Zeit im Gedächtnis des Kosmos (Zeitreisen sind ja prinzipiell denkbar und es gibt mich da Draußen vielleicht sogar in vielfachster Form - Paralleluniversen)

    Schließt du also nicht aus, dass es in Wirklichkeit nichts gibt oder schließt du nicht aus, dass es einen personifierten Gott gibt (der das ganze Universum enthält?)?

    Das einzige wobei ich mir ziemlich sicher bin, ist, dass es etwas gibt. Ich sehe etwas, höre etwas, fühle etwas. Da ist etwas, das diese Gedanken hat - Somit existiert nicht "Nichts". Aber genauso wie die "Unendlichkeit" kann ich mir "Nichts" ebensowenig vorstellen. Wenn da nichts ist, ist das Fehlen von etwas, nicht ebenso schon etwas??
    Ich schließe nicht aus, dass es einen personifizierten Gott gibt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es keinen geben kann. Zumindest sehe ich nicht wie es ihn in der Form geben kann, welche die Religionen ihm zuschreiben.

    Am Ende des Tages glaube ich lediglich fest daran, dass Logik funktioniert und die wissenschaftliche Methode der beste bzw. einzige Weg ist, um sich ein maximal korrektes Bild der Realität zu machen.

    Was spricht denn gegen die Entschuldigung, solange das Kind kein potentieller fanatischer Terrorist ist?

    Jedes Kind ist ein potentieller Terrorist! Die Frage ist eher, was für eine Entschuldigung spricht? Weshalb muss das Kind sich nicht entschudligen, weil es meine Kunst beleidigt?

    Und sorry, Rassismus oder religiöser Fanatismus - die Unterschiede sind minimal. Beides basiert auf vereinfachten, nicht wissenschaftlichen Weltbildern, die man allen anderen aufdrängen möchte. Hautfarbe und Rassenzugehörigkeit sind kaum andere Merkmale als das Vertreten einer anderen Meinung. Die Grenzen sind bei Rassen sowieso fließend und selbst die Hautfarbe ist ja nichtmal eine Konstante zwischen Sommer und Winter.
    Ein Rassist ist auch nichts anderes, wie ein Missionar seiner Religion. Man deklariert bestimmte Menschen als Ausländer oder eben Ungläubige und diskriminiert sie deswegen.
    Ich gehe sogar einen Schritt weiter und verurteile jede Form von Diskriminierung: Auch dumme und ungebildete Menschen (z.B. Neonazis) sollte man deswegen nicht einfach diskriminieren.

    2. Es ist meine Meinung, ja. Ein Vollhorst ist jemand, der in seiner geistigen Entwicklung zurückgeblieben ist.
    3. Das weiß man einfach. Alle, die so sind wie du, sind geistig zurückgeblieben.

    Es gibt genug wissenschaftliche Abhandlungen darüber.
    Wenn ich Dr. Dummschwatz zitieren darf:
    "Ein Jack leidet unter kognitiv induzierten Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung. Man erkennt einer Jack an seiner Nase und seinem Narzissmus, anderen weiß machen zu wolllen, er wäre geistig gesund."

    Ich denke, ich weiß, worauf du hinaus willst. Manche Menschen sind logischen Argumenten nicht zugänglich. Es macht keinen Sinn auf völligen Schwachsinn einzugehen. Wer zum Teufel ist Dr. Dummschwatz? Das denkst du dir doch gerade alles einfach nur aus.

    Neonazis bilden sich aber oftmals ein, sie hätten echte Argumente. Zum Beispiel das mit der GmbH BRD Deutschland. Da gibt es nämlich Webseiten, auf denen so etwas steht. Ebenso hat Deutschland keinen Friedensvertrag, das sind ja alles Tatsachen. Ebenso ist klar, dass die Sieger die Geschichtsbücher schreiben (nach dem 2. Weltkrieg sogar wortwörtlich). Keine Geschichtsschreibung ist objektiv. Klar, dass die Deutschen schlechter wegkommen als die Alliierten. Zum Beispiel die Vergewaltigungen der russischen Soldaten an den "befreiten" KZ-Insassinnen oder die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung werden im Lehrplan nicht thematisiert.
    Die ganze Neonaziszene baut auf solchen Halbwahrheiten auf. Tabuisierte Tatsachen, Sprechverbote und Zensur machen Neonazis erst möglich. Berechtigte Kritik, teilweise sogar halbintelligente Fragen werden von dir und der Antifa nicht beantwortet. Man fühlt sich nicht verstanden und ist gefährdet eben jenen Deppen in die Fänge zu geraten, die sich dieselben Fragen gestellt hatten, sie sich selbst jedoch mit Fantasie und rassistischem Denken beantwortet haben, statt sie wissenschaftlich zu ergründen (z.B. mangels Intelligenz).

    Und ja, es kann ermüden, aber man muss sich den Schwachsinn der Neonazis anhören, um für diese die Erfindungen von den Tatsachen zu trennen. Gibt man diesen einfach nur das Gefühl, gehört zu werden, kann man je nach Intelligenzgrad den Vollspacko innerhalb von etwa sieben Jahren entnazifizieren. Und ja, nicht jeder Volldepp wäre mir den Aufwand wert. Für die meisten reicht es jedoch, mich von ihren Aussagen nicht provozieren zu lassen.
    Nazi: "Der Holocaust hat nicht stattgefunden"
    Ich: "Okay, wie du meinst. Mir hat aber ein Überlebender persönlich aus seinen eigenen Erfahrungen geschildert, wie es für ihn war. Das fand ich ziemlich überzeugend."
    Nazi: "Der verfickte Jude hat das alles nur erfunden."
    Ich: "Er hatte Bilder dabei ..."
    Nazi: "Kann man doch alle Faken"
    Ich: "Der war sicher 90 Jahre alt, glaube nicht, dass der solch gute Fakes hinbekommt."
    Nazi: "Mann, die hat die Lügenpresse für ihn zusammen gestellt."
    Ich: "Aha. Glaub doch was du willst ..." - ich gehe weg.

    Kostet mich wenig Zeit. Er hat nicht die gewünschte Reaktion bekommen, mich zu provozieren. Ich habe ihm Zusatzinformationen geliefert, Zweifel gestreut. Beim nächsten Mal lasse ich ihn aufzählen, wie viele Menschen und Geld nötig wären, um eine derart effektive "Lügenpresse" über 70 Jahre aufrecht zu erhalten. Beim übernächsten Mal frage ich ihn, wie viele seine Fakten er selbst geprüft hat ...

    Oder wie denkst du, dass ich herausgefunden habe, was Neonazis so alles glauben? Ich kannte mal einen, der hat sich einen Führerschein und Autokennzeichen von der kommissarischen Reichsregierung besorgt.

    Nur damit wir uns verstehen: Ich bin zwar Vegetarierin. Deswegen esse ich jedoch hin und wieder Fleisch.

    Okay, du hast recht: Ich bin kein Pazifist, finde die Idee von einem Weltfrieden nur schön und habe noch an keinem Krieg aktiv teilgenommen (Mein Land, für das ich arbeite, verkauft nur Waffen an alle, die auf diesem Planeten Krieg führen).

    Kinder, warum so stürmisch?

    Selbstverständlich rede ich nicht mit Nazis! Ich werde dazu nie bereit sein.
    Warum auch? Warum sollte ich verpflichtet sein, mit Nazis zu reden?

    1. Niemand sollte verpflichtet sein mit Nazis zu reden (Dann wird es aber schwer einen Beruf zu finden)
    2. Kategorisch jede Bereitschaft zur Diskussion auszuschließen verbinde ich stark mit meiner Definition eines Nazis
    3. Ich behaupte, du unterhältst dich fast täglich mit Nazis. Nach meiner Definition leben davon nämlich sehr viele in dieser Welt.

    "Daryus, du bist von Geburt an nichts wert. Sowas wie dich sollte man vergasen, allein schon, weil Subjekte wie du zu dumm und zu schwach sind, in dieser Welt zu überleben. Es ist also human, dich zu töten, damit du dich nicht unnötig quälst.

    Es stört mich bereits, dass du atmest. Man hätte dich abtreiben sollen.
    Dies ist nur meine gewaltlose, freie Meinung und ich habe das Recht, sie zu äußern."

    Tststs.
    Natürlich darfst du all das sagen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht deine Meinungen sind. Falls doch hätte ich gerne folgende Fragen an dich:
    Weshalb ist Daryus von Geburt an nichts wert?
    Ist Dummheit und Schwäche ein ausreichender Grund jemanden zu töten? Warum Vergasen, das geht doch sicher effektiver, günstiger, humaner? Wieso überhaupt töten, wenn er doch gar nicht fähig ist, in dieser Welt zu überleben? Du widersprichst dir hier.
    Ist Leben für dich Qual? Wäre es dann auch human, dich zu töten? Oder ist es nur qualvoll, wenn man dumm und schwach ist?
    Was stört dich an seinem Atmen? Wohnt er bei dir?
    Bei der Abtreibung muss ich dir dagegen Recht geben, das wäre human gewesen. Leider hat man diese Chance bei dir und mir ebenfalls verpasst.

    Hach, Leute, ist das das Niveau auf dem wir uns weiterbewegen wollen?

    Stell dir vor, du arbeitest in einem Kindergarten und ein Kind hat eine Lieblingsspielfigur, die es sehr mag.
    Wenn du diese Figur malst und das Kind findet die Zeichnung gemein, weil sie nicht gut getroffen wurde und ist beleidigt. Dann kannst du das natürlich albern finden, aber um des lieben Friedens Willen, tut es dir ja nicht weh, um Entschuldigung zu bitten

    Wofür sollte ich mich entschuldigen? Ich habe ja nichts falsch gemacht. Das Kind hat einen Dachschaden bzw. im Fall mit Mohammed will der Moslem seine willkürlichen Regeln der Gesellschaft überstülpen.
    Nach der Logik dürfte man auch Nazis nicht in die Schranken weisen, wenn sie es beleidigend finden, mit Schwarzen auf eine Stufe gestellt zu werden. Soll ich mich dafür entschuldigen, deren Gefühle verletzt zu haben oder zählen die Gefühle von Nazis für dich weniger als die von unerzogenen Kindern bzw. religiösen Fanatikern?
    Ich male natürlich keinen Propheten des Islam nur zum Zweck deren religöse Gefühle zu verletzen. Doch wenn wir uns willkürlichen Launen anderer Menschen unterwerfen, machen wir uns den Idioten der Menschheit untertan.
    Der Moslem muss lernen, dass er meine Überzeugungen genauso achten muss, wie ich seine. Und das Kind sollte darauf hingewiesen und ermahnt werden, dass die Reaktion albern ist - So funktioniert Erziehung. Nicht das Kind und seine Impulse legen fest, wie man sich als Erwachsener ihm gegenüber zu verhalten hat, sondern der Erzieher zeigt dem Kind deutlich, die Grenzen seiner Rechte. Es darf meine Zeichnung schlecht finden, von mir aus - wenn es mir dann beleidigt ist, von mir aus, mir egal, es kriegt sich schon wieder ein - aber eine Entschuldigung!????.

    Übrigens: In Gesellschaften, wo Bildung und Aufklärung gefördert werden, schrumpfen diese religiösen Gefühle. Lustigerweise fühlt sich dort niemand in seinen wissenschaftlichen, aufgeklärten Gefühlen verletzt, wenn jemand z.B. behauptet, die Erde wäre eine Scheibe. Der Flat Earther wird nur für bescheuert gehalten.

    Richtig, aber nur weil sich jemand die Mühe macht, dem Religiösen zu sagen, dass seine Ansichten lächerlich sind bzw. jeder Logik und wissenschaftlichen Basis entbehren. Ich behandle eben Holocaustleugner, Theisten und Flat Earther wie alle, die etwas falsches Glauben. Ich stelle sokratische Fragen und fordere Beweise ihrer Behauptung. Oder im Fall von letzteren gibt es einfache Methoden, die These zu testen, die jeder mit einem Stock, einem Auto, Maßband und Taschenrechner durchführen kann.
    Wieso behandeln wir Holocaustleugner nicht wie FlatEarther. Lassen wir sie texten und machen uns über deren schwache wissenschaftliche Vorgehensweise lustig?

    Mal angenommen, ein dir nahestender Verwandter wurde ermordet und jemand behauptet einfach, dies wäre nie passiert, sondern er wäre umgesiedelt worden oder ist eines natürlichen Todes gestorben.
    Wie könntet du das ohne Zusammenhang zur wahren Begebenheit interpretieren?
    Du wärst wahrscheinlich extrem niedergeschlagen.

    Niedergeschlagen? Wieso? Die Begebenheit ist ja nicht weniger wahr, nur weil jemand behauptet, sie hätte nicht stattgefunden. Wie ich darauf reagieren würde, hängt davon ab, wie stark die Beweislage ist, wer das sagt und welche Konsequenzen das alles für mich hat. Wenn das ein Wildfremder ist, der das einfach behauptet ohne die Details zu kennen, dann würde ich ihm nur sagen: "Halt's Maul, wenn du dich nicht auskennst! Und jetzt verpiss dich!"
    Wenn das dagegen jemand ist, mit dem ich mehr zu tun habe, würde ich ihn fragen, wie er zu dieser Meinung kommt, warum er so etwas behauptet ...

    Kannst du mir aber mal bitte deine Definition von "Meinung" nennen?
    Ist jede Äußerung für dich eine Meinung?

    Naja, nicht jede Äußerung. Man muss an den Wahrheitsgehalt der Aussage glauben, damit es eine Meinung ist. Wenn ein Nazi fest glaubt, dass Schwarze dümmer sind als Weiße und dies äußert, dann ist es eine Meinung. Wenn er es jedoch nur sagt, um Schwarze abzuwerten, aber selbst nicht davon überzeugt ist, dann ist das ja nicht seine Meinung, sondern er lügt bzw. will hetzen.
    Da ich jedoch nicht beurteilen kann, wovon mein Gegenüber überzeugt ist, sondern nur seine Äußerungen höre, muss ich so tun, als wären dies alles seine Meinungen.

    "Ich hau dich!" ist keine Meinung, sondern eine Ankündigung/Drohung.
    "Du bist doof!" muss ich als Meinung interpretieren, auch wenn ich stark vermute, das Gegenüber will mich damit nur verletzen - was bei mir übrigens nicht funktioniert, denn ich bin ja nicht doof (nach meiner Definition), also ist das eine eine einfache Falschaussage, die mir mitteilen soll, dass das Gegenüber mich nicht leiden kann. Dies ist jedoch wieder eine Aussage über die innere Einstellung des anderen zu mir.
    Und zur Meinungsfreiheit gehört für mich, dem anderen meine Gefühle mitteilen zu dürfen. Hm, sind Gefühle Meinungen? Es sind zumindest Tatsachen, die man meiner Meinung nach mitteilen können sollte.

    Ich bleibe dabei:
    Beleidigungen, Gefühlsmitteilungen und Meinungsäußerungen jeder Art müssen straffrei sein.
    Auf Drohungen, Handlungsankündigungen und Manipulation durch Lügen muss eine Reaktion folgen.

    Zur Info: Beleidigungen kann man in Deutschland anzeigen, die Drohung "Ich schlage dir die Zähne ein" kann man z.B. nicht anzeigen.

    Wenn ich sagen würde:
    "Jack, du bist ein dämlicher Vollhorst und unwert zu leben."
    (Das würde ich dir nicht sagen wollen!)
    Fühlt es sich für dich wahr an, wenn ich dann behaupten würde:
    "Das ist meine Meinung und ich habe ein Recht darauf, sie zu äußern."?

    1. Du solltest das Recht haben, dies zu äußern.
    2. Es könnte deine Meinung sein, ich wäre unwert zu leben. Ob du glaubst ich sei ein Vollhorst (kommt darauf an, was das sein soll)
    3. Mich würde dann interessieren, wie du zu dieser "Meinung" kommst

    Jeder halbwegs empathische Mensch kann den Lehrer nachvollziehen und sehen, dass es in diesem Moment für den Lehrer unvermeidbar war, so zu handeln.

    Ich gebe @daryus hier Recht, dass der Lehrer aus Hilflosigkeit gehandelt hat. Er war der Lage nicht mehr Herr. Wem Argumente ausgehen, der greift zur Gewalt. Am Video kann man leider zu wenig erkennen, wie es zu dieser Situation kam. Wie lange lief die Schulstunde schon. Um was ging es. Was hat der Lehrer gesagt ...
    Viele Schüler testen aus, wie weit sie gehen können und drücken die Knöpfe bei ihren Lehrern. Sie wissen, wie sie diese mit Worten verletzen können ... Wer damit nicht umgehen kann, sollte einen anderen Beruf wählen - die Kündigung war demzufolge sicherlich gut für den Mann.
    Die meisten Jugendlichen kann man nämlich in ihre Grenzen verweisen, lange bevor es zur Gewalt kommt. Spätestens beim Wurf des Balles hätte sich der Lehrer vor dem Schüler gefahrvoll aufbauen müssen. Augenkontakt und Drohgebärde (ohne Worte) bis der Schüler sich abwendet. Das tut er für gewöhnlich immer.
    Er hätte ihn an die Wand drücken können oder am Kragen packen und zum Direktor schleppen. Vieles wäre deutlich besser gewesen. So sah man jedoch deutlich, wie der Lehrer auf den bereits zurückweichenden Schüler wieder und wieder einschlug, eventuell sogar mit der Intention ihn für immer zum Schweigen zu bringen.
    Nur weil es menschlich verständlich ist und Gewalt tatsächlich Gegengewalt hervorbringt, war die Sache noch nicht Okay. Weder vom Schüler, noch vom Lehrer.
    Und ja: Mitleid mit dem Schüler habe ich nicht. Wer gegen einen stromführenden Draht pinkelt, darf sich nicht wundern, wenn danach der Pimmel schmerzt.

    Nur damit wir uns verstehen: Ich bin zwar Pazifist. Deswegen lehne ich jedoch nicht automatisch jede Form von Gewalt ab.

    Stopp! Ganz genau derjenige, der beleidigt wurde, ja. Man kann dann aber auch um Entschuldigung bitten und je nach Schwere entscheidet dann der Beleidigte, ob es entschuldbar ist.

    Wenn ich ein Bild von Mohammed male, fühlen sich einige Moslems beleidigt und manche finden, ich müsste dafür umgebracht werden. Ein anderer findet den Anblick von Nasen beleidigend und fordert, dass sich alle ihr Gesicht verhüllen sollten. Oder um bei Worten zu bleiben, "Ich glaube nicht an Jesus" oder "Jesus war nur ein gewöhnlicher Mensch" verletzen ebenso Gefühle und in manchen Zeiten wurde man dafür umgebracht.
    Ich finde deine Definition von Beleidigung nicht gut.

    Es spielt dabei auch keine Rolle, ob Chomsky meint, man dürfe die Opfer verhöhnen. Das tut er nämlich, wenn er meint, dass man den Holocaust leugnen darf, weil es in seinen Augen eine Meinung wäre.

    Die Aussage "Der Holocaust hat nie stattgefunden" ist sachlich gesehen keine Verhöhnung. Nur die Interpretation vor einem geschichtlichen Hintergrund (den der Nazi ja gerade als unwahr ansieht) macht daraus eine. In Worte von anderen Zusatzinformationen hineinzuinterpretieren ist nicht zielführend. Man denke da an zahllose Versuche, Frauen Komplimente zu machen: "Du siehst heute gut aus" "Du Arsch, sonst sehe ich also scheiße aus - Buhu, du liebst mich nicht"

    Das impliziert nämlich, dass ihre Hetze diskutierbar, also tolerierbar wäre.

    Nur weil ich der Meinung bin, jeder sollte das Recht haben seine Meinung, seine Einstellungen und Absichten frei zu äußern, heißt das nicht, dass man alles so stehen lassen muss - ich hab ja z.B. das gleiche Recht.
    Und niemand hat behauptet es macht Sinn oder bringt viel, über alles zu diskutieren. Über den Holocaust diskutiere ich beispielsweise nicht. Er ist mir egal. Menschen töten und quälen Menschen seit Jahrhunderten. Ob es zivilisierter ist, Indianer aus dem Zug heraus und in freier Natur zu erschießen (und deren Dörfer niederzubrennen etc.) oder sie in Massenmenschhaltung zur Schlachtbank zu führen (bei anderen Tieren scheint es irgendwie Okay), muss man denke ich nicht erörtern. Die Lektionen sind nicht, die Gefühle von Juden zu schonen, sondern die Erkenntnis, dass jeder Mensch (auch ich) zu krassen Untaten fähig ist.

    Nach meiner Definition ist man auch Nazi, wenn man andere nur deshalb erschlagen möchte, weil sie eine bestimmte Meinung vertreten.

    Und zur Klarstellung:
    Hetze, Ankündigungen oder Drohungen sind nicht wirklich Meinungen, die man so stehen lassen kann. Wenn mir jemand sagt "Ich will morgen dein Haus abbrennnen" werde ich nicht mit ihm diskutieren, ob das eine gute Idee ist, sondern ihm im Notfall auch das Feuerzeug aus der Hand schlagen. Nur werde ich mich danach nicht sicherer fühlen. Selbst wenn ich ihn in Notwehr töte, kann ich nicht ruhig schlafen, solange ich nicht weiß, warum mir jemand an die Wäsche will. Es könnte ja noch mehrere von der Sorte geben. Man muss die Ursache bekämpfen und nicht das Symptom:

    Das Symptom ist der Angriff (verbal oder mit Gewalt) auf Andersdenkende, zu denen ich eben auch Nazis zähle.
    Die Ursachen liegen jedoch tiefer. Eine davon ist: Wir identifizieren uns gern mit einer Menschengruppe/Gesinnung. Der Nazi mit rechten Spinnern und du scheinbar mit anderen. Du scheinst jedoch an der gleichen Krankheit zu leiden:
    Nicht Zuhören. Nicht miteinander Reden. Lieber Prügeln.

    @Lydia Du sagtest: "Wenn ich sagen würde, Dyan wäre ein Stück Scheiße, was ich nicht tun werden, so wäre dies eben auch keine Meinung, sondern eine Beleidigung, also verbale Gewalt."

    Ich bin für echte Meinungsäußerung und damit auch für das Recht auf Beleidigungen. Denn jede Grenze, die
    man ziehen möchte, wird immer beliebig sein.

    Wer legt denn fest, ab wann eine bestimmte Wortwahl beleidigt? Derjenige, der "beleidigt" wurde oder gibt es einen Katalog an Worten, die man nicht sagen darf?
    Manche ziehen die Grenze bei Sachen, die nicht wahr sind. Da kommt in mir der Philosoph hoch: Wer definiert hier, was wahr ist? Wollen wir uns dem Dogma einer absoluten Wahrheit unterjwerfen?

    Ich mein, was ist verletzend an der Aussage, "Dian wäre ein Stück Scheiße" (übrigens könnte er sich ja bereits durch die falsche Schreibweise "Dyan" beleidigt fühlen)?
    Es gibt doch hier einfache Tests, wenn man mal definiert hat, was "ein Stück Scheiße" ist (aus wie vielen Stücken besteht denn dann ein Haufen Scheiße). Entweder die wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, er erfüllt die Grundlage, dann wäre die Aussage richtig und damit doch keine Beleidigung. Oder (und nach meinem Verständnis müsste das sich zeigen) er erfüllt die Voraussetzungen nicht dafür (Sorry, @Dian), dann ist es eine Falschaussage und offenbart lediglich das Niveau des Sprechers.

    Dann bleibt nur die Absicht des "Beleidigers" den anderen verbal zu verletzen, was jedoch nur funktioniert, wenn dieser durch Falschaussagen bzw. die Wahrheit verletzbar ist. Dennoch ist es ein Ausdruck einer persönlichen Haltung. Wie will man Absichten, Haltungen verbieten bzw. bremsen, indem man verbietet sie offen auszusprechen?

    Erst wenn jemand sagt "Du bist ein Stück Scheiße" kann man an der Beziehung arbeiten und fragen "Was willst du mir damit sagen?" oder "Welche Probleme hast du mit mir oder mit dir selbst?"

    Oder nehmen wir die Aussage mancher Nazis "Der Holocaust habe nicht stattgefunden". Ich vermute, nach allem was mir bekannt ist, dass dies falsch ist. Wenn ich aber schaue, woher ich das weiß bzw. ein Nazi dieses Wissen finden kann, ist die Sache schon schwieriger. Die meisten von uns lesen das im Geschichtsbuch, das die Alliierten uns im Zuge der Entnazifizierung geschrieben haben. Ich war im KZ, aber das waren nur irgendwelche Gebäude, ich kann zumindest nachvollziehen, dass man Zweifel bekommen kann ... vor allem, wenn man an Erwachsene gerät, die einem diese eingeben. Nichts ist hundertprozentig sicher.
    Darum geht es aber gar nicht. Ich würde auch nie versuchen einem Nazi zu erklären, warum der Holocaust stattgefunden hat. Viel wichtiger ist: Warum leugnet man den Holocaust? Vielleicht, weil man die Taten, die in den KZ stattgefunden haben, nicht in Ordnung findet? Da ist doch noch Hoffnung. Außerdem spielt es keine Rolle, was damals war und was nicht. Ich traue es Menschen zu, sich so barbarisch zu verhalten. Viel wichtiger als Holocaustleugner dafür zu bestrafen, wäre es ihnen auf den rechten Weg zu helfen, vom Leugnen, dass wir Deutschen jemals so grausam gewesen seien, hin zum Niemand soll jemals etwas derartiges machen!

    Vielleicht irre ich mich ja und Nazis die Fresse zu polieren und ihnen Bußgelder/Haftstrafen zu geben, weil sie eine andere/falsche Meinung haben, führt sie auf den Weg zum freundlichen und klugen Mitbürger :D

    Wenn Nazis etwas äußern, was sie als Nazis outet, so ist dies niemals eine Meinung!
    Darin liegt schon der erste Fehler, wenn man deren Gedankengut als "Meinung" betrachtet.

    Der Nazi hat eine Meinung. Wenn sie Schwachsinn ist oder einfach nur falsch, dann ändert das nichts daran, dass die Type daran glaubt.
    Ich behaupte nicht, ich hätte die Geduld oder würde mir die Zeit nehmen, mich dauernd mit Nazis zu unterhalten. Dennoch bearbeite ich mein direktes Umfeld ...

    Man wird Nazis nur durch Diskussion entnazifizieren, sonst eben nicht. Gibt so viele Idioten in der Welt, Nazis sind für mich nur eine spezielle Geschmacksrichtung davon.

    Ausgrenzung oder Gewaltandrohung stärkt jedenfalls lediglich das rechte Gedankengut. Ein Nazi unter 100 moderat eingestellten Personen ist besser als 100 ausgegrenzte Nazis, die sich zusammenrotten, weil sie von normalen Menschen wie Behinderte behandelt werden.

    Jetzt sind diese CSU-Arschlöcher doch wieder bei über 37 Prozent

    Das lustigste kriegt man außerhalb von Bayern wohl nicht mit. Die Freien Wähler kommen auf 11 Prozent, somit sinds wieder 48 Prozent und absolute Mehrheit, wie früher als es die FW noch nicht gab. Wenn man nun noch weiß, dass alle CSU Politiker, die sich mit ihren Freunden streiten und deshalb keinen Listenplatz bekommen, es bei den FW probieren, kapiert, was hier vor sich geht.
    Heute morgen sagt dann noch ein Sprecher der AfD, sie würden sich die Programminhalte der CSU raussuchen (und das dürften nicht wenige sein) die mit denen der AfD übereinstimmen und entsprechende Eingaben machen, um die CSU dazu zu zwingen, ihr CSU-Programm endlich auch umzusetzen.

    Und da reden die von einem historischen Tiefstand der Wahlergebnisse? Für die SPD vielleicht, aber die CSU hat sich nur auf drei Parteien verteilt, um die gleiche Politik in drei Geschmacksrichtungen anzubieten.

    Mich kotzt nur an, dass ich beim nächsten Italienurlaub an der Grenze noch länger warten muss.

    Falsch!

    Der Trick ist selbst dann Individuum zu sein und selbstständig zu denken, wenn man eine Uniform trägt oder sich mit anderen bezüglich einer Sache zusammen tut.

    Keine Uniform und keine Parteimitgliedschaft kann mir meine Individualität rauben. Eine Uniform kann man ausziehen und eine Partei verlassen, wenn die eigene Meinung damit verraten wird.

    Die meisten Menschen sind jedoch zu sehr Herdentiere, um den Absprung zu schaffen und identifizieren sich mit der Uniform oder der Partei. Diese sind nur Mittel zum Zweck und sollten niemals deine Persönlichkeit bestimmen.

    Beispiel: Als Soldat war mir klar, ich werde jeden Befehl hinterfragen. Zivilisten verteidigen finde ich sinnvoll - bei einer Beteiligung an einem Angriffskrieg wäre ich sofort desertiert bzw. hätte mich geweigert.