Beiträge von '"'"'

    Heute musst du ihnen die Ketten erstmal zeigen und sie davon überzeugen, dass sie Sklaven sind.

    Oder im Sinne dessen, was ich oben anmerkte im Gegenteil, ihnen aufzuzeigen keine Sklaven zu sein und es ihnen freisteht zu gehen und ihr Dasein anders zu gestalten.

    Die Kapitaldiktator ist eine Sklavengesellschaft bis die daraus resultierenden Konsequenzen überall ersichtlich sind und durch Verantwortung ausgetauscht wird.

    Für mich ist die interessante Frage, wieso die meisten Menschen denn nicht jetzt bereits eigenverantwortlich ihr Dasein gestalten. Sklaverei meint im eigentlichen Sinne ja eine Art Eigentum an Menschen, was heute so direkt nur noch zeitweise versucht wird (z.B. Militär und Schule).

    Gehirnwäsche: die Indoktrination durch so viele Einrichtungen und gesellschaftliche konventione, so wie Politik, Wirtschaft, Religion und Werbung, macht krank.

    Wo, denkst du, verläuft die Schwelle zwischen einem gemachten Angebot und Indoktrination?

    Abkehr von Schulpflicht und kapitalistischem Wettkampfdenken

    Weltschaulich beruht kapitalistisches Wettkampfdenken ja auf der Annahme, daß erst die Situation des Wettkampfs Anstrengungen mobilisiert, deren (eher materielle) Resultate dann allen zugute kämen. Wettkampf sei produktiv. Diese Idee prägt ja auch tief den heutigen "Wissenschaftsbetrieb" mit seinem "Wettkampf der Ideen" und "Ringen um Reputation", der dann auch dort gewisse Umgangsformen erzeugt, die eher zu "innerem Notzustand" passen als liebevoller seelischer Ausgeglichenheit. Wie siehst du das?

    Ich kann auch intuitiv Gedanken mit innerer Stimme haben.

    Was wäre dann eine unbewußte Stimme? Wie würdest du dir eine solche Stimme vorstellen, sie beachten? Und inwiefern eine "automatische" Stimme?

    Ich kapiere deine Frage wieder nicht ganz.

    Ja, ich kann auch im intuitiven Denkprozess mit stark fragmentierter Sprache denken.

    Du schriebst einerseits von einem nahezu unbemerkt schnell ablaufenden überwiegenden Teil deines Denkprozesses. Neigst du dazu, diesen mit "System 1" gleichzusetzen? Wären solche Denkprozesse in dir dann überhaupt "sprachlich"? Was nennst du "fragmentierte Sprache"? Würde da etwas wirklich auf Sprache basieren oder nur manchmal sprachliche Fragmente nebenbei eigentlich verzichtbar formen? Deine innere Stimme ("System 2"?) trete eher ausnahmsweise in den Vordergrund?

    Ja, ich kann ganze Lieder gedanklich "abspielen".

    Ja, hätte das dann nicht eine akustische Art ohne außen physisch akustisch stattzufinden?

    Ja, wenn ich mir einen Menschen zusätzlich vorstelle, kann er auch gestikulieren.

    Darin läge dann eine körperliche Art?

    Ohne Sprache denkt man in Assoziationen. Man kann nix abstrahieren, keine Verneinungen bilden und keine Mathematik anwenden

    Aber Menschen brachten Sprache hervor. Hier wäre meist etwas gemeint, das Kommunikation ermöglicht. Aber in dieser Hinsicht würde auch eine selbst gebildete "persönliche Sprache" denkbar, die zwar nicht in dem Sinne Austausch mit anderen betreiben, aber doch prinzipell genau diese gedanlichen Qualitäten mit sich bringen könnte.

    Ist deine innere Stimme eigentlich auch dazu in der Lage, Gegenfragen zu lesen und zu verarbeiten?

    Eine Stimme soll lesen können?

    Ich denke oft mal in konkreten Worten, zum Beispiel, wenn ich in Gedanken überlege, was ich in einer Diskussion im Forum antworten oder jemandem sagen könnte, oder wenn ich an sonstigen Texten feile.

    Diese beiden Beispiele beziehen sich auf "schriftliche Lebenssituationen" und Arten von Kommunikation.

    Oder einfach generell, wenn ich über irgendwas etwas intensiver nachdenke.

    Dann auch eher schreibähnlich?

    bei von Geburt an Taubstummen

    "Taubstumm" meint wohl oft jemanden, der gehörlos ist und auch nicht dazu gedrillt wurde, akustisch zu reden oder sich das vielleicht auch freiwillig aneignete. Sojemand kann in Gebärden sprechen und würde dann über solche Sprache verfügen.

    bei jemandem, der in der Wildnis aufgewachsen ist ohne Kontakt zu anderen Menschen. Diese können ja dann in gewisser Weise nur bildlich denken

    Ich nehme nicht an, solche Menschen würden dann nur bildlich denken. Wobei man vielleicht klären sollte, was "bildlich" umfassen soll. Nur reine Erinnerungen an Gesehenes? Ich nehme an, ein solcher Mensch würde in der Regel auch aus Erfahrung abstrahieren, so einschätzen was vermutlich in so einigen Sachverhalten erwartet werden kann. Vielleicht oft sogar wacher als "zivilisierte Menschen". Ihm wären jedoch manche "Konzepte aus Bildung" nicht geläufig, welche aber nach meiner Ansicht auch oft teils in die Irre führen, den Blick verengen.

    da bei mir die komplexeren Denkvorgängen eben doch immer auch in gewisser Weise mit einer (lautlosen) Sprache verbunden sind.

    Bei Lissaminka vielleicht schon nicht?

    quasi-akustische Vorstellung, also eine echte Klangvorstellung von z. B. einer bestimmten Person, inklusive Klangfarbe, Betonung, Dialekt usw.

    Wenn ich mich auf diesen Versuch einer weiteren Annäherung beziehe, dann fällt mir z.B. die Frage ein, wie es denn einzuordnen wäre, wenn jemand "gedanklich" ein Lied singt oder ein Musikstück erfährt. Hätte das dann nicht eine "gedankliche" Klanglichkeit?


    Und anders: Gibt es nicht auch eine "innere Stimme", die sozusagen Körpersprache aufwiese? Zu der eine Vorstellung z.B. der Gestik eines Redners gehören könnte?

    Der überwiegende Teil meines Denkprozesses läuft nahezu unbemerkt schnell ab und nimmt wesentlich mehr Abkürzungen als die Sprache das erlauben würde.

    Denkst du, er wäre dann so überhaupt sprachlich zu nennen? Du hattest da wohl Stimme und Denkprozeß unterschieden?

    tritt erst bei komplexeren Abstraktionen in der Vordergrund, die kaum anders als sprachlich durchführbar sind

    Worauf würde das nach deiner aktuellen Analyse zutreffen?

    Zitat von https://www.potenzialfinder.com/glossar-artikel/daniel-kahnemann-schnelles-denken-langsames-denken

    Die Kernthese von Daniel Kahneman in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ (im Original „Thinking, Fast and Slow“) ist, dass das menschliche Denken in zwei Hauptsysteme unterteilt werden kann: System 1 und System 2.

    1. System 1: Dieses System ist schnell, intuitiv, automatisch und emotional. Es ermöglicht uns, blitzschnelle Entscheidungen zu treffen, basierend auf Mustererkennung und Heuristiken. Es funktioniert ohne bewusste Anstrengung und wird oft in Situationen aktiviert, in denen schnelle Reaktionen erforderlich sind.
    2. System 2: Dieses System ist langsam, bewusst, analytisch und rational. Es erfordert bewusste Anstrengung und kognitive Ressourcen. Es wird aktiviert, wenn komplexe Probleme gelöst werden müssen, und es ermöglicht eine tiefere und genauere Analyse von Informationen.

    Kahneman argumentiert, dass beide Denksysteme wichtige Rollen spielen, aber sie haben ihre eigenen Stärken und Schwächen. Unser Denken ist oft von automatischen und fehleranfälligen Urteilen und Entscheidungen geprägt, die von System 1 gesteuert werden. Um bessere und rationalere Entscheidungen zu treffen, ist es manchmal notwendig, bewusst zu System 2 zu wechseln und eine gründlichere Analyse durchzuführen.

    Zitat von https://de.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Denken,_langsames_Denken

    Im ersten Teil des Buches beschreibt Kahneman die zwei verschiedenen Weisen, in denen das kognitive System bzw. Gehirn denkt:

    • System 1: Schnell, automatisch, immer aktiv, emotional, stereotypisierend, unbewusst
    • System 2: Langsam, anstrengend, selten aktiv, logisch, berechnend, bewusst

    Kahneman beschreibt eine Reihe von Experimenten, die die Unterschiede zwischen beiden Gedankenprozessen herausstellen, und er zeigt, wie beide Systeme oft zu verschiedenen Schlüssen kommen. Die beiden Systeme können sich auch gegenseitig behindern (Dual-Task-Paradigma).

    Das System 2 sei dabei rasch „faul“, „ausgelastet und erschöpft“. Der Autor beschreibt das Phänomen der „Bahnung“ (engl. Priming) von bestimmten Ansichten durch bestimmte Reizworte. Er zeigt auf, wie „kognitive Leichtigkeit“, d. h. die Leichtigkeit, mit der Information verarbeitet werden kann, bestimmte unrealistische Denkweisen fördert.

    [...]

    Eine spätere Analyse[8] ging so weit zu behaupten, dass trotz Kahnemans früherer Beiträge zum Gebiet der Entscheidungsfindung die meisten Ideen des Buches auf „wissenschaftlicher Literatur mit wackeligem Fundament“ beruhten. Als Begründung wurde ein allgemeiner Mangel an Reproduzierbarkeit bei den im Buch zitierten empirischen Studien angeführt.

    System 1 wird also als unbewußt und automatisch beschrieben. Ob mit "innerer Stimme" nach dieser Theorie geordnet nur System 2 gemeint wäre?

    Akustische Sprache weist in der Regel Betonungen auf neben den Elementen, die möglicherweise auch niedergeschrieben würden. Weist "innere Stimme" solche Eigenschaften auf? Oder vielleicht auch nicht, wenn es sich um "reine Gedanken" handelt?

    Was müsste denn passieren, damit ihr dem Forum längerfristig erhalten bleibt?

    Gespräche mit irgendwem, die mir gefallen?

    Welche Themengebiete würden euch interessieren

    Ich glaube, so pauschal läßt das sich nicht sagen.

    der Zug ist längst abgefahren und kommt auch nicht mehr zurück

    Ich finde es allgemein erstrebenswert freie Foren zu nutzen und auch keinesfalls als etwas, das als veraltet betrachtet werden sollte. "Social Media"-Datenstaubsauger (zum Gebrauch Weltmächtiger) halte ich z.B. für gesellschaftlich problematisch.