Zitat von https://de.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Denken,_langsames_Denken
Im ersten Teil des Buches beschreibt Kahneman die zwei verschiedenen Weisen, in denen das kognitive System bzw. Gehirn denkt:
- System 1: Schnell, automatisch, immer aktiv, emotional, stereotypisierend, unbewusst
- System 2: Langsam, anstrengend, selten aktiv, logisch, berechnend, bewusst
Kahneman beschreibt eine Reihe von Experimenten, die die Unterschiede zwischen beiden Gedankenprozessen herausstellen, und er zeigt, wie beide Systeme oft zu verschiedenen Schlüssen kommen. Die beiden Systeme können sich auch gegenseitig behindern (Dual-Task-Paradigma).
Das System 2 sei dabei rasch „faul“, „ausgelastet und erschöpft“. Der Autor beschreibt das Phänomen der „Bahnung“ (engl. Priming) von bestimmten Ansichten durch bestimmte Reizworte. Er zeigt auf, wie „kognitive Leichtigkeit“, d. h. die Leichtigkeit, mit der Information verarbeitet werden kann, bestimmte unrealistische Denkweisen fördert.
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Eine spätere Analyse[8] ging so weit zu behaupten, dass trotz Kahnemans früherer Beiträge zum Gebiet der Entscheidungsfindung die meisten Ideen des Buches auf „wissenschaftlicher Literatur mit wackeligem Fundament“ beruhten. Als Begründung wurde ein allgemeiner Mangel an Reproduzierbarkeit bei den im Buch zitierten empirischen Studien angeführt.