Beiträge von Joe Wahnie

    1.) Was sind eure wichtigsten Hobbys?

    Mich selbst wiederfinden. Das Verhalten der Menschen studieren. Nachdenken, warum diese Welt so ist, wie sie ist. Göttern sowie Gottesanbetern den Stinkefinger zeigen. Naturaufenthalte. Radfahren. Wandern. Kochen und schlemmen. Mich im Internet informieren.

    2.) Welche Musik hört ihr gerne?

    Inzwischen fast gar nichts mehr außer Naturgeräusche. Selten noch Popmusik der 80er und 90er.

    3.) Was würdet ihr sagen, ist eure größte Stärke, und eure größte Schwäche?

    Größte Stärke: Wieder auf meinen eigenen Weg zurückzukehren, wenn ich mal davon abgekommen bin.
    Größte Schwäche: Massive Selbstzweifel; Mich von dummen Menschen für noch dümmer verkaufen zu lassen

    4.) Welches Verhältnis habt ihr zu eurer Familie, und wie wichtig ist sie für euch?

    Zum Glück sind fast alle tot und mit dem Rest habe ich keinen Kontakt mehr. Ich denke, Gene sind nicht entscheidend, ob man sich gut versteht oder nicht. Das Finden meiner wahren Seelenfamilie (an deren Exixtenz ich nicht nur glaube, sondern sie auch spüre) ist mir weitaus wichtiger.

    5.) Wie ist eure sexuelle Orientierung? Hetero, bi, homo, asexuell oder ganz was anderes?

    Ich bin ein lesbischer Mann. Partnerschaftlich kann ich nur mit einer Frau, jedoch keine Frau kann mit mir, da mir zum "richtigen Mannsein" etliche Attribute fehlen (Fußball, Autos, Motorräder, Kegelverein, Kartenspielen, Säuferstammtisch, Beruf, Kontostand, Körpergröße ...). Auf seelenfreundschaftlicher Ebene ist es mir egal, ob Mann, Frau, Tier, Pflanze oder Alien.

    6.) Wie ist euer Verhältnis zu Drogen bzw. mit welchen habt ihr schon Erfahrungen gesammelt?

    Bis auf ein halbes Backblech Hanf-Brownies und dem einen oder anderen Alkoholvollrausch überhaupt keine. Stattdessen habe ich nur beobachtet, wie sich Andere verhielten, z.B. Kettenkiffer, die mit fast geschlossenen Augen ständig "Alles ist gut!" lallten. Ich finde, hin und wieder, wenn einem die ganze Scheiße, die in der Welt passiert, über den Kopf wächst, sollte man sich gewisse Drogen schon gönnen dürfen, aber nicht zum Exzeß.

    7.) Seid ihr Vegetarier, Veganer oder Fleischfresser?

    Ich bin und bleibe Antiveganer. Ich esse für mich (!) bekömmliche Mischkost.

    Da es keine zwei gleiche Menschen gibt, außer sie sind geklont, gibt es auch keine gleichen Ernährungtypen. Einen fischgewohnten Eskimo mit Semmelknödeln vollzustopfen wäre genaus fatal wie einen fladenbrotgewohnten Wüstennomaden mit Schweinshaxen.

    8.) Wer oder was hat euch in eurem Leben am meisten inspiriert?

    Kaum jemand. Ich begegnete nur Seelenfängern, die mich auf ihre Seite ziehen wollten. Dadurch habe ich gelernt, auf meinem eigenen Weg zu bleiben.

    9.) Wovor habt ihr am meisten Angst?

    Den Rest meines Lebens irgendwo eingesperrt zu sein.

    10.) Könntet ihr euch vorstellen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, und wenn ja, wie?

    Diesen Gedanken hatte ich in den letzten Jahren schon öfter. Vor einen ICE zu springen wäre zwar schnell, aber zu einfach. So enden wie Sebastian B. möchte ich aber auch nicht.
    Ich dachte vielmehr an ein Ende in der Natur, und zwar im Kleinwalsertal: Entweder im Winter in einem Seitental ins Wasser hüpfen und erfrieren oder von einer hohen Brücke in die Breitach springen mit dem Ziel, möglichst hart aufzuschlagen, um anschließend durch die Breitachklamm gespült zu werden, die ich schon immer mal besuchen wollte.

    11.) Hattet ihr schonmal eine übernatürliche bzw. spirituelle Erfahrung?

    Ja, etliche. Aber diese bringen mir für mein derzeitiges bzw. potentiell zukünftiges Leben nur wenig.

    12.) Was ist für euch persönlich der Sinn des Lebens?

    Theoretisch: So zu sein, wie man von Natur aus ist.
    Praktisch: Aus den widrigen Umständen das Beste zu machen und dabei möglichst so zu sein, wie man von Natur aus ist.

    13.) Wie stellt ihr euch euer Leben in zwanzig Jahren vor?

    Um ehrlich zu sein, ich gebe mir nicht mal mehr zwei Jahre.
    Sähe ich eine große Zukunft für mich, dann würde sie in etwa so aussehen: Leben auf dem Land, entweder als Einsiedler oder besser mit Gleichgesinnten/Seelenverwandten, auf die ich mich absolut verlassen kann. Mein Ziel ist Selbstversorgung, abgekoppelt von der großen Lemmingsmasse. Jeder nutzt sein ureigenstes Talent für diese Gemeinschaft. Wichtig ist auch eine Rückzugsmöglichkeit, wo sich jeder bei Bedarf ungestört seinem persönlichen Leben widmen kann. Sollte es weitere Selbstversorgergemeinschaften geben, dann ist der Kontakt mit diesen sehr sinnvoll zwecks Waren- und Informationsaustausch sowie allgemeiner gegenseitiger Hilfe.

    14.) Glaubt ihr, dass die Menschheit noch zu retten ist?

    Die Lemmingsmasse definitiv nicht. Ist denn ein Krebsgeschwür noch zu retten?
    Aber ich bin mir sicher, in Sibirien, in Kanada, im Dschungel oder in gewissen Gebieten Europas könnte es Überlebende geben. Voraussetzung wäre: sie halten zusammen.

    15.) Wählen gehen oder nicht? Wenn ja, mit welcher Partei sympathisiert ihr am ehesten?

    Nein, ich gehe schon lange nicht mehr wählen. Grund: Klick.
    Ich wähle nur wahre Freunde bzw. Seelenverwandte, sollte ich diese je finden.

    16.) Was würdet ihr im Nachhinein als den größten Fehler bezeichnen, den ihr in eurem Leben begangen habt?

    Mein Glaube an das wahrhaft Gute und Ehrliche im Durchschnittsmenschen. Je mehr ich mir für Andere den Arsch aufgerissen habe, umso heftiger war der Arschtritt als Quittung dafür. Je mehr ich mir für Andere mein Herz geöffnet habe, umso tiefer war der Dolchstoß in dieses.

    17.) Was möchtet ihr vor eurem Tod unbedingt noch gemacht haben?

    Nicht mehr viel, denn die letzte Zeit habe ich damit verbracht, die wichtigsten Stationen in meinem Leben nochmal zu durchleben, um damit abzuschließen. Mein derzeitiges Hab und Gut paßt locker in einen Kleinwagen.
    Was demnächst kommt, ist entweder mein physischer Tod oder nur der Abschluß meines bisherigen Lebens und ein kompletter Neubeginn. Ich fühle mich wie eine Raupe am Ende ihrer Verpuppung. Es gibt kein Zurück mehr. Entweder Schlüpfen und Fliegen oder Tod.

    18.) In welcher Zeit, welchem Land oder welcher Fantasiewelt würdet ihr am liebsten leben wollen?

    In der Fernsehserie "Der Mann in den Bergen". Ein Amerikaner, der eines Verbrechens bezichtigt wurde, das er nicht begangen hatte, flüchtete in die Wildnis. Dort baute er sich eine Hütte, hatte als Freunde einen Bären, einen Indianer und einen alten Mann mit Esel.

    19.) Wie seid ihr auf dieses Forum aufmerksam geworden? (Und falls durch Dians Videos: Wie seid ihr auf diese aufmerksam geworden?)

    Letzten Sommer googelte ich, was aus dieser New-Age-Modeerscheinung namens "Indigokinder" inzwischen geworden ist. Dabei entdeckte ich den Anarchonauten-Song "Indigo-Rinder", der alles haargenau auf den Punkt bringt. Nach weiteren Anarchonauten-Songs wollte ich wissen, wer dahintersteckt. So kam ich auf Dians Youtube-Kanal. Dort fand ich den Song "An alle Außerirdischen", den ich von früher (2009?) kannte. Hierüber gelangte ich auf Dians Homepage und von dort aus zum Forum, wo ich erst einmal stiller Leser war.

    20.) Was denkt ihr über das neue Forum? Was sollte noch verbessert werden?

    Im Moment bin ich sehr zufrieden damit. Mit diesem komme ich weitaus besser klar als mit dem letzten.

    Von den ehemals erstrebenswerten Zielen der "Linken" ist meiner Meinung nach schon sehr, sehr lange nichts mehr übrig.

    Als Kind verfolgte ich am Fernsehen Bundestagsdebatten, die damals noch in Schwarzweiß ausgestrahlt wurden ("Vogel-Strauß-Politik"). Einerseits wollte ich den Sinn dieser Debatten verstehen, andererseits deren Realitätsgehalt nachvollziehen bzw. überprüfen können. Eines Abends sah ich in den Nachrichten, wie sich zwei angebliche Gegner, die sich vorher noch verbal die Köpfe eingeschlagen hatten, lachend die Hände schüttelten, als seien sie die besten Freunde. Da wurde mir langsam klar, daß alles nur ein Kasperltheater ist, um die Massen gegeneinander aufzuhetzen.

    Jahre später wollte ich glauben, mit meinem Kreuzchen für eine "sonstige" Partei etwas bewegen zu können. Fehlanzeige! Was bringen Kreuzchen oder aufklärende Worte, wenn fast alle Menschen in ihrem "KZ" bleiben wollen, möglichst mit einem Vollzeitarbeitsplatz zum Schaufeln ihres eigenen Grabes, und nur ab und zu einen anderen KZ-Direktor wünschen, der zwar die Daumenschrauben lockern, aber dafür den Strick um den Hals umso fester ziehen läßt?
    Nee, nee, nee, bevor ich wieder zur Wahlurne gehe, gehe ich lieber auf einem Friedhof spazieren, schaue mir dort die Urnengräber an und sinniere über den Sinn der Schöpfung!

    Sollte es je eine "sonstige" Partei schaffen, einen Großteil der Wähler zu gewinnen, so wie es bei der AfD der Fall war, dann wird man spätestens bei einer Koalition deren Kehrtwende erleben, so wie es auch bei den Grünen geschah. Welcher Grüne hockt denn heute noch mit langen Haaren, Rauschebart, Norwegerpullover und Turnschuhen im Bundestag?

    Mein Leben lang war ich schon Außenseiter. Im Kindergefängnis ... ääh in der Schule bemerkten meine "Mit"schüler schnell, daß ich im Mannschaftssport zu nichts zu gebrauchen war. Daher war ich bei der Teamwahl stets der Letzte und bekam i.d.R. nur versehentlich den Ball zugespielt, den ich daraufhin einfach irgendwohin wieder loswerden wollte. Ich konnte es damals nicht begreifen, wieso ich plötzlich "reale Gegner" haben sollte. (Im Grunde werden alle "Mitschüler" zu "Gegenschülern" erzogen - immer "besser" sein zu müssen als der Rest).
    In den Schulpausen beobachtete ich meist an einem Baum lehnend die sich wegen Peanuts prügelnde Normalschülermasse. Damals hoffte ich noch, daß sich diese Streitlust im Laufe des Erwachsenwerdens legen würde. Aber weit gefehlt! Es wird nur auf anderer Ebene um an den Haaren herbeigezogene Peanuts bzw. um gar nichts gestritten. Die meisten meiner damaligen "Kollegen" sind heute gut funktionierende Systemschweine mit Anzug und Krawatte.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, eine Partei zu wählen, deren Programm ihre eigene Deaktivierung wäre, sobald sie ihr Ziel erreicht hätte, nämlich die individuelle Selbstbestimmung jedes einzelnen Menschen. Aber wer möchte schon eine Partei wählen, die eines Tages nicht mehr existiert? Die meisten Menschen sind vom Größenwahn geprägt (... immer mehr ... und noch eins drauf... Führer, befiehl ...) und bekämpfen dabei nicht nur ihre Art, sondern sägen dabei auch den Ast ab, auf dem sie sitzen (Natur).

    Da der Großteil der Menschen nach meiner Sicht in einem globalen Labyrinth gefangen ist, in dessen Sackgassenenden jeweils ein Guru auf einem Podest steht und "Blöd ist, wer mich nicht wählt!" ruft, wird sich durch Wahlen auf die Schnelle nichts ändern.

    Meine Hoffnung besteht in der Zusammenfindung und dem Zusammenhalt der vielen Nichtwähler.
    Ohne Führer.
    :)

    Erinnert mich an die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral:OM_36652_8

    Diese "Langversion" kenne ich auch noch so vage. Danke! :)

    Etwas ähnliches ist schon mal tatsächlich passiert. Ein Missionar fuhr in den Urwald Brasiliens, um die dortigen Indianer für das Christentum zu gewinnen. Das Gegenteil jedoch kam dabei heraus. Die Indianer, welche übrigens stets glücklich lebten, auch wenn sie mal an einem Tag beim Fischfang nicht so erfolgreich waren oder der Sturm ihre Hütten umgeworfen hatte, weigerten sich, an einen Jesus zu glauben, den weder sie, noch er jemals gesehen hatten. Nach und nach verlor er seinen Glauben und letztendlich seine Familie. Heute führt er ein neues Leben als Sprachwissenschaftler und Ethnologe.

    Ich habe für folgende drei Punkte gestimmt, da sie meinem wahren Lebensziel entsprechen, auch wenn ich dieses derzeit nur teilweise leben kann:

    • Wissen und Erfahrungen sammeln
    • Kreativ und schöpferisch tätig sein
    • Für andere Menschen oder sonstige Wesen da sein, denen ihr euch verbunden fühlt.

    Der Punkt

    • Spaß haben, Leben genießen

    ergäbe sich daraus automatisch.

    Befinde ich mich jedoch in einer Depri-Phase, welche ich meist nur dann habe, wenn ich mich längere Zeit unter vielen Normalmenschen aufhalte, z.B. in einer Großstadt, dann gilt dieser Punkt:

    • Einfach nur durchhalten, bis es vorbei ist.

    Heute früh kamen kurz meine Erinnerungen an den großen Tsunami Weihnachten 2004 hoch. Damals verfolgte ich in den Nachrichten die ständig steigenden Opferzahlen sowie das große Entsetzen der Menschen weltweit. Während die Welt im Jammertal versank, ließen mich diese Meldungen weitestgehend unberührt. Ich zweifelte schon an meiner Empfindungsfähigkeit. Aber kurze Zeit später entdeckte ich eine Meldung, die mich froh stimmte: Als das Meerwasser zurückwich, um später als Riesentsunami wiederzukommen, ergriffen nicht nur alle frei lebenden Tiere die Flucht ins Landesinnere, sondern auch alle natürlich lebenden Menschen. Keiner von denen kam um, denn sie benutzten ihre natürlichen Sinne, um die Gefahr sofort zu erkennen und zu handeln.
    Die Touristen hingegen wunderten sich nur über die außergewöhnlichen Wasserbewegungen und filmten fleißig drauflos, ohne zu ahnen, daß sie ihre letzten Sekunden auf Film festhielten. Ich verpürte keinsterlei Mitleid oder den Drang, Geld zu spenden. Stattdessen dachte ich nur: "Wo gibt es hier ein Problem? Die Tiere und Naturmenschen sind gerettet. Ist doch alles okay!"

    Kennt Ihr das Cartoon-Portal "nichtlustig.de"? Ein Teil davon handelt von Lemmingen, die auf alle möglichen wahnwitzigen Ideen kommen, um ihrem Dasein ein Ende zu bereiten. Zweibeinige Lemminge verhalten sich ähnlich. Sie errichten ohne Sinn und Verstand ihre Großstädte auf seismisch sowie vulkanisch instabilen Zonen.

    Für die vielen toten Weihnachtslemminge bestand offenbar der Sinn ihres Daseins im Arbeiten und Urlaubmachen.

    Da kommt mir eine kleine Geschichte in den Sinn, die ich vor etlichen Jahren im Internet fand:

    "Ein Indianer saß am Fluss und angelte. Da kam ein Weißer Mann daher und sagte zu ihm: Warum gehst Du nicht arbeiten? Du kannst Geld verdienen, dir ein Haus kaufen, eine Familie gründen, kannst ein großes Auto fahren. Du könntest wirklich ein gutes Leben führen. Dann fährst du in den Urlaub, z. B. an einen Fluss zum Angeln.
    Der Indianer antwortete: Ja, weißer Mann du hast recht. Das könnte ich tun. Aber ich sitze ja schon an einem Fluß und fische."

    :unknw_gif:

    Wie seht ihr das und als was identifiziert ihr euch?

    Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht, wer oder was ich bin - ich bin einfach ich.

    Bereits als Kleinkind fragte ich mich ständig, weshalb ich mich derart von allen anderen Menschen bzw. Kindern unterscheide. Auf mich wirkten sie alle mehr oder weniger gleich. Irgendwann kam ich in eine Phase, in der ich mein Anderssein einfach nur satt hatte und versuchte, mich anzupassen, indem ich Zugehörigkeit vortäuschte.

    Meine Oma sagte mal: "Zieh keine Grimassen, sonst bleibt dir das Gesicht so stehen!"
    Das habe ich mir gemerkt.
    Durch meine Entdeckung, daß mein Bewußtsein im stockbesoffenen Zustand dem eines nüchternen Durchschnittsbürgers ähnelt, hoffte ich, mittels täglichem Konsum sowie zwischendurch mit hochdosierten Psychopharmaka dauerhaft dieses Bewußtsein zu erlangen. Aber all das hat bis auf die Verschlechterung meines Gesundheitszustands gar nichts gebracht. Ich blieb weiterhin, der ich bin.

    Normalmenschen, die nicht nur meine körperliche Erscheinung kennengelernt haben, sondern auch meine Eigenheiten, kamen damit überhaupt nicht klar. Entweder sie hielten mich für völlig geisteskrank, hatten Angst vor mir oder sie haßten mich abgrundtief. Oft fragte ich mich, wer denn nun verrückt sei - die große Masse oder ich, gefolgt von der Frage, wozu ich überhaupt existiere, wenn ich nicht so sein kann/darf, wie ich bin. Suizidgedanken sowie Menschenhaß waren in den letzten Jahren keine Seltenheit .

    Mein Leben lang komme ich mir vor, als wäre ich entweder ein Außerirdischer, der versehentlich falsch abgebogen und auf einem Affenplaneten gestrandet ist ... oder wie der letzte Indianer seiner Art, der hilflos zusehen muß, wie das globale Krebsgeschwür namens "weißer Mann" alles Lebendige aufzehrt.


    Dann wären da die Esoteriker, die sich irgendwie mit der ganzen Welt verschmolzen sehen.

    Esos gehen hausieren mit dem Spruch "Du bist ein anderes Ich". Das bedeutet: Esos sind allesamt nur Klone, so wie alle Normalmenschen. Sie halten sich aber für etwas ganz besonderes. Das sind sie auch, denn sie sind eine völlig abartige Abart. Sie ernähren sich nämlich nicht von Molekülen in Form von Molekülketten, sondern von Lichtnahrung in Form von Lichterketten. Gurus fressen weiße Lichterketten, Indigokinder blaue, Geistheiler kunterbunte ... und jeder ist mächtig stolz auf seinen Schein von Licht. :D

    Apropos Lichterketten ...
    Vergangenes Weihnachten beobachtete ich die Normalmenschen beim Einkaufen. Eigentlich war daran nichts besonderes - sie kauften das, was sie jedes Jahr kauften, darunter auch Schokonikoläuse. Da überlegte ich, was denn so ein Schokomännchen eigentlich darstellen soll. Ich kam zu dem Ergebnis: Das ist ein symbolisches Abbild für sie selbst und für ihr armseliges Leben.

    Schokonikoläuse stammen aus Massenfertigung. Es gibt viele Nikolausfabriken. Jede stellt ihre eigene Sorte her, die sich nur im äußeren Erscheinungsbild von den Konkurrenzprodukten unterscheidet. Aber prinzipiell sind sie alle gleich.
    santa santa santa santa santa santa santa santa santa

    Die Alufolie entspricht der Kleidung und die Schokomasse dem physischen Körper. Aber innen drin herrscht gähnende Leere. Im Unterschied zu den Nikoläusen haben die Normalmenschen jedoch in ihrem Kopf ein Robotermodul, mit dem sie perfekt funktionieren und jeden Tag Dinge produzieren, mit denen sie im Außen glänzen, um ihre innere Leere zu kompensieren.

    Ende der 80er herrschte "Krieg" zwischen Opel- und VW-Fahrern. Die Autos wurden aufgemotzt bis zum Gehtnichtmehr und jeder hielt sich für einen King. Aber hinter dieser "Ich-bin-besser-als wie du"-Fassade sah es erbärmlich aus. :(

    Für meine Eltern war es wichtig, daß ich etwas darstellen soll, was sie für sich selbst erträumt hatten, aber nie realisieren konnten.
    Ich sollte ihre Traumerfüllungsmarionette sein.
    Das war ich aber nicht.

    Hallo miteinander! Dies ist nach mehrmonatigem Lesen mein erster Beitrag hier. Meine Vorstellung folgt evtl. demnächst im dafür vorgesehenen Bereich.

    Bislang konnte ich bei der Umfrage noch nichts anklicken, da ich mir nicht schlüssig darüber bin, ob die Auswahl mein Wunsch-Lebenssinn sein soll oder mein notgedrungener Lebenssinn aufgrund widriger Umstände. Beides möchte ich wegen Widersprüchlichkeit nicht anklicken.

    Bezüglich der Frage, was denn der Sinn des Lebens sei, kam ich vor Jahren zu folgendem Ergebnis:
    Seine naturgegebene Individualität ohne Einschränkungen leben. Dann ist diese Frage automatisch hinfällig.

    Wenn ich eine Amsel auf dem Baum nach dem Sinn des Lebens fragen würde, dann würde sie womöglich lachend davonzwitschern und mir dabei auf den Kopf kacken.

    Muß eine Amsel mit täglicher Arbeit nutzlosen Müll produzieren, Steuern, Krankenversicherung und GEZ zahlen, sonntags mit Anzug und Krawatte in die Kirche gehen ("Gott schuf die Amsel nach seinem Ebenbild"), mit einem Glotzkasten statt auf einer Baumspitze fernsehen, sowie an Weihnachten, Silvester und Geburtstagen den Knigge machen und grinsend dieses falsche Spiel mitspielen? Müssen sich weibliche Amseln ihr Gefieder bunt färben und männliche Amseln Spoiler auf ihre Flügel montieren lassen für noch mehr Schein statt Sein? Müssen Amseln mit ihren Artgenossen auf dem Nebenbaum per Händi twittern, anstatt mit ihnen direkt zu zwitschern?
    Naja, vielleicht gab es mal solche Amseln, aber die lebten wohl nicht sehr lange. Ob Lemming-Amseln oder Lemming-Menschen, sowas geht auf Dauer nicht gut.

    Als Kind hatte ich mal ein uraltes Lesebuch in der Hand. Darin war die Geschichte eines Schneiders und eines Schmieds beschrieben. Eines Tages beschlossen beide, ihre Berufe zu tauschen. Der Schmied wollte die feine Nähnadel vom Boden aufheben, aber er schaffte es nicht aufgrund seiner dicken Wurstfinger. Der Schneider wollte den schweren Schmiedehammer vom Boden aufheben, aber er schaffte es nicht aufgrund seiner hageren Statur. Also kehrte jeder wieder zu dem Beruf zurück, der für ihn von Natur aus bestimmt war.

    Gerne würde ich in dieser Welt so sein, wie ich bin! Aber das ist in dieser verdammten KZ-Welt nun mal nicht möglich! Grummel!

    Ein paar Überlegungen zum Begriff "Sinn" möchte ich noch loswerden:

    Dieser Begriff hat für mich nicht den Charakter von etwas Zwanghaftem, sondern etwas Natürlichem, welches unterdrückt wurde.

    Jeder Normalmensch soll ja über 5 (+4) Sinne verfügen. Weitere Sinne, z.B. Telepathie, gelten als außersinnlich, also unnormal.
    Für einen Blinden ist Sehen unnormal. Er kann sich jedoch mit der Existenz eines Sinns namens "Sehen" abfinden aufgrund der Überzahl Sehender. Wäre jedoch die Anzahl Blinder weitaus größer als die Anzahl Sehender, dann müßten sich die Sehenden Sprüche anhören wie: "Du tickst doch nicht richtig! Du bist doch behindert! Du gehörst doch in die Psychiatrie!"

    Nach meinen jahrzehntelangen Beobachtungen der Normalmenschen kam ich zum Schluß, daß sie ein sinnabestumpftes, sinnentleertes und insgesamt sinnloses Dasein führen für sinnlose Ziele. Vom Säuglingsalter an wird ihnen diese Sinnlosigkeit als Sinn des Lebens eingetrichtert.

    Mein Fazit: Es ist sinnlos zu versuchen, mit Menschen, die ein sinnloses Dasein fristen, über den Sinn des Lebens zu sinnieren.

    Puh, ich hoffe, ich habe nicht zuviel Unsinn gequatscht!