1.) Was sind eure wichtigsten Hobbys?
Mich selbst wiederfinden. Das Verhalten der Menschen studieren. Nachdenken, warum diese Welt so ist, wie sie ist. Göttern sowie Gottesanbetern den Stinkefinger zeigen. Naturaufenthalte. Radfahren. Wandern. Kochen und schlemmen. Mich im Internet informieren.
2.) Welche Musik hört ihr gerne?
Inzwischen fast gar nichts mehr außer Naturgeräusche. Selten noch Popmusik der 80er und 90er.
3.) Was würdet ihr sagen, ist eure größte Stärke, und eure größte Schwäche?
Größte Stärke: Wieder auf meinen eigenen Weg zurückzukehren, wenn ich mal davon abgekommen bin.
Größte Schwäche: Massive Selbstzweifel; Mich von dummen Menschen für noch dümmer verkaufen zu lassen
4.) Welches Verhältnis habt ihr zu eurer Familie, und wie wichtig ist sie für euch?
Zum Glück sind fast alle tot und mit dem Rest habe ich keinen Kontakt mehr. Ich denke, Gene sind nicht entscheidend, ob man sich gut versteht oder nicht. Das Finden meiner wahren Seelenfamilie (an deren Exixtenz ich nicht nur glaube, sondern sie auch spüre) ist mir weitaus wichtiger.
5.) Wie ist eure sexuelle Orientierung? Hetero, bi, homo, asexuell oder ganz was anderes?
Ich bin ein lesbischer Mann. Partnerschaftlich kann ich nur mit einer Frau, jedoch keine Frau kann mit mir, da mir zum "richtigen Mannsein" etliche Attribute fehlen (Fußball, Autos, Motorräder, Kegelverein, Kartenspielen, Säuferstammtisch, Beruf, Kontostand, Körpergröße ...). Auf seelenfreundschaftlicher Ebene ist es mir egal, ob Mann, Frau, Tier, Pflanze oder Alien.
6.) Wie ist euer Verhältnis zu Drogen bzw. mit welchen habt ihr schon Erfahrungen gesammelt?
Bis auf ein halbes Backblech Hanf-Brownies und dem einen oder anderen Alkoholvollrausch überhaupt keine. Stattdessen habe ich nur beobachtet, wie sich Andere verhielten, z.B. Kettenkiffer, die mit fast geschlossenen Augen ständig "Alles ist gut!" lallten. Ich finde, hin und wieder, wenn einem die ganze Scheiße, die in der Welt passiert, über den Kopf wächst, sollte man sich gewisse Drogen schon gönnen dürfen, aber nicht zum Exzeß.
7.) Seid ihr Vegetarier, Veganer oder Fleischfresser?
Ich bin und bleibe Antiveganer. Ich esse für mich (!) bekömmliche Mischkost.
Da es keine zwei gleiche Menschen gibt, außer sie sind geklont, gibt es auch keine gleichen Ernährungtypen. Einen fischgewohnten Eskimo mit Semmelknödeln vollzustopfen wäre genaus fatal wie einen fladenbrotgewohnten Wüstennomaden mit Schweinshaxen.
8.) Wer oder was hat euch in eurem Leben am meisten inspiriert?
Kaum jemand. Ich begegnete nur Seelenfängern, die mich auf ihre Seite ziehen wollten. Dadurch habe ich gelernt, auf meinem eigenen Weg zu bleiben.
9.) Wovor habt ihr am meisten Angst?
Den Rest meines Lebens irgendwo eingesperrt zu sein.
10.) Könntet ihr euch vorstellen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, und wenn ja, wie?
Diesen Gedanken hatte ich in den letzten Jahren schon öfter. Vor einen ICE zu springen wäre zwar schnell, aber zu einfach. So enden wie Sebastian B. möchte ich aber auch nicht.
Ich dachte vielmehr an ein Ende in der Natur, und zwar im Kleinwalsertal: Entweder im Winter in einem Seitental ins Wasser hüpfen und erfrieren oder von einer hohen Brücke in die Breitach springen mit dem Ziel, möglichst hart aufzuschlagen, um anschließend durch die Breitachklamm gespült zu werden, die ich schon immer mal besuchen wollte.
11.) Hattet ihr schonmal eine übernatürliche bzw. spirituelle Erfahrung?
Ja, etliche. Aber diese bringen mir für mein derzeitiges bzw. potentiell zukünftiges Leben nur wenig.
12.) Was ist für euch persönlich der Sinn des Lebens?
Theoretisch: So zu sein, wie man von Natur aus ist.
Praktisch: Aus den widrigen Umständen das Beste zu machen und dabei möglichst so zu sein, wie man von Natur aus ist.
13.) Wie stellt ihr euch euer Leben in zwanzig Jahren vor?
Um ehrlich zu sein, ich gebe mir nicht mal mehr zwei Jahre.
Sähe ich eine große Zukunft für mich, dann würde sie in etwa so aussehen: Leben auf dem Land, entweder als Einsiedler oder besser mit Gleichgesinnten/Seelenverwandten, auf die ich mich absolut verlassen kann. Mein Ziel ist Selbstversorgung, abgekoppelt von der großen Lemmingsmasse. Jeder nutzt sein ureigenstes Talent für diese Gemeinschaft. Wichtig ist auch eine Rückzugsmöglichkeit, wo sich jeder bei Bedarf ungestört seinem persönlichen Leben widmen kann. Sollte es weitere Selbstversorgergemeinschaften geben, dann ist der Kontakt mit diesen sehr sinnvoll zwecks Waren- und Informationsaustausch sowie allgemeiner gegenseitiger Hilfe.
14.) Glaubt ihr, dass die Menschheit noch zu retten ist?
Die Lemmingsmasse definitiv nicht. Ist denn ein Krebsgeschwür noch zu retten?
Aber ich bin mir sicher, in Sibirien, in Kanada, im Dschungel oder in gewissen Gebieten Europas könnte es Überlebende geben. Voraussetzung wäre: sie halten zusammen.
15.) Wählen gehen oder nicht? Wenn ja, mit welcher Partei sympathisiert ihr am ehesten?
Nein, ich gehe schon lange nicht mehr wählen. Grund: Klick.
Ich wähle nur wahre Freunde bzw. Seelenverwandte, sollte ich diese je finden.
16.) Was würdet ihr im Nachhinein als den größten Fehler bezeichnen, den ihr in eurem Leben begangen habt?
Mein Glaube an das wahrhaft Gute und Ehrliche im Durchschnittsmenschen. Je mehr ich mir für Andere den Arsch aufgerissen habe, umso heftiger war der Arschtritt als Quittung dafür. Je mehr ich mir für Andere mein Herz geöffnet habe, umso tiefer war der Dolchstoß in dieses.
17.) Was möchtet ihr vor eurem Tod unbedingt noch gemacht haben?
Nicht mehr viel, denn die letzte Zeit habe ich damit verbracht, die wichtigsten Stationen in meinem Leben nochmal zu durchleben, um damit abzuschließen. Mein derzeitiges Hab und Gut paßt locker in einen Kleinwagen.
Was demnächst kommt, ist entweder mein physischer Tod oder nur der Abschluß meines bisherigen Lebens und ein kompletter Neubeginn. Ich fühle mich wie eine Raupe am Ende ihrer Verpuppung. Es gibt kein Zurück mehr. Entweder Schlüpfen und Fliegen oder Tod.
18.) In welcher Zeit, welchem Land oder welcher Fantasiewelt würdet ihr am liebsten leben wollen?
In der Fernsehserie "Der Mann in den Bergen". Ein Amerikaner, der eines Verbrechens bezichtigt wurde, das er nicht begangen hatte, flüchtete in die Wildnis. Dort baute er sich eine Hütte, hatte als Freunde einen Bären, einen Indianer und einen alten Mann mit Esel.
19.) Wie seid ihr auf dieses Forum aufmerksam geworden? (Und falls durch Dians Videos: Wie seid ihr auf diese aufmerksam geworden?)
Letzten Sommer googelte ich, was aus dieser New-Age-Modeerscheinung namens "Indigokinder" inzwischen geworden ist. Dabei entdeckte ich den Anarchonauten-Song "Indigo-Rinder", der alles haargenau auf den Punkt bringt. Nach weiteren Anarchonauten-Songs wollte ich wissen, wer dahintersteckt. So kam ich auf Dians Youtube-Kanal. Dort fand ich den Song "An alle Außerirdischen", den ich von früher (2009?) kannte. Hierüber gelangte ich auf Dians Homepage und von dort aus zum Forum, wo ich erst einmal stiller Leser war.
20.) Was denkt ihr über das neue Forum? Was sollte noch verbessert werden?
Im Moment bin ich sehr zufrieden damit. Mit diesem komme ich weitaus besser klar als mit dem letzten.