Beiträge von Lonewolf

    Und währenddessen, am anderen Ende der Welt... und definitiv auch nicht besser:

    https://www.gmx.net/magazine/unter…chulen-41445792

    Das Schlimme daran ist halt (was Böhmermann und Co nicht erkennen wollen)...

    Diejenigen, die jetzt aus politischer Korrektheit alles mögliche canceln und zensieren, weil sie glauben, die Welt dadurch zu einem besseren Ort zu machen, stacheln die Gegenseite nur noch mehr dazu an, es genauso zu machen, wenn sie selber dann irgendwann an der Macht sind. Und früher oder später sind sie das ja vermutlich. Dann wird vielleicht ein Künstler ausgeladen, weil er Solidarität mit Israel bekundet. Oder weil er etwas gegen die Kirche gesagt hat. Das kann doch nicht ernsthaft eine Welt sein, die man befürwortet, wenn man sich selbst als freigeistiger Mensch betrachtet... wofür sich Böhmermann ja vermutlich hält.

    Man sollte sich generell davor hüten, es sich in dieser Frage zu leicht zu machen. Das Stichwort lautet 'Toleranzparadoxon'. Eine freie Gesellschaft lässt sich nicht durch ein falsches Toleranzverständnis erkämpfen, indem Kräften Raum gegeben wird, die es sich zum Ziel gemacht haben, eben jene Freiheit abzuschaffen.

    Das ist eben eine Gratwanderung, bei der man immer das Ziel bzw den Fokus nicht verlieren sollte - natürlich sollte es nicht am Ende in reinen Moralismus oder reine 'Haltung' kippen. In der Frage von Medien und Kunst sind daher irgendwelche 'Cancel'-Aktionen eher fragwürdig. Im Bereich des Politischen sollte man allerdings früh genug die Handbremse ziehen. Über den Punkt sind wir aber wohl leider hinaus, die USA sowieso, und in Deutschland bleibt abzuwarten, ob es noch gelingt, die Faschisten von der Macht fernzuhalten.

    Tja, er hätte vieles machen können. Allerdings hat er sich klar dazu entschieden, Juden Hausverbot zu erteilen. Insofern ist jede entsprechende Reaktion gegenüber diesem antisemitischen *** auch angemessen.

    Des Weiteren muss man natürlich nicht zwangsläufig in einen 'Whataboutism' verfallen, wenn man sich dazu entscheidet, ein bestimmtes Unrecht anzuprangern. Aber man muss sich natürlich den Vorwurf der Einseitigkeit gefallen lassen, wenn man dies völlig kontextlos tut. Genozidal war auch das Vorgehen der Palästinenser am 7.10. - nein, nicht nur der Hamas, es waren sowohl andere, 'linke' Militante beteiligt als auch Teile der Zivilbevölkerung. Der Kontext gehört natürlich erwähnt, bevor man sich einseitig auf den 'Genozid' in Gaza einschießt.

    Ich hab noch nie eine Böhmermann-Sendung gesehen und mich interessiert das deutsche Fernsehen auch nicht mehr im Geringsten, seit ich meinen letzten Kasten vor 25 Jahren entsorgt habe. Aber: Es beweist schon etwas wenig Fingerspitzengefühl, zum Jahrestag des Massakers vom 7.10. ausgerechnet hier nicht etwas genauer hinzusehen. Also wenn ich ein entsprechendes Programm zusammenstellen müsste, dann würde ich doch in erster Linie Menschen einladen, die selbst einen Bezug zu den Opfern haben, vllt jemand der in Verbindung zu dem Nova-Festival steht. Und vielleicht wirkliche versöhnliche Stimmen aus beiden Ländern, wenn es darum geht, auch das Vorgehen der Israelis in der Folge zu kritisieren. Das kommt ohnehin viel zu kurz, alles was wir sehen, sind fanatische, verhärtete Positionen, die sich entweder strikt auf die eine oder andere Seite schlagen.

    Edit: Es soll jetzt nicht so rüberkommen, dass ich den 'Cancel'-Vorgang als solchen nicht kritisch sehe. Wir sehen ja, wie inszenierte Kampagnen mit Fake-News (siehe die Verfassungsrichter-Geschichte) mittlerweile Einfluss nicht nur auf Medien, sondern auf die Politik nehmen. Und das ist tatsächlich ein Warnschuss.

    Möglicherweise ist auch furzegal, wenn irgendwer 'gecancelt' wird, sofern dass bloß bedeutet, dass man ihn oder sie eben auf irgendeiner Veranstaltung nicht haben will? Frau Rowling verkauft so oder so ihre Bücher.

    Naja, mit dem gleichen Argument könnte man natürlich auch sagen: "Stephen King verkauft trotzdem genug Bücher, auch wenn man seine Werke in den USA aus irgendeiner Schulbibliothek entfernt. Und Transen dürfen ja in den USA trotzdem noch Transen sein, auch wenn man sie nicht mehr in der Armee haben will."

    Es ist ein kleiner Unterschied, ob ein Staat, der zunehmend in Autoritarismus und Faschismus kippt, unliebsame Werke und Personen ins Abseits drängt oder deren Existenz zerstört, oder ob sich in einem öffentlichen Diskurs Veranstalter dagegen entscheiden, bestimmten Künstlern eine Bühne zu bieten.

    (persönliche Beleidigungen gelöscht, da ich in dieser Hinsicht Besserung gelobe :bla: )Sprich eine recht verfehlte Wahrnehmung der Vorgänge, und das angesichts der Entwicklungen, die wir gerade nicht nur in den USA erleben. Die Freunde der 'Meinungsfreiheit' werden jedenfalls bald dumm aus der Wäsche schauen, wenn sie sehen, welche Entwicklungen sie mit ihrem dümmlichen 'Anti-woke-Gelaber' mit heraufbeschworen haben.

    Nur ein Beispiel, wie es besser, kohärenter und kompakter geht:

    Humanism and Its Aspirations: Humanist Manifesto III, a Successor to the Humanist Manifesto of 1933 - American Humanist Association
    Humanism is a progressive philosophy of life that, without supernaturalism, affirms our ability and responsibility to lead ethical lives of personal…
    americanhumanist.org


    Humanism is a progressive philosophy of life that, without supernaturalism, affirms our ability and responsibility to lead ethical lives of personal fulfillment that aspire to the greater good of humanity.

    The lifestance of Humanism—guided by reason, inspired by compassion, and informed by experience—encourages us to live life well and fully. It evolved through the ages and continues to develop through the efforts of thoughtful people who recognize that values and ideals, however carefully wrought, are subject to change as our knowledge and understandings advance.

    This document is part of an ongoing effort to manifest in clear and positive terms the conceptual boundaries of Humanism, not what we must believe but a consensus of what we do believe. It is in this sense that we affirm the following:

    Knowledge of the world is derived by observation, experimentation, and rational analysis. Humanists find that science is the best method for determining this knowledge as well as for solving problems and developing beneficial technologies. We also recognize the value of new departures in thought, the arts, and inner experience—each subject to analysis by critical intelligence.

    Humans are an integral part of nature, the result of unguided evolutionary change. Humanists recognize nature as self-existing. We accept our life as all and enough, distinguishing things as they are from things as we might wish or imagine them to be. We welcome the challenges of the future, and are drawn to and undaunted by the yet to be known.

    Ethical values are derived from human need and interest as tested by experience. Humanists ground values in human welfare shaped by human circumstances, interests, and concerns and extended to the global ecosystem and beyond. We are committed to treating each person as having inherent worth and dignity, and to making informed choices in a context of freedom consonant with responsibility.

    Life’s fulfillment emerges from individual participation in the service of humane ideals. We aim for our fullest possible development and animate our lives with a deep sense of purpose, finding wonder and awe in the joys and beauties of human existence, its challenges and tragedies, and even in the inevitability and finality of death. Humanists rely on the rich heritage of human culture and the lifestance of Humanism to provide comfort in times of want and encouragement in times of plenty.

    Humans are social by nature and find meaning in relationships. Humanists long for and strive toward a world of mutual care and concern, free of cruelty and its consequences, where differences are resolved cooperatively without resorting to violence. The joining of individuality with interdependence enriches our lives, encourages us to enrich the lives of others, and inspires hope of attaining peace, justice, and opportunity for all.

    Working to benefit society maximizes individual happiness. Progressive cultures have worked to free humanity from the brutalities of mere survival and to reduce suffering, improve society, and develop global community. We seek to minimize the inequities of circumstance and ability, and we support a just distribution of nature’s resources and the fruits of human effort so that as many as possible can enjoy a good life.

    Humanists are concerned for the well being of all, are committed to diversity, and respect those of differing yet humane views. We work to uphold the equal enjoyment of human rights and civil liberties in an open, secular society and maintain it is a civic duty to participate in the democratic process and a planetary duty to protect nature’s integrity, diversity, and beauty in a secure, sustainable manner.

    Thus engaged in the flow of life, we aspire to this vision with the informed conviction that humanity has the ability to progress toward its highest ideals. The responsibility for our lives and the kind of world in which we live is ours and ours alone.

    Hey Leute also ich will echt nicht prompt wirken, aber ich wäre super dankbar für jeden möglichen Sozialkontakt auf Wellenlänge.Da ich viele Menschen gesehen habe und man schnell verurteilt wird obwohl diese Leute ein nicht mal kennengelernt haben.Und gerne Menschen vorurteilend behandeln aufgrund von Tratsch oder weil man durch irgendwelche Leute diffamiert wurde.

    Möchte ich den Mut wieder in die Hand nehmen, und würde euch sehr gerne kennenlernen. ich habe leider keine Freunde vermisse aber es sehr unter Freunden zu sein.Ich höre Leuten gerne zu und würde auch mal gerne euch kennenlernen.Bitte gibt mir eine Chance.

    Danke im Voraus

    Ich fürchte, dass du hier an der falschen Stelle suchst. Das Forum wird gegenwärtig kaum noch frequentiert. Vielleicht hast du Glück, aber das hat eher was von der Nadel im Heuhaufen. Du kommst doch aus Hamburg und nicht irgendwo vom Dorf, oder? Da fällt es ein bisschen schwer, zu glauben, dass du nicht irgendwo Anschluss finden könntest. Ich würde mich eher auf andere Kanäle wie z.B. Telegram fokussieren, Internet-Foren sind eher 'outdated'.

    Hier werden Herrschaftsformen verinnerlicht, meist unbewusst, mit einem Rattenschwanz an negativen Konsequenzen. Leistungszwang und Selbstausbeutung werden als alternativlos wahrgenommen, und in der Konsequenz fangen Menschen an, nach unten zu treten, anstatt zu versuchen, die Verhältnisse auch nur infrage zu stellen, geschweige denn zu verändern. Und da wir gesellschaftlich nicht an diese Heilige Kuh heranwollen, werden nur die negativen Folgen verwaltet, angefangen mit Psychotherapie auf persönlicher Ebene bis hin zum demokratischen Mantra, nach dem die kapitalistische Gesellschaft gegen die politischen Auswüchse verteidigt werden müsse, die sie selbst permanent hervorbringt.

    Die Reise nach außen ist nicht schwer, wesentlich anspruchsvoller ist der Weg ins Innere.

    Kommt auf die Persönlichkeitsstruktur an, würde ich sagen. Wenn man zum Beispiel sehr introvertiert ist, findet man vermutlich eher noch Freunde bei irgendwelchen Pflichtveranstaltungen wie Arbeit oder Schule, wo man eben teilnehmen muss und sich früher oder später vielleicht irgendein Gespräch ergibt. Aber aktiv zu suchen bedeutet ja nunmal, auf andere zuzugehen und sich in gewisser Weise auch präsentieren und für sich werben zu müssen. Ich hab es nicht ausprobiert, aber ich stelle mir das so vor, wenn du einfach bei irgendeiner Kommune an die Tür klopfst, aber du redest nicht viel und hast es nicht so mit dem Sozialen, dann werden die dich auch nicht unbedingt bei sich haben wollen. Wenn du jetzt hingegen ein lustiger Typ bist und mit deiner Gitarre vorbeikommst und gleich paar Lieder spielst für sie, werden sie dich schnell in ihr Herz schließen und zu sich einladen.

    Das Problem des Angenommenwerdens stellt sich immer. Ich denke eben nach wie vor, dass man seine Persönlichkeitsstruktur auch nicht als fixes Schicksal hinnehmen muss, sondern dass es sich lohnt, auch an sich selbst zu arbeiten - freilich nicht im Sinne einer 'neoliberalen' Selbstoptimierung, sondern eher in Form einer Aufarbeitung der eigenen Konflikte und verinnerlichter Traumata, um glücklicher und 'resilienter' zu werden. Es ist halt leicht, immer nur auf die verständnislose Außenwelt zu verweisen, die sich sich gefälligst für einen zu interessieren hat. Nach meiner Erfahrung ist es tatsächlich leicht, Anschluss zu finden, wenn man erstmal mit sich selbst im Reinen ist und natürlich an der richtigen Stelle sucht bzw die 'richtigen Menschen' trifft.

    Andererseits muss man eben für sich selbst erkennen, welche Form von Beziehungen man überhaupt zur Außenwelt aufbauen will. Ich bin ja selbst eher einzelgängerisch und brauche den Großteil der wachen Zeit für mich selbst.

    Es ist nicht so das da was auszuschließen ist.Es ist die Tatsache das man mit Gewissheit von gewönlichen Menschen nicht angenommen wird.

    Wenn es nur an den 'gewöhnlichen' Menschen liegt, kann man sich ja 'ungewöhnliche' suchen :-) Landkommunen, Wagenplätze etc. Das ist in Zeiten des Internets ja noch leichter geworden. Die Reise nach außen ist nicht schwer, wesentlich anspruchsvoller ist der Weg ins Innere.

    Ich denke, wenn es 'nur' darum geht, der Leistungsgesellschaft zu entsagen, kann man sich einfach auf die Suche begeben, vielleicht den Wohnort wechseln, umherziehen und sich entsprechende Projekte anschauen, denen man sich vielleicht anschließen kann. Das Problem ist eher, wenn die eigene Beziehungslosigkeit in der Persönlichkeit angelegt ist und entsprechender 'psychischer Ballast' besteht. Es ist womöglich schwer, sich dies erstmal einzugestehen. Aber es ist eben wichtig, zu verstehen, wo genau das Problem für fehlende Freundschaften oder Beziehungen liegt.