Beiträge von Saya

    Weißt du Lukas, vielleicht ist es auch völlig überflüssig in Deutschland zu versuchen die öffentliche Meinung hin zu mehr individueller Freiheit zu drehen, vielleicht sollten einfach alle Libertären einfach Deutschland verlassen.
    Was meine ich, gestern war ich auf einer Konferenz der Students for Liberty und da trat Titus Gebel auf, ein Mann, der den Traum einer privaten Stadt wahr machen wird.
    Der Plan ist einfach, man kauft Land von einem Staat auf der das Geld nötig hat und baut da auf dem Reißbrett eine völlig neue Stadt in der die Regeln gelten, die WIR für moralisch halten.
    Jeder der rein will, muss einem Vertrag mit dem privaten Staatsdienstleister unterzeichnen, in dem alle Regeln vorher festgelegt sind, also ein echter Gesellschaftsvertrag und kein fiktiver wo drauf sich die Sozen ja immer berufen. Der Staatsdienstleister sorgt für Sicherheit und, dass der Vertrag eingehalten wird, aber sonst kann jeder machen was er will, solange er die Rechte der anderen Menschen nicht verletzt.
    Diese Rechte dürften klar sein: Absolutes Recht auf Eigentum, Selbstbestimmung und Vertragsfreiheit.

    Wäre das nicht schön, alle liberalen würden abwandern in diese privaten Städte und du und deine Leute könnt endlich den "echten" "demokratischen" Sozialismus aufbauen, ohne dass wir gegen euch arbeiten. ;)
    Denn ich glaube nicht daran, dass in dieser von Kollektivisten geprägten Demokratie noch eine Veränderung möglich ist.

    Mit Gold wäre es dann wohl sowas wie ein Tauschgeschäft, denn es gibt ja niemanden, der festlegt wie viel 1 kg Gold wert ist, d.h. man muss es jeweils neu verhandeln (ob das dann noch Kapitalismus ist, ich weiß nicht.

    lol was hast du denn für eine Definition von Kapitalismus, im Anarcho Kapitalismus bestimmt allein der Markt und im Markt gibt es nur subjektiven Wert. Alles, egal ob Gold oder menschliche Organe, wird auf dem Markt verhandelt.
    Also als Antwort auf deine Frage, wenn Preise verhandelt werden, dann ist es höchstwahrscheinlich Kapitalismus, wenn Preise vom Staat festgelegt werden, wie beim Mindestlohn, dann ist es wahrscheinlich eher Sozialismus.

    Zum Abschluss: Ich möchte missionarisch tätig werden! Ich finde es wichtig, dass jeder Agnostiker wird. Lasset uns also dann gemeinsam unser einzigen Glaubensgrundsatz aussprechen:

    "Ich habe keine Ahnung, warum ich hier bin und wohin ich gehen werde, wenn ich tot bin."

    Ich finde es etwas albern Agnostiker zu sein, klar könnte Gott existieren, oder einer von den vielen Göttern, vielleicht ist das fliegende Spagetti monster der einzig wahre Gott, oder vielleicht gibt es auch den Weihnachtsmann und zusätzlich unendlich viele Universen... Aber das führt doch zu nichts. Klar theoretisch könnte ein Affe an einer Schreibmaschine alle Bücher der Welt zufällig abtippen, aber dieser Glaube ist doch total wertlos.
    Wenn alle Regionen wahr sein könnten, dann ist es unmöglich sich nach der richtigen Doktrin zu richten.
    Ich richte meine Gedanken lieber auf Dinge, die auch wirklich sein können, statt Zeit damit zu verschwenden, was sein könnte.

    Auf dein ""Ich habe keine Ahnung, warum ich hier bin und wohin ich gehen werde, wenn ich tot bin.""
    Antworte ich "Genau, deshalb ist es mir ja egal, lass mich in Ruhe!"

    Aufgrund der offensichtlichen Faktenlage bin ich mir schon seit langer Zeit sicher, dass es keinen Gott gibt, nicht den einen und auch keinen der anderen 5000. Allerdings befand ich mich lange Zeit in einer Grauzone, in der man mich weder als Atheist oder Theist zuordnen konnte.

    Was heißt das genau? Ein Theist und dazu gehört auch der Agnostiker glaubt daran, dass es einen Gott gibt oder geben könnte. Ein Atheist ist sich sicher, dass es keinen Gott gibt. Aber ich habe lange Zeit an einem "Proxy-Gott" festgehalten, also ich habe mir absichtlich einen Gott eingebildet, weil es mir ein gutes Gefühl verschafft hat, so wie ein Kind sich vielleicht eine imaginären Freund erfindet. Ich wurde teilweise religös erzogen, also man ging in die Kirche und betete und es war Konsens, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt. Aber als ich älter wurde und damit rational und kritisch denkender, wollte ich mich selber nicht belügen und an etwas "glauben" was es offensichtlich nicht gibt. Ich würde ja auch nicht an Einhörner glauben, nur weil es alle täten, ich glaube ja auch nicht mehr an das Recht des Stärkeren nur, weil es alle tun.
    Aber ich wollte auch nicht das gemütliche Gefühl verlieren, dass es da etwas Höheres gibt, dass uns seine Beachtung schenkt, und einen Sinn vorgibt. Denn der Atheist muss sich ja gewiss sein, dass er nur ein zufällig entstandener Biohaufen auf einem Stein ist, der durch einen dunkles Universum fliegt.
    Aber in den letzten Tag habe ich mich mit dieser Vorstellung immer mehr angefreundet und meinem anderen imaginären Freund den Rücken gekehrt. Ich habe früher tatsächlich täglich kurz zu meinem Gott gebetet, als Ritual, um jemandem für alles, was passiert und was nicht passiert ist, zu danken.

    In der letzen Woche habe ich mein Mindset geändert und nach einer für mich völlig neuen Maxime gelebt, dass tatsächlich nichts Höheres existiert. Vielleicht erscheint der Unterschied zwischen der Einbildung eines Gottes und dem puren Atheismus nicht mehr so groß, aber es hat für mich schon einen großen Unterschied gemacht. Vor allem hat es meine eigene Wertschätzung stark verschoben. Ich als vergänglicher Biohaufen fühle mich mehr wert, als mit einer unsterblichen Seele.
    Ich hatte zwischendurch kurz mal das Gefühl, dass da was nun fehlt, aber vielleicht lag das nur daran, dass ich mir mein Gebetsritual abgewöhnt habe, oder was eigentlich viel erschreckender ist, ich habe ein schlechtes Gewissen bekommen, ich habe fast sowas wie Angst gefühlt, "Was wenn es Gott doch gibt, was wenn er mich straft." Würde ich heute die Treppe runterfallen, würde ich das garantiert als Zeichen deuten. Und das ist doch total krass! Was ist das für eine soziale Programierung, die mich so denken lässt, obwohl ich doch rational denken kann?

    Ich glaube aber doch, dass mein Leben sich verbessern wird, dass ich mich von diesen Vorstellung endgültig gelöst habe. Obwohl es mir um meinen langjährigen Freund doch schon leid tut.

    Mir gefällt die Vorstellung eines Tages tot zu sein immer mehr, es hilft mir mich mehr auf das Jetzt zu konzentrieren.

    "Aber was passiert, wenn Du stirbst?" "Das selbe wie vor meiner Geburt." ;):thumbsup:

    Warum brauchst du überhaupt eine Partei? Gründe doch einfach eine private Initiative, die sich für sozial Schwache einsetzt und ihnen direkt hilft, dann kannst du sofort was bewegen, als erst Zeit mit nutzloser Parteiarbeit zu verschwenden.

    Und was die Partei angeht, ich würde eintreten, wenn Bier zum Menschenrecht erklärt werden würde und für alle Menschen kostenlos wäre.
    Und es sollte einen witzigeren Parteinamen geben, wie z.B. "Echte Veränderung durch Politik, diesmal aber wirklich" EVDPDAW

    @Lukas
    Kapitalismus for the win! :D
    Damit Philosophillip nicht so alleine da steht, möchte ich mich auch nochmal outen als menschenverachtender-fascho -Anarcho-Kapitalist.
    Ich möchte eine Welt, in der die scheiß Armen endlich verhungern, denn dann gibt es sie ja nicht mehr, und Kinder sich auf dem freien Markt Nutten, Koks und Atombomben kaufen können. ;)

    Sorry aber ich kann bei dem momentanen Diskussionsniveau einfach nicht ernsthaft sein,

    wenn du darauf verzichten kannst andere als Nazi zu bezeichnen, wäre ich bereit dir zu erklären, warum ein freier Markt/AnCap völlig moralisch ist und für alle die größte Freiheit ermöglichen würde.

    Immer wenn ich über dieses Thema mit anderen Menschen diskutiere/streite, kommen am Ende immer irgendwelche Gemeinsamkeiten zum Vorschein. Man kann sich lange über seine Grundsätze streiten und auch die ökonomische Frage unglaublich aufblasen. Was aber viel wichtiger wäre, ist, dass sich Anarchos mal wieder darauf besinnen sollten, was sie eigentlich wollen: in Ruhe gelassen werden, nicht beherrscht werden. Wenn man tatsächlich nur für und gegen Eigentum diskutiert, legt man doch im Grunde wieder eine Grundlage für eine Gesellschaft, die vom Recht des Stärkeren bestimmt wird.
    Ich glaube an die Vernunft des Menschen oder immerhin an das Potential dieser, solange Menschen vernünftig sind, ist auch eine anarchistische Welt möglich, in der Ancap und Ancom friedlich koexistieren können.