Beiträge von Sammy Jankis

    Ich finde deinen Willen etwas zu verändern und dich für eine bessere Welt einzusetzen zwar lobenswert aber ich habe doch meine Zweifel was einige Punkte in deinem Partei-Programm angeht. Zudem fehlen mir persöhnlich dann doch Konkretere Pläne wie genau du gewisse Dinge umsetzen willst.

    Das sehe ich auch so.
    Das mit der Planwirtschaft wirst du z. B. niemals dem deutschen Wähler erkärt bekommen. Der hört das Stichwort und schaltet ab. Und um die wenigen, die zuhören und sich vielleicht überzeugen ließen, musst du mit diversen linken Parteien konkurrieren, von denen jetzt bereits keine Erfolg hat.
    Mal ganz abgesehen von den Erziehungslagern. Selbst wenn sich eine Mehrheit dafür finden würde, müsste man dann festlegen, was "gute" Erziehung ist, wer das entscheidet und wie das umgesetzt wird. Und du kannst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass so ein gewaltiges Machtmittel früher oder später missbraucht wird.

    Zitat von Idealist vom Land

    Dem Volk wird empfohlen, immer die gebildetsten Kandidaten zu wählen.


    Bildung ist kein Allheilmittel, so wichtig sie auch sein mag. Bildung und Arschlochtum schließen sich nicht aus. Sieh' dir nur mal an, wie viele Akademiker die FDP hat.

    Zitat von Idealist vom Land

    Wollt ihr in der Partei mitmachen?


    Ich habe eine Partei, mit der ich zufrieden bin (und für die ich jetzt schon keine Zeit mehr habe). Abgesehen davon ist es schlecht, wenn eine Partei mächtig wird; Macht führt immer zu Machtmissbrauch.


    Wenn du Menschen helfen willst, denen es schlecht geht, baue lieber eine Selbsthilfegruppe oder ein Netzwerk auf. Oder schließe dich einem bereits existierenden an, dann hast du nicht den Stress, erstmal Mitglieder werben zu müssen.

    Mir hat das Forum auch gefehlt. Es ist normalerweise immer das erste, was ich aufrufe, wenn ich am PC bin.
    Ich war auch zuerst enttäuscht, weil ich mir ursprünglich trotz der Trolle vorgenommen hatte, in den Sommerferien wieder mehr zu schreiben. Dann hatte ich jedoch auch ohne Schule kaum Zeit und hätte vielleicht nur von meinen Kino-Erlebnissen berichtet (das und die anderen Themen werden allerdings noch in den nächsten Wochen nachgeholt).
    Neben den Ausflügen ins Kino habe ich wieder einige Bücher gelesen, mein obligatorisches Festival besucht (wieder mal sehr geil) und es dann auf einem anderen probiert (wo uns das Wetter allerdings die Stimmung verregnet hat). Ansonsten quäle ich mich nach wie vor durch die Abendschule, gehe brav zur Arbeit und für mehr ist sowieso keine Zeit.


    Zitat von dian

    Neue kreative Werke sind in Vorbereitung.


    Darf man fragen, was uns da erwartet? Bücher, Videos, Musik oder probierst du etwas ganz Neues aus? ;)

    Ich bin mir zwar nicht sicher ob es an den positiven ANtwroten liegt oder an irgendwas anderem aber ich habe nun zumindest schon den Schritt gemacht das ich etwas ändern möchte und schon Kleinigkeiten verändert ( Ernährung ist wohl in den letzten Tagen gesünder gewesen als in den letzten Monaten) Es gibt zwar noch viel zu tun aber ich denke es ist ein Anfang.

    Das freut mich zu hören!

    Zitat von Tappaja

    Am meißten kann ich bei Konzerten abschalten und ich denke der Hauptgrund warum ich nicht jedes Wochenende auf einem bin ist Geld. Ich versuche mich auch Sportlich zu betätigen aber da mir Teamsport nicht liegt und ich momentan kein Rennrad oder ähnliches habe, begrenzt sich das gerade nur auf zwei Hanteln.


    Stimmt, bei meinen wenigen Konzerten und Festivals im Jahr bin ich auch meistens sehr entspannt. Und wenn man es richtig anstellt, ist so ein dreitägiges Festival auch ein guter Ausdauersport ;)
    Man muss für eine allgemeine Gesundheit aber nicht unbedingt Leistungssport machen. Es ist schon sehr gesund, zwei bis drei Tage pro Woche für eine halbe Stunde einfach spazieren zu gehen. Idealerweise natürlich in einem Wald oder am Meer, weg von den von doitschen Autos mit Feinstaub verpesteten Städten. Aber im Sinne einer gesunden Bewegung und für die Durchblutung des Gehirns muss man nicht unbedingt immer ins Schwitzen kommen. Wichtiger ist auch hier, so etwas regelmäßig zu machen und sich nicht entmutigen zu lassen, nur weil man dann doch wieder ein paar Tage im Bett gelegen hat. Aber zum Thema Gesundheit würde ich vielleicht lieber einen eigenen Thread aufmachen, wenn gewünscht.


    P.S.:

    Zitat von Tappaja

    Verhaltensänderungs-Vorschläge(Ist das überhaupt ein Wort? )


    Ich würde Vorschläge zur Verhaltensänderung vorschlagen ;)

    Zuletzt habe ich Frühling, Sommer, Herbst und Tod gelesen. Vier Kurzromane, die in einem Buch zusammengefasst wurden. Mindestens zwei von den Geschichten sollten Filmfans schon kennen. Aus der ersten wurde nämlich der Film "Die Verurteilten", über den Alltag in und die Flucht aus einem knallharten Gefängnis; auf imdb ungeschlagen auf Platz 1. Die Verfilmung hält sich recht stark an die Vorlage, weswegen es etwas merkwürdig war, das Buch zu lesen - allerdings ist es fast genauso packend. Story Nummer 3, "Die Leiche", kennen vermutlich einige ältere als den Film "Stand by me", einer der berühmtesten Filme der 80er Jahre, über eine Gruppe von Jungen, die sich aufmachen, um eine Leiche zu suchen. Dabei erleben sie allerhand Abenteuer und auch hier decken sich Film und Vorlage gut ab. Was bedeutet, dass das Buch eine ähnliche Sommerferien-Abenteuer-Atmosphäre hat wie der Film. Lediglich eine düstere Kurzgeschichte aus dem Buch kommt nicht im Film vor; die spielt allerdings auch keine Rolle.

    "Der Meisterschüler" ist ebenfalls verfilmt worden, allerdings kann ich hier noch keinen Vergleich anstellen. Aber ist der Regisseur des Films Bryan Singer (Regie von u. a. "Die üblichen Verdächtigen" und einigen X-Men-Filmen und Produzent von Dr. House) und Ian McKellen spielt eine wichtige Rolle, was schonmal für den Film spricht. Besonders spricht aber die Handlung für eine Verfilmung. Ein psychopathischer Schüler stellt bei Recherchen fest, dass ein ehemaliger Nazi-Offizier, ein abgehalfterter Alkoholiker, bei ihm in der Nachbarschaft wohnt. Er zwingt ihn, ihm alles über das Dritte Reich zu erzählen, was er noch weiß, weil er es "faszinierend" findet. Im Laufe der Zeit fängt der Junge allerdings an, an den Geschichten zu leiden; gleichzeitig muss er vor seinen Eltern verbergen, dass er in der Schule immer schlechter wird. Währendessen freundet sich der alte Nazi mit seinem vergessen geglaubten Sadismus wieder an. Sehr spannend!
    Zuletzt wird eine etwas verschachtelte Geschichte von einem Herrn erzählt, der in einen merkwürdigen Club eingeladen wird, wo eine Art Wettbewerb zwischen den Mitgliedern besteht, wer die faszinierendste Geschichte erzählen kann. Eine dieser Novellen handelt von einer Frau, die unter sehr ungewöhnlichen Umständen ein Kind zur Welt bringt. Etwas schwach im Mittelteil, dafür sind mir beim großen Finale Schauer über den Rücken gelaufen.

    Fazit: lesenswert!

    Vor kurzem habe ich die neue Verfilmung von ES im Kino gesehen.
    Die große Stärke des Films liegt meiner Meinung nach eindeutig in der Atmosphäre. Die Handlung spielt in den 80ern und der Film ist wie ein klassischer 80er-Jahre-Horrorfilm inszeniert. Die Schauspieler sind gut gewählt, die Coming-of-Age-Elemente (also das erwachsen werden) kommen gut rüber und der Comic Relief sorgt für (zu) viel Humor zwischen den brutalen Stellen.
    Ein Kritiker meinte, dass nur King-Puristen etwas an dem Film auszusetzen haben könnten. Ich bin kein Purist und kann sehr gut nachvollziehen, dass es Unterschiede zwischen Büchern und deren Verfilmungen gibt. Es gibt auch Unterschiede, die ich nachvollziehen oder mit denen ich leben kann.

    Unterschiede

    Zum Beispiel schläft die elfjährige Beth mit den Jungs, als sie sich in der Kanalisation verirren. Dass so etwas nicht in einen auf Massengeschmack hochpolierten Popcorn-Streifen kommt, ist mir klar. Auch, dass es im Film nicht Mike ist, der den Pennywise-Zyklus als Erwachsener entdeckt und die Derry-Chronik zusammenstellt, ist okay. Um nur ein paar Beispiele zu nennen...


    Aber es gibt einen eklatanten Unterschied zum Buch, den ich dem Film nicht verzeihen kann: Das Buch lebt davon, dass man den Horror durch Pennywise doppelt zu spüren bekommt. Die Rahmenhandlung besteht darin, dass die Clique als Erwachsene wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrt und sich nach und nach an ihre Erlebnisse erinnert, die sie als Kinder hatten. Im Buch gibt es also abwechselnd Kapitel, wo der Club der Verlierer Erwachsene und wo sie noch Kinder sind und ihre Zukunf noch vor sich haben. Das sorgt für eine spannendere Atmosphäre und macht das Buch meiner Meinung nach einfach aus.
    Im Film sieht man allerdings nur, wie die Clique als Kinder gegen Pennywise kämpfen. Sehr schade. Hätte man sich zumindest damit an das Buch gehalten, hätte aus dem Film echt etwas werden können, denn der Film hat auch viel richtig gemacht.
    2019 soll der zweite Teil rauskommen, dort soll es dann auch die Backflashs geben, die auch mehr auf die Vorgeschichte von Derry eingehen. Vielleicht kann ich mich damit mehr anfreunden.

    Zitat von dian

    Tja... was soll man dazu jetzt sagen?


    Ja, das habe ich mir an dem Abend auch gedacht. Zwischendurch gab es ja mal die Hoffnung, dass die AfD doch nicht ganz so erfolgreich wird. Aber immerhin haben sie schon zwei Tage nach der Wahl angefangen, sich selbst zu demontieren. Und nachdem, was ich zuletzt gehört habe, stehen sie kurz vor ihrer Spaltung, also Daumen drücken.

    Ansonsten habe ich in letzter Zeit öfter den brillianten Witz gehört, dass unter der Jamaika-Koalition Cannabis legalisiert wird. Auf viel mehr braucht man eigentlich nicht zu hoffen.

    Immerhin beweist die CDU ihren Alt-Herren-Humor, indem sie Schwarzgeld-Schäuble zum Bundestagspräsidenten macht.

    Zitat von dian

    Eine Frau, die noch nie einen anderen hatte, wird dich auch nicht mit anderen vergleichen können, und wird tendenziell zufriedener sein, wenn du mal kurz 2 Minuten lang deine Rein-Raus-Nummer abziehst.


    Das ist sicher einer der wichtigsten Gründe für den Jungfräulichkeitswahn. Du kannst als Mann noch so scheiße im Bett sein - wenn du ihr einziger bist, bist du trotzdem immer noch ihr bester Liebhaber.


    Andere Gründe könnte man noch in unserer Geschichte finden.
    Da wäre zum einen unser (altes) Erbrecht. In patriarchalischen Systemen erbt der Sohn vom Vater. Wie will der Vater aber wissen, dass der Sohn wirklich von seinem Sperma gezeugt wurde, wenn seine Alte mehrere Lover hatte? Die Frage hat schon oft Kriege ausgelöst; man sehe sich nur alleine mal den englischen Rosenkrieg an, wo sich die verschiedenen Nachfahren von Eduard III. gegenseitig vorgeworfen haben, nicht "wirklich" vom alten König abzustammen.
    In matriarchalischen Systemen, wie bei einigen Kelten praktiziert, wurden zum Beispiel die Nachkommen der Mutter Erben und das war praktisch, denn eine Mutterschaft ist leichter festzustellen als eine Vaterschaft.
    Prinzipiell ging es aber immer auch um Macht. Je weniger Macht Frauen haben (über ihren Körper oder mit wem sie pennen dürfen), desto mehr Macht haben die Männer. Und Macht ist etwas, das sich gerne vermehrt, weswegen der Jungfrauenwahn auch immer größer wurde. Darum sagt man ja heute, dass die Pille mehr für den Feminismus getan hat als Jahrzehnte der Frauenrechtsbewegung - seit 1960 konnten Frauen sich für Sex entscheiden, ohne krasse gesellschaftiche Ausgrenzung erwarten zu müssen, die durch ein uneheliches Kind entsteht. Und ja, sowas war bis vor kurzem auch hier noch ziemlich übel. Erst seit 1977 dürfen in Deutschland Frauen ohne die schriftliche Erlaubnis ihres Mannes arbeiten! Und dass Vergewaltigung in der Ehe strafbar ist, war ein 25-jähriger Kampf, der erst 1997 endete.


    Zitat von Saya

    An alle Gutmenschen da draußen, einige Kulturen sind besser als andere!


    Das ist schwierig zu beurteilen, weil man so etwas kaum objektiv festlegen kann. Schon allein deswegen, weil wir Menschen nunmal subjektive Wesen sind, die alles durch ihre Brille betrachten. Was sich Europa in der Vergangenheit geleistet hat, spricht jedenfalls nicht gerade für uns. Sklaverei, Missionierung, Umweltzerstörung, Ausbeutung.
    Und es ist ja nicht so, dass das bis heute gut geworden ist. Allein in Deutschland gibt es geschätzt etwa eine halbe Million Sexsklavinnen, die auf ihrem Weg hierher so mit Drogen abgefüllt und so oft vergewaltigt werden, dass sie froh sind, wenn es dann nur noch einige deutsche Freier am Tag sind - dazu kommen noch die ausgebeuteten osteuropäischen "Arbeitskräfte", die z. B. in Schlachtereien malochen. Missioniert wird wahrscheinlich auch immer noch, auch wenn sich zumindest Kanada und Australien vor wenigen Jahren für die Verbrechen an ihren Eingeborenen im Namen des Barmherzigen entschuldigt und "Ausgleich" versprochen haben. Von Ausbeutung und besonders Umweltzerstörung will ich weiter nichts mehr sagen, da stehen wir ungeschlagen auf dem Spitzenplatz.

    Mich macht fröhlich, dass ich mir endlich mal wieder richtig Zeit für das Forum nehmen kann. Nächste Woche habe auch noch an Halloween arbeits- und schulfrei (Danke, Kirche!) und kann den schönsten Feiertag des Jahres standesgemäß mit Alkohol, Freunden und Horrorfilmen verbringen beer

    Außerdem stehe ich in der Schule gerade in drei Fächern auf einer 1, was mich durch die anderen drei Fächer bringt, wo es ... nicht so gut läuft :saint:

    Schön, dass du auch noch da bist. Mother! hat mich auch ziemlich irritiert... bis ich irgendwann geschnallt habe, dass es sich nicht um einen Haunted House-Movie, sondern eine Bibelverfilmung handelt. ;)


    Irritierend finde ich ihn nicht unbedingt, auch wenn sich Aronofsky keine Mühe gegeben hat, seinen Film zu erklären :D Aber gerade das letzte Drittel hat auf einmal so Tempo gehabt und mich mit so lauter Musik beballert, da hat der Spaziergang nach Hause nicht gereicht, um wieder runter zu kommen. Doch dazu bald mehr im Film-Thread ;)