Beiträge von Sammy Jankis

    Zitat von Dian

    Ich hab mich eben dumm angestellt, hab zu wenig aus der kurzen Popularität gemacht, die ich hatte. Aber ich glaube, es ist schon ein generelles Problem, das sehr viele Menschen betrifft.


    Wegen den Abonennten-/Klickzahlen: Zu dem was bereits gesagt wurde, kommt noch hinzu, dass das Angebot an Unterhaltung heutzutage gigantisch ist. Im Jahr 2016 wurden jede Minute auf YouTube 300 Stunden Videomaterial hochgeladen. Von 2004 und 2016 kamen jedes Jahr über 70.000 neue Bücher heraus - alleine in Deutschland. 2017 wurden weltweit schätzungsweise über 10.000 abendfüllende Spielfilme gedreht. Und dazu kommen noch hunderte oder tausende neue Serien oder Serien-Staffeln; allein Netflix hat ein großes Angebot an Eigenproduktionen.

    Natürlich ist es keine große Sache, regelmäßig nachzuschauen, ob ehemalige YouTuber wieder aktiv sind. Aber ein halbes Jahr ist in der Medienbranche eine lange Zeit und in der kann man als Konsument so viele neue Dinge entdecken, dass man altes bis dahin wieder vergisst. Um im Gedächtnis zu bleiben, sollte man sich also irgendein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Allerdings weiß ich auch nicht, wie groß die Konkurrenz in der links-anarchistischen gesellschaftskritischen YouTuber-Szene ist ;)


    Zitat von Dian

    Und irgendwann hat man das, aber man ist nicht zufrieden damit, sondern man ist dann schon in dem Modus gefangen, immer mehr haben zu wollen. Man macht sich die nächsten Träume, setzt sich die nächsten Ziele, immer größer, immer mehr.


    Ich denke, dieses nicht-zufrieden-sein, diese unbewusste oder bewusste Gier nach immer mehr ist ein Ergebnis unserer Erziehung. Wir werden seit einigen Jahrzehnten von Klein auf zu Konsumenten erzogen. Seit den "goldenen" 50er Jahren, als der Krieg vorbei war und die Arbeitsleistung immer mehr in Konsumgüter investiert und Werbung ein eigener, gigantischer Wirtschaftszweig wurde. Uns wird eingeredet, dass wir nur glücklich sind, wenn wir uns um uns selbst kümmern und Sachen kaufen.

    Ich habe hier ja schon ein paar Mal geschrieben: ich fand es eigentlich ganz befreiend, als ich für mich festgestellt habe, dass (großer) "Erfolg" oder das Jagen nach einem "Sinn des Lebens" nur eine Illusion ist, wie du es beschreibst. Es nimmt doch irgendwie den Druck weg. Ich muss kein Haus bauen, möglichst viele Nachkommen produzieren oder anderen beweisen, wie geil ich bin. In hundert Jahren bin ich tot und dann ist mir das sowieso scheißegal. Ich fühle deswegen auch keine innere Leere, die ich ausfüllen muss.

    Dr. Spitzer ist schonmal keine schlechte Adresse. Ich habe mir schon vor vielen Jahren sein Video "Vorsicht Bildschirm" angesehen, wo er sehr anschaulich zeigt, wie unser Gehirn beim Lernen funktioniert.

    Damals galt er als renommiertester Hirnforscher Deutschlands. Laut Wikipedia sind einige seiner gesellschaftlichen Thesen zum Thema Mediennutzung widerlegt worden (z. B., dass nicht jeder, der viel im Internet unterwegs sei, automatisch vereinsame), aber in Sachen Hirnforschung ist er wahrscheinlich immer noch eine seriöse Quelle. Ich werde mir die Videos in nächster Zeit mal in Ruhe anhören.

    Das erinnert mich an mein Weihnachten von 2016. Allerdings war ich da nicht betrunken, sondern hatte einen miesen Kater, denn eine meiner Lieblings-weihnachtstraditionen ist das jährliche Besäufnis mit Freunden am 23.12. (was wir aus unbekannten Gründen "Leif-Erikson-Tag" nennen; der ist eigentlich am 09.10.). Glücklicherweise war das aber in einem evangelischem Gotteshaus, also nur ein, zwei Mal aufstehen. Die Geschichte ist allerdings dieselbe.
    Die Weihnachtsgeschichte, wie wir sie heute kennen, ist aber nicht 2.000 Jahre alt, sondern etwa 1.400. Das Christentum hat ja erstmal knapp 400 Jahre gebraucht, um Staatsreligion zu werden und viele Details, zum Beispiel bei den Heiligen Drei Königen, hat man sich erst nach und nach ausgedacht. Wenn man mal einen Blick in die Bibel wirft (Matthäus-Evangelium, Kapitel 2), findet man dort nur "Magier" oder "Sterndeuter" (was das gleiche meint, denn das griechische magoi bedeutet Astronom/Sternkundiger), aber keine Namen. Nicht mal eine Zahl wird genannt; man kann eigentlich nur davon ausgehen, dass es Männer waren. Wahrscheinlich kommt die Zahl von den drei damals bekannten Kontinenten: Europa, Asien, Afrika - wegen letzterem wird häufig einer der drei "Könige" als Farbiger dargestellt. Und Heiligsprechungen gab es auch erst viele Jahre nach Jesus.

    Oblaten gabs zum Glück bei mir nicht, da hätte mein Magen eh nicht mitgemacht. Aber deine Geschichte erinnert mich an Sketch History:

    Was ist rund und schmeckt nach Nichts? Die Oblaaaaten! :D

    Zitat von Hundertwasser

    (Wie heißen die überhaupt?)


    Steppenläufer oder Bodenroller; im englischen Tumbleweed. Das ist eine Ausbreitungsstragie namens Chamaechorie, die bestimmte Pflanzen benutzen.

    Zitat von Hundertwasser


    Ist manchmal ganz schön anstrengend, sich in der Ausbildung 8 Stunden am Tag ausschließlich damit zu beschäftigen.


    Bei welcher Ausbildung befasst man sich denn so intensiv mit sterbenden Menschen?

    2017 war für mich auch beschissen. Der Anfang lief noch gut, weil ich endlich viele dieser kleinen und mittleren Dinge erledigen konnte, die sich im Laufe der Jahre so ansammeln. Im Sommer dachte ich dann ein paar Wochen, dass ich Krebs habe. Danach ging es richtig mit der Schule los, was sich auch so anfühlt, wie ich mir eine Chemo vorstelle. Im Herbst wurde ich dann noch von meiner Freundin verlassen und im Winter habe ich nichts anderes mehr gemacht als Filme zu gucken.

    Keine Ahnung, wie dieses Jahr wird. Die nächsten Monate werden vermutlich genauso ablaufen wie die letzten; Die Schule wird mir den letzten Nerv rauben, in meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Serien und während der Arbeit nehme ich mir meine Bücher vor. Danach mal sehen. Zumindest steht in den nächsten Monaten nichts wichtiges an, also habe ich wahrscheinlich etwas mehr Zeit für das Forum.

    Der Interne wurde mal eingerichtet, weil wir einen User hatten, der nicht mehr frei über seine Schulprobleme schreiben konnte, weil Mitschüler mitgelesen haben oder so.
    Danach war er wegen den Trollen potentiell nützlich. Aber solange die weiterhin draußen gehalten werden, habe ich auch erstmal keinen Bedarf.

    Ich hoffe ich konnte deutlich machen weshalb, Kommunismus und Anarchismus dasselbe sind, sie sich bloß dahingehend unterscheiden, dass Kommunisten sagen diese "Freie Welt" geht nur mithilfe eines temporärer Staates und die Anarchisten, sagen nein diese "Freie Welt" muss sofort errichtet werden, da sonst der Staat als Gewaltmonopol missbraucht wird.

    Das wird auch weiterhin der Grund bleiben, warum Anarchisten und Kommunisten ungern zusammen arbeiten. Das Ziel mag zwar eventuell das gleiche sein*, aber wenn allein die Diskussion über den Weg dorthin so große Differenzen aufwirft, ist eine Zusammenarbeit schwierig (was nicht heißen soll, dass Anarchisten und Kommunisten nicht miteinander reden sollten).

    Ganz abgesehen davon, rate ich dir aus den gleichen Gründen von der Bildung einer Partei ab wie Idealist vom Land:
    - Eine Partei ist ein Machtinstrument und Macht korrumpiert. "Setze den größten Anarchisten auf den Thron und innerhalb kürzester Zeit wird er zum schlimmsten Tyrannen." (Bakunin)
    - Auch wenn deine Ideen gut sind, wirst du sie dem durchschnittlichen CDU/SPD/FDP-Wähler nicht erklären und sie als Wähler gewinnen können; genau das musst du aber in einem parlamentarischen System.
    - Es gibt bereits einige kleine linke Parteien, die höchstens an den Unis gewählt werden. Warum solltest du erfolgreicher sein als die?


    *Es gibt meines Erachtens nach sowohl bei Anarchisten, als auch bei Kommunisten viele unterschiedliche Strömungen. Das alles unter einen Hut, bzw. eine Partei, zu bringen, wird sicher schwierig.


    Ist das nicht schon einmal schiefgegangen in der Geschichte und die Anarchos sind im Gulag gelandet?


    Stimmt. Und in Spanien hat Stalin sich seine Waffenhilfe brav auszahlen lassen und wollte sie als Mittel einsetzen, um den Kommunismus dort Fuß fassen zu lassen.

    Dass sie auch als Speicher für Erinnerungen dienen, ist soweit ich weiß nur eine Theorie.

    Ich habe nie etwas anderes behauptet ;)
    Ich finde diese Theorie nur nachvollziehbarer als andere, die ich kenne. Allerdings bin ich auf dem Gebiet auch nicht allzu bewandert; ich würde mir das so erklären, dass Erinnerungen physisch vorhanden sind und in unseren Neuronen gespeichert werden und deswegen auch physisch einen Abdruck in unserer DNA hinterlassen können. Es werden ja auch Dinge wie Reflexe vererbt, zum Beispiel der fürs überleben wichtige Saugreflex bei Säuglingen.

    Das klingt für mich aber alles zu sehr nach Science-Fiction...

    Naja, es gibt ja bereits einige Dinge, die früher nur Science-Fiction waren. Handys, 3D-Drucker, etc. Ob die Entwicklung von Science-Fiction-Geräten gut oder schlecht ist, ist ein anderes Thema; aber vermutlich lässt sich so gut wie alles für gute oder schlechte Dinge gebrauchen.

    Im psychologischen Sinne hat jedes Tier eine Seele; die Summe unserer Gefühle, Empfindungen und Gedanken, die im Wechselspiel mit unserem Körper steht. "Psyche" ist das (alt-)griechische Wort für Seele.

    Alles Weitere ist Spekulation, da nicht bewiesen. "Unsterblich" wird sie zum Beispiel nicht sein, da wir Menschen uns die Ewigkeit nicht mal annähernd vorstellen können. Physikalisch gibt es auch keine Ewigkeit, da die Zeit etwas ist, was mit dem Urknall entstand und höchstwahrscheinlich auch irgendwann wieder endet (korrigiert mich, wenn ihr euch in Physik besser auskennt als ich und es da inzwischen neue Theorien gibt).


    Zitat von dian

    Natürlich ist das kein handfester Beweis für die Existenz einer lebens-übergreifenden Seele. Aber ich halte es für einen durchaus logischen Erklärungsansatz.


    Seelenwanderung mag eine von vielen möglichen Erklärungen sein, aber mehr auch nicht. Ich finde die Erklärung mit den Genen logischer, da wir zum Beispiel schon wissen, dass es Gene gibt und dass wir durch sie Dinge vererben. Warum sollte so ein Gen-Mix nicht für Talente oder vermeintlich irrationale Ängste verantwortlich sein? Bei den wenigen Wunderkindern, die es gibt, halte ich das für wahrscheinlicher als eine Seelenwanderung.


    P. S.: Gerade habe ich auf Wikipedia gelesen, dass auch zum Beispiel "der Kern eines Kabels oder eines ähnlichen Werkstücks" als "Seele" bezeichnet wird: Wikipedia: Seele (Begriffserklärung.