Beiträge von Sammy Jankis

    Ich habe die Mitgliedsnummer 17044. Darf man fragen, so unter Kammernossen, welche Nummer du hast? Ist ja interessant. So hätte ich dich gar nicht eingeschätzt. Die Unity ist eben immer für Überraschungen gut. Ich habe mich bisher absolut rausgehalten aus der Partei Die PARTEI.
    Zahle still meine Mitgliedsbeiträge und gehe auch zu keinen Treffen oder so. Mir sind meine Ortsgruppen leider etwas zu affektiert. So lustig, wie sie sein wollen und es ihr Anspruch zu sein scheint, den Imperator zu übertrumpfen, sind sie leider nicht. Ich kann das auch überhaupt nicht nachvollziehen, dass man zwanghaft noch unbedingt besser sein will. Doch, irgendwie kann ich das schon. Diese Freibiertreffen möchte ich am liebsten alle Umgehen, weiß ich doch nur zu gut, dass ich mich bei kostenlosen und unbegrenzten Chargen einer Hopfenkaltschale nicht zusammenreißen kann und ich alsbald zu einem humorlosen Freak mutiere, der seine staksigen Tentakel nicht mehr unter Kontrolle hat. Ich finde Leo Fischer und Oliver Maria Schmitt beide auch sehr genial. Hut ab für diese beiden Herre. Sehr sehr gute Kammernossen ! SALUTES

    Meine Mitgliedsnummer liegt leider schon knapp über der 10.000. Dafür ist meine Nummer bei der Hintnerjugend schön niedrig. Ich hatte bei meinem letzten Unity-Treffen auch eine große PARTEI-Fahne dabei. Die ist mir aber irgendwann geklaut worden.

    Ortsgruppen können anstrengend sein. Ich habe in meiner Stadt ein paar Jahre im Vorsitz gesessen und das schwierigste ist, die Spinner unter Kontrolle zu halten oder rauszuwerfen. Darum war ich froh, als ich endlich abgewählt wurde. Fahr lieber zu den großen Treffen, wie den Landes- und BundesPARTEItagen. Oder besser noch zur Hintnerjugend, das ist quasi der Elite-Zirkel der PARTEI - trinkfestigkeit schadet also nicht ;)
    Bei dem Video von OMS in Bremen 2013 wäre ich übrigens fast zu sehen gewesen, als die Kamera am Ende kurz rumschwenkt.
    Und ein Jahr später war ich in Cottbus dabei, als Leo Fischer seine geniale Rede gehalten hat. Man sieht mich hier versteckt hinter der PARTEI-Fahne auf den billigen Plätzen, wo ich auch hingehöre:

    Hier die Rede in voller Länge und mittelmäßiger Qualität:

    Dann mal Danke für den Thread im Namen der Partei Die PARTEI. Ich war ja schon Mitglied, bevor es cool wurde und werde sie weiterhin wählen. Für mehr ist seit ein paar Jahren aber keine Zeit.
    Sonneborn ist ein klasse Typ, dem ich schon ein paar Mal persönlich begegnet bin und mit Leo Fischer, dem Meister der Rhetorik, habe ich zu meiner aktiven Zeit auch ein, zwei alkoholisierte Nächte durchgemacht. Ich würde empfehlen, hin und wieder beim Kiosk des Vertrauens nachzusehen, ob die aktuelle Titanic den "Bericht aus Brüssel" enthält. Das ist ein zwei bis drei-seitiger Bericht von Martin Sonneborn von seiner Arbeit als MdEP, immer absolut lesenswert.

    Diese Emmaus-Geschichte wurde erzählt.Ab und zu wurden christliche Lieder gesungen. Wahrscheinlich für christliche Doktrin am Lebensende. :S
    Im Hospiz könnte es sein, dass jemand über die Bibel sprechen möchte oder fest daran glaubt, nach seinem Tod zu Gott zu kommen.
    Ich respektiere das, aber interessiere mich eher für den Buddhismus.

    Ja, sowas habe ich mir gedacht. Danke für die Info, von der Emmaus-Geschichte hatte ich noch nichts gehört. Leider haben die von worthaus. auch noch kein Video dazu hochgeladen.

    Moment, in Klarträumen kann man doch tun, was man will, oder? Das kann man doch nicht im Wachzustand?


    Also ich verstehe unter Tagträumen, wenn man zum sich zum Beispiel in der Schule oder beim Busfahren langweilt und sich seiner Phantasie überlässt. Da kann man ja tun und lassen, was man will ;)

    Ich habe früher nur klar geträumt. Ohne, dass ich einen Namen dafür gehabt oder irdendwelche Tricks gebraucht hätte. Das kann auch mal ganz cool sein. Besonders, wenn man in einem Albtraum steckt. Aber auf Dauer war das eher langweilig. Wenn mir irgendwann während des Traumes bewusst wurde, dass ich träume, habe ich mich einfach zurück gelehnt und gedacht: Mal sehen, was so passiert. Das war dann interessanter, als meine Phantasie bewusst auszuleben. Dafür gibt es ja Tagträume.

    Allgemein gebe ich überhaupt nichts auf Träume. In unserem Gehirn verbinden sich nunmal permanent viele Millionen Nervenzellen und das rund um die Uhr, solange wir leben. Träume sind da eher sowas wie eine Begleiterscheinung und haben exakt so viel Bedeutung, wie man ihnen beimisst.

    Darf ich fragen, wie das inzwischen bei euch gelaufen ist?


    Was mich auch persönlich interessiert: Was hat man euch denn bei dem Lehrgang so für Jesus-Geschichten erzählt, bzw. wie weit braucht man das in der Hospiz? Ich habe mich letztes Jahr etwas mit Religionen beschäftigt und bin da immer noch etwas interessiert, das Wissen zu vertiefen ;)

    @mi san thrope. Jap. Manchmal lassen einem diese Lacher aus der Dose, die anzeigen sollen, wann man etwas witzig zu finden hat, den eigenen Humor vergehen. Selbst wenn etwas witzig genug ist, um das eigene Amusement zu rechtfertigen, überlegt man sich zweimal, ob man an den hierfür vorgesehen Stellen ebenfalls noch mit-lachen will - und wenn man es tut, fühlt man sich danach etwas missbraucht und erniedrigt. Geht mir auch so. (Deshalb gefielen mir die britischen Soldaten auf L.S.D. so gut: DAS war noch unbeabsichtigte Real-Satire vom feinsten.)


    Die Lacher kommen ja nicht immer aus der Dose. Das war eher ein späterer Trend, der leider teilweise bis heute anhält, zum Beispiel bei den so furchtbaren, wie erfolgreichen Serien von Chuck Lorre: Two and a Half Men, The Big Bang Theory, Mom. Wenn ihr euch mal gruseln wollt, sucht auf YouTube nach Szenen von TBBT, wo sie die Lacher entfernt haben. Als ob die alle geistig behindert wären und auf jede normale Aussage mit Grimassen reagieren. Gerade bei Monty Python sind aber alle Publikums-Lacher, die man hört, tatsächlich echtes Gelächter ;)
    Es gibt jedoch auch gemischte Varianten. Bei Eine schrecklich nette Familie zum Beispiel sind die Lacher im O-Ton echt, für die deutsche Synchro hat man aber immer wieder dieselbe Aufnahme genommen; was echt nerven kann, wenn man mal drauf achtet.

    Ich liebe britischen Humor! Mr. Bean ist einer der Helden meiner Kindheit und die Filme von Monty Python sehe ich mir immer noch mindestens einmal im Jahr an (bis auf Ritter der Kokosnuss; der hat zwar auch seine genialen Momente, aber irgendwie bin ich nie so richtig mit dem warm geworden).

    Vor ein paar Wochen habe ich mir auch alles von Little Britain auf DVD besorgt - drei Staffeln, die Spezial-Folgen im Ausland ("Abroad"), den Live-Auftritt und das Spin-Off Little Britain USA, das leider nicht über eine Staffel hinaus kam. Eine geniale, typisch-trockene Serie von zwei Komikern, die fast alle Rollen spielen und viele, viele gesellschaftliche Gruppen durch den Kakao ziehen: Politiker, Ladenbesitzer, Transvestiten, Lehrer, Homosexuelle, Rassisten, Behinderte etc. etc. Das alles gewürzt mit lustigen Sprüchen von Tom Baker (dem berühmtesten Doctor Who-Darsteller) bzw. Friedrich Schoenfelder im Deutschen. Allgemein ist dies eine der Serien, die man imo nicht unbedingt im Original gucken muss: Oliver Kalkofe und Oliver Welke haben bei der Synchronisation einen guten Job gemacht. Wer also Anfang/Mitte der 2000er in einer Höhle gewohnt hat und die Serie noch nicht kennt: unbedingt nachholen!


    Meine Lieblingsfiguren sind eindeutig Mr Mann und Roy ("Margret?! Maaargret!!" :D:D )


    In den "Nachfolger" Come Fly With Me habe ich mal reingesehen, allerdings hatte ich den Eindruck, dass der Charme nicht so gut rüberkam und die Serie etwas zu "seriös" wirkte.

    Und ich frage mich: Ist es den Rechten wirklich gelungen, durch konsequentes Nutzen der sozialen Medien die etablierten Medien und die Politik vor sich herzutreiben und genau in die Richtung zu bringen, die sie gerne haben wollen, so dass die Mitte immer weiter nach rechts driftet und Leute wie der österreichische Bundesadolf oder die bayerische Landesregierung heute den Bürgern Ansichten als "politische Mitte" verkaufen können, die vor 15 Jahren noch eindeutig als "rechtsradikal" bezeichnet worden wären?


    Ich denke, der seit einigen Jahren andauernde Rechtsruck hat weniger mit der Mediennutzung der Rechten zu tun. Sondern eher mit der immer schlechter laufenden Wirtschaft. Die Reallöhne sinken (Kalte Progression), die Renten werden jahrelang nicht erhöht, Zeitarbeit und Langzeitarbeitslosigkeit greifen um sich und "der Trend geht zum dritt-Job", wie man so schön sagt.
    Ob bewusst oder unbewusst, der mächtigste Teil unserer Gesellschaft, die Mittelschicht, bekommt Angst. Die Mittelschicht hält das System am Laufen. Durch Wahlen, Konsum und das Akzeptieren/Nicht-Ändern-Wollen des gesellschaftlichen Status Quo. Wenn die Mittelschicht Angst bekommt, versucht sie, das zu beschützen, was ihr geblieben ist. Darum werden, wie @mi san thrope schon gesagt hat, Immigranten gefürchtet und gehasst; denn wenn jetzt schon nicht genug Geld da ist, wie soll es dann für Millionen-Milliarden neue Mitbürger reichen? Dann werden "starke Männer" gewählt, die einem vermeintliche Lösungen für die materiellen Probleme anbieten.
    Genauso wars auch '33. Hitler wurde hauptsächlich von Vertretern der in der Weimarer Republik entstandenen Mittelschicht gewählt (Handwerker, Angestellte), die zwei schreckliche Wirtschaftskrisen hinter sich hatten und nur Ruhe&Frieden und materielle Sicherheit für sich und ihre Familien wollten. (Das ist natürlich nur ein Faktor, aber mit Sicherheit einer der Wichtigsten.)

    Das ist, meiner bescheidenen Ansicht nach, der Nährboden für den Rechtsruck. Die intensive Mediennutzung (auch eine Sache, die Hitler gemacht hat) war dann eine Saat, die gut gedeihen konnte und das Elend verstärkt hat.
    Denn dass Rechte mindestens genauso zerstritten sind wie Linke, zeigt sich schon an ihren dauernden Machtkämpfen. Die AfD selbst hat mehrere "Personalwechsel" an ihrer Spitze hinter sich. Und es gibt unzählige kleine rechtsextreme Parteien und Gruppen, die auf Abspaltungen zurückgehen: Die Republikaner, Der III. Weg, die Identitären, Die blaue Partei oder die Liberal-Konservativen Reformer (die Kleinstpartei vom AfD-Gründer Lucke), um nur ein paar zu nennen.

    @Lonewolf hat ja schon angemerkt, dass rechtes Potenzial im Grunde immer vorhanden war. Ich habe neulich von einer Umfrage aus der Mitte der 50er-Jahre gelesen, in der etwa 50 % der West-Deutschen gesagt haben, dass Hitler an und für sich echt knorke war. Hätte er bloß nicht diesen doofen Krieg angefangen...
    Aber solange es gefühlt einigermaßen bergauf geht (und das ging es bis 2003 [Agenda 2010] bzw. 2007 [Finanzkrise]) und die Menschen nicht so viel Angst um ihre Zukunft haben, bricht dieses Potenzial nicht so stark aus. Hinzu kommt, dass die DDR jahrzehntelang geleugnet hat, dass es Faschos auf ihrem Grund und Boden gibt und diese ignoriert hat. Das ist schließlich nicht vereinbar mit dem "sozialistischen Paradies". Und da haben wir heute die größten Hochburgen. Im Westen wiederum hat man von Anfang an eine beschissene Integrationspolitik betrieben - sowohl vom Staat, als auch von der Gesellschaft. Man hat in Italien und der Türkei keine Mitbürger besucht, die hier leben, Steuern zahlen und Geld ausgeben (was allein volkswirtschaftlich sinnvoll gewesen wäre) - sondern "Gastarbeiter", die man ein paar Jahre ausbeutet und dann wieder "nach Hause" schickt. Die sind ja nicht doof; die kriegen mit, wenn ihre deutschen Kollegen sich zum Fußball gucken verabreden und sie nicht eingeladen werden. Dann ist es doch klar, dass die eine Trotzhaltung entwickeln und sich auf "ihre eigene" Kultur besinnen und das auch ihren Kindern einzutrichtern versuchen. Die Folge sind die Parallelgesellschaften, die wir heute haben.

    Achja, zu Merkel: Ich bin mir nicht sicher, wie rechts man die einschätzen sollte. Sie ist eher eine machtorientierte Populistin, die ihr Fähnchen nach dem Wind richtet. Und sie ist die geistige Erbin Kohls, der hat sich auch trotz vieler Skandale durch einfaches Aussitzen lange an der Spitze halten können.

    Von Fargo habe ich alle drei Staffeln verschlungen. Die erste ist meiner Meinung nach mit Abstand die Beste. Die zweite ist immer noch sehr gut, kommt aber nicht wirklich an die erste heran. Die dritte ist wiederum genial: Ewan McGregor spielt die beiden Hauptrollen und David Thewlis (Remus Lupin aus den Harry Potter-Filmen) gibt einen der besten Bösewichte, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Allgemein kann sich der Cast in jeder Staffel sehen lassen; neben Ewan McGregor gibt es noch Martin Freeman, Bob Odenkirk (der Anwalt aus Breaking Bad/Better Call Saul), Kirsten Dunst (zusammen mit Jesse Plemons, den man auch aus Breaking Bad kennt) und natürlich den bereits erwähnten Billy Bob Thornton - allein die Szene, wo er in seiner Wohnung von dem Schläger bedroht wird und erstmal in Ruhe kacken geht, ist brillant.

    Den Film habe ich leider erst nach der Serie gesehen. Trotz Frances McDormand und Steve Buscemi war ich etwas enttäuscht, da die erste Staffel der Serie natürlich viel mehr und viel umfangreichere Plots erzählt. Also: lieber erstmal den Film und dann die Serie genießen ;)