Beiträge von _604_

    SeeBee Hab mir das Video jetzt nicht angeschaut, aber ich möchte Dir diesen Youtube-Kanal empfehlen: https://www.youtube.com/channel/UCiRiQGCHGjDLT9FQXFW0I3A

    Beschäftigt sich mit einigen sehr interessanten Themen, u.a. auch Massenpsychose:

    "Is a Mass Psychosis the Greatest Threat to Humanity?"

    "The Mass Psychosis and the Demons of Dostoevsky"

    Zum Thema auch sehr passend:

    "The Psychology of Self-Deception"

    ... Schließlich kann nur getäuscht werden, wer zumindest auch einen Funken Interesse daran hat, sich täuschen zu lassen.

    Und trotzdem habe ich kein Bock auf Kinderpornographie im Netz.

    Du kannst sicherlich erkennen, dass diese Antwort nur mit der Einschränkung "im Netz" wenigsten versucht, den Anschein zu wecken, als würde sie im gegebenen Kontext irgendeinen Sinn ergeben. Gleichzeitig legt sie "lustigerweise" auch die Frage nahe: Wo sonst hast du denn Bock auf Käsepizza?

    Das Deckel aufheben ist aber nicht schuld dran, nicht mal die eigenen Entscheidungen, sondern das suchen nach etwas, das für die eigene Misere in dem Moment verantwortlich ist.

    Leider ist das oft die eigene Existenz -denkt man zumindest.

    Mir scheint, dass in so einer Situation das "wie konnte es so weit kommen?" niemals eine brauchbare Antwort liefert. Vielleicht ist es einfach ein Nicht-wahrhaben-wollen und eine Flucht und hinderlich. Wie man es abstellt, weiß ich nicht.

    Dass ich mal dermaßen an so einen Punkt gelange, hätte ich auch niemals für möglich gehalten, jedoch ist erstaunlich, wie stark so ein Pakt sein kann den man schließt, wenn's einem wirklich ernst ist.

    Niemand hat behauptet dass es einfach sein würde, zu keiner Zeit, aber rückblickend ist alles ziemlich glimpflich um nicht zu sagen ganz okay verlaufen. Es hätte alles viel schlimmer kommen können, das ist mir bewusst und wappnet mich für die nächste Talsohle - ich hoffe.

    Was für ein Pakt? Was ist alles glimpflich verlaufen? Falls du absichtlich so vage schreibst, ignoriere diese Fragen einfach.

    Vielleicht ist es ratsam, den Focus zwischen Etappenziel und größerem Ziel hin und her wandern zu lassen.

    Das denke ich auf jeden Fall.

    Ja, teilweise hast du recht was den Focus auf andere betrifft, allerdings kommen auch gute Impulse von außen, gerade wenn man in sich und den eigenen Depressionen gefangen ist und dort verharren muss, bis etwas passiert.

    Hm, ja, keine Ahnung... je nach dem wie schwer eine Depression ist, kann es da meiner Meinung nach auch praktisch unmöglich sein, ohne fremde Hilfe wieder rauszukommen. Auch wenn die "fremde Hilfe" vielleicht einfach der erste richtig sonnige Frühlingstag nach einem langen Winter ist.

    Im allgemeinen ist es auch mit dem in die Hand nehmen nicht so einfach. Wie du in 'deinen Texten' das mit den Luftschlössern zum Beispiel beschreibst.

    Erst sind sie gut sichtbar, dann zerfallen sie zu Staub zwischen den Fingern und sind nicht mehr zu greifen.

    Sie verändern sich ständig und die Suche gleicht einer Jagd nach den eigenen Schatten.

    Ein an sich heranlassen des Lebens würde ich hier am ehesten gleichsetzen damit, den Grübler im Kopf auszuschalten durch 'einfach machen' und nicht drüber nachzudenken.

    Zerdenken und von der Angst gelenktes Denken war zugegebenermaßen in der letzten Zeit die bevorzugte Disziplin bei mir.

    Was zuerst "gut sichtbar" ist, mag tatsächlich oft eine verklärte, sich-schön-gedachte Ideal-Vorstellung sein, wenn man sich dann aber zu fragen beginnt, wie man von hier nach dort kommen könnte, zerschellt das Bild in Ermangelung der praktischen Umsetzbarkeit.

    Grübeln und Zerdenken klingt auch mir nach von Angst gelenktem Denken, und auch von und durch Angst wieder zu Angst zurück gelenktem Denken. Dieses zirkuläre Denken, das sich immer nur ein Problem oder eine Angst dreht ist meiner Erfahrung nach ein absolut typisches Denkmuster, wenn man sich in einer deprimierenden Situation befindet.

    Ich glaube man kann sich nur mit allem möglichst bald und direkt konfrontieren. Das Problem dürfte dabei dann oft ein Mangel an verfügbarer eigener Energie sein.

    Ansonsten würde ich dazu raten, sich auf das zu besinnen, was man hier und jetzt sofort tun kann. Möglicherweise, um überhaupt einmal eine Übersicht zu gewinnen, damit zu beginnen, Listen zu schreiben, z.B. zu den Fragen: Was sind die Probleme? Worauf kann ich überhaupt irgendwie Einfluss nehmen? Wie kann ich darauf konkret Einfluss nehmen? Oder vielleicht sogar: Was, das nicht unter meiner direkten(?) Kontrolle ist, könnte/müsste passieren, etc..