Beiträge von _604_
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Ich habe übrigens nicht abgestimmt, weil ich mich in keinem Trauerprozess wahrnehme... ich hab da schon immer eher minimal und widerwillig mitgemacht, weil mir die generelle Richtung unserer Gesellschaft und absehbaren Gesellschaftsentwicklung seit jeher als grob fehlgeleitet erschienen ist. Ich hatte z.B. nie den Wunsch einen Führerschein zu machen, den hab ich mir eher "aufdrängen" lassen, nach dem Motto "es gibt zum Geburtstag den Führerschein oder nix" (nicht wirklich nichts, sondern halt das Übliche, was aber eben nur ein relativ kleiner Bruchteil des Führerscheins gewesen wäre).
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Oder jeder hat recht, weil es kein Richtig und Falsch gibt. Glaube ist individuell.
Es gibt sehr viele subjektive Wahrheiten aber nur eine Objektive ...
Glaube (das geht auch an SeeBee) hat nichts unbedingt mit Göttern zu tun. Man kann an alles mögliche glauben.
Glaube kann nicht richtig oder falsch sein, da er nicht bewiesen werden muss oder kann. Es handelt sich um etwas rein Fiktives.
Die Folgen, die aus Glauben resultieren, können jedoch sehr wohl richtig oder falsch sein, da sie höchst irdisch sind und Schaden anrichten können.
Vor einem halben Leben hab ich mal ein Buch gelesen, das ich jetzt leider nicht mehr finde... Ich bilde mir ein, es war ein Reclam Heft das irgendwie "Radikaler Konstruktivismus" im Titel hatte, aber es ist nirgends zu finden und mit den Suchbegriffen "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" und "Die erfundene Wirklichkeit" hab ich zwar zwei Bücher gefunden, von einem derer ich zwar das Cover kannte (dieses: http://s8b1fdc0bd1008610.jimcontent.com/download/versi…irklichkeit.pdf - scheint ein guter Einstieg) , aber die enthielten auch nicht die Textstellen an die ich mich ganz eindeutig erinnere. Jedenfalls ist der radikale Konstruktivismus meiner Meinung nach ganz einfach nur die wissenschaftliche Methode an sich bis in die Erkenntnistheorie hinein konsequent zu Ende gedacht...
Wissenschaftliche Theorien sind immer etwas "vorläufiges". Sie gelten genau so lange, bis sie widerlegt werden. Eine Theorie gilt niemals als "endgültig bewiesen". Genau so kann jedes persönliche Welt- und Wirklichkeitsbild nur so lange als gültig betrachtet werden, bis man sich irgendwann in dem Versucht wiederfindet, eine gemachte Erfahrung in dieses Bild zu integrieren, die damit unvereinbar scheint und dann muss das alte Welt-/Wirklichkeitsbild abgewandelt und angepasst oder sogar weitestgehend zerstört und fast von Grund auf neu aufgebaut werden. Genau so, wie man in der Wissenschaft sozusagen nur sukzessive Möglichkeiten ausschileßen kann (jedes mal, wenn eine Hypothese oder Theorie falsifiziert wird, genaugenommen auch nur "vorläufig", aber doch mit weitaus höherer Wahrscheinlichkeit/Gewissheit), kann man auch für sich selbst nur draufkommen, welche Glaubenssätze oder Teile des Weltbilds sich irgendwann als falsch herausstellen, aber man kann nie endgültig "beweisen" und sicherstellen, dass eine Denkweise immer richtig und nützlich ist und sich nicht doch irgendwann einmal oder immer wieder oder vielleicht überhaupt nur mehr als falsch und irreführend herausstellt - also zu irgendwelchen unerwünshten Resultaten führt, statt zu dem oder den erwünschten.
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Lustig. Wird wohl leider einfach ignoriert werden. Eine Antwort auf so etwas wäre interssant gewesen. ;D
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"[...]
"Warum habt ihr sie nicht als Schwestern und Brüder erkannt?"
Das Übel zieht an
denn eine dunkle Macht herrscht über das Land.
Mensch, sieh hin und vertrau dem nicht,
man hat dich belogen und gegen andere aufgehetzt.
Man nahm dir die Freiheit, trotzdem weiter schön lächeln,
nahm dir die Freiheit zu denken, die Freiheit zu sprechen.
Schlachten und Kriege
gegen die Schattenelite,
sie fördern Getrenntsein im kollektiven Massengefüge.
Hat man den nötigen Abstand im Betrachten der Lüge
dann kann uns das auch wieder helfen uns im Lachen zu üben.[...]"
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Dass Du als Reaktion hier einfach nur genau diese Frage stellst, entspricht einem neuerlichen, vollständigen Ignorieren von allem, was ich in diesem Zitat geschrieben habe
Meinetwegen, wenn es dir doch so sehr am Herzen liegt. Werte das halt als "ignorieren", während du mir trotzdem darauf antwortest, obwohl du ganz genau weißt, dass du ja doch bloß "ignoriert" wirst.

Ich habe es so gewertet, nicht weil das von Haus aus mein Ziel gewesen wäre, es so zu werten, sondern weil ich eher davon ausgegangen bin, dass auch für Dich ersichtlich sein müsste, dass Deine Antwort "beliebig" (sowohl als "ja" oder "nein" oder auch alles dazwischen) interpretiert werden kann, man also keine rationale Grundlage für eine Entscheidung, was du damit tatsächlich meinst, hat. Trotzdem war mir klar, dass ich mich mit meiner Annahme ("davon ausgegangen") auch täuschen kann. "Im Zweifel für den Angeklagten." Also habe ich trotzdem geantwortet.
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