Bzgl. der Bitten habe ich nun das Thema versucht mit meinen Worten zusammen zu fassen. Es sind aber auch ein paar persönliche Ergänzungen enthalten. Wer sich für originalen Inhalt interessiert kann es ja dann trotzdem anschauen.
Kriterien für struktureller Gewalt
- Keine unmittelbare, persönliche Gewalt sondern eine anonyme, heimliche, subtile Gewalt, die sich aus Zusammenhängen ergibt,für die niemand eine Verantwortung trägt
- Im Gegensatz zu offener Gewalt welche eine Gegenreaktion bewirkt entweder keine Gewalt oder Gegengewalt, löst die strukturelle Gewalt zu meist beim Opfer ein Gefühl von Ohnmacht oder Schuld aus. Die Betroffenen werden oft gezwungen sich mittels des Phänomen der Identifikation mit dem Aggressor zu entlasten. Stockholm Syndrom. Deshalb können sich Menschen nicht zur Wehr setzen, denn die Frage ist wogegen setzen sie sich zur Wehr.
- Die Gewalt ist kaum greifbar, fassbar, materialisierbar, sie ist so stark in den Normen der Normalität verankert, dass sie sogar als gut, positiv, nützlich als zielführend angesehen wird. Widerstand wird pathologisiert, psychiatrisiert oder kriminalisiert.
- Die Perfidie des freiheitlichen demokratischen Staat ist, dass von diesem keine Gewalt ausgehen darf, aber dieser die Legitimität von struktureller Gewalt verankert.
- Strukturelle Gewalt darf nicht von denen die sie ausüben definiert werden, sondern von den Empfängern.
- Bisher war strukturelle Gewalt definiert als der Machtmissbrauch von Herrschenden über die Untergebenen über ein Narrativ normiert. Jetzt erleben wir eine strukturelle Gewalt, welche von den Massen ausgeht, die sich das Narrativ der Herrschenden aneignen. Könntedies nicht ein Zeichen für Totalitarismus sein?
- Eine besondere Form von struktureller Gewalt ist die Eigenschaft Angst und Panik zu verbreiten um Missstände zu verankern und die vier Formen der Gewalt also Legislative, Executive, Judikative und mediale Gewalt zu kontrollieren und diese Form als die Rettung oder alternativlos darzustellen.
Strukturelle Gewalt löst oft Traumata aus. Traumata zerstören Bindungen. Traumata erzeugen Verwirrung und Orientierungslosigkeit.
Kinder lernen in erster Linie durch Nachahmung. Erziehung ist oft Gewalt. Man zieht ein Kind irgendwo hin, und zerstört die Selbstentfaltung.
Erfährt man strukturelle Gewalt erfolgt eine Anpassung der Innenwelt an das System und der eigene Wille, das innere Kind, wird abgespalten. Die Innenwelt wird so geändert, dass sie sich der strukturellen Gewalt anpasst oder zur Realitätsflucht führt.
Man entwickelt einen Panzer fühlt sich verbogen, gebrochen, …. Weiß nicht was man will, Frauen scheinen davon häufiger betroffen zu sein.
Wahrnehmung ist wahr gebend, also ist die Wahrheit. Wahrnehmung/Bewusstsein ist Wissen/Haltung/Mindset + Logik + Gefühl.
Wir sind also Subjekte, wenn wir zu Opfern des Systems werden, ist das strukturelleGewalt.
Das System ist da um uns zu dienen und nicht umgekehrt. Menschenrechte setzen das Subjekt in den Fokus und nicht das System.
Menschen werden widerstandsfähig wenn sie glücklich, gesund und sozial eingebettet sind.
Dies ist nicht vereinbar mit der strukturellen Gewalt um uns.
Der Mensch ist ein Subjekt, er sollte nicht zum Objekt gemacht werden. Jedem Menschen sollte seine Wahrnehmung gelassen und nicht zerstört werden und von außen etwas künstliches/objektives aufgepresst werden.
Misstrauen zerstört Kompetenz.
Wir sollten uns mehr auf uns beziehen und nicht anderen Menschen in ihrem Bewusstsein rumfummeln oder System das tun lassen. Wir brauchen mehr kompetente Menschen, also müssen wir das Vertrauen stärken.
Leary hat das so ausgedrückt:
- „Du sollst das Bewusstsein deines Nächsten nicht verändern.“
- „Du sollst deinen Nächsten nicht daran hindern, sein oder ihr Bewusstsein zu verändern.“
Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Leary#SMI%C2%B2LE>
Untersuchungen bedeuten oft die Suche nach Krankheit. Wer sucht der findet. Untersuchungen führen oft zur Abspaltung der eigenen Wahrnehmung. Entfaltung heißt auf die innere Stimme zu hören.
Die Gefahr, dass etwas durch eine Untersuchung schief geht ist größer als durch Vertrauen.
Wahrnehmung ist wahr gebend, also ist die Wahrheit. Wahrnehmung ist Wissen/Haltung/Mindset + Logik + Gefühl.Suche ich also nach etwas negativen ist die Chance groß das auch zu finden. Brennlinseneffekt.
Durch unsere stark patriarchale Kultur dominiert also die männliche starke Fokussierung auf etwas. Das führt aber auch dazu, dadurch das die Fokussierung oft auf ein Teilgebiet eingeschränkt ist, dass das Gesamtheitliche nicht mehr gesehen wird. Mann schaut durch eine Lupe und vergisst alles um sich. Wenn dieser Mann, es kann auch eine Frau sein, unter seiner Lupe nun die Wahrheit entdeckt und ausreichend dominant ist, wird er/sie anderen Menschen diese Realität aufpressen.
Besonders problematisch ist das in Bezug auf die ganzheitliche Wahrnehmung eines menschlichen Subjekt.
Aber diese Fähigkeit ist nicht nur als negativ anzusehen, denn sie hat uns ja auch in diese Situation gebracht, wir genießen einen relativ hohen Wohlstand, der auf Forschung und Technik basiert. Also die Grundbedürfnisse sind weitgehend befriedigt. Dadurch haben viele von uns jetzt erst die Möglichkeit über diese Dinge nachzudenken.
Es besteht aber ein Ungleichgewicht. Diese Fokussierung also eine Bündelung der Konzentration könnte man als faschistisch bezeichnen und kann dann eben auch praktisch und politisch negativen Faschismus erzeugen.
Die Notwendigkeit der Jagd ist heute nicht mehr so ausgeprägt.
Vertrauen in das Leben ist positiv. Die Verwirklichung dessen ist Kompetenz. Leben ist lebensgefährlich.
Mut ist wichtig, führt aber oft zu unnötigen Risiken. Das haben wir genug. Unmut ist aber wichtiger, denn es ist ein Ausdruck dafür das etwas nicht in Ordnung ist.
Das Erkennen der strukturellen Gewalt gibt einem ein Rückgrat und schafft Bewusstsein, welches das System nicht brechen kann.
Respektvoller Umgang mit Menschen die Angst haben.
Es geht also um die Thematik Selbstverwirklichung und Selbstentfaltung, welche durch die strukturelle Gewalt gehemmt wird. Wir verlieren den Bezug zu unserer subjektiven Wahrheit und Realität.
Der Begriff ist relativ schwammig definiert, was auch problematisch sein kann. Wie immer macht die Dosis das Gift. Ich denke nicht das eine komplett gewaltfreie Welt vorstellbar ist. Gewalt schafft ja auch Struktur und Orientierung.
Strukturelle offensichtlich nicht sinnvolle Gewalt sollte vermieden und abgebaut werden, zumindest wenn man anarchistische Entwicklungen fördern möchte.
Im Video sind einige Beispiele zur Veranschaulichung gerade in Bezug auf Corona enthalten.