Dröhnende Stille (14.02.2021)
Schwere Gedanken lähmen das Schreiben,
Ein Nebel im Kopf, der das Denken hemmt,
Panik ergreift den Atem, es bleibt ein
Angsterfülltes Empfinden, so fremd.
Tausend Stimmen in Gedanken,
Eine schreit nach Ausgang.
Letze Worte, keine Schranken,
Bis schließlich alles ausklang.
Der Atem schleift ein, die Zeit hält still,
Die Gefühle schweifen blassend dahin,
Ich fühl' mich taub, doch auch befreit,
Vor diesem aufgebenden Leid.
Nächtliches Denken (16.02.2021)
Mitternacht und leise wird's,
Laute Stille kreist gemüts
Umher erkenntlich, kaltend, harrend,
Auf's Denken und den Zustand rammend.
Kein Schlaf, kein Wort, kein Rat, kein Sinn,
Nur die Zeit schleift stets dahin,
Zieht nicht die Bremse, nicht bei Nacht,
Wenn noch mein Kopf rasend bewacht.
Nicht gut, nicht schlecht, der Auszeit dienend,
Worte in die Schrift zu biegen,
Hoffend auf ein Wunder warten,
Selber tatenlos versagen.
Ausreden und Lächeln rüsten,
Kein Wille, das zu unterstützen,
Schuldbewusst den Rat ablehnen,
Fällt mir schwer, auf Folgen sehend.
Und eines Tages ist's soweit,
Kein Unerhörter Hilfeschrei,
Nein, ganz bewusst nicht angenommen,
Nur zweifelnd stets vorangezogen.
Müde, nie zur Ruhe kommend,
Vor eig'nen Zeilen wie benommen,
Hilflos wie auf den Abgrund blickend,
Hörend der Zeitbombe das Ticken.