Beiträge von Lissaminka

    Soweit ich weiß, ist es mit 15 Jahren möglich, eine Therapie zu beantragen. Auch den Eltern gegenüber besteht eine Schweigepflicht. Das Problem hier ist ein ganz anderes, denn üblicherweise besteht keine Grund aus dem Haus zu gehen, und wenn das so ist, dann müssen sie bis in das kleinste Detail Bescheid wissen.

    Was hältst Du von einer Beratungsstelle?

    Ich habe weiter oben bereits erwähnt, dass ich eine Online-Beratungsstelle kontaktiert habe.

    Dröhnende Stille (14.02.2021)

    Schwere Gedanken lähmen das Schreiben,

    Ein Nebel im Kopf, der das Denken hemmt,

    Panik ergreift den Atem, es bleibt ein

    Angsterfülltes Empfinden, so fremd.

    Tausend Stimmen in Gedanken,

    Eine schreit nach Ausgang.

    Letze Worte, keine Schranken,

    Bis schließlich alles ausklang.

    Der Atem schleift ein, die Zeit hält still,

    Die Gefühle schweifen blassend dahin,

    Ich fühl' mich taub, doch auch befreit,

    Vor diesem aufgebenden Leid.


    Nächtliches Denken (16.02.2021)

    Mitternacht und leise wird's,

    Laute Stille kreist gemüts

    Umher erkenntlich, kaltend, harrend,

    Auf's Denken und den Zustand rammend.

    Kein Schlaf, kein Wort, kein Rat, kein Sinn,

    Nur die Zeit schleift stets dahin,

    Zieht nicht die Bremse, nicht bei Nacht,

    Wenn noch mein Kopf rasend bewacht.

    Nicht gut, nicht schlecht, der Auszeit dienend,

    Worte in die Schrift zu biegen,

    Hoffend auf ein Wunder warten,

    Selber tatenlos versagen.

    Ausreden und Lächeln rüsten,

    Kein Wille, das zu unterstützen,

    Schuldbewusst den Rat ablehnen,

    Fällt mir schwer, auf Folgen sehend.

    Und eines Tages ist's soweit,

    Kein Unerhörter Hilfeschrei,

    Nein, ganz bewusst nicht angenommen,

    Nur zweifelnd stets vorangezogen.

    Müde, nie zur Ruhe kommend,

    Vor eig'nen Zeilen wie benommen,

    Hilflos wie auf den Abgrund blickend,

    Hörend der Zeitbombe das Ticken.

    Hallo, ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, wie meine Pläne nun aussehen und wie es weitergehen soll.

    Letzten Endes führt alles, was ich bisher mitgenommen habe, zu den Optionen Durchhalten oder mit dem Recht auf meiner Seite von meinem Umfeld getrennt zu werden. Womöglich dabei noch eingewiesen zu werden. Es ergibt ja Sinn, dass nur diese Grundmöglichkeiten bestehen, doch nichts davon empfinde ich als wirklich besser, trotzdessen, dass mir die erste Variante eindeutig lieber ist.

    Zitat

    Du kannst beispielsweise ein Tagebuch führen über diese Stimmungsschwankungen, und wann sie auftauchen, unter welchen Situationen es besonders schlimm ist, und dann diese gesammelten Daten analysieren und schauen, welche Muster sich dabei ergeben, und dann bestimmte Situationen zu vermeiden lernen, oder auch gerade diese Situationen dann trainieren und üben, dass du damit besser klarkommst.

    Das ist, wie gesagt, so der praktische Ansatz... etwas, was man auch lernen kann in einer Therapie (die du ja nicht machen willst oder kannst)

    Nach deinem Rat habe ich versucht, es umzusetzen und erkenne leider keinerlei Zusammenhang mit verschiedenen Situationen. Dennoch werde ich es weiterhin versuchen. Was mir aber auffällt, ist dass sich der Zustand zu einer Konstante entwickelt, fast nicht mehr aufhört. Zu der Therapie - die kann ich leider nicht machen.


    Seit der Theraderstellung ist nichts mehr langfristig in die Höhe gegangen. Im Gegenteil ...

    Ich bin mir nicht sicher, ob etwas davon vielleicht nicht in die Öffentlichkeit gehört. Aber kurz gefasst: Es häuft sich immer weiter, dass ich in Panik versinke oder es bewusst aus Verzweiflung zum SVV kommt. Ich verliere immer weiter an Gewicht, aus Appetitlosigkeit. Keine Ahnung, wozu das noch führen wird. Komme sehr oft auf falsche Gedanken. Habe auf Misa's Bitte eine anonyme Online-Beratungsstelle kontaktiert, mal sehen ...

    Guten Abend und danke für die Tipps, Edrey.

    Ich weiß nicht, ob es Möglichkeiten gibt, um diese „Wand” einzureißen, doch mit dem Fortschritt der Zeit vergeht mir ehrlich gesagt das Bedürfnis, noch dagegen anzukämpfen. Insgeheim sehne ich mich zunehmend nach einem für mich einfachen Ausweg ...

    Um auf deine Fragen einzugehen, kokret erlebe ich es draußen und unterwegs ebenfalls permanent, was sich unter Menschen weiter ausprägt. In Gebäuden tritt der Zustand nur selten, bzw. schwach bis gar nicht auf, sowie während Gesprächen oder einer Beschäftigung. Die meisten deiner aufgezählten Tipps habe ich schon mehrmals probiert, allerdings scheint mir, dass das Entgegenwirken ihn nur noch weiter verschärft. Natürlich ist mir bewusst, dass da nur meine Wahrnehmung beeinflusst ist und mein Umfeld weiterhin real bleibt.

    Erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.
    Ich kann gleich am Anfang sagen, dass keine Möglichkeit zur Verfügung steht, „professionelle” und präsente Hilfe oder Beratung zu holen.

    Lissaminka ist einfach zu intelligent für ihr Umfeld.

    Im Grunde genommen bin ich nicht der Meinung, dass differenzierte Interessen und ein unglücklich gelostes Umfeld für Intelligenz sprechen. Danke für die Erzählung mit dem Jungen, aber letzten Endes wird ein Sinn benötigt, um überhaupt auf diese Weise unwissentlich und hoffnungsvoll auf ein „Irgendwann” zu warten, welches auch nicht von alleine kommt. Zunächst sollte man allgemein in der Lage sein, diese Chancen zu erkennen und bis dahin durchzuziehen. Wie soll ich die Geduld nicht verlieren, wenn ich teilweise weder Ausgang noch Sinn erkennen kann? Einige sind stolz, dass ich diesen Schritt hier gehe und erkenne, dass ich Hilfe benötige. Aus meiner Sicht war es nicht sonderlich schwer, weil es mein letzter vernünftiger Ausweg ist. Natürlich möchte ich es nicht kleinreden, danke an jeden Einzelnen, aber ich sehe keinen Sinn mehr ...

    @InSpace Neues habe ich probiert, siehe Discord, Musik, die Animationen, etc. Das ist wirklich nicht das Problem, habe nur erfolglos versucht, mich irgendwie abzulenken ... Es ist ein Teufelskreis und immer, als ich etwas tolles gefunden habe und mal kurz glücklich war oder dachte, es wird nun bergauf gehen, so wurde es danach wieder schlimmer.

    Ich habe Derealisation und Depersonalisation auch schon seit über 7 Jahren.
    Alleine bist Du nicht damit.

    Gibt es irgendetwas, was dir hilft? Ich habe da mehreres versucht, es ist nutzlos. Mich trifft glücklicherweise „nur” ersteres, dafür teilweise aber wieder extrem. Meistens ist es Draußen und unterwegs, wenn die Wahrnehmung sehr verblasst, alles wie ein Traum wirkt und es sich schrecklich surreal anfühlt. Es ist zwar nichts Neues mehr, aber der Zustand dauert an und ist verdammt beängstigend ...

    Was ich selber nicht möchte, ist bereits so früh auszuziehen. Es mag vielleicht die bestmögliche und eine vernünftige Lösung sein, aber es kommt alleine schon meinerseits einfach nicht in Frage. Allgemein solche Phasen hatte ich schon mit elf und zwölf Jahren. Da war es zum Teil dem relativ aktiven Mobbing in der Schule zu verschulden. Mit Ende 13 Jahren hat es aufgehört und danach kam sowieso der Lockdown.
    Vielen Dank für eure Angebote.

    Guten Abend an alle Unity-Mitglieder/innen.

    Ich möchte mal eine sehr belastende Situation ansprechen oder zumindest versuchen, meine Gedanken irgendwie auf die Reihe zu bringen, weil es mich absolut fertig macht und ich nicht mehr weiter weiß ...

    Ich fühle mich in der letzten Zeit furchtbar und dieses Gefühl nimmt kein Ende mehr. Es fing bereits im Sommer an, allerdings noch begründet mit der Angst, wieder in die Schule zu gehen. Es war berechtigt und besserte sich mit der Zeit, aber seit ungefähr diesem Zeitpunkt wird es phasenweise, von Woche zu Woche schlimmer. Eigentlich konnte ich gut im Voraus erkennen, wenn es in den nächsten Tagen wieder bergab gehen würde, weil diese unergründliche Traurigkeit selten bei einer kurzen Zeit blieb. Mittlerweile jedoch hört es nicht mehr auf. Diese „Phasen” nehmen zu und scheinen sich deutlich weiter auszuprägen. Vielleicht war der Schulstress einige Male der Auslöser, aber nun erkenne ich keinen Zusammenhang mehr zu irgendetwas und kann es mir nicht mehr erklären. Etwas hat da den Schlussstrich gezogen.
    Ich habe niemanden im realen Leben mehr und kein sehr gutes familäres Umfeld, was mir bisher allerdings niemals Schwierigkeiten bereitet hat. Ich komme nicht mehr zurecht und da steht mir nur das Internet zur Verfügung. Es ist eine Mischung aus belastender Traurigkeit, Einsamkeit und lähmenden Angstzuständen, bzw. Panikgefühlen. Auch Schlafprobleme und Appetitlosigkeit sind ein Bestandteil, was alles zu deutlich verstärkten Derealisationen beiträgt. Es gibt Momente, in denen sich alles nur noch dreht, die Gedanken unerträglich werden, meine Wahrnehmung wie betäubt ist oder verblasst und jede Logik schwindet. Dieser Zustand führte bereits leider zu selbstverletzendem Verhalten und fühlt sich unbezwingbar an. Nur noch vereinzelnte Teile mancher Tage geben mir das Gefühl, stabil zu sein oder zu wissen, dass ich nicht gleich durchdrehe. Dieses Anders-Sein hat mir zu viel genommen und ich kann es nicht ändern, weil mir die Möglichkeiten fehlen und die Zugehörigkeit zu anderen in allen möglichen Bereichen fehlt. Gleichaltrige sind ausgeschlossen, Ältere haben eigene Vorurteile , bzw. die ihres Umfeldes, aber Erwachsene, die sich überhaupt darauf einlassen, einem Kind zuzuhören? Die gibt's nur im Internet ... Es entsteht mir der Eindruck, dass ich nicht von dieser Welt sei und das ist sehr belastend. Ich weiß nicht, ob es mir einfach an Verständnis und Mitgefühl mangelt oder meine kleine heile Welt im Internet nicht mehr ausreicht, weil die echte schlicht kaputt ist. Dieses Doppelleben ist derbe anstrengend und macht mich so fertig. Ich weiß nicht, ich kann nicht mehr und ich weiß nicht, wo das Problem liegt oder wie das alles nur aufhören kann. Es beginnt Morgens mit dem Gedanken „Warum?!”, warum beginnt ein weiterer Tag, dessen Scheiß nun erneut seinen Lauf nimmt und endet Abends oder Nachts damit, dass ich mich in den Schlaf heule. Wie soll ich auch schlafen, wenn mein Kopf die ganze Zeit tickt, wenn ich nicht zur Ruhe kommen kann und die letzte Ablenkung nicht mehr da ist. Diese Sehnsucht nach einem Ende, sie fühlt sich nicht berechtigt an, ich sehe keinen Grud dazu, aber sie ist da. Ich will, dass es aufhört, ich werde verrückt, ich drehe durch ...
    Ich komme damit nicht mehr zurecht und ehrlich gesagt hat das hier nur noch mehr aufgewirbelt.
    Ach, keine Ahnung ... Vielleicht habt ihr ja ein paar Gedanken dazu ...

    Ich schätze, es ist definitiv einen Therad wert, um einfach mal danke zu sagen. Die Unity ist sicherlich nicht nur für mich eine große Bereicherung und verdient mehr Anerkennung und Lob. Auch die Archiv-Foren sind sehr lesenswert (und unterhaltsam :whistling: ).
    Daher danke an die Gründer, danke für die Aufklärung, danke an Dian und alle, die dieses Forum am Leben erhalten!

    Habt einen schönen Sonntag. :)

    Interessanter Therad, der ist mir bisher nie aufgefallen.
    Gedichte schreibe ich hin und wieder - sie sind nicht perfekt.

    Wehmut

    Sanftes Wasser rinnt ins Dunkel.
    Leise Wellen wanken dahin.
    Lichter der Stadt, sie spiegeln, funkeln,
    Diesen Glanz der nächtlichen Welt.

    Besorgnis erfasst die klare Sicht.
    Düstere Kälte zermartert mich.
    Dringt sich vorwärts in mir auf,
    Nimmt langsam, sicher, ihren Lauf.

    Hoffnungsloses Missbehagen,
    Einsamkeit, Gewissensnot.
    Suchend starrer Blick nach Freiheit,
    Hilfe und Geborgenheit.

    Gedrängter Nebel zieht vorbei.
    Nichts trifft ein, alles verbleibt.
    Stille Tränen fallen herab,
    In’s endlose, schweigende Meer.


    Täglicher Tag

    Ein steifes Lächeln, sorgenlos,
    Erspart die Fragen ausnahmslos,
    Lässt das erblicken, was sie wollen,
    Die Menschen, die die Wahrheit scheuen.

    Viele Sorgen, viele Fragen
    Verzweifeln ohne Auskunft.
    Müde Blicke, leere Klagen,
    Sie dringen niemals durch.

    Schon früh am Morgen fängt es an,
    Der Zeitdruck, Stress und Zweifel.
    Wann gibt es Zeit für Träumerei?
    Verdrängt wird dies, „abscheulich”.

    Immerwährend geht es weiter,
    Niemand hinterfragt.
    Viele Menschen wirken träge
    In dieser kranken Welt.