Beiträge von Lissaminka

    Achja, ich spamme diesen bizarren Traum jetzt einfach mal hier rein, weil die Bundestagswahl all diese Themen umfasst und das nicht tauglich für einen neuen Thread ist. Und so als Vorwarnung: Es war nach dem Aufwachen viel witziger, als es sich beim Erzählen jetzt anhört.

    Also ich träumte heute Nacht, dass ich nach Hause kam und mein Bruder auf der Couch saß und die Sendung mit der Maus in der Glotze lief.

    Auf einmal erschien dort ein Cartoon im klassischen Maus-Stil und diesem blauen Elefanten und es war ein Saal mit vielen Sitzplätzen in der Mitte zu sehen, auf welchen ziemlich dämlich aussehende Menschen saßen (möglicherweise waren das ganz andere Gestalten, denn sehr menschlich sahen sie gerade nicht aus).

    Vorne hing eine Leinwand, auf der verschiedene politische und gesellschaftliche Themen eingeblendet wurden und die Gestalten hatten sich entweder für Pro oder für Kontra zu entscheiden.

    Das erste Thema war die Corona-Impfung. Das ganze Verfahren wirkte ekelhaft totalitär, es verlief so steif wie bei Soldaten einer Armee. Alle, die für die Impfung waren, sollten sich erheben und die anderen sollten auf ihren Plätzen sitzen bleiben, was nur ein paar wenige waren. Dann erschienen von oben durchsichtige Röhren, die über die Köpfe der Sitzenden schwebten und diese einfach einsaugten, was als furchtbares Szenario dargestellt wurde. Die Verbliebenen durften sich schließlich wieder setzen und es ertönte der Appell "Lasst euch impfen!!!".

    Danach folgten die nächsten Themen: Einwanderung von Flüchtlingen, verpflichtende Gendersprache, Klimasteuer, usw., es wurde immer weiter aussortiert und an die Zuschauer appelliert bis schließlich irgendwann nur noch eine Handvoll da saß, welche nun als Abgeordnete regieren sollten und denen sich der Einzelne bedingungslos unterzuordnen hatte.

    Die Einstellung der Mehrheit sei völlig katastrophal und sie seien schockiert darüber, dass annährend alle ausgeschieden sind, dabei sei das doch erst der Anfang gewesen.

    Dann habe ich mich noch mächtig darüber geärgert, was denn aus dieser Sendung geworden ist, welch eine heftige Indoktrinierung da mittlerweile stattfindet und warum sich mein Bruder das überhaupt noch gibt und dann bin ich aufgewacht. :D

    Ich habe ja noch das äußerste Privileg, nicht selber einkaufen gehen zu müssen. :D

    Gehasst habe ich es, seit ich denken kann: komische Waren, komische Menschen und meine Mutter, die niemals beim Nötigsten bleiben kann, vielleicht noch Bekannte antrifft, mit denen quatscht und mich, zehnjähriges, bettelndes und genervtes Mädel mitschleift. Ich bekam jedes mal nach spätestens zehn Minuten Kopfschmerzen.

    Heute gehe ich in der Regel nicht mit und der einzige Laden, in dem ich Stunden verbringen könnte und bei dem sich das Spielchen umkehrt, ist der Bücherladen.

    Edit: Was ich dabei denke? Vertieft an Gott und die Welt, warum es die gleiche Ware in zwanzig verschiedenen Marken gibt, warum die Anordnung im Laden so ist wie sie ist, warum mich die Person da hinten anglotzt und wann diese Alte da vorne endlich weggeht, damit ich mir das auch anschauen kann, während ich umhergehe und es so wirken lasse, als ob ich ganz und gar nicht da hin wollte.

    Altersgenossen zu sehen ist auch unangenehm.

    Och Leute, ihr interpretiert zu viel hinein.

    Ich erkläre hier niemanden für wahnsinnig, der sich grob mit ein paar Adjektiven beschreiben kann und nein, es geht mir auch nicht um die Verdrängung des eigenen Wesens.

    Grundsätzlich handelt es hier von der Frage "Wer bin ich?" oder etwas erweitert "Wie gestalte ich mein Leben?". Da fängt man pauschal an und ordnet sich erst mal in Schubladen ein, "Ich bin eine Schülerin, kann dies und das, mag dies und das" und kann dann tiefer einsteigen in alle erdenklichen Konstrukte wie Denkweisen, Ängste und alles, was einen sonst noch so ausmacht. All das erzeugt Bilder, welche wiederum ebenso Konstrukte gestalten - es baut aufeinander auf, bis eine Vernetzung - das "Gesamtbild" - entsteht. Dieses verändert sich allerdings fortwährend, entwickelt sich weiter und so besteht eben auch die Gefahr, dass man sich mental in Fesseln zwängt, wo eigentlich keine sind (außer man betrachtet das aufgestellte Bild tatsächlich nur als eine Momentaufnahme).

    Ein Mensch ist komplex und davor habe ich eine gewisse Ehrfurcht, obwohl ich von jemandem anderen sicherlich ein besseres und detailreicheres Bild erzeugen, nur nicht unbedingt beschreiben könnte, insofern die innersten Aspekte wegfallen.

    Jetzt könnte ich noch behaupten, ich habe kein Selbstbild, weil ich zu faul bin, das in Worte zu fassen und nicht abwägen kann, was mich eher ausmacht als das andere (und eine Doktorarbeit über sich zu verfassen wäre doch eine Anmaßung).

    @Celdur: Mit Zweifeln hat das das überhaupt nichts zu tun, wenn man nicht gerade an der Realität zweifelt. Es gibt nüchterne Fakten, Beispiel: Ich spiele Klavier.

    Ich finde echt, dass dasein reales Ziel im Leben eines Menschen sein sollte.

    Warum? Weil es zu dem gegenwärtigen Zeitpunkt so ist? (Und du bist doch schon da, verstehe nicht, welches Ziel es deiner Meinung nach noch zu verfolgen gibt. :D)

    Und im Nicht-Dasein ist das Ziel das Nicht-Dasein?

    Fiktive Welten und Träume wenden meist so viel Kraft und Energie auf und werden trotzdem von der Realität durchlöchert, bis sie verblassen.

    Das Zwischenstadium hieße übrigens Realitätsverleugnung - das klingt doch wunderbar.

    Nie wieder Schule!

    Nein, aber deine Gemütsruhe ist auf jeden Fall vorbildlich.

    @Celdur Also laut deinem 16-Persönlichkeiten-Test habe ich die Architekten-Persönlichkeit und werde mit Nitzsche und Elon Musk verglichen. Bedenklich. :D Introvertiert, intuitiv, rational, wertend und turbulent.

    Aber ja - mag schon hinkommen, auch wenn ich dieses Eingeteile als stumpfsinnig empfinde. Vielleicht mangelt es mir ein wenig an Sozialkompetenz, schließlich sind die meisten gesellschaftlich akzeptierten und erwünschten Verhaltensweisen ungeheuer lächerlich, aber niemand kann mir abstreiten, dass ich nicht gut simulieren könnte, und damit erspart man sich eine Menge.

    Mein eigenes Selbstbild, hmm...

    Wenn ich zu lange darüber nachdenke, gerate ich in eine Identitätskrise. Und als nächstes in eine Existenzkrise.

    Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!

    Ich estimiere es als suboptimal, wenn man altera-linguale Synonyme iterativ apportiert.