Beiträge von Lissaminka

    Der Pflegeersatz in Krankenhäusern oder Altenheimen ist mir noch eingefallen. Das würde den Patienten angesichts der aktuellen Zustände nur zugutekommen.

    Abgesehen davon wäre das in einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft eine reine Win-win-Situation, wenn Menschen dafür nicht länger arbeiten müssten und mal tatsächlich so etwas wie "Freizeit" in ihrem Leben hätten. Könnten gerade die ausgelasteten Pflegekräfte mal ganz gut gebrauchen.

    welche konkreten Bereiche sind es denn deiner Meinung nach, in denen KIs eventuell in Zukunft folgenschwere Entscheidungen für uns treffen könnten?

    Hm, ganz spontan fallen mir vor allem militärische Einsätze ein, die irgendwie aus der Bahn laufen.

    Auch muss ich da an computergesteuerte Verkehrssysteme denken. Die dabei getroffenen Entscheidungen sind definitiv folgenschwer und gerade in Bezug auf autonomes Fahren existieren ja auch schon diverse Ethikkommissionen, die sich mit den zugehörigen Fragestellungen beschäftigen.

    Das sind aber nur zwei Bereiche von ganz vielen, von denen ich denke, dass sie in Zukunft betroffen sein werden. Ich denke sogar, dass wir früher oder später einen Punkt erreichen werden, an dem es überhaupt keinen Bereich mehr geben wird, der ohne eine KI auskommt. Es erscheint mir ein ähnlicher Prozess zu sein wie mit Computerunterstützung allgemein. Vor ein paar Jahrzehnten konnte sich niemand vorstellen, wie digitalisiert die Welt heute sein würde und in wie vielen Bereichen die Computertechnologie zum Tragen kommt.

    Dieser Wandel geht verdammt schnell.

    Utopie oder Dystopie?

    Meiner Ansicht nach gewöhnt man sich an die positiven Effekte dieser Entwicklungen sowieso ziemlich rasch und weiß sie nur noch auf einer abstrakten Ebene zu schätzen (man werfe einen Blick auf die Möglichkeiten, die wir heute haben: direkte Kommunikation per Chats, Foren und Social Media und Recherchemöglichkeiten im Überfluss). Während die dystopischen Aspekte ebenso gravierende Folgen haben - zusätzlich mit einem Potenzial, das man bei schlechten Absichten noch viel weiter ausschöpfen kann.

    Darum eher Dystopie. Insbesondere langfristig.

    Relevant ist wohl eher der Faktor der Entscheidungsgewalt - solange die bei einem menschlichen Akteur bleibt, sind wir wohl vor dem Maschinenaufstand sicher

    Du gehst also von einer KI aus, die man komplett selbst steuern muss? Im Sinne von, der Mensch entscheidet, welche Daten eingepflegt werden, und entscheidet dann, was die KI damit macht und welche Rechnungen ausgespuckt werden.

    Das erscheint mir eher wie so ein Taschenrechner-Konzept, á la: Ich gebe zwei Zahlen ein und "addiere das" und bekomme so meine neue Zahl.

    Ich denke, davon werden sich richtige KI-Systeme in Zukunft eher wegbewegen und sich tendenziell in eine Richtung entwickeln, vor der sogar Leute wie Stephen Hawking warnen. Weil sie eben nicht länger von außen gesteuert werden müssen, sondern sich autark fortentwickeln - möglicherweise auch in Richtungen, die uns nicht gefallen.

    Für Ratschläge, auch im ethischen Sinne, könnte man allerdings tatsächlich eine hochentwickelte KI heranziehen. Vielleicht sind solche KI-Priester, Orakel und Philosophen in Zukunft der würdige Nachfolger unserer 'Denker' aus Fleisch und Blut. Das wäre mit Sicherheit inspirierender als irgendwelche Papst-Reden oder TV-Philosophen. Auch das Amt des Bundespräsidenten könnte gut von einer KI übernommen werden ;)

    Ja, es ist nicht sonderlich schwer, bestimmte Moralsysteme einzuprogrammieren oder Prinzipien wie "Frauen und Kinder zuerst", "kein Lärm zur Nachtruhe" usw. zu implementieren.

    Und auch künstliche Intelligenzen können mal vor widersprüchlichen Bedürfnislagen stehen, die sie hierarchisch bewerten müssen, nur sind sie - im Gegensatz zu uns - dazu in der Lage, alle komplexen Details der Umstände in einem irren Tempo zu erfassen, gegeneinander abzuwägen und auszuwerten. Auf die Schnelle können einfach mehr Zusatzfaktoren einberechnet werden.

    Gerade unter Zeitdruck würden wir Menschen mit deutlich weniger Informationen arbeiten, auch weil der Denkprozess viel länger dauert, und die Situation stark simplifiziert werden muss, um überhaupt zu einem Ergebnis zu kommen. Zwar ist die generelle Arbeitsweise mit den Hierarchiesystemen vermutlich mit einem biologischen Hirn vergleichbar - vielleicht sogar so etwas wie eine Grundvoraussetzung -, doch stehen wir unter so verdammt vielen Zusatzeinflüssen, dass die Anordnung und Bewertung letztlich sehr chaotisch abläuft und selten wirklich reproduzierbar ist.

    Das Entwickeln eines tatsächlichen Egos oder Ich-Bewusstseins einer KI halte ich für elementar um überhaupt von einer KI sprechen zu können.Ansonsten wären es doch nur komplexe Algorithmen.

    Ich weiß ja nicht, was deine subjektive Definition von "Intelligenz" ist, aber meines Erachtens ist die Lernfähigkeit ein Aspekt, der dazugehört und der eine KI im Wesentlichen von einer gewöhnlichen Rechenmaschine unterscheidet. Einen "komplexen Algorithmus", der nicht in sich geschlossen ist, sondern sich selbst erweitern kann, würde ich nicht als einen solchen bezeichnen.

    Das Bewusstsein ist keine Voraussetzung für Intelligenz, auch für keine künstliche.

    Und im weiteren Verlauf sprichst du doch genau davon:

    Warum entwickeln wir eigentlich eine KI :? Ich nehme an zu unserem Vorteil und nicht zu ihrem. Was fatal wäre, wenn sie dann ein eigenes Bewusstsein entwickeln würden.

    Zitat von Dian

    Das von Lissaminka erwähnte Pong-Experiment ist ja ganz nett, aber letztlich ist es nichts, was ich als Intelligenz bezeichnen würde, wenn irgendwelche Zellen wie eine Pflanze eine bestimmte Funktion ausüben, weil man es ihnen so antrainiert hat. Dass die Zellen irgendwann beginnen, sich eigenständig zu fragen, was der Sinn ihrer Existenz ist, ist hingegen ein Schritt, der so dermaßen weit vom simplen Reagieren auf irgendwelche elektrischen Impulse entfernt ist, dass mir das aktuell schwer vorstellebar scheint, dass dieser Schritt in den nächsten zwanzig, dreißig Jahren bewusst herbeigeführt werden könnte.

    Mir ging es erstmal nur um Ähnlichkeiten von groben Konzepten zwischen künstlicher und biologischer Intelligenz.

    Beispielsweise das nach Bedürfnissen ausgerichtete Handeln - eine Diskrepanz, die zwischen Istwert und Sollwert entsteht, welche einen Impuls auslöst, der ans System zurückgemeldet wird.

    Und dabei ist es meiner Ansicht nach ziemlich egal, ob es sich um ein menschliches Bedürfnis handelt, bei dem diese Diskrepanz durch Empfindungen zurückgemeldet wird oder ob es errechnete Daten einer KI sind, die zuvor mittels Sensoren erfasst wurden.

    Es gilt auch zunächst nachzustellen, wie das menschliche Lernverhalten auf Grundlage von "verschachtelten" Belohnungssystemen arbeitet, d.h. auf dem allgemeinen Belohnungsprinzip, aber auch auf Schmerzvermeidung, Angst, Nachahmung etc. Und wir sind dazu in der Lage, langfristig zu denken und unser Leben nicht ausschließlich auf die nächste Belohnung auszurichten.

    Das ist alles hochkomplex, aber die Funktionsweisen des Gehirns sind eben nicht ganz so einzigartig oder nahezu magisch-unergründlich, wie man es als Betroffener vielleicht gerne glauben würde. Wir sind aktuell nur noch zu doof dazu, um den Kram wirklich komplett zu verstehen, aber auch das könnte sich früher oder später noch ändern.

    In dem Zusammenhang kann man auch einen Blick auf die rasante Entwicklung der Technologie werfen, mit der wir es zu tun haben. Das Gehirn hat Millionen von Jahren gebraucht, um sich ungefähr auf den heutigen Stand zu entwickeln, während KIs ein System darstellen, welches nur wenige Jahrzehnte alt ist und das uns trotzdem bereits auf extrem vielen Ebenen, die wir gemeinhin mit Intelligenz assoziieren, haushoch überlegen ist. Zudem verdoppelt sich seine Leistungsfähigkeit so ungefähr alle ein bis zwei Jahre.

    Die Bereiche, in denen das menschliche Gehirn noch irgendetwas besser kann als dieses Zeug, werden in den nächsten Jahren vermutlich wohl weiterhin schnell abnehmen.

    Und was Sinnfragen betrifft, sollte man überlegen, inwiefern diese mit den (stets der eigenen Natur egozentrischen) Gefühlen einhergehen. Also ich wäre ganz froh, wenn eine KI den Quatsch nicht entwickelt.

    Das negative Potenzial erscheint mir gewaltig.

    Dazu ist dieser Artikel übrigens auch hochinteressant, über den ich gerade gestolpert bin: https://www.deutschlandfunk.de/hirnforschung-manuskript-das-hypothesengenie-100.html#:~:text=„Das%20Prinzip%20der%20freien%20Energie,wir%20eine%20innere%20Struktur%20aufrechterhalten

    Zitat

    Das Gehirn nutzt innere Modelle, um Reize zu interpretieren, weil das energetisch weniger aufwändig ist als sie immer neu zu berechnen. Und weil so die innere Struktur des Gehirns – die Ansammlung seiner Modelle – möglichst lange konstant gehalten werden kann. Erst wenn die Sinnessysteme abweichende Daten melden, gibt das Gehirn die alte Ordnung auf und erschafft bessere Modelle.

    Karl Friston: „In meiner Fassung handelt es sich nicht mehr um die thermodynamische freie Energie, wie sie in der statistischen Physik berechnet wird. Nur formal gesehen handelt es sich um das gleiche mathematische Konzept. Ich übertrage es einfach auf die Informationstheorie.“

    Mit eleganten Formeln rechnet Karl Friston in wenigen Zeilen vor, dass das Gehirn zwangsläufig bestrebt sein muss, den Energieeinsatz zu minimieren. Lebendige Systeme müssen Unordnung vermeiden, das informationsverabeitende Gehirn Überraschung, lautet seine neurowissenschaftliche Weltformel. Zusammen mit anderen Hirnforschern versucht er, daraus alle Eigenheiten des Gehirns abzuleiten. Zum Beispiel, dass die Areale der Großhirnrinde hierarchisch gegliedert sind. Dass das Gehirn Feedbackschleifen braucht. Oder dass die Kontrolle von Bewegung auf der Vorhersage von Körperempfindungen beruht. Umgekehrt besteht überhaupt kein Grund mehr zur Veränderung, wenn zwingende Körpersignale ausbleiben. Das zeigt das Beispiel Parkinson. Friston hat die Krankheit in einer Simulation nachgestellt:

    „Die Sensibilität von Nervenzellen reguliert der Körper normalerweise wirkungsvoll, indem er die Konzentration bestimmter Hirnbotenstoffe wie das Dopamin verändert. Bei der Parkinsonschen Erkrankung wird das Dopamin allerdings abgebaut. Daraufhin reagieren die Nervenzellen weniger auf neue Informationen und die Menschen erstarren, werden bewegungslos. Wenn wir in Computersimulationen die Präzision herabmindern, mit denen das Gehirn Vorhersagefehler entdeckt, geschieht etwas Vergleichbares. Der simulierte Agent hört dann auf, sich zu bewegen. Er kennt seine aktuelle Position nicht mehr richtig. Also gibt es auch keinen Grund mehr für ihn, sich fortzubewegen und Vorhersagen zu machen.“

    Das ist ungeheuer spannend.

    Wenn man all die verschiedenen Konzepte, die man beobachtet, in den KIs implementieren könnte, wäre es kaum vorstellbar, wie effektiv diese Systeme arbeiten könnten. Das wäre revolutionär.

    Diesen Artikel fand ich allgemein zum Thema "Intelligenz", "Lernfähigkeit" und dem künstlichen Erschaffen davon total interessant:

    Zitat

    Ein Team um Karl Friston vom University College London hat Gehirnzellen in einer Petrischale beigebracht, das Videogame »Pong« zu spielen. Hierbei müssen senkrechte Balken auf dem Bildschirm nach oben und nach unten gelenkt werden, um einen hin- und herspringenden Ball abzufangen. In dem Experiment steuerten die Nervenzellen die Balken.

    Die Wissenschaftler hatten zunächst Neurone aus Stammzellen von Menschen oder Mäusen gezüchtet. Diese kultivierten sie auf Mikroelektroden, die an das Spiel »Pong« angeschlossen waren. Mit Hilfe der Elektroden konnten die Experten den Zellverband an verschiedenen Stellen stimulieren. Um den Neuronen beizubringen, den Ball zu treffen, machten sie sich die Theorie der freien Energie zu Nutze: Nervenzellen reagieren auf eine Art und Weise, die eine für sie vorhersehbare Umgebung erzeugt. Das senkt den Energieaufwand und erhöht die Überlebenschance. Somit sollte es möglich sein, ihr Verhalten zu beeinflussen, indem unvorhersehbare Rückmeldungen nach »falschen« Reaktionen gegeben werden. Die Wissenschaftler gingen wie folgt vor: Elektrische Reize zeigten Position und Weg des Balls auf dem Chip an, deren Frequenz die Nähe zum Schläger. »Trafen« die Neurone den virtuellen Ball, reagierten sie also mit einer Aktivität, welche die Eingangssignale widerspiegelte, so stimulierten die Fachleute sie erneut an der gleichen Stelle und mit gleicher Frequenz. »Trafen« sie ihn nicht, so regte das Team das Netzwerk an zufälligen Regionen und mit unterschiedlichen Frequenzen an.

    Zudem startete das Spiel neu und der Ball begann seinen Weg an einer unvorhersehbaren Position. Innerhalb weniger Minuten lernten die Nervenzellen das Spielprinzip. Die Arbeit sei ein Beweis dafür, dass Neurone in einer Schale lernen und grundlegende Anzeichen von Intelligenz zeigen können, so Brett Kagan, Erstautor der Studie."

    Intelligenz: Neurone in der Petrischale lernen Pong spielen
    Eine Zellkultur, die ein Computerspiel bedienen kann? Forscher konnten Neuronen in einem Experiment beibringen, die Balken des Videogames »Pong« zu steuern.
    www.spektrum.de

    Ja, das glaube ich. Es gab doch auch die Angst, dass die beiden mit neuem Account auftauchen. Ist auch nicht passiert.

    Die beiden sind keine wilden Tiere.

    Naja, gerade bei Unmensch hatte ich diese Befürchtung nicht. Bei dem anderen hätte ich drüber streiten können, aber Zweitaccounts lassen sich meines Wissens nach sowieso unkompliziert aufdecken.

    Es geht mir um den Punkt, dass sie zuvor bereits alle freundlichen "Bitten" keines ernsten Blickes gewürdigt haben - und das Resultat war eben der Rausschmiss.

    Vielleicht könnte man ja beide darum bitten, den anderen auf ignore zu setzen - damit das nicht erneut eskaliert.

    Und du glaubst allen Ernstes, dass die Bitte den "Konflikt" zwischen den zweien eindämmen würde?

    Bei so viel Konsequenz könnte die Welt ja fast gut werden. :D

    Das klingt für mich nach so einer Vorgehensweise, wie sie in der Grundschule vielleicht noch erzwungenermaßen praktiziert wurde und in den Augen des Lehrers sogar halbwegs gut funktionierte. Natürlich nicht ohne die fortbestehende Spannung, die nur nicht länger laut ausgepsrochen wurde. Die bedrohlichen Blicke sagten doch alles, von denen der Lehrer natürlich nix mitbekam, danach wurde der Scheiß eben auf den Hinterhof ausgetragen.

    So wie du bei deiner Lehrerin? 8o

    Dem Lehrer wurde ich nicht freiwillig ausgesetzt und es besteht auch keine Möglichkeit, sich ihm zu entziehen. Das meiste über ihn Gesagte nehme ich aus verschiedenen Gründen übrigens mittlerweile auch wieder zurück, was allerdings nichts daran ändert, dass du das hier hobbymäßig betreibst.

    Und was heißt schon bitte auf ihm rumhacken? Der hat mich halt angekotzt. Erwartest du in dem entsprechenden Thread eine differenzierte Ausführung?

    Fraglich ist es hingegen, derartiges als Grundlage für eine Diskussion über eine Pandemie anzuwenden - wer verharmlost hier was? :)

    Das klingt doch schon ganz anders als diese plumpe Form, die dein Ursprungspost noch besaß.

    Und das gab dir also das Recht, mir mit der gleichen plumpen Form zu antworten?

    Mach es doch mal konsequent vor mit deiner Sachlichkeit und Vielseitigkeit, anstatt gleich jedem Kritiker, der nicht sofort die Lösung auf alle Weltprobleme besitzt und sich Meckereien über Nebensächlichkeiten erlaubt, die zum großen Ganzen führen, eine Verharmlosung oder eine plumpe Form vorzuwerfen (und natürlich habe ich trotzdem ein paar gedankliche Ansätze, siehe unten).

    Ich denke nicht, dass sich an meiner Einstellung etwas verändert hätte, wenn ich gleich eine Lektüre für dich verfasst hätte, höchstens vielleicht noch an deiner gegenüber mir.

    Ich glaube dennoch, dass du den Corona-Opfern (den bereits Toten, den noch Kämpfenden, und den an der Front arbeitenden Menschen) mehr Unrecht tust mit deinem verklausuliertem Hohn, als ich es gegenüber deinen Sätzen, bestehend aus Buchstaben und Satzzeichen, mache.

    Toll, neuerdings verspotte ich also auch Corona-Opfer. :D

    Ich dachte, es war nur das ewige Rumschrauben an den Maßnahmen, Verschärfung, Lockerung, Verlängerung, Verkürzung, Hin und Her, dies und das - aber schön, dass du es besser weißt und ich ihnen offenbar mit meinen Sätzen, bestehend aus Buchstaben und Satzzeichen Unrecht tue.

    Noch mal: Nichtstun ist keine Lösung. Nichtstun ist... nichts.

    Was tust du denn?

    Darauf warten, dass dir deine Kritiker den Masterplan liefern?

    Das sind halt so Problemchen, die man in sich trägt, wenn man sonst keine hat.

    Ja, ehrlich ... du kennst mich ja tatsächlich besser als ich dachte.


    Genug der Nebensächlichkeiten und jetzt mal straight to the point, darauf hast du doch so sehnlichst gewartet:

    wie sollen wir es machen, dass die Maßnahmen wirklich effektiv sind, wir aber nie in die Verlegenheit geraten, Teile davon dann doch wieder rückgängig zu machen, zumal ein lauter Mob genau das permanent fordert, ganz gleich wie hart oder weich die Maßnahmen auch ausfallen?

    Wir bräuchten also eine Art trial and error-Prinzip, aber ohne error. Jeder Schuss muss ein Treffer sein. Wie gelingt uns das?

    Da der gut funktionierende Masterplan offenbar noch nicht vorliegt (auch du weigerst dich beharrlich ihn zu nennen), und wenn selbst nach der Impfung noch weiter an den Stellschrauben gedreht werden muss, dann frage ich mich schon, wie man denn sonst eine weltweite Notlage, welche es in diesem Ausmaß noch nicht gegeben hat, denn anderweitig gelöst bekommt? [...]

    Welche ist also die Maßnahme, die gefahren werden muss, um sich nicht einer "Lächerlichkeit" preiszugeben, weil sie später dann doch angepasst werden muss, da sich natürlich auch das Virus seinen Gegebenheiten anpasst?

    Und wie würdest du es denn finden, wenn wir einmal derart harte Extremschritte beschließen, die beispielsweise sämtliche Veranstaltungen verbieten (ohne jegliche Ausnahme), und diese eben auch aus erwähnten Unglaubwürdigkeitsgründen nicht zurückgenommen werden, obwohl draußen bei 35 Grad die Sonne knallt? Was wäre daran jetzt soviel besser?

    Nun nimm doch einfach mal meine letzten Postings und zähle eins und eins zusammen, dann hast du bereits die grobe Richtung für meinen "Masterplan". Ein derartiger liegt natürlich nicht in einem solchen Ausmaß vor, aber ein Anfang wäre es schonmal, Übersicht in die Lage zu bringen. Seien es zwar einheitliche, dafür aber durchdachte Hygieneschutzkonzepte, so wären wir einen großen Schritt weiter, anstatt dass sich z.B. jede Schule ihren eigenen irren Scheiß ausdenkt und Unmengen an Zettelchen verteilt.

    Niemand fordert den Treffer für jeden Schuss, mein Punkt ist der Zweifel an der Sinnhaftigkeit all dieser "hirnrissigen" Kleinigkeiten, wie du bereits zugestimmt hast. Ebenso auch das Kommen und Gehen, die ewige Wechselwirkung zwischen Maßnahmen und Fallzahlen, während eben diese Kleinigkeiten immer bekloppter werden, weil die Ideen ausgehen und die Zahlen nach den Lockerungen unbekümmert wieder ansteigen. Im Umkehrschluss sollte hier also überlegt werden, inwieweit die unmittelbare Lockerung bei minimal geringeren Infektionen sinnvoll ist.

    Oder noch einen Schritt weitergedacht: Wie man mit der Erkenntnis und Tatsache zu leben lernt, dass das Virus niemals vollständig schwinden wird und wir nicht lebenslang unter akuten Maßnahmen existieren werden.

    Lol, habt ihr nix bessres zu tun außer dummen Scheiß in die Welt zu setzen?! :hammer:

    Nö. Nie gehabt.

    Ist letztlich alles dummer Scheiß, den Menschen in die Welt setzen.

    Weil Gesundheit eine von Mensch zu Mensch ganz individuelle Angelegenheit ist.

    Würdest du es für richtig halten, die Verantwortung für die eigene Gesundheit jetzt jedem Einzelnen selbst zu überlassen?

    Das würde ja nicht einmal ich den armen Ärzten zumuten wollen ...