Können wir daraus vielleicht etwas nützliches ableiten?
Ihr beide bekommt ja mit welche Leute aktuell in den Discord gespült werden. Da sind viele junge Menschen dabei, die sich irgendwie äußern wollen und eine Gemeinschaft suchen. Da könnte ja eine "Unity" wirklich Halt geben bzw. einfach einen Rückzugsort darstellen. Dafür wäre es vielleicht angemessen die ganzen Gesellschaftsänderungs- und Politikdiskussionen (die ich ja auch gerne führe) etwas zurückzufahren zugunsten einer Unterstützung dieser Menschen.In erster Linie ganz banal durch Zuhören und vielleicht mal andere Perspektiven aufzeigen. Das ist ja was früher passiert ist in Internetforen wie der Unity und sicher auch einigen Menschen geholfen hat.
Bei den weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hänge ich noch fest. Dinge, wie sie früher der Fall waren als Leute für Wochen bei anderen untergekommen sind, kann ich mir irgendwie nicht richtig vorstellen.
Genau das sehe ich aber auch als "lebensverlängernd" an wie Lonewolf es bei Hansi sagte. Und für andere Menschen war es lebensverändernd, da sie ihr Umfeld veränderten (auch wenn sie dadurch von der Unity weg kamen).
Ich muss mich hier selbst korrigieren. Nicht die Unity oder Dian haben etwas für die Leute getan, sondern die Menschen haben sich gegenseitig unterstützt und das hat mal besser und mal schlechter funktioniert. So gesehen stammen die meisten meiner positiven Erinnerungen auch aus einer Zeit in der sich viele Nutzer von der Unity abgewandt hatten und eigene Gemeinschaften/Gruppen gründeten. Unterstützungsnetzwerke. Davon war ich ein sehr kleiner Teil, hauptsächlich habe ich Leute von A nach B gebracht.
Inzwischen habe ich einiges nachgelesen was hier passiert ist und komme zu dem Schluss, dass die Unity einfach ein Sammelbecken ist und sich dort Menschen finden können, die sich vielleicht gut tun, sich vielleicht aber auch in die Katastrophe treiben wobei ich die Gefahr für das Zweite viel zu hoch halte. Es wurde auch nie wirklich aufgearbeitet inwiefern die Unity-Philosophie solche Katastrophen ermöglicht oder begünstigt hat und ich denke da ist von Dian auch keine Einsicht zu erwarten.
Es gab hier wirklich unterirdische Gestalten, die einfach losgelassen wurden auf Menschen, die in Lebenskrisen waren. Statt diese Leute zu bannen, hat man sich auf eine imaginäre Freiheit berufen. Und die Menschen, die diese Problematik angesprochen haben, wurden hier nie ernst genommen. Verantwortung übernehmen gehört eigentlich auch zur Anarchie aber das ist hier fremd.
Das ist definitiv nicht das was ich suche oder brauche oder durch Beteiligung irgendwie weiter unterstützen möchte. Allen mit großen Problemen (Mobbing, Einsamkeit, psychische Krankheiten, Missbrauch) wünsche ich natürlich, dass es gut tut hier zu sein oder sie ihre Unterstützungsnetzwerke finden. Ich kann sowieso niemandem helfen, der solche Probleme hat. Ich bin nicht hilfreich für einen Ort an dem Menschen Halt suchen aber ich denke das brauchen viele (vor allem im Discord). Vielleicht schafft ihr es ja noch diesen Ort herzustellen. Mit der Philosophie der vergangenen Jahre halte ich das aber für unmöglich.
Euch wünsche ich noch eine schöne Zeit und alles Gute für die Zukunft.