Thread für entscheuernde Memes (Sammelthread für Propaganda-Material)

Es gibt 287 Antworten in diesem Thema, welches 73.375 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Dezember 2022 um 20:20) ist von _604_.

  • Beides wird von deinem Meme noch nicht mal ansatzweise aufgegriffen

    Jo und? Muss ich das? Ich habe halt einen anderen Aspekt aufgegriffen, der auf die Angst vor dem Unbekannten abzielt:

    Die Leute erkennen, dass er Kapitalismus oder seine jetzige Form scheisse ist, einige drehen aus verschiedenen Gründen darüber am Rat und keiner weiss, wie es weitergeht. Ausser Klausi natürlich :D

  • Ich denke, dass jeder in irgendeiner Form am Tropf dieses Systems hängt.

    Ja. Es ist aber ein Unterschied, ob man dieses System, in das wir alle gepresst wurden, lautstark zurückfordert (und notfalls mit Stürmung des Systemgebäudes), oder ob einem zwar sehr wohl bewusst ist, wo man herkommt, doch auch weiß, dass es schon weit früher als uns alle lieb ist, zurückkehren und dann wieder für sehr lange bleiben wird.

    Vermutlich sind wir die einzige Generation in diesem Jahrhundert, welche das hier überhaupt erlebt.

    Mir kommt das jedenfalls echt vor wie so eine unglückliche Partnerschaft. Und wenn es dann zum großen Bruch kommt, wird es definitiv eine Seite geben, die sich die Augen aus dem Kopf heult und wieder zurück will. Wissend, dass es früher eigentlich gar nicht so toll war, aber man vermisst schon irgendwie was. Plötzlich scheint alles ganz schrecklich und die Erfüllung ausschließlich in dem bis gestern noch Verhassten zu liegen.

    Ich habe übrigens nicht mitbekommen, dass die Medien "jahrelang vom Untergang der Welt gepredigt haben".

    Sicher, dass du keiner Weltuntergangssekte aufgesessen bist?

    Ich kann auch nicht erkennen, dass "das System immer mehr hinterfragt wird". Das ist überhaupt nicht so. Mittlerweile ist lediglich das Gebrüll auf Politiker lauter geworden. Aber auch da nicht von einer Masse, sondern von einer Minderheit mit Megaphonen. Und die wollen auch das System nicht abschaffen, sondern die Sitze im Parlament neu verteilen (alle anderen sollen an den Galgen). In der festen Absicht, dass das System fortgeführt wird, doch dann angeblich viel besser (oder konkret zu benennen, was das bedeutet).

    Ab deinem Quatsch mit der "Bevölkerungsreduktion" war ich übrigens raus. Man kann nicht proklamieren, dass man mit den Krankheiten der Menschen Kasse machen will (und sich dabei die Hände reibt), aber gleichzeitig wollen die Bösen dieser Welt ihre potentiellen Melkkühe, denen man das Geld aus den Taschen zieht, verschwinden lassen. Das ist sogar für deine Schwurbelliga total absurd. Schon mal die Trinkwasserleitungen gecheckt, ob die finsteren Mächte dir nicht längst schon LSD ins Wasser mischen?

    Und was ist ein umbruch anderes als eine radikale Veränderung? :rolleyes:

    Sag du es mir. Du hast beide Begriffe in den Ring geworfen. Von "radikaler Veränderung" habe ich jedenfalls nie gesprochen.

    Ich kann dich doch als schwurbler nicht im glauben zurücklassen, wir wären auf einem level ;-)

    Keine Sorge, das sind wir nicht. (;

    Es war mir klar, dass das Meme wieder für zwist sorgen würde, aber ich habs trotzdem gepostet. das muss unsere freundschaft aushalten.... :)

    :cuddle:

    das meme habe ich nicht gepostet um dich damit als depp hinzustellen, auch wenn mir klar war, dass du es so auffassen würdest

    Sei da mal gänzlich unbesorgt (aber grandiose Fantasie übrigens). Versuche statt Schwurbler doch mal die Rolle des Geschichtenschreibers. Da kannst du dir quasi von Berufswegen Dinge ausdenken und so tun, als würdest du einen Tatsachenbericht schreiben. :good:

    weil du halt auch ein kleiner paranoider mann mit aluhut bist, auch wenn du das nicht wahrhaben willst.

    Das ist mir zu unkonkret. Etwas genauer bitte. Auf jeden Fall freut mich, dass du den Begriff "auch" verwendet hast. Damit legst du schon mal gut vor, du kleiner paranoider Mann mit Aluhut (auch wenn du das nicht wahrhaben willst). ^_^

  • Ja. Es ist aber ein Unterschied, ob man dieses System, in das wir alle gepresst wurden, lautstark zurückfordert

    Ich glaube keiner fordert die negativen Aspekte des Kapitalismus ein. Es geht um Dinge wie Freiheit und Eigenverantwortung usw. und dass es eine notwendige Erfordernis ist, das im Zuge eines "Regime/Systemchanges" abzuschaffen ist ja so schwach, dass es nicht mal jemand zu suggerieren versucht.

    Plötzlich scheint alles ganz schrecklich und die Erfüllung ausschließlich in dem bis gestern noch Verhassten zu liegen.

    Naja, das verhasste geht doch weiter. Die Leute machen bullshitsjobs, knabbern am Hungertuch, Konzerne verpessten die Luft usw. Es ist dieser Kultcharakter, der den Leuten mit der akzeptanz aztekischen Verzichts ein gutes Gefühl gibt, dass diese verhassten Dinge nun ein Ende haben würden. Der Schuss wird nach hinten losgehen.

    Ich habe übrigens nicht mitbekommen, dass die Medien "jahrelang vom Untergang der Welt gepredigt haben".

    Sicher, dass du keiner Weltuntergangssekte aufgesessen bist?

    NEin, mit sicherheit nicht. Es waren Blättter, wie fokus, welt, zeit, faz in denen eine Zeitlang sehr oft berichtet wurde in der Art:

    - Schrekliche Hungersnöte und systemimmanente Armutschere

    - Künstliche Intelligenz wird die Menschheit ausrotten

    - Umweltzerstörung

    - IQ sinkt usw.

    Das ganze ging mit dem climax der Fake-News Ära einher und wurde quasi von einem Tag auf den anderen ins gegenteil negiert. Dann hat man (überall!) Berichte gebracht ala, wir leben in den besten Zeiten übrhaupt, die extreme Armut wurde abgeschwächt, Medizin für 3te Welt länder, man wurde mit Argumenten und Positionen überschütttet, warum man optimistisch sein kann. Da war dann das Wort "Fakt" ein richtiges Modewort, monate bevor die ersten Faktenchecker kamen.

    Etwa zu der ZEit passierte etwas das es davor lange zeit nicht mehr gab: Die AFD wurde zum Feind der Nation erklärt, Berichte überschütten sich mit verdrehten AFD-Wahlprogrammen, jeder politiker (sogar gysie) machte bei dem einheitchor mit, wie scheisse die afd ist und man hatte einen neuen gemeinsamen volksfeind auserkoren, das diesen neuen optimismus und gemeinschaftsgefühl stärken würde.

    Es geht mir nicht darum wie scheisse die afd war oder ist. Es geht mir mehr um diese mediale Inszenierung. Es geht mir auch nicht drum, ob oder wieviele oder wer dieses phänomen geziehlt forciert hat, es geht mir vorrangig um die beobachtung, was da geschehen ist. Natürlich gibt es Leute, die Medien zur Manipulation von leuten einsetzen und wenn schon irgendein depp im internet merkt, wie das gehen kann, dann gibt es auch leute, die sich das zu nutze machen. wir leben hier nunmal nicht im teletuppie land...

    Du hast beide Begriffe in den Ring geworfen. Von "radikaler Veränderung" habe ich jedenfalls nie gesprochen.

    Ich sagte "Menschen haben angst vor dem kommenden umbruch (so er denn kommen sollte)" du hast gesagt, Menschen haben Angst vor Veränderung.

    Ich habe gesagt, Wenn ich Umbruch meine, dann meine ich damit auch Veränderung. Ein Umbruch ist ein stärkeres Wort als Veränderung. Deshalb reden wir eigentlich von der gleichen Sache. Ein Umbruch ist wie eine Veränderung, nur radikaler. Und mit radikal meine ich nicht "fresse voll" sondern einfach eine drastische Veränderung.

    Da kannst du dir quasi von Berufswegen Dinge ausdenken und so tun, als würdest du einen Tatsachenbericht schreiben

    Naja. Das Thema ist hier halt, dass ich zum einen anforderungen habe, die ich umsetzen muss und zum zweiten gibt es da sehr strenge, unbarmherzige regeln. Wenn man irgendwo nicht 100% weiss, was man tippt, hat man ruckzuck einen Fehler und vielleicht stunden oder gar tage in den sand gesetzt. Dass bei irgendjemand was in die luft fliegen kann gar nicht zu erwähnen. Es ist nicht einfach so, dass ich mir da lustige geschichten ohne irgendeine Verbindlichkeit ausdenken kann. Bei Mathematik und Informatik kann man (gottseidank nicht nur durch trial-and-error) ziemlich gut bewerten, ob das was man da macht stimmt, weil es in sich schlüssig sein muss und der Compiler jedes fehlende i-tüpfelchen anmosert. Man kann selbst als erfahrener Programmierer gerne mal ne halbe stunde fluchend in den sand setzen, weil man irgendwo ein Semikolon ; vergessen hat. Vielleicht kannst du jetzt nachvollziehen, dass ich nicht gerne meine Texte auf Rechtschreibfehler prüfe.

    Das ist mir zu unkonkret. Etwas genauer bitte. Auf jeden Fall freut mich, dass du den Begriff "auch" verwendet hast. Damit legst du schon mal gut vor, du kleiner paranoider Mann mit Aluhut (auch wenn du das nicht wahrhaben willst)

    Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?

    Ich weiss ja mittlerweile, was du als schwurbler bezeichnest. Ich hab auch keine problem damit zuzugeben, dass ich lange diverse Verschwörungstheorien gewältzt habe und mir klar ist, warum und wie das süchtig machen kann und warum das instrumetnalisiert wird. Wenn man die Propaganda wahrnimmt und dagegen angeht kommt man kaum umhin, sich mit dem Thema VT auseinander zu setzen, schon alleine weil man dauernd dazu degradiert wird.

    Dabei fiel mir u.a. auf, dass irgendwelche Flat-Earth Videos im Prinzip gleich funktionieren wie die Medienpropaganda: Ständige Berieselung und Wiederholung. Bei vielen ist es so, dass wenn man es ihnen 500 mal erzählt und man sich dem mechanismus nicht bewusst ist, dass dann das Hirn irgendwann tiltet und es einfach glaubt. Ich habe diese (emotionale) Reaktion bei mir auch schon wahrgenommen. Sowohl bei Verschwörungstheorien als auch bei Themen, die von Leitmedien "verkauft" werden.

    Mach doch mal das Experiment: Es gibt da so lustige Flat Earth videos wo einer im Sekundentakt theorien erklärt, warum Flat Earth logisch ist. Ich hatte da eines, das ging glaub 30 oder 60 Minuten. Am Anfang drückst du noch auf Stop, Spulst zurück und überlegst dir, wo da der haken liegt. Aber mach doch mal das Experiment und schau dir das solange an, versuche zu folgen und zu verstehen, was der da erzählt, solange bis du was merkst. Achte auf deine Emotionen. Am Anfang sträubst du dich und lachst aber irgendwann macht es "Klick" in deinem Kopf und du kannst beobachten, wie irgend ein Gehirnareal ein emotionales Wohlbehagen zu dem Gedanken liefert "Ja, eigentlich ist es logisch dass die Erde Flach ist".

    Emotionen sind der Schlüssel zu der ganzen Manipulation. Die Masse reagiert vorrangig auf assoziation und emotion, nie auf logik. Das ist der Grund weshalb Leute, die da drin stecken irgendwann infantil werden und verblöden. Als Aluhut haste da wenigstens noch nen gewissen spirtiuellen/religiösen Anspruch dabei lol ;-) Und aluhutträger wollen nicht die welt mit ihrem schwachsinn regieren, das macht sie wesentlich weniger gefährlich und sympathischer ;-)

  • doch auch weiß, dass es schon weit früher als uns alle lieb ist, zurückkehren und dann wieder für sehr lange bleiben wird.

    jetzt hab ich das auch verstanden. ES wurde mal beobachtet, dass der Kapitalismus dazu neigt, nach solchen eskapaden etwas zurückzufahren, um dann aber das selbe spiel noch extremer zu betreiben. Ich meine, ganz abgesehen von der diskussion über die Zweckhaftigkeit und Nützlichkeit von Lockdowns, dass man die Maßnahmen auf dem Wege angebidert hat.

    Das Thema "schlechte Beziehung" bzw. den Trauerfall hatte ich ja auch mal versucht zu thematisieren. Ja, der Kapitalist ist dem Anarchist wie ein Narzistisicher oder bipolarer Partner. Aus dem Grund heult der Typ auf meinem Meme übrigens. Leute die von toxischen Partner mißhandelt werden neigen dazu, den PArtner in Schutz zu nehmen. Nennt sich Stockholm-Syndrom, nach irgendeiner Entführung in Stockholm glaub, bei der das Phänomen beschrieben wurde. Eben auf demselben Weg neigen so viele Leute dazu jeden negativen Aspekt des Kapitalismus zu leugnen und als Verschwörungstheorie abzuwatschen. Darauf zielt das Meme ab.

  • Es waren Blättter, wie fokus, welt, zeit, faz in denen eine Zeitlang sehr oft berichtet wurde in der Art:


    - Schrekliche Hungersnöte und systemimmanente Armutschere

    Was halt auch einfach Fakt ist.

    - Künstliche Intelligenz wird die Menschheit ausrotten

    Von Ausrottung habe ich in dem Zusammenhang noch nie etwas gehört. Aber natürlich müssen sich Gedanken gemacht werden, wenn bald Menschen autonom befördert werden sollen. Eine KI ist immer nur so gut wie ihre Programmierung. Zu dumm darf man sie nicht lassen, ganz im Gegenteil, sie soll intelligent und fast schon sozial agieren. Sei es bei der Entscheidungsfindung, wer im Falle eines bevorstehenden Ausweichmanövers angefahren werden soll (alter Greis im Rollstuhl oder spielendes Kind), oder auch bei so profanen Dingen wie Betreuung im Alltag. In Japan gibt man Demenzkranken schon heute eine Art intelligentes Haustier an die Hand, damit sie zumindest irgend eine soziale Interaktion haben. Weil sich eben kein Erwachsener dauerhaft auf dieses kindliche Niveau herab begeben mag, oder ähnlich wie hierzulande dafür nicht das Geld oder die Zeit vorhanden ist. Das muss einem nicht gefallen, wird aber wohl die Zukunft sein.

    Ob sich diese Roboter eines Tages zur Wehr setzen und nach guter alter Science-Fiction-Manier uns ausrotten wollen, wird man sehen. Du und ich werden das aber wohl nicht mehr erleben. Soweit ist die Technik längst nicht. Daher bezweifle ich auch, dass in der FAZ davon angeblich schon verkündet wurde.

    - Umweltzerstörung

    Ernsthaftes Problem. Darüber sollte viel mehr berichtet werden.

    - IQ sinkt usw.

    Dass der IQ nicht gerade steigt in einer Welt, in der einem alles abgenommen wird und selbst zum Staubsaugen Maschinen erfunden werden, ist jetzt nicht so eine Neuigkeit. Seit den Smartphones merkt sich niemand mehr Telefonnummern, sondern die sind alle gespeichert. Mit leerem Akku ist man hilflos. Mittlerweile geht man sogar dazu über, sich noch nicht mal eine vierstellige PIN zu merken, da die Gesichtserkennung das für einen übernimmt.

    Schöne neue Digitalwelt, in der Menschen immer weniger leisten, dafür die Maschinen aber immer mehr können. Ob das gut oder schlecht ist, mag jeder für sich beurteilen. Nach dem Verbreitungsgrad der Technik in unseren Wohnungen zu urteilen, scheinen die Würfel aber längst gefallen zu sein.

    Dann hat man (überall!) Berichte gebracht ala, wir leben in den besten Zeiten übrhaupt, die extreme Armut wurde abgeschwächt, Medizin für 3te Welt länder, man wurde mit Argumenten und Positionen überschütttet, warum man optimistisch sein kann.

    Es wird über das berichtet, über das berichtet werden kann. Wenn unter lauter Schreckensmeldungen also auch mal eine kommt, die einem Rückgang von Inzidenzen verkündet, dann ist das kein Widerspruch. Das wäre es nur, wenn es tatsächlich so ist, wie du glaubst, und dass die Medien einem Narrativ folgen und andere ihnen aufdiktieren, was sie zu berichten haben.

    Etwa zu der ZEit passierte etwas das es davor lange zeit nicht mehr gab: Die AFD wurde zum Feind der Nation erklärt, Berichte überschütten sich mit verdrehten AFD-Wahlprogrammen, jeder politiker (sogar gysie) machte bei dem einheitchor mit, wie scheisse die afd ist und man hatte einen neuen gemeinsamen volksfeind auserkoren, das diesen neuen optimismus und gemeinschaftsgefühl stärken würde.

    Die afd war in den Augen von denkenden Menschen schon von Anfang an ein Trottelverein. Auch dass ein Gregor Gysi sich gegen deren Äußerungen stellt, ist nichts neues, sondern entspricht sehr seinem Empfinden von Gerechtigkeit, welches er seit Jahrzehnten verkörpert. Und wenn eine Nazipartei Dinge äußert, die an der Grenze zum Erträglichen sind, dann wird und sollte davon natürlich auch berichtet werden.

    Dass dies unter Umständen Leuten aufstößt, die dieser Partei nahestehen, sollte dabei hingegen keinerlei Berücksichtigung finden.

    Es geht mir nicht darum wie scheisse die afd war oder ist. Es geht mir mehr um diese mediale Inszenierung.

    Also ich sehe vor allem die afd sich in den Medien inszenieren. Unvergessen Höckes Auftritt, bei dem er sich eine Deutschlandfahne zur besten Sendezeit kameratauglich zurechtdrapierte.

    Ich sagte "Menschen haben angst vor dem kommenden umbruch (so er denn kommen sollte)" du hast gesagt, Menschen haben Angst vor Veränderung.

    Ich habe gesagt, Wenn ich Umbruch meine, dann meine ich damit auch Veränderung. Ein Umbruch ist ein stärkeres Wort als Veränderung. Deshalb reden wir eigentlich von der gleichen Sache.

    Nein. Eine radikale Veränderung mag ein Umsturz sein. Eine davon ausgehende Angst kann ich aber nicht erkennen. Sondern das scheinen tausende Demonstranten ja geradezu zu wollen und herbeizusehnen.

    Eine ihrer tatsächlichen Ängste ist zum Beispiel, dass eine Flüchtlingseinrichtung in die Nachbarschaft kommt. Da brennt dann direkt die Hütte (buchstäblich). Allgemeine Panik, alles ganz ganz schlimm. Das will man auf keinen Fall. Davor hat man Angst (und nennt es auf Bürgerversammlungen exakt so), Aber eine radikale Veränderung? Nö, die ist schon okay. Bitte gerne. Komm lass uns das Reichstagsgebäude stürmen!

    Naja. Das Thema ist hier halt, dass ich zum einen anforderungen habe, die ich umsetzen muss und zum zweiten gibt es da sehr strenge, unbarmherzige regeln.

    Bei jeder Tätigkeit hast du das. Da sind ja gerade die Künstlerberufe noch jene, bei denen man größtmögliche Freiheiten gewährt bekommt. Im Zweifel ist es einfach dein Stil und so gewollt.

    Wenn man irgendwo nicht 100% weiss, was man tippt, hat man ruckzuck einen Fehler und vielleicht stunden oder gar tage in den sand gesetzt.

    Auch hier: keine Tätigkeit ohne Folgen. Und noch weniger kann man hinterher sich auf seine künstlerisch-kreative Arbeit berufen. Oder versuche als Feuerwehrmann mal mit einer "Schreibblockade" zu argumentieren.

    Dass bei irgendjemand was in die luft fliegen kann gar nicht zu erwähnen.

    Wenn du nicht gerade Gasinstallateur bist, sehe ich da eigentlich kein Problem.

    Bei Mathematik und Informatik kann man (gottseidank nicht nur durch trial-and-error) ziemlich gut bewerten, ob das was man da macht stimmt, weil es in sich schlüssig sein muss

    Gerade in der Mathematik und Informatik gibt es starre Regeln, die man nicht aushebeln kann, sondern denen man sich unterordnen muss, weil sonst die ganze Sache gar nicht aufgeht, geschweige denn funktioniert.

    Man kann selbst als erfahrener Programmierer gerne mal ne halbe stunde fluchend in den sand setzen, weil man irgendwo ein Semikolon ; vergessen hat. Vielleicht kannst du jetzt nachvollziehen, dass ich nicht gerne meine Texte auf Rechtschreibfehler prüfe.

    Autoren haben zumindest Lektoren. (;

    Mach doch mal das Experiment: Es gibt da so lustige Flat Earth videos wo einer im Sekundentakt theorien erklärt, warum Flat Earth logisch ist. Ich hatte da eines, das ging glaub 30 oder 60 Minuten. Am Anfang drückst du noch auf Stop, Spulst zurück und überlegst dir, wo da der haken liegt. Aber mach doch mal das Experiment und schau dir das solange an, versuche zu folgen und zu verstehen, was der da erzählt, solange bis du was merkst. Achte auf deine Emotionen. Am Anfang sträubst du dich und lachst aber irgendwann macht es "Klick" in deinem Kopf und du kannst beobachten, wie irgend ein Gehirnareal ein emotionales Wohlbehagen zu dem Gedanken liefert "Ja, eigentlich ist es logisch dass die Erde Flach ist".

    Das wird bei mir nicht funktionieren, da ich den Schwachsinn dann eher ausschalte, als mich über das Maß des Erträglichen damit zu befassen. Mich langweilt sowas dann eher schnell. Aber offenbar gibt es auch Leute, die sich total dort hineinsteigern; was auch immer ihnen das gibt.

    ES wurde mal beobachtet, dass der Kapitalismus dazu neigt, nach solchen eskapaden etwas zurückzufahren, um dann aber das selbe spiel noch extremer zu betreiben.

    Der Kapitalismus existiert in dem Sinne ja gar nicht. Menschen sorgen mit ihrem Verhalten vielmehr für eine Nachfrage, die in Folge dessen dann bedient wird. Und seien es Fledermäuse zerhackt in mundgerechte Stücke. Weil gerade jetzt durch Corona ein großer Verzicht in allen Lebensbereichen stattfindet und auch die Produktionen zurückgefahren wurden, erzeugt das einen Konsumstau, der sich irgendwann natürlich entladen wird. Dann geht hier die Post ab und wir haben, wie das nach dem Krieg auch war, eine Art zweites Wirtschaftswunder. Das ist ein ganz natürlicher und erklärbarer Prozess, der kommen wird.

    Nennt sich Stockholm-Syndrom, nach irgendeiner Entführung in Stockholm glaub, bei der das Phänomen beschrieben wurde. Eben auf demselben Weg neigen so viele Leute dazu jeden negativen Aspekt des Kapitalismus zu leugnen und als Verschwörungstheorie abzuwatschen.

    Das Stockholm-Syndrom ist kein so ungewöhnliches Verhalten, sondern etwas, das aus einem Selbsterhaltungstrieb entsteht.

    Wenn du einem Täter hilfslos ausgeliefert bist, dann wirst du nicht dazu neigen, den Helden zu spielen, sondern möglichst heil aus dieser Sache wieder rauszukommen. Du wirst ihm also eher einen Kaffee kochen, als versuchen ihm seine Waffe zu entreißen. Das ist noch nicht mal feige, sondern retete schon manche Menschenleben.
    Trotzdem zieht man das Stockholm-Sydrom immer gerne dann heran, wenn es darum geht, irgend ein absonderliches Verhalten zu erklären. Dabei ist das ein ganz profaner Überlebenstrieb. Auch jede Katze wird mit dir Gutfreund sein, wenn du statt einer Waffe das Futter in der Hand hast. Dafür muss sie dich weder kennen, noch dir vertrauen. Du wirst trotzdem umgarnt und umschmust. Hinterher wirst du dann fallengelassen. So wie Menschen aus Entführungen später in Sicherheit auch auspacken und den Täter im Knast sehen wollen. Doch frage die gleichen Menschen mal aus Tätersicht bei einer Geiselnahme, ob sie möchten, dass man ins Gefängnis wandert. Sie werden das alle verneinen und hoch und heilig versprechen, gegenüber der Polizei nichts zu sagen.

    Und da hierzulande niemand durch den Kapitalismus um sein Leben bangen muss (die Schattenseiten unserer modernen Luxusleben haben wir längst in die dritte Welt ausgesourct), ist deine Meme-Erklärung mit dem Stockholm-Syndrom etwas mager.

    Aber sei es drum. Es ist hier nun mal der Meme-Thread und nicht für sprengende Philosophie-Ergüsse da. Ich schlage deshalb vor, langsam wieder zum Kern zurückzufinden.

    Ich leg' mal vor:

  • Was halt auch einfach Fakt ist

    Mein Thema war ja nicht zu sagen, das stimmt alles nicht, wie es da berichtet wurde.

    Wenn unter lauter Schreckensmeldungen also auch mal eine kommt, die einem Rückgang von Inzidenzen verkündet, dann ist das kein Widerspruch

    Ein Widerspruch ist es nicht nein. Aber ein "Phänomen" ist so eine kehrtwende in der Berichterstattung schon. Natürlich denke ich, dass es ein Narrativ gibt, dem die medien folgen bzw. sie kreieren das narrativ sogar noch eher. Und das ist leider nicht nur eine durch Sozialdynamik oder Mode zu erklärende Sache. Aber sei's drum. Du bist jetzt auf alle die einzelnen Themen, die ich eigentlich nur als Beispiel nannte konkret eingegangen hast aber meinen eigentlichen Punkt verpasst: Der Allgemeine Trend, in diesem Kontext sehr tendentiös einseitig zu berichten und die Wirkung auf die Medien-Konsumenten und vor allem auf die Gruppendynamik, ganz losgelöst von den konkreten Themen, die da angesprochen wurden.

    Ich kann dir bzgl. der KI-Sache mal eine reale "Verschwörungserfahrung" geben: Ich bin vor dem Computer auf der Couch eingeschlafen und als ich aufwachte lief Youtube mit einem 3 Stunden Monolog von Musk zum Thema starke KI und davon ausgehende Bedrohung für die menschheit. Da ich mir recht sicher war, dass ich Youtube zwar offen war aber nicht auf play bevor ich einschlief. Daher hatte ich mich gewundert. Ich dachte mir dann, die story schreibste mal in die Kommentare. Und da habe ich dann zu meiner Verwunderung gesehen, dass es bereits zahllose User gab, denen exakt das selbe passiert ist und die das in die Kommentare geschrieben haben. Es steht ausser frage, dass youtube da von alleine angesprungen ist und den Leuten das bewusst im Schlaf präsentiert hat, um sie zu indoktrinieren. Und ich gehe mal davon aus, dass man diese Art der Dienstleistung von Youtube nicht über das Standardwerbe-Portal bekommt. Das ist dann eher exklusive für Leute wie Musk und co.

    Eine davon ausgehende Angst kann ich aber nicht erkennen

    Naja, du hast ja selber gesagt, dass die Leute Angst vor veränderung haben. Dann werden sie vor einer drastischen Veränderung ja dementsrpechend auch "drastische Angst" haben und nicht auf einmal gar keine mehr.

    Sondern das scheinen tausende Demonstranten ja geradezu zu wollen und herbeizusehnen

    Du hast jetzt vermutlich die Klimaaktivisten im Kopf. Die haben natürlich eher Angst vor dem was kommt, wenn sich NIX ändert. Das Prinzip "Angst vor Veränderung" werden diese Leute dann aber auch erfahren, wenn sie realisieren, dass das ganze sich (hauptsächlich) auf ihr Leben niederschlägt. Die Konzerne dagegen suchen sich einfach einen neuen Standort und/oder geben die Preise z.b. für cO2 Zertifikate einfach an die Konsumenten weiter.

    Bei jeder Tätigkeit hast du das. Da sind ja gerade die Künstlerberufe noch jene, bei denen man größtmögliche Freiheiten gewährt bekommt. Im Zweifel ist es einfach dein Stil und so gewollt.

    Ich glaub wir reden da grad aneinander vorbei. Ich programmiere hauptberuflich. Natürlich gibt's bei jedem Job vorgaben, aber dass ein Computer die Arbeit "kontrolliert" ist wohl eher nicht üblich. Im s.b. Embedded Bereich werden Systeme entwickelt, die in Interaktion mit der physischen Umwelt stehen, da kanns dann schon mal die verschiedensten Schläge tun. Ich glaub ich hab dich aber eh falsch verstanden, weil Du die Sache vom "hauptberuflichen GeschichtenSchreiber" gar nicht auf meinen IT Job bezogen hattest.

    Das wird bei mir nicht funktionieren, da ich den Schwachsinn dann eher ausschalte, als mich über das Maß des Erträglichen damit zu befassen.

    Naja, es ist wie bei Hypnose, wenn man sich dagegen sträubt funktioniert es nicht. Wenn man sich willentlich dazu öffnet funktioniert es besser, als wenn man sich unewusst der Sache aussetzt. Das sollte ja auch nicht dazu dienen, zum Flat Earth gläubigen zu werden. Die Videos die ich da im Blick habe sind halt entsprechend gemacht, so dass man diesen erwähnten emotionalen Effekt relativ einfach reproduzieren und an sich beobachten kann.

    erzeugt das einen Konsumstau, der sich irgendwann natürlich entladen wird

    Keine Frage dass dieses Wirtschaftswunder dann kommen wird. Die Frage ist, was in der Zeit passiert, bis das dann kommt. Etwas vergleichbares hat es wohl noch nie in der Menschheitsgeschichte gegeben und ich bezweifle, dass irgendjemand zuverlässig prognostizieren kann, wie sich das auf die Lieferketten auswirkt.

    Ich habe da dieses Computerspiel im Kopf, wo kleine Männchen Goldbarren und Getreide über kleine Trampelfpfade transportieren. Da dauert es auch ein Weilchen, bis ein Produktionsstop auf der anderen Seite der Lieferkette ankommt und auch die Überlastung der Transportwege, daraus resultierendes Chaos wird da auf einfache Weise simuliert und dann kann es schonmal sein, dass sich da bei ÜBerproduktion etwas verhakt: Dass sich an jedem Wegpunkt die Goldbarren stapeln, aber nichts mehr vorangeht.

    Sie werden das alle verneinen und hoch und heilig versprechen, gegenüber der Polizei nichts zu sagen.

    Klar werden sie das nicht tun, das ist ja aber nicht das Stockholm-Syndrom. Das kommt dann zum Tragen, wenn die Opfer später bei der Aussage die Täter in Schutz nehmen. Aus rationaler Sicht wäre das nicht angebracht und aus menschlicher Sicht könnte ist es ähnlich wahrscheinlich, dass die Opfer nach Rache gieren. Das ganze lässt sich mit Lebenserhaltungstrieb erklären solange, wie die Opfer unter Gewalt der Täter stehen. Aber nach ihrer Befreiung, schlägt sich diese Konditionierung der Gefügigkeit eben auch noch später auf ihre Einstellungen nieder, das ist dann das Stockholm-Syndrom.

    Ich leg' mal vor:

    Zum Meme: Ja gerade zu den Themen Glaubensinhalten sind Lügen auch ein Riesenthema. Da redet man dann von s.g. Irrlehrern, die nicht im Geiste predigen sondern die Lehre verfälscht wiedergeben. Denen wird auch gar nichts gutes angekündigt. Einige in Gemeinden zerreissen sich da schon gerne auch das Maul drüber und der Streit um irgendwelche Glaubensinhalte kann auch Gemeinden spalten. Das ist da nichts anders wie im politischen Streit.

    Einmal editiert, zuletzt von SeeBee (7. Februar 2022 um 22:27)

  • Könnt ihr es respektieren, dass dies hier ein Meme-Thread ist?

    1-2 Kommentare zu einzelnen Memes...ok.

    Aber ellenlange Monologe und ewige Streitdebatten haben hier nichts zu suchen (z.B. ich werde sie hier nicht lesen).