Das Thema Todessehnsucht ist eines für sich, denke ich.
Ich würde allein beim Live-Anblick weiche Knie bekommen, gebe ich zu. Warum es so dramatisch sein muss, erschließt sich mir bis heute nicht. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen: Weil das Gefühl von Thrill nochmal erlebt werden will, oder weil die angestaute Wut und Verzweiflung durch den windigen Abtrieb noch einmal raus kann. Ist bestimmt Unsinn - ich kann mich nicht in diese Lage hinein versetzen.
"Auch wenn dieser Weg auf die eine oder andere Art unter der
Brücke endet, direkt oder knapp daneben, ist es doch meiner. Vielleicht der einer Fanatikerin,
getrieben von der Sehnsucht nach absoluter Hingabe, Selbstaufgabe, Verlorenheit in einer Sache,
die das wert ist. Mäßigkeit ist nicht meine Bestimmung, ich muss leben lassen, was in mir lauert und
nicht daran ersticken, sollte es mich vernichten, werde ich das akzeptieren, aber es wird kein
Erstickungs- oder Erfrierungstod sein."
Ich seh sie noch vor mir, wie sie - im Gegensatz zu uns - souverän über alle Höhen bergauf und bergab lief, im Einklang mit der Bergwelt. Natürlich hat sie das Ende draußen in der Wildnis gewählt, wo auch sonst.