Beiträge von Jack

    Wie kommt es zu der großen Lücke zwischen 115 und 140?

    Hatte nur Online-IQ-Tests und einen in einem Heftchen. Weiß nicht mehr wie viele das waren (>5), aber deren Qualität schätze ich nicht wahnsinnig hoch ein. Jedenfalls kamen da bei mir eben sehr unterschiedliche Werte heraus. Der schlechteste war bei 115 und der beste 150. Größer oder gleich 115 macht schon aufgrund meiner schulischen/akademischen Erfolge Sinn, Und da ich bescheiden bin, lasse ich den Spielraum offen. Persönlich im Vergleich mit anderen Studenten/Kollegen (die auch mindestens 115 haben müssten) schätze ich mich auf etwa 125-130. Aber von mir aus sind es auch nur 115 (mir reicht es klüger als etwa 80% der Bevölkerung zu sein)

    Hare schätzt den Anteil von männlichen Psychopathen in Amerika auf Einen von Hundert.

    Es gibt in etwa genauso viele Intersex Personen und irgendwie habe ich da noch keine/n getroffen.
    Die Liste der Eigenschaften ist mir in etwa bekannt und die Schwächen sind eben sowas wie "unzureichende Verhaltenskontrolle", "pathologisches Lügen", "Mangel an Empathie", "Impulsivität", "Stimulationsbedürfnis".

    Die Stärken sind mir ebenfalls bewusst, daher muss man eben ruhig herangehen und den Schlachtplan sorgfältig ausarbeiten.
    In einer Welt, die nach Helpokratie aufgebaut ist, fallen Psychopathen sofort auf - siehe z.B. "Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen". Zudem baut die Helpokratie auf Wahrheit auf. Ein Lügengebäude wäre schwer aufrecht zu erhalten.
    Aber zurück zur Realität: Das System schützt Psychopathen. Sie sind intelligent und gerissen. Du hast deren Vorgehen schön beschrieben. Wenn sie die Fehler der Gesetzgebung verstanden haben, können sie mit ihren Fähigkeiten ein fast grenzenloses Verbrecherleben führen. Doch vergiss nicht: Sie leben auf sehr dünnem Eis von Lügen und machen unwillkürlich ständig Fehler.
    Gibt es weitere Opfer, denke ich tatsächlich an ein Bündnis, aber nicht in Form von Klagen. Wie du richtig erkennst, Psychopathen spielen Richter und Polizisten wie andere Menschen Musikinstrumente. Aber schon ein weiterer Zeuge kann bereits deine Aussagen und dich glaubwürdiger machen.
    Zurück zur Theorie: Eine Gemeinschaft sollte diese Individuen schon als Heranwachsende herausfiltern. Im eigenen Interesse und im Interesse aller sollte man deren Natur öffentlich machen.

    Zur Existenz des Bösen: Es gibt Menschen, die einfach so, weil ihnen z.B. langweilig ist, Menschen ermorden, aufsägen etc. Im Zweifel gehe ich dennoch vom Guten im Gegenüber aus. Nur weil ich nicht ständig auf dieses 1% der Bevölkerung eingehe, heißt das jedoch nicht, dass ich nicht weiß, dass es diese gibt. Ich bin nämlich nicht so naiv. Ich bin sogar immer auf das Schlimmste gefasst. Das geht so zusammen:
    Ich sitze im Bus, so dass ich jeden sehen kann und überlege mir, was ich tun würde, wenn ich attackiert würde oder mein Gegenüber ein Messer zückt etc. Dennoch gehe ich aus rein statistischen Gründen davon aus, dass mein Gegenüber nicht vor hat, mich umzubringen und solange er mich nicht vom Gegenteil überzeugt, denke ich nur das Beste von ihm.
    Außerdem nutze ich kleine Charaktertests um die Psyche meiner Mitmenschen zu analysieren.

    aber dann würdest du nicht nur endgültig dem Mörder die Gewissheit verschaffen, dass er mit derartigen Taten selbstverständlich problemfrei weitermachen kann, wann immer ihm irgendein Parfum missfällt - sondern du würdest auch im neuen Wohnort sicher nie mehr glücklich mit diesem ungerechten Ausgang der Geschichte werden können

    So wie du mir das geschildert hast, kann der Mörder problemlos weitermachen, ob du ihm im Weg stehst oder nicht. Im Grunde nimmst du ihm nur ein weiteres Spielzeug. Solange du da bist, kann er dich ja weiter fertig machen, ohne Konsequenzen für ihn.
    Ob du am nächsten Wohnort glücklich werden kannst, hängt nur davon ab, wie sehr du in Gedanken der Vergangenheit nachhängst. Das Leben ist ungerecht, das muss man einfach mal akzeptieren (ich weiß, das können nicht alle). Ansonsten heilt die Zeit alle Wunden. Nach spätestens sieben Jahren im neuen Leben ist das Geschehene allerhöchstens ein Schatten der Vergangenheit und idealerweise hat man die Sache dann verarbeitet.
    Und selbst wenn nicht, hat man nichts verloren. Denn wenn man bleibt, wird man ja offensichtlich auch nicht weiter kommen.

    Hast du je einen Opium-Entzug durchlebt? Dein ganzer Körper verlangt währenddessen nach dem Stoff - welcher Wille ist da der wichtigere?

    Nein, soll hart sein. Meine Theorie ist, dass nur derjenige richtig suchtgefährdet ist, der eine bestimmte Lebenseinstellung bzw. Veranlagung dazu hat. Eine willensstarke Person kann das körperliche Verlangen von seinem Intellekt trennen (Man kann sich z.B. auch zu Tode hungern). Deswegen werden nicht alle süchtig, die Drogen probieren.
    Aber zurück zu deiner Frage: Der jeweils aktuelle Wunsch ist der wichtigere. Ich sehe druchaus die Schwierigkeit, wenn man gebeten wird beim Entzug zu helfen, aber dann wegen des starken Dranges nach dem Stoff gebeten wird, das Ganze abzubrechen.
    Wenn man jedoch vorher mit dem Freund die Sache in aller Ruhe besprochen hat und ausgemacht hat, dass der Entzug durchgezogen werden soll, kann man durchaus diese Abmachung zur Entscheidung heranziehen. Der Freund will ja einen Entzug, ist selbst jedoch nur zu schwach, um den Forderungen seines Körpers zu widersprechen. Somit hilft man dem Freund gegen den gemeinsamen Feind - den Körper.
    Sehe da keinen Fehler in der Theorie. Es gibt in der Helpokratie jedoch keine Pflicht zu helfen, daher kann man genauso gut sagen, das soll die Person mit seinem Körper selber ausfechten.
    Im Grunde ist es egal, weil man in beiden Fällen nicht wirklich gegen den Willen der Person gehandelt hat.

    wenn du sagst, die Qual des Entzugs sei für jeden das Beste

    Genau das ist der Knackpunkt. Ich finde ein Leben ohne Sucht besser und wünsche mir für andere einen erfolgreichen Entzug. Das ist meine Meinung, die kann ich durchaus haben. Nur wegen der Helpokratie ist es mir eben nicht erlaubt, anderen meine Meinung überzustülpen. Wenn jemand das nicht will, muss ich das akzeptieren.
    Ich beteilige mich hier lediglich weder an Herstellung noch am Vertrieb seiner Drogen. Helpokratie verpflichtet mich nur ihn nicht aktiv daran zu hindern, all das selbst zu tun.

    Bevor ich in Erwägung ziehe, derartiges für den Rest meines Lebens zu verdrängen,

    Von Verdrängung habe ich nie etwas gesagt! Neuorientierung und das Geschehene verarbeiten (Therapie, Meditation, sich mit den eigenen Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen etc.)!

    Ignoranz oder Hilfsbereitschaft gegenüber dem Bösen, stellt keineswegs eine adäquate Lösung für das Problem dar.

    Ich wiederhole: Es gibt kein "Böses", nur Menschen mit einer Axt, die einen Zerstückeln wollen. Und für mich sind das wie Blitze aus einer Gewitterwolke. Ich gehe nicht darauf zu und baue Blitzableiter (=Helpokratie). Dadurch werde ich Blitze weder verhindern oder gar aus der Welt schaffen noch für ihr unmögliches Verhalten bestrafen, aber ein durchaus annehmbares Leben führen.

    Im Fall des Familienmörders würdest du zwar allen Beteiligten außer ihm einen Gefallen tun

    Vielleicht muss ich das noch deutlicher herausstellen.
    Im Grunde muss ich mir überlegen, was ich will und was der Mörder will. Warum hat derjenige meine Familie umgebracht? Das ist entscheidend für alles weitere. Wenn er sachliche Gründe hat, würde ich versuchen die Sache Helpokratisch zu lösen, also ihm klar machen, weshalb ihm der Mord nicht weitergebracht hat und ihm sagen, wie er zu seinem Ziel kommen kann ohne Leute umzubringen.
    War es im Suff, Drogenrausch etc. ohne echten Grund, dann sollte ich oder irgendjemand helfen ihn von dem Zeug wegzubekommen, um eine Wiederholung zu verhindern. (Wenn ich sowas öffentlich fordere ist das womöglich nicht einmal anzeigbar)
    Ist es ein echter Psychopath und er zieht Freude aus der Sache, dann ist es komplizierter. Gott sei dank gibt es davon nicht wahnsinnig viele (viele Psychopathen finden andere Wege, z.B. Laufbahn als Chirurg). In diesem Fall sollte es bei genügender Detektivarbeit sicherlich möglich sein, ihm etwas nachzuweisen. Er hat ja dann eine gewaltige Schwäche, die man leicht bloßstellen kann.
    Und manchmal ist das sinnvollste das Land zu verlassen und irgendwo ein neues Leben zu beginnen. Wie gesagt: Ich lass mir doch von einem Arsch nicht das einzige Leben versauen, das ich hab.

    Dir ist es klar - aber die Polizei macht bloß ihre Arbeit

    Jep. Ich habe nirgends behauptet das Leben oder unsere Gerichte wären gerecht. Zur Zeit lese ich gerade das Informationsheft für Schöffen (haben mich nicht gewählt :-(). Die rechtlichen Grundlagen sind nicht so schlecht. Ich habe oft genug versucht Gemeinschaftsordnungen mit Gesetzen von null zu beginnen. Die Sache ist krass durchdacht bis ins letzte Detail. Glaub mir, es liegt mehr an den Menschen, die gar nicht so schlechte Gesetze nicht verstehen oder sie bescheuert nutzen. Es gibt einen unglaublichen Spielraum bei so vielen Entscheidungen und so viele dumme Menschen.
    Zu deinen Ausführungen: Das ist mir alles bewusst. Aber du unterschätzt deutlich meine Intelligenz, wenn du denkst ein Verbrecher könnte mich so einfach unglaubwürdig machen oder innerhalb von wenigen Wochen durch Gerichtsurteile stoppen.

    >"Was willst du? / Willst du das wirklich?" habe ich dir bereits versucht zu erklären, dass keiner das wirklich weiß

    Das kannst du mir nicht erzählen. Jeder weiß was er in etwa vorhat oder will. Selbst ein Junkie weiß, er braucht seine nächste Dosis. Und schon funktioniert Helpokratie: Wieso betäubt er sich? Wie ist er in diese Lage gekommen? Will er immer Junkie bleiben. Wenn ja, dann bin ich doch schon fertig mit meiner Hilfe :-) Wenn nein, dann wäre der nächstbeste Schritt ein Entzug - und schon hat die Person zugleich ein paar Geldsorgen weniger.
    Wenn der Junkie behauptet, er will nicht immer Junkie bleiben, aber auch keinen Entzug (das sind fast alle), dann mache ich ihm bewusst, dass er schon soviel geraucht hat, dass er nicht mehr klar denken kann. Man nennt dies inneren Widerspruch (fast alle von uns tragen so etwas mit uns rum. Zum Beispiel, wenn wir nicht dick werden wollen, aber dauernd zu viel Essen in uns reinschaufeln)

    Außerhalb von kleinen Gruppen gehen die Ansichten darüber, was zu wollen, bzw. was richtig und was falsch ist, extrem weit auseinander

    Richtig. Deswegen sagt Helpokratie: Wir urteilen einfach nicht mehr was falsch und richtig ist, sondern fragen nur noch, was willst du. Willst du, dass alle Christen sind und glauben Jesus ist der Erlöser? Dann hast du dir was vorgenommen und scheiterst bereits an mir. Einem Moslem ergeht es ähnlich usw.
    Wer Lust hat kann ja Gruppen bilden aus Leuten die behaupten das gleiche zu wollen oder zu glauben. Und Gruppen/Staaten können ja miteinander ebenso helpokratisch umgehen.

    Und solange man dort sämtliche Mitarbeit verweigert trägt man auf diese Weise wesentlich mehr zum endgültigen Kollaps des bestehenden Systems bei, als jeder Steuerzahler...

    Das ist nur dann wünschenswert, wenn der Kollaps zu unserem Vorteil ausgeht. Außerdem verursacht man im Gefängnis nur Kosten. Da das mit imaginärem Geld bezahlt wird, hat das nur einen geringen einschlag, denn davon gibt es noch reichlich.

    Du schreibst: >Klar sind meine Ideen alle geklaut.< Und es beruhigt mich, das zu hören. Aber ich finde, du solltest dies bei jeder Erwähnung von Helpokratie untendrunter schreiben!

    Ich mache einige Quellenangaben im Buch. Zudem ist doch klar, dass kein Mensch wirklich originelle Ideen haben kann. Nur Forschung, der Zufall und ein paar Wortneuschöpfungen brachten uns überhaupt bis hierher. Das neue Etikett bleibt, da es weder reiner Präferenzutilitarismus ist noch eine echte Star Trek - Gesellschaft. Das Glücksprinzip trifft es tatsächlich am ehesten, nur basiert mir das zu sehr auf dem "Ich gebe dir etwas und du gibst dafür jemand anderem etwas". Ich finde das zu beschränkt.

    Mein täglicher Umgang mit Menschen zeigt mir, dass fast keiner davon sich für einen völlig gewöhnlichen Affen hält, der genauso beschränkt, naiv und überheblich ist, wie all seine Mitmenschen

    Stimmt. Ist mir auch schon aufgefallen. Seit dem schätze ich meinen Platz etwas realistischer ein. Vielleicht fehlt mir gar die Intelligenz dazu (siehe Dunning–Kruger effect - Wikipedia). Aber aus so manchen Tatsachen (Abitur, Physikdiplom, diverse Intelligenztests) kann ich schließen, dass mein IQ irgendwo zwischen 115 und 140 liegt. Somit sind rein statistisch 84% der Bevölkerung dümmer als ich.
    Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb bin ich tatsächlich überheblich.
    Anhand einiger Mitmenschen bemerkte ich außerdem die Unfähigkeit mancher sich von ihren Emotionen und tierischen Impulsen zu lösen. Ich glaube, ich habe das irgendwo schonmal geschrieben, ich kann eigentlich immer sachlich und rational handeln. Zumindest kann ich sofort, wenn es mir bewusst wird oder mich jemand darauf hinweist, auf die Metaebene und jede Situation komplett neu durchdenken.
    Aber es geht besser, das ist mir schmerzlich bewusst.

    Ich weiß das, weil ich seit über 15 Jahren, trotz aller Detektivarbeit, immer noch in einer sehr ähnlichen Situation feststecke: und zwar in der Praxis!

    Interessant. Meine Empfehlung: Tabula Rasa. Wenn du 15 Jahre lang nicht weitergekommen bist, lass es gut sein :borg: . Wie ich sagte: Neue Stadt, neues Land, Neuanfang. Was willst du tun, mit deiner neugewonnenen Freiheit? :phatgrin:
    Hatte ich schon erwähnt, dass ich etwas überheblich bin. ;) Und naiv! :crazy:

    Sollen Sie ihre Jobs und ihre Freiheit riskieren, um die Gesetze zu brechen, nur weil letzgenannte unfair sind?

    Alle Regeln haben Ausnahmen bzw. man hat selbst innerhalb der Gesetze mehr Spielraum als man denkt. Aber im Grunde heißt das: Ja, Helpokratie gewinnt gegen Gesetze. Man sollte einfach sicher gehen, dass niemand gegen einen klagt. Und wer klagt schon jemanden an, weil er ihm geholfen hat? Wäre doch doof einen Gesetzesbruch anzuzeigen, wenn er allen, die davon wissen, nur Vorteile gebracht hat. Gibt es nämlich einen, der dadurch einen Nachteil hat, dann ist es nicht mehr Helpokratie!

    Und was ist, wenn jemand dich komplett ausraubt und deine Familie tötet, ohne das die Polizei etwas unternehmen will? Würdest du etwas derartiges einfach ungestraft vergeben wollen - auch wenn es bedeutet, das der Mörder vermutlich einfach so weitermachen kann, wie bisher?

    Finde ich schon komisch, wenn die Polizei da nichts unternehmen wollen würde, wenn klar ist, dass derjenige meine Familie getötet hat. Aber okay, sagen wir, ich weiß zu 100%, dass er es war, der Polizei fehlen jedoch die Beweise und er läuft frei rum.
    Natürlich bin ich ein Mensch und mein erster Impuls ist es, dem Kerl den Schädel zu spalten. Wenn ich mehr als eine Minute zum Nachdenken habe, kann ich mich jedoch über meine animalische Natur hinwegsetzen, da ich mich weiterentwickelt habe. Mein täglicher Umgang zeigt mir, dass ich kein gewöhnlicher Affe bin wie meine Mitmenschen. Und daher weiß ich: Bringe ich den Kerl um, lebt meine Familie genauso wenig wie vorher. Einziger Unterschied: ich sitze womöglich im Gefängnis statt dem Täter. Leider bin ich kein Christ oder Hinduist, folglich sehe ich nicht ein, warum ich mein einziges Leben im Knast verbringen soll, weil ein Arsch meine Familie killte.
    Nein, das wäre mir selbst als Racheplan etwas zu dämlich.
    Es gibt viele legale und halblegale Methoden den Täter erstens von einer Folgetat abzuhalten und zweitens meinen Rachedurst zu befriedigen.
    Ich würde mich über den Menschen sehr gut informieren und alles über ihn herausfinden, was es zu finden gibt. Seine Schwachstellen, seine Gewohnheiten etc. Dann würde ich möglichst gleichzeitig sein Bild öffentlich aushängen, überall posten, alle seine Bekannten, Verwandten anschreiben, anrufen etc. und jedem mitteilen, was er verbrochen hat. Zusätzlich würde ich ihm dann jeden Tag folgen und jeder Person, die er trifft mitteilen, was er getan hat etc.
    Er hat dann nicht viele Möglichkeiten als mir durch Argumente plausibel zu machen, aufzuhören, mich vor Gericht zu zerren (für sowas bekommt man meist nur Geldstrafen), sich aus Frust irgendwann umzubringen oder mich anzugreifen. Für letzteres werde ich vorbereitet sein und die Notwehr wird Zeugen haben und kann leicht tödlich enden.
    Aber Ziel ist im Grunde ihn in den Selbstmord treiben, sein Leben zu zerstören oder die komplette Transformation der Person zu einem guten Menschen.

    Wer weiß denn überhaupt, ob meine Vorstellung von Hilfe, oder deren Vorstellung davon, hinterher wirklich etwas positives bei der Aktion herumkommen lässt?

    Die Grundlage von Helpokratie ist: Es muss nichts positives Rauskommen. Was soll überhaupt positiv sein? Wer definiert das?
    Natürlich sollst du nie deine Vorstellung von Hilfe auf den anderen anwenden und schon gar nie gegen deren Willen! Das ist das genaue Gegenteil von Helpokratie!
    Wenn du der Meinung bist, etwas würde einem helfen, dann biete es ihm an. Wenn du glaubst, das was er vorhat, wäre in deinen Augen falsch oder ist gar nicht das, was der andere eigentlich will, dann sag ihm das: "Willst du das wirklich?"
    Helpokratie ist nicht das blinde Helfen nach eigenem Maßstab, sondern der Maßstab ist allein der Wille der anderen Person. Du willst doch auch nicht, dass der Sozialarbeiter dich gegen deinen Willen einweist, nur weil er glaubt dir damit helfen zu können (womöglich hat er damit sogar Recht). Aber es spielt keine Rolle für wie gut er seine Idee hält. Dein Wille zählt und du willst es nicht, also muss er etwas anderes tun. Die erste Frage lautet: Was willst du?

    Dafür bräuchte ich aber eine Amts-ärztliche Bescheinigung vom Arbeitsamt/Jobcenter.

    Vielleicht habe ich da was falsch verstanden, aber ich dachte die Kacke braucht man nur, wenn man Arbeitslosengeld will? Wenn du sagst, du willst nichts arbeiten, dann fällst du da doch nur raus und bekommst Sozialhilfe/HartzIV oder was weiß ich? Oder ist es tatsächlich so, dass die dich auf die Straße setzen und verhungern lassen, wenn du dich weigerst jeden beliebigen Job anzunehmen? Wirklich, ich weiß das nicht so genau.
    Zu einem Job zwingen dürfen sie dich jedenfalls nicht, wegen dieser Nazikacke vor einigen Jahrzehnten. Bin da selbst noch unentschlossen zu dem Thema: Einerseits hat man dich hier in die Welt gesetzt und daher finde ich, solltest du genug zu Essen etc. kostenfrei bekommen. Andererseits sollte jeder bereit sein, seinen Teil für die Gemeinschaft zu leisten, die einem mit allem versorgt.
    Für dich wäre es, so wie ich das sehe, nach der Helpokratie höchste Zeit zu überlegen: "Was willst du?"
    Ich mein, tägliches Brot und so ist schon ne nette Sache, aber wo soll es denn mal hingehen?
    Denke da auch an den Typen der 10 Jahre einen Scheißjob gemacht hat, in einer Scheiß-Wohnung lebte, um dann mit Schauspielerei Millionen zu machen.

    empfehle ich dir den Film >Das Glücksprinzip< (mit Kevin Spacey) von Mimi Leder. Hat der dich dazu inspiriert? (Falls ja, stammt der Gedanke in diesem Fall von Catherine Ryan Hyde

    Danke. Irgendsowas hatte ich tatsächlich gesehen. Und ja, es war sicherlich sehr inspirierend für meinen Ansatz. Klar sind meine Ideen alle geklaut. Die Grundhaltung kommt jedoch eher aus Star Trek - The next Generation.

    Für deine Ideologie fehlt mir sozusagen die Naivität. Es gibt zu viele völlig widersprüchliche Wünsche, als dass deine Idee im großen Maßstab gut gehen kann.

    Der Vorwurf der Naivität begleitet mich schon mein Leben lang. Und ich finde, man macht es sich zu einfach, mich immer naiv zu nennen, nur weil man die Idee für nicht realisierbar hält. Was mich beruhigt ist, dass jede große Idee der Welt für einen naiven Traum gehalten wurde, bevor sie Realität wurde. Von der Fliegerei über die Raumfahrt bis zur Abschaffung der Monarchie. Schwarze Präsidenten? Frauenwahlrecht? Frauen, die arbeiten gehen ohne Erlaubnis von ihren Ehemännern zu benötigen (seit 1971 in Deutschland) etc. Alles Träume und naive Gedanken.
    Und das in einem Forum, in dem man Anarchismus bei Herdentieren für machbar hält? Und ICH soll naiv sein?

    Beim Umzug helfen, das geht. Ein Ohr schenken. Etwas Schnapps und Süßigkeiten, gerne doch. Kleingeld für den bettelnden Penner

    Das ist schon mal eine Idee.
    Aber z.B. Kleingeld für bettelnde Penner habe ich aus Prinzip nicht. Wer mit dem (zugegebenermaßen) wenigen Geld des Amts nicht auskommt sollte weniger rauchen, saufen oder sich beraten lassen. Wenn ich ein besserer Helpokrat wäre würde ich ihm statt Geld zeigen wollen, wie er sein Leben wieder in den Griff bekommt - aufgrund der Zeit und der höchstwahrscheinlichen Hasstiraden des Penners mir gegenüber, tu ich da im Moment lieber nichts.

    was ist, wenn jemand sehr lang und viel hilft, dafür im Gegenzug aber (von einer ganzen Gruppe an Leuten) belogen und betrogen - und hinterher sogar noch verleumdet wird?

    Tja, willkommen in meiner Welt. Oder denkst du alle Schüler sind dankbar, für meinen Versuch ihnen Wissen zu vermitteln? Deswegen hatte ich ja die Idee einer Helpokratie-Gruppe, bei der man weiß, selbst wenn ich persönlich nichts zurück bekomme, arbeiten die nicht gegen mich.

    Hilf mir doch mal dabei, das Leid in den Schlachthöfen effektiv zu beenden

    In diesem Fall ist das relativ einfach - weniger Fleisch essen (ich habe schon etwas reduziert, aber ich gebe zu, es ginge noch mehr).
    Und mit all den ungerechten Gesetzen ist es ähnlich. Es geht nicht darum Gesetze zu ändern, sondern die Menschen, die diese stur befolgen. Das wäre eine Revolution, aber mit Gewalt wird man nicht weit kommen.
    Du kannst mit netten Worten oft besser erreichen als mit Beleidigungen.
    Helpokratie heißt übrigens nicht Selbstjustiz! Die Wünsche des Schlachthausbetreibers musst du dann nämlich ebenso unterstützen. Wenn er nur Geld möchte, könnte man ihn zum Beispiel einfach dafür bezahlen, keine Tiere zu schlachten oder sie besser zu behandeln ...

    Aber... ...so einfach ist das eben nicht! Es fällt mir wirklich schwer, dir das zu erklären, weil es auch meine Persönliche Misere betrifft.

    Ich habe nicht behauptet, dass es einfach ist. Im Gegenteil, Helpokratie dürfte eines der schwierigsten Unterfangen sein, die es gibt - denn es geht oftmals gegen die eigene Natur. Damit meine ich noch nicht einmal das Helfen und Unterstützen deiner Feinde, sondern damit aufzuhören, gegen sie anzukämpfen.

    Zumindest hab ich die Idee schonmal in etwa 60 Seiten zusammengeschrieben.
    171805713X

    Leider fehlt immer noch ein Praxisbezug. Überlege entweder wieder politisch tätig zu werden oder wenigstens sowas wie eine Facebook-Gruppe zu gründen, mit der ich Gleichgesinnte finden kann.

    Wäre es nicht schön, wenn Helpokraten der Welt sich gegenseitig erkennen würden und beim Interagieren miteinander sich einfach helfen würden, weil sie sich zu etwas größerem zugehörig fühlen als ihrem Land und dessen inadäquaten Gesetzen?

    Die Astrophysiker, wohl eine Sparte der besten Mathematiker

    ^^ Da fühl ich mich glatt geschmeichelt.

    Da ich im Hauptstudium in Astrophysik meine Diplomhauptprüfung gemacht habe, fühle ich mich direkt angesprochen. Kann mich aber nicht erinnern, dass da wahnsinnig viele Formeln drinnen waren (war schon lange her). Die richtigen Rechen-/Mathefreaks sind aber tatsächlich die theoretischen Physiker in der Astrophysik. Habe mal allgemeine Relativitättheorie belegt (übrigens beim Europaabgeordneten der ÖDP) - da hab ich nur noch Ricci-Tensor :waah: verstanden - und damit muss man rechnen, wenn man Planetenbahnen wirklich korrekt wissen will.

    Das mit den Finanztheoretikern glaube ich aber unbesehen. In BWL lernen die nur Formeln auswendig, ohne jegliches Verständnis. Auch die brauchen für ihr Mathematik für Vollid... äh ... für BWLer nur eine 4,0. Stell mir das so vor wie an der Fachhochschule "Höhere Mathematik 1", da wäre ich beinahe mal Dozent geworden (ging damals leider zeitlich schlecht) und hab deren Lehrplan gesehen - Da war nichts drin, was ich nicht bereits im Leistungskurs Mathe hatte. Wie gesagt, die brauchen nur ne 4,0 (= 40-50% richtige Antworten).

    All das wäre lustig, wenn das nicht heißen würde, dass wahrscheinlich mehr als 80% aller Hochschulabsolventen kaum Mathematik verstehen, dann aber später unsere Welt gestalten.

    "spuckhafte Fernwirkung"

    rofl Es sollte Orden für geniale Rechtschreibfehler geben.

    Dabei sind wir Götter, die durch unser Bewusstsein unsere Realität erschaffen können.

    Ich würde das so gerne glauben können. Habe das einige Jahre ausprobiert. Mein Bewusstsein war wohl nicht so weit. Aber meine Esoterik-Freunde hatten auch so ihre Mühen mit der Beeinflussung der Realität. Irgendwie funktioniert die Erschaffung der Realität immer nur minimal und nur solange die Ergebnisse als reiner Zufall erklärbar sind.

    innerhalb eines abgeschlossenen Systems

    Details, Details, Details .... - In kleinen Zeiträumen und kleinen Raumeinheiten darf die Energieerhaltung sogar verletzt werden - Standardphysik. Am Ende des Tages bleibt die Frage: Woher kommt die Energie einer "Freien-Energie-Maschine". Und wenn sie diese aus einer anderer Dimension in unsere zieht, würde mich einerseits interessieren, wie man diese Connection fürs Dimensionsreisen verwenden kann, andererseits würde ich warnen das als Freibrief für Energieverschwendung zu nehmen ...

    Überlichtgeschwindigkeit durch die Gegend tunneln können - und Einstein sich mit seiner (damals als feststehend geltenden) Annahme geirrt hat.

    Sorry, das ist nun auch nicht ganz richtig. Es stimmt, Einstein irrte mit seiner Ablehnung der Quantenphysik, aber nichts tunnelt mit "Überlichtgeschwindigkeit". Ich kenne den entsprechenden Versuchsaufbau nicht zur genüge, um eine adäquate Aussage zu treffen, jedoch geschieht Tunneln instantan - es vergeht keine Zeit, das "Teilchen" befindet sich nicht irgendwo mit einer Geschwindigkeit, die größer als c wäre. Und ...

    Auch ein von einem rotierenden Spiegel auf eine ausreichend weit entfernte Wand projizierter Lichtpunkt bewegt sich dort bereits überlichtschnell

    ... auch hier bewegt sich nichts mit Überlichtgeschwindigkeit, da der Lichtpunkt kein Gegenstand ist, noch nicht einmal ein und dieselbe Welle ... Quantenmechanik bietet coole Effekt, auf die ich tatsächlich einiges setze, wenn es um Wurmlöcher, freie Energie etc. geht. Aber trotz allem, bleibt die kann man Einstein nicht ignorieren....

    Darfst du unserer heutigen Jugend ernsthaft noch beibringen, die Lichtgeschwindigkeit wäre eine "natürliche Obergrenze"?

    Als Lehrer habe ich den Auftrag den Schülern unsere aktuell beste Vorstellung von der Welt zu geben und ihnen die Mittel und Wege zu zeigen, was es heißt, wissenschaftlich zu arbeiten. Und dazu gehört vor allem anderen, das stete Streben, Experimente zu finden, die unsere bisherigen Theorien widerlegen (können). Nur durch unzählige Misserfolge wurden Gravitationstheorie, Einstein und die Quantenmechanik so erfolgreich.

    Und nur nach jahrzehntelangem Prüfen von angeblichen Perpetuum Mobiles, die sich allesamt als unglaublich schlechte Modelle erwiesen, hat man sich darauf geeinigt nur noch Experimente ernst zu nehmen, die von fertig studierten Physikern durchgeführt wurden. Du musst dir das so vorstellen: Ein Kind kommt zu dir und erzählt dir aufgeregt, wie es Papier auf magische Weise zu Fliegen bringen kann, wenn es diese auf eine bestimmte Weise gefaltet hat. Schön, dass es das gelernt hat, aber eben keine NEUE Erkenntnis.