Wie kommt es zu der großen Lücke zwischen 115 und 140?
Hatte nur Online-IQ-Tests und einen in einem Heftchen. Weiß nicht mehr wie viele das waren (>5), aber deren Qualität schätze ich nicht wahnsinnig hoch ein. Jedenfalls kamen da bei mir eben sehr unterschiedliche Werte heraus. Der schlechteste war bei 115 und der beste 150. Größer oder gleich 115 macht schon aufgrund meiner schulischen/akademischen Erfolge Sinn, Und da ich bescheiden bin, lasse ich den Spielraum offen. Persönlich im Vergleich mit anderen Studenten/Kollegen (die auch mindestens 115 haben müssten) schätze ich mich auf etwa 125-130. Aber von mir aus sind es auch nur 115 (mir reicht es klüger als etwa 80% der Bevölkerung zu sein)
Hare schätzt den Anteil von männlichen Psychopathen in Amerika auf Einen von Hundert.
Es gibt in etwa genauso viele Intersex Personen und irgendwie habe ich da noch keine/n getroffen.
Die Liste der Eigenschaften ist mir in etwa bekannt und die Schwächen sind eben sowas wie "unzureichende Verhaltenskontrolle", "pathologisches Lügen", "Mangel an Empathie", "Impulsivität", "Stimulationsbedürfnis".
Die Stärken sind mir ebenfalls bewusst, daher muss man eben ruhig herangehen und den Schlachtplan sorgfältig ausarbeiten.
In einer Welt, die nach Helpokratie aufgebaut ist, fallen Psychopathen sofort auf - siehe z.B. "Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen". Zudem baut die Helpokratie auf Wahrheit auf. Ein Lügengebäude wäre schwer aufrecht zu erhalten.
Aber zurück zur Realität: Das System schützt Psychopathen. Sie sind intelligent und gerissen. Du hast deren Vorgehen schön beschrieben. Wenn sie die Fehler der Gesetzgebung verstanden haben, können sie mit ihren Fähigkeiten ein fast grenzenloses Verbrecherleben führen. Doch vergiss nicht: Sie leben auf sehr dünnem Eis von Lügen und machen unwillkürlich ständig Fehler.
Gibt es weitere Opfer, denke ich tatsächlich an ein Bündnis, aber nicht in Form von Klagen. Wie du richtig erkennst, Psychopathen spielen Richter und Polizisten wie andere Menschen Musikinstrumente. Aber schon ein weiterer Zeuge kann bereits deine Aussagen und dich glaubwürdiger machen.
Zurück zur Theorie: Eine Gemeinschaft sollte diese Individuen schon als Heranwachsende herausfiltern. Im eigenen Interesse und im Interesse aller sollte man deren Natur öffentlich machen.
Zur Existenz des Bösen: Es gibt Menschen, die einfach so, weil ihnen z.B. langweilig ist, Menschen ermorden, aufsägen etc. Im Zweifel gehe ich dennoch vom Guten im Gegenüber aus. Nur weil ich nicht ständig auf dieses 1% der Bevölkerung eingehe, heißt das jedoch nicht, dass ich nicht weiß, dass es diese gibt. Ich bin nämlich nicht so naiv. Ich bin sogar immer auf das Schlimmste gefasst. Das geht so zusammen:
Ich sitze im Bus, so dass ich jeden sehen kann und überlege mir, was ich tun würde, wenn ich attackiert würde oder mein Gegenüber ein Messer zückt etc. Dennoch gehe ich aus rein statistischen Gründen davon aus, dass mein Gegenüber nicht vor hat, mich umzubringen und solange er mich nicht vom Gegenteil überzeugt, denke ich nur das Beste von ihm.
Außerdem nutze ich kleine Charaktertests um die Psyche meiner Mitmenschen zu analysieren.
aber dann würdest du nicht nur endgültig dem Mörder die Gewissheit verschaffen, dass er mit derartigen Taten selbstverständlich problemfrei weitermachen kann, wann immer ihm irgendein Parfum missfällt - sondern du würdest auch im neuen Wohnort sicher nie mehr glücklich mit diesem ungerechten Ausgang der Geschichte werden können
So wie du mir das geschildert hast, kann der Mörder problemlos weitermachen, ob du ihm im Weg stehst oder nicht. Im Grunde nimmst du ihm nur ein weiteres Spielzeug. Solange du da bist, kann er dich ja weiter fertig machen, ohne Konsequenzen für ihn.
Ob du am nächsten Wohnort glücklich werden kannst, hängt nur davon ab, wie sehr du in Gedanken der Vergangenheit nachhängst. Das Leben ist ungerecht, das muss man einfach mal akzeptieren (ich weiß, das können nicht alle). Ansonsten heilt die Zeit alle Wunden. Nach spätestens sieben Jahren im neuen Leben ist das Geschehene allerhöchstens ein Schatten der Vergangenheit und idealerweise hat man die Sache dann verarbeitet.
Und selbst wenn nicht, hat man nichts verloren. Denn wenn man bleibt, wird man ja offensichtlich auch nicht weiter kommen.
Hast du je einen Opium-Entzug durchlebt? Dein ganzer Körper verlangt währenddessen nach dem Stoff - welcher Wille ist da der wichtigere?
Nein, soll hart sein. Meine Theorie ist, dass nur derjenige richtig suchtgefährdet ist, der eine bestimmte Lebenseinstellung bzw. Veranlagung dazu hat. Eine willensstarke Person kann das körperliche Verlangen von seinem Intellekt trennen (Man kann sich z.B. auch zu Tode hungern). Deswegen werden nicht alle süchtig, die Drogen probieren.
Aber zurück zu deiner Frage: Der jeweils aktuelle Wunsch ist der wichtigere. Ich sehe druchaus die Schwierigkeit, wenn man gebeten wird beim Entzug zu helfen, aber dann wegen des starken Dranges nach dem Stoff gebeten wird, das Ganze abzubrechen.
Wenn man jedoch vorher mit dem Freund die Sache in aller Ruhe besprochen hat und ausgemacht hat, dass der Entzug durchgezogen werden soll, kann man durchaus diese Abmachung zur Entscheidung heranziehen. Der Freund will ja einen Entzug, ist selbst jedoch nur zu schwach, um den Forderungen seines Körpers zu widersprechen. Somit hilft man dem Freund gegen den gemeinsamen Feind - den Körper.
Sehe da keinen Fehler in der Theorie. Es gibt in der Helpokratie jedoch keine Pflicht zu helfen, daher kann man genauso gut sagen, das soll die Person mit seinem Körper selber ausfechten.
Im Grunde ist es egal, weil man in beiden Fällen nicht wirklich gegen den Willen der Person gehandelt hat.
wenn du sagst, die Qual des Entzugs sei für jeden das Beste
Genau das ist der Knackpunkt. Ich finde ein Leben ohne Sucht besser und wünsche mir für andere einen erfolgreichen Entzug. Das ist meine Meinung, die kann ich durchaus haben. Nur wegen der Helpokratie ist es mir eben nicht erlaubt, anderen meine Meinung überzustülpen. Wenn jemand das nicht will, muss ich das akzeptieren.
Ich beteilige mich hier lediglich weder an Herstellung noch am Vertrieb seiner Drogen. Helpokratie verpflichtet mich nur ihn nicht aktiv daran zu hindern, all das selbst zu tun.
Bevor ich in Erwägung ziehe, derartiges für den Rest meines Lebens zu verdrängen,
Von Verdrängung habe ich nie etwas gesagt! Neuorientierung und das Geschehene verarbeiten (Therapie, Meditation, sich mit den eigenen Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen etc.)!
Ignoranz oder Hilfsbereitschaft gegenüber dem Bösen, stellt keineswegs eine adäquate Lösung für das Problem dar.
Ich wiederhole: Es gibt kein "Böses", nur Menschen mit einer Axt, die einen Zerstückeln wollen. Und für mich sind das wie Blitze aus einer Gewitterwolke. Ich gehe nicht darauf zu und baue Blitzableiter (=Helpokratie). Dadurch werde ich Blitze weder verhindern oder gar aus der Welt schaffen noch für ihr unmögliches Verhalten bestrafen, aber ein durchaus annehmbares Leben führen.