Beiträge von '"'"'

    Die meisten dürften dir jedoch widersprechen, mich mit eingeschlossen. Darüber hinaus, musst du mir erst mal beweisen dass du alleine glücklicher wärst als die gesamte Menschheit.


    Wer fragt die Tiere? Hast du nachgewiesen, daß die Tiere glücklicher wären?

    Wohingegen Tiere welche artgerecht gehalten werden deutlich glücklicher sein dürften, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die wenigen artgerecht gehaltenen Tiere insgesamt deutlich mehr Glück erfahren dürften, als die vielen Milliarden Tiere die nicht artgerecht gehalten werden.


    Nehmen wir einmal an, ich wäre super super mega glücklich, wenn ich nicht mitansehen müßte, wie andere Menschen den Planeten kaputtmachen. Wäre es dann vielleicht besser ich würde nur alleine auf dem Planeten leben?

    Wie soll das gehen einem Kind alles völlig gleichberechtigt vorzustellen?


    Das ist eine sehr gute Frage.

    Zitat

    du wirst so viele Inhalte niemals in den/die Unterricht/Erziehung bekommen


    Nun ging es um eine anarchistische Gesellschaft und die soll ja herrschaftsfrei sein. Wie passt das zur Annahme irgendeines gelenkten Unterrichts? Warum nicht das Kind seine Interessen bestimmen lassen, bestimmen lassen wozu es mehr erfahren möchte? Kinder sind neugierig, sie erschließen sich selbstbestimmt die Welt, wenn man ihnen die Möglichkeiten dazu bietet und auf ihr Interesse eingeht.

    Zitat

    Es sollte auch eine Aufklärung geben, über die generelle Gefahr im Laufe seines Lebens einer beliebigen Ideologie und dessen Propaganda, mit ihren unterschiedlichen Manipulationsmethoden zum Opfer zu fallen und wie man sich effektiv davor schützen kann.


    Das kann vieles bedeuten. Was stellst du dir darunter vor? Was würde dem Kind da erzählt?

    Also ich stelle mir das so vor, dass der heilige Geist (oder was auch immer) einfach unangemeldet in das Kind fährt.


    Und weil du das meinst, soll die Menschheit so beherrscht werden?

    Leid ist eine ziemlich sichere Sache, Glück hingegen nur eine Option. Nicht umsonst fragt sich die Ethik schon seit Jahrtausenden, wie man dieses Glück finden könne bzw worin es besteht. Was Leid ist, ist recht eindeutig, und wir haben mehr als genug davon.


    Mir ist nicht klar, was du damit sagen willst.

    Der Mensch kommt ohne Tierfleisch aus.


    Darum geht es hier ja eigentlich nicht. Es geht um die Frage, wie der Umstand eingeordnet wird, daß es die Tiere um die man sich zu sorgen vorgab dann nicht mehr gäbe, sie also nicht auch Momente des Glück erleben könnten.

    Es stellt sich halt bei beidem die Frage nach der Ursache.


    Die eigentliche Frage ist die nach dem, was sich einem präsentiert?

    Zitat

    Solange sich Gott mir nicht sehr überzeugend präsentiert, sehe ich jedenfalls keinen Grund, warum ich an ihn anstatt Thor, Crom oder den Weihnachtsmann glauben sollte.


    So wie man keinen Grund sehen kann anzunehmen man habe noch Essen im Haus anstatt eine Dose Ravioli oder eine Packung Reis?

    Die Erfahrungen selbst nicht, wenn sie nicht als Beleg für die Existenz Gottes interpretiert werden.


    Du meinst man sollte die Möglichkeit, daß es so war, wie es wirkte pauschal auschließen?

    Ich finde ja, das (wenn es hypothetisch möglich wäre) nur noch Menschen religiös werden sollten wenn sie das unabhängig entscheiden und nicht, weil sie von ihren Eltern und ihrem Umfeld so erzogen und konditioniert wurden.


    Wie könnte ein Kind sich unabhängig entscheiden, wenn ihm nicht alles gleichberechtigt vorgestellt würde? Das würde dann auch für Kinder nichtreligiöser Eltern gelten?

    Das Argument funktioniert für mich eher so: Weniger Leben, weniger Leid. Leuchtet mir persönlich eher ein, daher: Egal ob Mensch oder Tier, Qualität statt Quantität.


    Und wieso nicht "Weniger Leben, weniger Glück"?

    Man hat sie abgeschafft, weil Sklavenhaltung ineffizient und zu teuer ist.


    Ich würde eher auf die Nutzung zunächst fossiler Energien zur Erzeugung von Maschinenkraft tippen.

    Warum haben wir also die Sklaverei für Menschen abgeschafft, ich bin mir sicher ein Sklave hat auch Momente des Glücks erlebt? Wärst du auch dafür die Sklaverei für Menschen wieder einzuführen, wenn sich dadurch die Geburtenrate der Sklaven steigern ließe?


    Zynisch formuliert: Oft wurden Menschen entführt oder gefangengenommen um dann versklavt zu werden. Das war ein Wegwerfsystem, das auf Verbrauch ausgerichtet war und funktionierte, solange es billigen Nachschub gab. In Nordamerika praktizierte man in der Tendenz das Verbrauchsmodell, in den Südstaaten züchtete man in der Tendenz selbst neue Sklaven und bemühte sich sie nicht so schnell in den Tod zu treiben.

    Wenn es hier um vegane Kritik an Massentierhaltung geht, dann geht es nicht um ein System, das irgendwo millionenfach Tiere einfängt, sondern um ein Modell, das dem der damaligen Südstaaten entspricht. Es wäre dann also die Frage, ob in deinem Beispiel nach dem Wegfall der Sklaverei die ehemaligen Sklaven einfach aussterben würden, so daß es dann weniger ähnlich komplexe Lebewesen gäbe. Menschliche Sklaven wurden freigelassen und lebten weiter und zeugten Kinder. Wie wäre es mit den Tiersklaven der Massentierhaltung? Was wäre, wenn es sie nicht mehr gäbe?

    Zitat

    Ich bezweifle zudem dass man dieses dahinsiechen von entrechteten Masttieren in Gefangenschaft als Leben bezeichnen kann.


    Gilt das deiner Meinung nach auch für Menschen? Welche Folgerungen ziehst du daraus?

    andere behaupten, dass dieses Paradoxon einem falschen Verständnis von Allmacht entspringe.


    Das wäre mein Part. Geht es hier also eigentlich um die Vorstellung davon, was Allmacht sein müßte? Allmacht sei keine echte Allmacht, wenn sie sich nicht selbst beseitigen könne? Ist das eine sinnvolle Annahme, die irgendwie auf einen Versuch hinausläuft allgemein zu widerlegen, daß es so etwas wie so verstandene "Allmacht" geben könnte? Entspricht das dem, was in den abrahamitischen Religionen als göttliche Allmacht verstanden wird? Wieso sollte "Allmacht" nicht einfach meinen, daß ein Wesen komplette Kontrolle über die Lebenswelt der Menschen hat?

    Jedenfalls ist mir schleierhaft warum sich der allmächtige große Daddy heute nicht mehr zu erkennen gibt, wo er doch laut Bibel mal richtig aktiv ins weltliche Geschehen eingegriffen haben soll.


    Wie kommst du darauf dem sei so?