Beiträge von Lonewolf

    Zugfahrten schrecken mich auch ziemlich ab, weil die Züge oft vollgestopft sind oder die Klimaanlage ausfällt. Zusammengepfercht mit Menschen auf engstem Raum ausharren zu müssen, ist eines meiner Horrorszenarien, welches ich bereits erlebt habe.

    Der Weg zum Strand ist bei mir tatsächlich nicht weit (unter 20 Minuten). Mich schrecken mehrere Gründe ab: Es ist so übertrieben heiß, dass man schon auf dem Hinweg einen Kreislaufkollaps bekommt. Wenn man dort ist, gibt es keinen schattigen Ort und man brät quasi in der Sonne vor sich hin. Abkühlung durch Wasser sehe ich mittlerweile auch kritisch. Bin mal abends schwimmen gegangen und fand es richtig schön. Allerdings fing mein Körper nach einigen Minuten höllisch an zu jucken und ich bekam

    überall Pusteln. Der Arzt meinte, dass es diese komischen Saugwürmer waren, die Menschen mit Enten verwechseln. Seitdem verbinde ich das Wasser mit Ausschlag und ekligen Tierchen.

    Bei dem einen Typen bin ich nachts von einem Bekannten so gegen 0 Uhr nach Hause gegangen und er kam mir entgegen und stellte sich mir direkt in den Weg und starrte mich an. Als er mich anfassen wollte, bin ich weggelaufen. Bei dem zweiten Typen wollte ich zur Haltestelle gehen und auch er kam mir entgegen. Er sah mir in die Augen und sah dabei ziemlich wahnsinnig aus. Ich fühlte mich sehr unwohl und bin auch weggelaufen. Er ist mir allerdings hinterherlaufen, was mir Angst machte, sodass ich nachts bzw. abends gar nicht mehr rausgehe.

    Durch die unangenehmen Nebenwirkungen von Naturerlebnisse muss man eben durch ;) Verbrennungen 2. Grades, heftige allergische Reaktion durch irgendwas Giftiges mit anschließender Cortison-Therapie, und natürlich das obligatorische Dutzend Zecken, das ich mir ständig von Ärzten rausziehen lassen muss, sind meine bisherige Ausbeute diesen Sommer. Dafür haben mich die Mücken in Ruhe gelassen, als ich zuletzt nachts am Waldrand genächtigt habe, ich hatte wohl schon genug Gift im Körper ;)

    Von sowas sollte man sich nicht abschrecken lassen. Einer meiner Lieblingskanäle derzeit ist der hier:


    Zu deinen Erlebnissen mit finsteren Typen. Das ist scheiße, aber wohl leider den meisten Frauen bekannt. Ich fürchte, das wird sich so schnell auch nicht ändern, egal wie oft 'educate your sons' gefordert wird. Ergo muss man bzw. frau wehrhafter und resilienter werden. Allerdings ist das ein Lebensweg, ein 'Umpolen' der Wahrnehmung, das hier im Fokus steht - die meisten 'Kurse' hierzu, die ich kennengelernt habe, sind eher kritisch zu betrachten und schaffen ein fragwürdiges Sicherheitsgefühl. Wenn man sich dafür entscheidet, würde ich das längerfristig angehen. Gute Trainer und Mentoren zu finden, die sich von den schlechten unterscheiden, ist aber nicht so leicht.

    Wie macht ihr das? Menschen sagen mir oft, dass ich mehr rausgehen solle, aber gerade in der Hitze fehlt mir die Motivation. Ich zwinge mich mittlerweile zwar täglich rauszugehen, aber ein Genuss ist es nicht gerade. Es ist alles zu hell, zu laut und zu heiß. 😅

    Dafür mag ich am liebsten sternenklare Sommernächte. Ich glaube im Sommer würde ich am liebsten nur nachts rausgehen. Das habe ich früher eine zeit lang mal gemacht, aber seit ich ein/ zwei gruselige Situationen mit komischen Typen hatte, geht das leider nicht mehr. So bleibt mir nur die Erinnerung an vergangene Sommernächte und die Vorfreude auf den Herbst. Herbst und Frühling sind meine Lieblingsjahreszeiten, weil es da alles nicht so extrem ist. Wie ist es bei euch?

    Liebe Grüße und einen schönen Tag. :)

    Ich bin ein absoluter Anhänger der warmen Jahreszeiten. Mein Tipp: Die Leidenschaft an der Natur entdecken. Fränkische Schweiz, Harz, Thüringer Wald und Vogtland, Allgäu, Schwäbische Alb etc. etc. Es gibt in Deutschland so viel an romantischer Kulisse für Eskapisten und Einzelgänger. Wenn es zu heiß ist, empfehle ich ein tiefes Tal. Einfach mit Schlafsack und Isomatte losziehen und irgendwo draußen übernachten. Dank 9-Euro-Ticket kommst du auch ohne Auto und viel Geld raus.

    Ich glaube ich habe das Video schon mal gepostet, aber ich finde diese Debatte zwischen Nietzsche und Platon recht erheiternd und auch erhellend für ein erstes Verständnis der beiden Ansätze.

    Auch der neue Batman hat wieder 'inspirational speeches' zu bieten.

    Da ich hier anscheinend der einzige bin, der was mit Superheldenfilmen anfangen kann, verzichte ich auf die Spoiler-Warnung ;-)

    'The Batman' ist tatsächlich nur in ästhetischer Hinsicht düsterer als seine Vorgänger. Die Botschaft als solche ist positiver und optimistischer.

    Das war meiner Meinung auch das größte Problem bei der ganzen Corona Geschichte, das Politische Prozesse Ersetzt wurden durch Experten und deren Studien. Also Technokratie. Und obwohl ich nicht grundsätzlich gegen jede einzelne Maßnahme war der Legetimirungsprozess oft fragwürdig. Und im Prinzip vorderst du gerade das gleiche nur mit von dir Ausgewählte Experten.

    Genau das ist der Punkt. :thumb_up_: Der größte Fehler von Maßnahmengegnern war, sich auf das Widerlegen bzw. Leugnen zu fokussieren, anstatt grundlegend politische Entscheidungsmacht und Werturteile infrage zu stellen. Die Wissenschaft kann uns vielleicht sagen, wie die Welt funktioniert, aber nicht, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte.

    Schubladen hin oder her, nach meinen Erfahrungen mit psychisch kranken Menschen würde ich immer eine gewisse Distanz wahren. Vor allem bei paranoider Schizophrenie, aber auch bei Sachen wie Borderline. Bis jetzt sind leider alle Menschen in meinem Umfeld mit entsprechender Vorgeschichte früher oder später 'durchgedreht' in dem Sinne, dass es mich schon ziemlich belastet hätte, wenn ich eine tiefergehende emotionale Bindung zu ihnen gehabt hätte. Klar, man hat vielleicht anfangs sogar eine gewisse Sympathie für Menschen, die irgendwie 'nicht normal' oder 'anders' erscheinen. Allerdings sind dies meistens eben auch nur 'normale' Menschen, nur eben mit schwerwiegenden Erkrankungen.

    Es ist mir zudem völlig neu, dass es in der Geschichte schon Fälle gegeben haben soll, in denen Faschisten von Linken bekehrt worden sind. Ich kenne lediglich mit Horst Mahler den genau umgekehrten Fall.

    Das gibt's schon. Ich kenne persönlich einen Fall, in dem ein Nazi (JN und freie Kameradschaft) von einer Antifaschistin zum Ausstieg bzw. Frontenwechsel gebracht wurde. Es gibt auch einen bekannten Fall, mir ist nur gerade der Name entfallen, in dem ein bekannter Anarchist im Gefängnis einen Faschisten 'bekehrt' hat.

    Das sind sicherlich eher Einzelfälle, aber es gibt sie. Welchen Schluss man daraus zieht, sei jedem selbst überlassen. Ich persönlich bin nicht motiviert, mich an Faschisten abzuarbeiten.

    Ich würde mir das verlinkte Lied nicht freiwillig anhören, weil es nicht meine Musik ist ;)

    Ansonsten sehe ich das ähnlich wie Ya, wobei ich derzeit mit Burzum nicht mehr so viel anfangen kann. Hab ich aber früher ganz gerne gehört. Auf politische Botschaften in Songs kann ich ehrlich gesagt genauso gut verzichten wie auf politische Slogans auf T-Shirts. In der Musik suche ich Emotionen, Eskapismus, Nostalgie, Lebensgefühl etc, und weniger irgendwelche Botschaften.

    Wenn mir eine Person extrem unsympathisch ist, kann ich dies zudem nur schwer ausblenden und mir ihre Musik anhören. Kommt aber immer auf den Einzelfall an. Dissection und Mgla laufen auch bei mir, wenngleich die Personen dahinter wohl fragwürdig sind. Ich kenne viele Leute, die sehr viel Aufmerksamkeit für die Grauzone-Debatte aufbringen. Teilweise wird hier ziemlich über's Ziel hinausgeschossen und die falschen Bands werden gecancelt. Ich versteh gut, dass man bestimmte Tendenzen nicht unterstützen will. Ich hab mich selbst lange Zeit z.B. von Black-Metal-Konzerten ferngehalten. Es ist letztlich eine Abwägungssache, die nicht immer eindeutig ist. Dennoch gibt es für mich sicherlich bedeutendere Dinge, als sich auf irgendwelche Künstler zu fokussieren. Bands von der Setlist kicken und Typen mit den falschen Patches nachstellen, aber das Maul halten, wenn Islamisten Menschen töten - das ist nicht mein Verständnis von Antifaschismus, wird aber leider von vielen so praktiziert.

    Das einzig 'Gute' an langen Bahnreisen sind die gratis Hotelaufenthalte, die man bekommt, wenn man dank absehbarer Ausfälle irgendwo im Nirgendwo strandet. Aber das 9-Euro-Ticket werd ich vielleicht wirklich mal testen, zumindest unter der Woche zu eher menschenarmen Zeiten.