Beiträge von Saya

    Ok ich nehme mir jetzt mal das Video vor, aber vorher noch ein paar Anmerkungen: Das Recht auf Eigentum ist eine Konvention zwischen Menschen, die beschlossen wurde, um Konflikte zu vermeiden. Einen Staat braucht es nicht um diese zu garantieren, bzw. kann es gar nicht geben, da sich ein Staat per Definition durch Steuern finanziert, welche wieder Raub sind und damit eine Verletzung des Eigentumsrecht.

    Und ihr könnt euch im Kreis drehen wie ihr wollt mit eurem "dann gewinnen die Stärkeren" mimimi. Du sagst damit ohne einen Gewaltmonopolisten, der der Stärkste ist, setzten sich die Stärksten durch... wo ist da die Logik?
    Freiheit bedeutet ja gerade, dass niemand mir seinen Willen aufzwingt und mich beherrscht, erreicht wird das einfach dadurch, dass die Mehrheit sich auf Regeln einigt. Nochmal momentan ist der Staat der Stärkste und auch der größte Mörder, im Namen von Staaten wurden im 20. Jhr über 100 Mio Menschen ermordet und Du willst mir erzählen ohne Staat der "reguliert" wäre es schlechter?????

    Zum Video, ich nehme hier jetzt jeder Argument chronologisch auf:
    1. "Alle fünf Sekunden verhungert ein Mensch." Ja und dank der kapitalistischen Wirtschaft hungern immer weniger Menschen, auch wenn wir in Europa keinen 100% Kapitalismus haben so gibt es keinen Hunger mehr in Europa.
    Ziegler sagt selbst, dass man 12 Mrd Menschen ernähren könnte, ja von solche einer Leistungsfähigkeit konnte der Sozialismus nur träumen.

    2. "im Irakkrieg wurde die Wasserversorgung zerstört" deshalb verdursten Menschen jetzt da, aber was hat der Kapitalismus damit zu tun, wenn ein Staat andere Staaten angreift?

    3. "die Vertreter des Wirtschaftssytems ordnen alles ihren Profitinteressen unter" Mag ja sein, die Brutalität die diese Profitgeier da an den Tag legen ist ja nur möglich, da sie das Gewaltmonopol benutzen, also wieder kein Kapitalismus Fehler, auch wenn der Typ das fälschlicher weise so nennt.

    4. "Wir haben eine Finanzindustrie von 120 Billionen Dollar, das Welt BPI beträgt 50 Billionen" Ja und wieder ist dass staatliche Geldmonopol schuld. Der Staat ermöglicht es den Banken Geld aus dem Nichts zu schöpfen, und damit wird dann gezockt. Der Kapitalismus hat dieses Geldsystem nicht hervorgebracht, der Bitcoin wäre kapitalistisch, da er unabhängig von Staat ist. Mit Bitcoin wäre derartiges Aufblasen nicht möglich und mit Gold erst recht nicht.

    5. "Die 500 größten Unternehmen dominieren die Welt" Ja stimmt, und warum können sie das, weil sie Privilegien haben, sie zahlen kaum Steuern, und können fast alle Gerichtsprozesse gewinnen und lassen, dann auch noch die Gesetze schreiben, siehe TTIP, Was hat das mit einem freien Markt zu tun?

    6. "der Kapitalismus zerstört den Markt" Nein, er definiert das falsch, wieder! Monopole werden vom Staat geschützt und aufgebaut, und diese Großkonzerne zerstören den Markt, klar aber das ist nicht der Kapitalismus= freier Markt.

    7. "Der Kapitalismus kennt keine Werte jenseits von Angebot und Nachfrage" Alles ist Angebot und Nachfrage, theoretisch jedenfalls. Auch ob ich meine Familie mag könnte man darauf anwenden. Er kritisiert die Ökonomisierung, Aber was ist so schlimm daran? Ein Stadt Theater sollte es auch nur solange geben, wie Menschen freiwillig ihr Geld dafür hergeben, es sollte nicht vom Staat subventioniert werden, denn das ist Zwang.

    8. "Krankenhäuser sind gewinnorientiert!" Ja warum ist es denn nicht möglich ein Krankenhaus zugründen, dass einfach nur seinen Zweck erfüllt, ohne diese dummen Fallpauschalen? Doch nur weil der Markt gefesselt ist und die Profitgierigen in den Krankenkassen leichtes Spiel haben, das System so zu gestalten, dass das Geld in ihre Tasche fließt. Wir brauchen Freiheit und Alternativen damit das Gesundheitssystem funktioniert.

    9. "Den Markt und Wettbewerb abzuschaffen wäre idiotisch, wir brauchen einen geordneten Markt" Mein Reden, wir brauchen Regeln, die für alle gleich gelten, z.B. jeder darf selbst entscheiden, was mit seinem Geld passiert, statt dass der Staat das macht.

    10. Ziegler Hunger in Afrika: "1972 waren 81 Mio Menschen unterernährt, heute 2,2 Mio" Ich glaube er hat sich versprochen, aber dennoch hat der Hunger abgenommen.

    11. "Die EU subventioniert seine Bauern und zerstört damit die Märkte in Afrika" Bestes Beispiel dafür, dass der Kapitalismus nicht dran schuld ist, denn Subventionen sind staatlich! Auf einem freien Markt gäbe es keine Subventionen.

    12. "Wir haben ein Defizit an Politik. Wir brauchen internationale Politik" Jein, wir brauchen überall auf der Welt die gleichen Menschenrechte, Recht auf Eigentum ist auch ein Menschenrecht. Aber wieder ist es so, dass alle Staaten sich beeinflussen lassen von den Reichen und Konzernen...

    13. "So viel Elend" Sagt Ziegler, er tut so als wäre es noch nie so schlimm wie heute ,aber die Armut nimmt ab, das hängt mit der Globalisierung und der Liberalisierung zusammen, wenn die Konzerne dann nicht auch noch Lobbyieren würden und die Märkte wirklich frei wären, wäre die Zahl noch kleiner. 1990, das ist das Referenzjahr der Vereinten Nationen, lebten 1,926 Milliarden Menschen auf der Welt in extremer Armut. Sie hatten also weniger als 1,25 Dollar am Tag zum Leben. Im Jahr 2015 waren es nur noch 836 Millionen Menschen.

    14. "Politik ist dazu da Ordnung zu schaffen" Toller Witz, Politik hat doch immer nur den Reichen und Mächtigen gedient und das ist heute noch so, wer die Rettung in der Politik sucht hat keine Ahnung von der Geschichte

    15. "Zur Ethik gehört die Menschenwürde" Ja wo ist denn die Menschenwürde, wenn der Staat Gewalt gegen alle anwendet, die sich nicht an seine willkürlichen Regeln halten?? Ein Deutscher muss 70% von seinem Lohn an den Staat abführen, hallo Menschenwürde und Recht auf Freiheit, wo seid ihr?

    16."Steueroasen sollen geschlossen werden" Ja aber warum denn, damit der Staat noch mehr plündern und verschwenden kann? Um die Monopole zu zerstören, darf es keine Privilegien mehr geben.

    17. "Die Kaffee Bauern werden ruiniert" Ja vielleicht weil deren Eigentum nicht ausreichend geschützt wird? Der Staat enteignet die und verkauft dann die Konzerne.

    Also zusammenfassend kann man sagen, das System ist komplett korrumpiert. Aber einen freien Markt sprich Kapitalismus kann ich nicht erkennen.

    Der Kapitalismus basiert auf nicht auf dem Recht des Stärkeren, denn in einer solchen Ordnung kann es ja gar kein festes Eigentumsrecht geben.

    Aber vielleicht eine andere Frage, was sollte man denn verändern? Soll der Staat uns retten, wie soll das passieren, der Staat wird schließlich von den Konzernen gesteuert?
    Was ist Freiheit für dich, und warum ist das nicht mit der von mir beschriebenen Theorie vereinbar?

    Ich kann mir ja vorstellen, dass es schwer für dich ist dein Gedankengebäude los zulassen, aber du kannst nicht einfach irgendwas behaupten, was nicht der Definition entspricht

    was kapitalismus ist, ist klar definiert. eine wirtschaftswissenschaftliche theorie, die auf diversen unhaltbaren grundannahmen basiert.

    Ich habe die Definition oben hingeschrieben, und auch bei abgewandelten Definitionen findet sich immer das Merkmal des nicht staatlichem. Was sind denn diese "unhaltbaren Grundannahmen"? Etwa die Selbsteigentums Theorie, die ich logisch hergeleitet hab? Oder dass Zwang und Gewalt, die der Staat per Definition anwendet unmoralisch sind, und der Markt auf Freiwilligkeit setzt? Was ist genau UNHALTBAR?

    Die üblichen BWL und VWL Irrlehren basieren alle darauf, dass nur der Staat für eine geordnete Gesellschaft sorgen kann, also all diese Theorien befürworten nur teilweise den Kapitalismus. Nochmal 100% Kapitalismus ist per Definition dann, wenn der Staat keine Einfluss mehr hat.

    Der Kapitalismus ist nicht schuld an den Kriegen der US Regierung, denn der Staat führt diese, auch wenn private Unternehmen diese Kriege unterstützen.
    Der Kapitalismus ist nicht schuld an der Finanzkrise, denn es war der Staat der das ungedeckte Geldsystem eingeführt hat und damit diese Blase aus nicht existenten Werten erst möglich machte, auch wenn private Banker dann durch zocken die Blase platzen ließen.
    Hungerlöhne sind nur da möglich, wenn es keine Alternativen gibt, wenn in Bangladesh die Arbeiter demonstrieren kommt die Polizei und schlägt alle zusammen, weil die Fabrikbesitzer die Politik bestimmen.
    Großkonzerne sind deshalb so stark, weil sie den Staat unter Kontrolle haben, der sie privilegiert und die Konkurrenz ausschaltet. Steuergesetze, Patente oder Lizenzen alles staatlich, hat nichts mit Kapitalismus zu tun.

    Du beschuldigst den Falschen.

    Also noch mal: Was ist an der Theorie unhaltbar?
    Tatsachen sind: Steuern sind Raub. Staatliches Handeln basiert auf Gewalt. Gewalt ist unmoralisch.

    P.S. Das Recht des Stärkeren ist das was wir heute haben, der Staat ist der Stärkste, und er setzt seine Gewalt gegen alle ein, die was gegen ihn haben. Und manchmal bekämpfen Staaten sich auch unter einander. Konzerne nutzen dies und lassen das Gewaltmonopol für sich arbeiten. Im Kapitalismus gibt es die klare Regel, dass jeder Recht auf Privateigentum hat, Konflikte kann es natürlich dennoch geben.

    Erste Antwort.

    es gibt kooperation unter gleichberechtigten freien individuen statt konkurrenz und überlebenskampf. es kann gesetze geben ohne dass jemand herrscht.

    Du hast eine etwas zu fixierte Vorstellung von Kapitalismus, denn Kapitalismus ist doch Kooperation unter gleichberechtigten freien Individuen. Alle Menschen sollten die selben Rechte haben. Das ist ja die zentrale Forderung von Freiwillig frei, alles sollte freiwillig sein ohne Zwang, voluntaristisch, deshalb kann niemand das Recht haben über andere zu herrschen. Überlebenskampf? Kapitalismus fördert den Wohlstand, senkt die Preise, und macht daher das "Überleben" immer einfacher. Wäre unser Geld nicht so wertlos, müssten wir schon lange nicht mehr 8 H am Tag arbeiten, aber das wird leider verhindert von Interessengruppen.
    Und ja natürlich kann es "Gesetze" geben, ohne dass es einen Herrscher gibt. Ich würde es aber eher Regeln und Rechte nenne an die man sich halten sollte, um Konflikte zu vermeiden, z.B. Eigentumsrecht.


    was sagst du zu heiner geissler?

    Das gesamte Video würde ich gerne ausführlich kommentieren, denn diese beiden Herren geben mir Recht, sie benennen das Problem nur falsch, aber mit dem meisten haben sie Recht. Dazu also später.

    freihandel/freiwirtschaft nach silvio gesell

    Ja den kenn ich und auch das Wunder von Wörgel, das für mich kein Wunder ist. Aber solange es keinen Staat gibt, der vorschreibt, wie man zu wirtschaften hat, ist das doch auch Kapitalismus. Wenn sich dieses "Freigeld" von Gesell durchsetzt oder die Menschen nach seinen Regeln leben, ohne jemanden etwas davon aufzuzwingen dann ist das Kapitalismus konform.
    Adam Smith war im Grunde kein Kapitalist, er hat staatliches Eingreifen in alle Bereiche gefordert, also das was wir heute ja auch haben, im Video "Kapitalismus einfach erklärt" wurde erwähnt, dass weder Hayek noch Smith reinen Kapitalismus forderten.

    welche rolle spielen eigentlich behinderte, sozial benachteiligte und rentner in deiner moralphilosophie des kapitalismus?

    Menschen sind soziale Wesen, der Staat hat allerdings die Aufgabe der Fürsorge an sich gerissen, macht dabei einen schlechten Job und behauptet dennoch nur er könne sich um die Armen kümmern.
    Staatliche Sozialsysteme sind unmoralisch, da sie auf Gewalt und Zwang basieren. Wenn die Menschen freiwillig Parteien wählen, die vorgeben sich um die Armen zu kümmern, (was sie sehr schlecht tun) dann beweist das, dass die Menschen bereit sind freiwillig zu helfen. Das selbe erkennt man daran, wie viel freiwillig gespendet wird, oder sich Menschen freiwillig ehrenamtlich engagieren. Nach der Eigentumstheorie ist es zwar in Ordnung Armen Menschen nichts abzugeben von seinem Reichtum, aber glaubst du echt Menschen wollen so eine asoziale Gesellschaft? Ich will nicht, dass Obdachlose verhungern. Sozialsysteme können auf Freiwilligkeit aufgebaut werden, es braucht keine staatliche Gewaltandrohung.

    Das wären erstmal deine Fragen, das Video mach ich später.

    Vorher habe ich dich als Etatisten bezeichnet, hier in dieser Diskussion ordne ich dich überhaupt nicht ein, das wird die Diskussion zeigen, welche Weltanschauung du hast.
    Die Quellen sind nicht zweifelhaft, es geht um die drin enthaltenden Argumente, die ich auch selbst alle einzel aufführen könnte. Wir haben einen Deal, nämlich, dass wir unsere Diskussion auf das gegebene Material stützen also, wo ist das Problem?

    Hallo Leute, ich möchte nochmal ein Thema aufgreifen, was ich zwar schon früher in den älteren Foren diskutiert hatte, aber dennoch nochmal neu auflegen möchte. Auch da hier einige neue Mitglieder dazu gekommen sind, halte ich es für sinnvoll die Theorie und Moral des Kapitalismus hier nochmal zu beschreiben. Dabei verwende ich teilweise Textbausteine aus dem Archie, da ich nicht alles neu formulieren will.

    In diesem Bereich soll es vorwiegend darum gehen, warum ich den Kapitalismus befürworte und mir für eine ideale Gesellschaft wenig oder gar keinen Staat wünschen würde, der Einfluss auf den Markt nimmt. Immer wieder werde ich im Internet angefeindet und missverstanden, wie es denn sein kann, dass man so ein "unmenschliches" oder "asoziales" System befürworten kann, dass angeblich den Welthunger die Kriege und die Finanzkrise ausgelöst habe. Ist jetzt etwas allgemein dargestellt, aber im Grunde geht es immer darum, dass die "Antikapitalisten" nicht wissen wovon sie reden.

    Falls ihr kein Bock hab das alles zu lesen, ich habe unten ein paar Videos verlinkt, die das Thema auch gut erklären. Aber dieses Thema kann man nicht in drei Worten erklären.

    Ich fange jetzt erstmal mit ein paar Fragen von Stefan Blankertz an, die schon zeigen, dass es nicht möglich ist den Staat und seine Steuern irgendwie moralisch zu legitimieren. Quelle Minimalstaat: Keimzelle des Maximalstaates – Widerlegung von A. Benesch und P. Boehringer

    1) Gibt es irgendeinen Weg, wie beliebig viele Individuen irgendwem anderen das moralische Recht, etwas zu tun übertragen können, wozu sie selbst nicht das moralische Recht haben?
    2) Jene, die politische Macht ausüben (Präsidenten, Gesetzgeber usw.) – haben sie das moralische Recht, irgendwas zu machen, wozu andere nicht das Recht haben? Wenn ja, von wem haben sie ein solches Recht?
    3) Gibt es irgendeinen Vorgang (z.B. eine Verfassung, Wahlen, Gesetzgebung), durch den Menschen eine unmoralische Handlung in eine moralische Handlung verwandeln können (ohne die Handlung selbst zu verändern)?
    4) Wenn Gesetzgeber und Exekutive im Namen des Gesetzes und der Regierung Zwang und Gewalt anwenden, sind sie dafür dann gleichermaßen verantwortlich, wie jemand, der genau das gleiche in eigener Verantwortung tut?
    5) Wenn es einen Konflikt zwischen dem persönlichen Gewissen eines Einzelnen und den Befehlen einer politischen Autorität kommt, ist der Einzelne dann moralisch dazu verpflichtet, das zu tun, was er für moralisch falsch hält, nur um dem „Gesetz zu folgen“?

    Ich ergänze hier noch:
    6) Gehört einem Menschen sein Körper, und damit gleichzeitig auch seine Arbeitskraft und damit die Früchte seiner Arbeit?
    7) Darf ich oder eine Gruppe von Menschen jemand anderes unter Gewaltandrohung zwingen für mich zu arbeiten?
    8 Kann Raub oder Diebstahl eine moralische Handlung sein? Was anderes sind Steuern oder erzwungene Abgaben an die "Gemeinschaft" als Raub?


    Jetzt erstmal zur Eigentumstheorie wie sie von den meisten Libertären gesehen wird.
    Erstmal das Selbsteigentum, dieses bedeutet, dass jeder Mensch Eigentümer seines eigenen Körpers ist, da nur er über seinen Körper verfügen und kontrollieren kann und es wohl auch von sich aus logisch ist, ein Mensch dem sein Körper nicht gehört wäre wohl eindeutig ein Sklave.

    Privateigentum: Durch die Vermischung deiner Arbeit entsteht privates Eigentum. Beispiel ich komme auf einer einsamen Insel an, ich fälle einen Baum und baue einen Stuhl, da ich meine Lebenszeit und Kraft aufgewendet habe, habe ich allein das Recht über diesen Stuhl zu bestimmen, warum sollte auch jemand anderes das Recht haben ihn mir wegzunehmen, dann würde er mir einen Teil meiner Lebenszeit und Kraft rauben.
    Ich fange jetzt an ein Stück Land in einen Acker umzuwandeln, wieder investiere ich Arbeit und Zeit und pflanze
    Kartoffeln an, der Acker wird mein Eigentum. Aber eben nur auf diesem begrenzten Bereich, ich müsste schon die gesamte Insel umgraben und kultivieren, um begründen zu können, warum es alles mir gehört.
    Jetzt kommt ein zweiter Mensch auf die Insel, um Konflikte zu vermeiden einigen wir uns auf die oben genannten Regeln. Er darf daher nicht einfach auf meinem Acker etwas anbauen, das wäre Raub an meiner Arbeitskraft.
    Da er keinen eigenen Acker kultivieren will, machen wir einen Handel. Er darf auf meinem Acker arbeiten und dafür bekommt er etwas von den Kartoffeln ab, ebenfalls lass ich ihn hin und wieder auf meinem Stuhl sitzen. All das tut er freiwillig. Obwohl er auf meinem Acker arbeitet und ich nur faul rumsitze, gehören ihm die Kartoffeln nicht, denn ich habe den Acker erschaffen und er hat dem Vertrag zugestimmt. Jederzeit könnte er sich unabhängig machen und seinen eigenen Acker kultivieren, aber er arbeitet lieber auf meinem Acker.
    Für einen höheren Anteil an Kartoffeln soll er meinem Acker vergrößern, der Vertrag sagt, dass der Acker weiterhin mir gehört, aber als Gegenleistung darf er mehr Kartoffeln haben.
    Jetzt kommen zwei neue Menschen auf der Insel an, auch sie akzeptieren die Regeln. Da mein Acker schon sehr fruchtbar und gut gedüngt ist, ist es für alle drei gewinnbringender auf meinem Acker zu arbeiten, als selbst einen zu erschließen. Jetzt arbeiten drei Menschen für mich und ich kann etwas anderes tun. Alle tun es freiwillig, alle profitieren davon. Jahre später leben 100 Menschen auf der Insel, Ich habe einen großen Acker, 30 Mensch arbeiten darauf, eine andere Kommunisten Gruppe habt sich ein eigenes Stück Land gesucht und bewirtschaften es als Gemeineigentum und eine weitere Gruppe tut es so wie ich. Die 3 Gruppen handeln miteinander und alle akzeptieren das Eigentum der Anderen, um Konflikte zu vermeiden. Es gibt also jetzt 3 Großgrundbesitzer, eine in Gemeineigentum, zwei als Eigentum von einzelnen. Die Insel ist fast voll, es gibt kein fruchtbares Land mehr. Ich überrede den anderen Landbesitzer mir sein Land zu verkaufen, jetzt gibt es nur noch 2 Gebiete und etwas Land das niemand haben will oder gebrauchen will. Es war also nicht möglich einfach einen Zaun um die Insel zu bauen, ich musste das Land entweder selbst erschließen oder durch Handel erlagen.
    Ich gebe einen Teil meines Landes auf und benutze es nicht mehr über Jahre hinweg, die Kommunisten wollen es in ihr Gebiet eingliedern und es benutzen. Ein Streit entsteht, Sie sagen, es würde wieder zu Niemandsland werden, wenn ich es nicht benutzen würde, Ich sage, ich hätte es vor Jahren mal durch einen Handeln von meinen Arbeitern erschließen lassen. Um Gewalt zu verhindern, einigen wir uns auf ein neutrales Schiedsgericht. Wir beide einigen uns das Urteil anzunehmen, das Gericht entscheidet gegen mich, da ich das Land nicht benutzt habe.
    Wenn jetzt noch jemand auf die Insel kommt, könnte er ja natürlich sagen, es gäbe kein Land mehr für ihn, da alles Land mir oder Kommi Kommune gehört. Wir benutzen aber das Land, wir haben durch freiwilligen Handel und Verträge das Land aufgeteilt. Der Fremde kann jetzt entweder mit uns handeln/arbeiten, sich ein unfruchtbares Stück Land suchen und sein Glück versuchen oder er wendet Gewalt gegen uns an, vielleicht kommen noch mehr Fremde und es entsteht ein Krieg, aber wie man es auch dreht und wendet, der Besitz an dem Boden wird durch unsere Benutzung aufrecht erhalten, wer jetzt etwas davon an sich reißt begeht einen Diebstahl.
    Land ist etwas sehr spezielles und weniger leicht zu handhaben, aber es gilt die Regel, Eigentum entsteht durch Arbeit und diese kann getauscht und gehandelt werden.
    Das was die Staaten machen, nämlich einfach eine Grenze ziehen ist nicht begründbar. Beispiel Russland, dort gibt es unendlich viel Land und laut der Eigentumstheorie können sie es nicht einfach besetzen und ein Reicher Mann kann es auch nicht einfach aufkaufen, denn es gehört ja niemanden, von wem soll er es dann kaufen??


    Zum Markt:
    Was ist ein Markt, ein Markt ist ein Konzept, das darauf basiert, dass freie Menschen individuell bestimmen was sie mit ihrem Eigentum machen, das setzt natürlich voraus, dass es ein Recht auf Eigentum gibt. Die Menschen sind frei zu bestimmen, ob sie hier Eigentum verschenken oder tauschen oder sonst was.
    Wie kann ein Mensch also frei sein, wenn er nicht bestimmen darf, was mit dem passiert, was er sich erarbeitet hat?
    Dass Eigentum ein Menschenrecht ist, habe ich ja bereits logisch hergeleitet.
    In diktatorischen oder sozialistischen Ländern sind die Märkte nicht frei, und damit auch nicht die Menschen.
    Also Frage an dich, kannst du frei sein, wenn ich dir alles sofort wegnehmen kann, so wie der Staat?
    Bist du frei, wenn du nicht mal über deinen Körper verfügen kannst? Das ist der Unterschied zwischen freien Menschen und Sklaven; der Sklave hat kein Recht auf die Früchte seiner Arbeit.
    Aber wahrscheinlich kannst du bei dem Wort "freier Markt" nur an Ausbeutung denken, dank deiner roten Gehirnwäsche. Ausbeutung entsteht gerade dort, wo die Menschen nicht die Möglichkeit haben ihr Eigentum zu verteidigen, z.B. Afrika wo der Staat Land und Produkte, die der Bevölkerung gehören, an Chinesen oder sonst wen verschenken.


    Aktuelle Ergänzung: Ich mach das jetzt als als FAQ um es etwas zu komprimieren.
    1. Was ist Kapitalismus? Hier kann man eigentlich schon die Google Definition nehmen: "die Wirtschaftsform, in der die Produktionsmittel Privateigentum sind und in der die Wirtschaft vor allem durch die Mechanismen des Marktes (und nicht durch eine staatliche zentrale Lenkung) gesteuert wird." Anfügen würde ich noch, dass es im Grunde keinen Unterschied zwischen Produktionsmittel und normalem Privateigentum gibt, und dass der eigene Körper natürlich auch zu diesem Privateigentum gehört.

    2. Haben wir momentan Kapitalismus? Teilweise, denn wie in der Definition gesagt regelt sich die Wirtschaft durch die Mechanismen des Marktes. 100% Kapitalismus kann es also nur ohne Staat geben, was dann Anarchokapitalismus genannt wird. Heute haben wir eine Mischwirtschaft aus Sozialismus und Kapitalismus oft auch Korporatismus genannt.

    3. Ist das Finanzsystem kapitalistisch? NEIN! Nein absolut nicht, das gesamte Geldsystem ist pure Planwirtschaft, die Geldmenge wird von den Zentralbanken kontrolliert, der Staat vergibt die Lizenzen, und die Banken können sich darauf verlassen jederzeit gerettet zu werden. Überhaupt ist das Geldsystem das größte Problem unserer Wirtschaft und auch der Auslöser der Weltwirtschaftskrisen.
    In einem freien Markt würde ich kein ungedecktes wertloses Geldsystem durchsetzten, dass willkürlich vom Staat entwertet werden kann, sondern eher Goldwährungen wie es früher fast immer der Fall war.

    4. Was ist Neoliberalismus? Der Neoliberalismus war der neue Liberalismus, der nach dem 2. WK aufkam. Auch in Deutschland, damals war er noch gleichbedeutend mit sozialer Marktwirtschaft. Dann als in Chile unter der Diktatur die Wirtschaft liberalisiert wurde, haben die Linken den Begriff umgedeutet und heute steht er im Grunde alles Schlechte was die Wirtschaft hervorbringt. Wenn also Nestle Wasser in Afrika abpumpt ist das neoliberal, also ein leerer Kampfbegriff.

    5. Basiert der Kapitalismus nicht auf kalter Konkurrenz? Nein, denn da von Konkurrenz ist, ist auch Kooperation, zwei Supermärkte konkurieren darum mit mir kooperieren zu dürfen, außerdem geschieht das alles freiwillig.

    6. Ist Krieg nicht immer profitabler für den Kapitalisten? Nein, denn nur jene die Waffen herstellen machen dabei Profit alle anderen Marktteilnehmer haben keinen Vorteil von Kriegen, in Syrien lassen sich momentan eher schlecht Freizeitartikel verkaufen.

    7. Ist der Kapitalismus nicht Schuld am Welthunger? Nein, im Gegenteil, die kapitalistische Wirtschaftsweise hat die Preise für Nahrung extrem gesenkt. Es gibt immer weniger Menschen auf der Welt die Hungern oder in Armut leben, in sozialistischen Länder hingegen, sind Hungersnöte die Regel.

    Falls ihr kein Bock hab das alles zu lesen, guck mal bei freiwilligfrei vorbei, folgende Videos sind empfehlenswert:




    Ich würde vorschlagen, dass ihr lieber Fragen stellt, die ich dann beantworte, oder wenigsten klare Argumente aufschreibt, warum und wo diese Theorie fehlerhaft ist.

    Ach du meine Güte, du hast echt keine Ahnung wenn du sogar glaubst der "entfesselte Finanzmarkt" wäre an der Wirtschaftskrise schuld gewesen, generell kann ich echt alles was du sagst nur in die Kategorie "Die Scheiße die Etatisten so von sich geben" einordnen.
    Wenn ich dich schon so angehe, bin ich dir natürlich auch eine genaue Erklärung schuldig, eigentlich hatten wir dieses Thema wiederholt hier schon, ich guck man in den Archiven, und ich schreibt dann hier noch mal eine Zusammenfassung warum der freie Markt die einzige wirklich moralische Gesellschaftsform ist in der Freiheit für alle wirklich möglich ist, coming soon.
    Fühl dich bitte nicht zu sehr angegriffen, aus meiner Sicht hast du einfach nur große Bildungslücken was das Thema angeht...

    Ich bin ja echt zu faul den gesamten Konflikt aufzurollen, um überhaupt zu kapieren worum es hier genau geht, ich habe da nur einen groben Überblick, von dem was ich von früher hier kenne.
    Aber mein Kommentar dazu ist, "Voll der Kindergarten"
    Und wenn Schuschinus Eugenik befürwortet, warum nicht, ich dachte es gibt hier Meinungsfreiheit.
    Bepisst euch mal weniger.

    Ja super, mit solchen Reaktionen hab ich gerechnet, und wie gesagt, die Linken in Dt, oder vielleicht Linke allgemein?, wissen gar nicht was sie da kritisieren.
    Das ist halt typisch für Ideologen, wovon ich wohl auch einer bin, dass man sich nur mit seiner eigenen Ideologie beschäftigt und so kommt es dann, dass Linke glauben, wir hätten z.B. in Deutschland puren Kapitalismus, oder dass Libertäre aus meinem Lager immer auf den Kommunismus schimpfen, obwohl es ja der Sozialismus war, der immer gescheitert ist, und der Kommunismus daher tatsächlich rein nach der Definition nie umgesetzt wurde. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die kommunistische Theorie vergleichbar ist mit einem Petuum mobile, also einfach unmöglich in der Umsetzung.

    "wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht" also lasst uns den staat (die interessen der einfachen bürger) schwächen so gut es nur geht,

    Ich kann nicht verstehen, warum Sozen immer glauben in einem freien Markt würden alle zu asozialen Unmenschen mutieren, nur weil der Staat nicht mehr in die Wirtschaft eingreift. Auf der anderen Seite sind alle Sozen davon überzeugt, dass eine solidarische Gesellschaft möglich wäre, aber natürlich nicht solange Fabriken Privateigentum sind,... :thumbsup:

    "unsichtbare hände", die den markt von ganz alleine lenken (aufhebung von marktregulierungen) und dergleichen. für einen klassisch-liberalen kapitalisten seine bibel, koran und torah in einem. also bitte.

    Das hört sich so an, als glaubtest du, Liberale würde die "unsichtbare Hand" für eine Art Geist oder Wesen halten, und dass die Befürwortung für einen umregulierten Markt eine Religion wäre, also eine Ideologie, die auf keinerlei logischer Weise basiert.
    Die "unsichtbare Hand" ist ein Konzept mit dem das Handeln von Menschen und dessen Wirken beschrieben wird... Man könnte es auch spontane Ordnung nennen, also das Prinzip durch welches die Natur derartige Komplexität erreicht hat, ohne jemanden der reguliert, wohlgemerkt.

    leute die in diesem forum falsch sind und es nicht kapieren wollen, kotzen mich an. neoliberale kapitalismusverteidigende wichsverweigerer zum beispiel.

    Ach so, ich wusste gar nicht, dass dieses Forum nur für Sozialisten und Etatisten gedacht ist, und nicht für Leute, die im Kapitalismus die natürliche Ordnung sehen, die entsteht, wenn Menschen frei sind. Kompliment auch für deine Wortneuschöpfung.

    Noch etwas, das mich ankotzt puke Warum wird in einem angeblich anarchistischen Forum die Idee des Liberalismus und damit verbunden die Ideen von Selbsteigentum, Privateigentum und Kapitalismus, so oft derart angefeindet? Ich sag euch warum, weil Kapitalismus nicht verstanden wird, und lieber als Kampfbegriff für die "momentane ach so grausame" Welt benutzt wird. #Raubtierkapitalismus #Neoliberal ||
    Die besten Anarchos sind die, die zwar den Staat abschaffen wollen, aber es für unmöglich halten ein rein privates und freiwilliges Sozialsystem aufzubauen. Da sind viele Links Anarchos doch noch sehr im Glauben verhaftet nur der Staat könnte sich um die Armen kümmern, und in einem freien Markt würde jeder gegen jeden kämpfen. doofy

    Ich werde hier jetzt nicht nochmal die Logik und Moral des Kapitalismus darlegen, schließlich ist dieser Bereich zu auskotzen gedacht, und nicht zur Belehrung von Ungebildeten.

    Mich kotzt an, dass Neoliberal der Lieblings Kampfbegriff der Linken zu sein schein, und keine anderer von deren dummen Kampfbegriffen hat so wenig mit der eigentlichen Bedeutung zu tun. Alle benutzen ihn einfach weil es gut klingt, so ähnlich wie das ablästern über Nahrungsmittelspekulationen auch immer drin ist, wenn man mal wieder sich gegen den böse Kapitalismus beschweren muss.
    Zum Glück bezeichne ich mich lieber als klassischer Liberaler, wenn euch Differenzierung nicht wichtig ist könnt ihr mich auch als böses Manchester-Kapitalisten-Schwein bezeichnen. :D

    Leider laufen in Dt. viel zu wenig richtige Kapitalisten rum, als dass es genug Diskussionen gäbe, in denen die Linken mal was über die eigentliche Theorie des Kapitalismus lernen würden, Wir haben ja leider nur die behinderte FDP, die selbst keine Ahnung mehr hat was ihre Grundlage ist oder mal war. <X