Beiträge von _604_

    Ich check nicht, was du meinst.

    Naja, ich hatte es vor einer guten Weile noch extremer: Da war so ein Typ, den kenne ich schon länger und der ist immer pampig und unterschwellig beleidigend, bis ich ihm dann mal richtig einen vor den Latz geknallt habe und das arschloch raushängen lies- Dannach war der auf einmal sowas von freundlich... Und ich frage mich eben, was in solchen Köpfen vor sich geht.

    Möglicherweise haben manche Menschen Schwierigkeiten damit, andere Menschen zu respektieren, die es entweder nicht merken oder merken und trotzdem hinnehmen, wenn man sie nicht respektiert. Könnte in vielen Fällen fast ausschließlich mit dem In-den-Genuss-kommen-Sein einer entsprechenden Erziehung zu tun haben... "Respekt musst Du Dir verschaffen, lass Dir nichts gefallen!"

    Bärbock hat letztens auch mal wieder was verzapft: von wegen "öffentlicher Meinung und dem Willen des Volkes" gesprochen. Nachdem dann die Moderatorin eingehakt hat und gemeint hat "Ja aber ist denn die öffentliche Meinung nicht die Meinung des Volkes" hat sich die Bärbock mit ihren Sprachfehlern verhaspelt und irgendwas vom Stapel gelassen ala "Ja, sie meine ja, dass die veröffentlichte Meinung, also die öffentliche Meinung..." XD So findet die Wahrheit auch selbst durch die verdrehten Hirnwindungen einer der dummgeframeten ihren Weg... zumindest manchmal XD

    Auch hier kann man nur noch davon ausgehen, dass diese Leute ein inszeniertes Kasperlestheater abhalten und die Leute für Blöd verkaufen oder ob sie am Ende nicht von ihrer eigenen Propaganda verblödet sind. Geben tuts sicherlich beides aber übersehen lässt sich der Irrsinn für mich jedenfalls nicht mehr. Schon was lustiges so ein totaliärer Wahn... :D

    Mir scheint generell, dass diverse freudsche Versprecher in der Regel einen vielfach höheren Gehalt an Wahrheit transportieren, als das, was die Person eigentlich hätte sagen wollen. Punktuell und besonders extrem auffällig finde ich das bei solcherlei "öffentlichen Versprechern", obwohl ich das nur relativ sporadisch mitbekommen und es daher empirisch kaum als signifikant bewerten kann, vor allem da ja nur die "besten" Versprecher in ihrer Weiterverbreitung auch wirklich mehr oder weniger viral werden; aber gerade privat, wo ich diese Versprecher zwar auch nicht unbedingt "ständig", sehr wohl aber zumindest einigermaßen häufig und vor allem nicht medial (im Sinne von "mediiert"/=/"nicht unmittelbar erfahren") nach welchen Kriterien auch immer bewusst und/oder unbewusst vorgefiltert mitbekomme, kann ich diese Tendenz, "der Versprecher bietet einen signifikant höheren Gehalt an Wahrheit, als das irrtümlich nicht Gesagte", beobachten und zumindest für mich selbst relativ zweifelsfrei feststellen.

    Mach Dir keine Sorgen, ich habe lediglich geschrieben, dass es sich in diesem einen Posting von Dir ein bisschen so liest ("zwar glaube ich nicht, dass Du das wirklich so gemeint hast, es liest sich aber ein bisschen so"), ich habe Dich also nicht missverstanden, da ich etwas, das nicht klar und eindeutig gesagt wird, nicht automatisch "hinein- und dazulese", sondern wollte feststellen, dass es meiner Meinung nach _sehr leicht so gelesen werden könnte_, wenn man dazu tendiert, Geschriebenes nicht so minimal zu interpretieren, dass man kaum bis nichts dazuliest was nicht nur nicht explizit dasteht, sondern eventuell auch nicht einmal so gemeint war. Generell und auch hier scheint mir ja "gern" mehr gelesen zu werden, als geschrieben wurde, wirklich unabsichtlich und irrtümlich oder bewusst oder "unbewusst" absichtlich, um dann einen Strohmann angreifen zu können...

    Es ist doch jenseits einer debatte, dass ein gewalttäter zu verurteilen ist. Nur über was eben hinweggetäuscht werden soll ist, dass der gewalttäter erst durch repressalien dazugetrieben wurde und die gewalt in erster instanz vom staat ausging.

    Genau das ist so eine Konstruktion einer "Täter=eigentlich-Opfer-Schaft". Ich würde dem weder absolut zustimmen, noch es für völlig falsch erklären. Mir scheint klar, dass staatliche Repressalien (in diesem Fall z.B. völlig offenkundig eine Maskenpflicht, aber sicherlich nicht nur die Maskenpflicht) eine Rolle bei dieser Exempel-Statuierung in Form eines Mordes gespielt haben, aber genau so klar scheint es mir nötig zu sein, dem Täter dieses derart sinnlosen und im Grunde höchst willkürlichen Mordes jegliche Eigenverantwortung abzusprechen (zwar glaube ich nicht, dass Du das wirklich so gemeint hast, es liest sich aber ein bisschen so), ich würde ganz klar den weitaus größeren Teil der Verantwortung dafür dem Täter selbst, als irgendwelchen staatlichen Repressalien, zuordnen, das nur der Vollständigkeit halber. Würde man hier eine "Täter-Opfer-Umkehr" unterstellen wollen, müsste man auch unterstellen, dass Du gemeint hättest, dass der Tankstellenmitarbeiter ein zumindest sehr wesentlicher Teil der Tätergruppe gewesen wäre (Durchsetzer der staatlichen Repressalien) und Deiner Meinung nach daher mehr oder weniger in einem Akt der Selbstverteidigung von dem 50-Jähirgen getötet worden wäre; was man so sehen könnte (sowohl dass Du es so siehst, als auch, dass man es so wie Du es sähest, sieht), wenn man es unbedingt möchte, was ich aber für weder sinnvoll noch angemessen halte (der Tankstellenmitarbeiter spielt in der riesigen Gruppe der Repressalien-Schaffer-/Durchsetzer/-Förderer/und -Unterstützer eine verschwindend geringe Rolle und ich denke, das ist Dir auch bewusst). Siehst und meinst Du es nicht so, findet keine Täter-Opfer-Umkehr statt, da Du zwar sagst, dass der Täter selbst ein Opfer war, aber nicht, dass genau das Opfer genau dem Täter etwas wesentliches angetan hat. In dem Fall wäre der Vorwurf der Täter-Opfer-Umkehr, sollte man ihn Dir gegenüber vorbringen wollen, falsch, da Du nicht mehr sagst als "Der Täter war irgendwie auch ein Opfer", aber nicht "Der Täter war auch oder sogar mehr als das Opfer des Täters das Opfer des Opfers, das daher der eigentliche Täter gewesen wäre".

    Du kannst dir mit SeeBee die Hand reichen. Offenbar entspringt ihr beide einer Gilde, die sich gerne zu hochkomplexen Themen äußert, sich aber "nicht einmal 1 Sekunde" damit beschäftigt haben, worüber sie sich eigentlich schreiben. Ist dann natürlich kein Wunder, dass die Argumente fehlen und die vorgebrachten Punkte bereits inhaltlich so falsch sind, dass man eigentlich gar nicht viel mehr machen muss, als die Richtigstellung aufzuschreiben, um das gesamte Lügengebilde zum Einsturz zu bringen.

    Selten so einen Schwachsinn gelesen. Die Komplexität meines Posting hast Du gekonnt ignoriert, an dem konkreten Fall, zu dem ich mich im Konkreten (noch einmal für dich:) _nicht_ geäußert hatte, ist wiederum _nichts_ komplex, außer vielleicht, wenn man mehr Waden-Beiß-Reflex als Verstand ist. Ich hab mir den Artikel jetzt kurz angeschaut: Der 50-Jährige war wohl nicht "gestresst" im klassischen Sinn, aber offenbar schon extrem angepisst (was auch eine Art des gestresst-Seins wäre), von dem Schwachsinn, der in Europa von diversen Befehlsempfängern, Gehorchern und "Nur-ihren-Job-Machern" (woher kennen wir das?) exekutiert und unterstützt wird. Ich würde es nicht all zu unzutreffend finden, jemanden der ein Menschenleben nimmt, nur um derartig sinnlos ein Exempel zu statuieren, als "krank" zu bezeichnen, aber wir leben eben auch in einer krank machenden Gesellschaft, einem krankmachenden System und das gerade auch wegen stark verbreiteter Haltungen wie "ist halt so"/"ist halt so Gesetz"/"ich will keine Probleme bekommen"/"Ich mache nur meinen Job" und genereller Passivität, Unterwürfigkeit und generellen, eingebildeten Überfordert-Seins.

    Um @Marc Gerhard nicht zu ignorieren: Diese Antwort an Unmensch enthält einen Teil meiner Sichtweise zu dem Vorfall und damit auch mehr oder weniger eine Antwort auf Deine Antwort auf mein ursprüngliches Posting.

    Stresst man Leute zu sehr, rasten sie aus...

    Deine versuchte Täter-Opfer-Umkehr ändert nichts am widerlichen Sachverhalt.

    Deine versuchte Unterstellung ändert nichts am Sachinhalt meines Postings. xD

    Ich unterstelle dir das nicht, du kehrst die Täterschaft tatsächlich um. Der Täter wurde nicht "gestresst", wenn er grinsend seinem Gegenüber ins Gesicht schießt und dann in aller Seelenruhe den Tatort verlässt.

    "Deine versuchte Täter-Opfer-Umkehr" ist sehr wohl eine Unterstellung. In diesem speziellen Fall vielleicht eine ansatzweise mehr als "korrekterweise gemacht" argumentierbare Unterstellung, als das sonst bei Deinen Unterstellungen der Fall ist, aber "auch nur", weil ich mich nicht einmal eine Sekunde mit dem konkreten Einzelfall, um den es hier ging, beschäftigt habe und diesen mehr zum Anlass genommen habe ein eher generelles Statement abzugeben, als mich unbedingt auf diesen konkreten Einzelfall beziehen zu wollen (hätte ich das gewollt, hätte ich mir natürlich zumindest irgendeine Zeit genommen, herauszufinden worum es hier im etwas konkreteren überhaupt geht).

    Abgesehen davon: Ich finde den Begriff "Täter-Opfer-Umkehr" generell sehr problematisch. Man könnte durchaus argumentieren, dass in den allermeisten Fällen ein augenscheinlicher Täter, erst dadurch, dass ihm oder ihr zuvor etwas angetan worden ist (also fast immer zuvor eine Opferschaft vorgelegen hat), zu einem Täter geworden ist. Täterschaft und Opferschaft kann auf sehr vielen verschiedenen Ebenen konstruiert werden und der Begriff "Täter-Opfer-Umkehr" konnte meiner Meinung nach überhaupt erst entstehen, da in sehr vielen Fällen eine wie auch immer geartete Täterschaft einen unter differenzierteren Betrachtung sehr defensiven Aspekt (z.B. als einen "unbeholfenen" Versuch des Abwendens einer Gefahr oder einer Möglichkeit, selbst zum Opfer gemacht zu werden) beinhalten kann oder als eine Rache-Aktion (im Sinne eines "Auge um Auge") eines Opfers betrachtet werden kann, das eine Beziehung wieder "ausgleichen" möchte und deshalb die Rolle des Täters annimmt, was ich nicht für sinnvoll halte, aber ja durchaus nicht so selten vorzukommen scheint. Wenn dieser "Ausgleich" (vermutlich ist es in den meisten Fällen mehr die Fortsetzung einer Eskalation als ein "effektives Ausgleichen", das sinngemäß ja deeskalierende Folgen haben müsste) auf einer anderen Ebene stattfindet, als das, was dieser Täter/dieses ehemalige Opfer ausgleichen möchte, stattgefunden hat, muss dieser Zusammenhang erst mal konstruiert und diese Konstruktion dann auch anerkannt werden, sonst wird wiederum gesagt werden: "Was du hier vorbringst spielt doch/sollte doch überhaupt keine Rolle spielen, du machst Täter-Opfer-Umkehr!" Jedenfalls kommt mir dieser Schlagwort-Vorwurf "Täter-Opfer-Umkehr!" generell wie ein Versuch vor, "Recht auf Empörung und Recht einfordern und bekommen durch Empörung" zu betreiben und bis zu einem gewissen Grad auch den (angeblichen) Täter-Opfer-Umkehrer wenn nicht auf eine Stufe mit dem Täter, so zumindest sehr Nah in dessen Nähe zu stellen zu wollen.

    Von Wikipedia, für alle, denen es wichtiger scheint, wer etwas sagt, als was gesagt wird: "Mit zahllosen Journalismus-Preisen ausgezeichnet, gehört Pilger zu den prominentesten englischsprachigen Journalisten. 2003 erhielt er den Sophie-Preis für seinen besonderen Einsatz für die Menschenrechte.

    Pilger engagiert sich in der Bewegung „Democracy now!“ und stand auch der Politik Obamas kritisch gegenüber, die seiner Meinung nach das Ziel bisheriger Regierungen der USA einer internationalen Vorherrschaft weiter verfolgte. Er ist Mitglied im vorläufigen Ausschuss der Internationalen Organisation für eine Partizipatorische Gesellschaft."