Warum machst du es dann trotzdem? Konsequenter wäre ja, zu sagen: "Macht was ihr wollt, aber ohne mich". Doch du schreibst stattdessen Postings, die sowieso nichts bezwecken, außer deine Lebenszeit zu fressen. Also genau das, was du durch dein Nichtwählen vermeiden willst.
Ich liebe diese Widersprüche. Man geht nicht wählen, weil dies ja sooooo viel Zeit kostet. Und wenn es die direkte Demokratie gäbe, lehnt man auch die ab, weil durch ständige Volksentscheide noch viel mehr Zeit draufgehen würde.
Ich mache das alles zum Spaß.
Nicht mir Nichtwählen schönreden. Ich habe dir bereits vorgerechnet, dass es für das Individuum wirklich schwachsinnig ist, wählen zu gehen - du müsstest dein gesamtes Leben lang _jeden Tag_ 583 Stunden lang wählen gehen (ja, richtig, das geht sich nicht einmal annähernd aus), um einmal - zumindest mathematisch, bei weitem noch nicht inhaltlich - vollwertig über dich bestimmt zu haben. Du unterstellst mir trotzdem munter weiter, dass ich mir etwas schön-denke, nachdem ich dir vorgerechnet habe, in welch astronomischen Ausmauß, du dir etwas schön-denkst. Du unterstellst mir, dass das schreiben von Postings meine Lebenszeit frisst (das tut es nicht, da ich es zum Spaß mache). Du unterstellst mir, dass ich durch Nichtwählen etwas vermeiden will - du konstruierst aus dem Unterlassen einer Handlung eine Intention (was möchtest du denn vermeiden, indem du nicht im Handstand, singend 2 mal rund um die Welt läufst? Oder indem du nicht einfach auf der Stelle mal 5 Burzelbäume machst? Oder auf die Straße gehst und 10 mal blauer Elefant rufst?). Du konstruierst sogar das hypothetische Szenario, dass wir direkte Demokratie hätten, um mir zu unterstellen, dass ich auch diese ablehnen würde. Was versprichst du dir von dieser Form der Kommunikation?
