Beiträge von _604_

    Das eigene Leben in die Hand zu nehmen braucht viel mehr Mut.

    Ich meine mit "sich vom eigenen Leben in die Hand nehmen lassen", dass man eigentlich keine andere Wahl hat, als das eigene Leben in die Hand zu nehmen, wenn man das eigene Leben einfach nur an sich heranläßt. Eben indem man sich nicht durch ein Richten des eigenen Fokus auf andere ablenkt.

    Bisher hieß es auch immer, um etwas zu erreichen, schaue auf zu den besseren, aber das funktionierte genau aus dieser Arroganz heraus für mich nicht. Ich lebe nicht deren Leben, habe nicht deren Päckchen zu tragen, und außerdem vergesse ich auf diese (bescheidene) Weise nicht woher ich komme.

    Imitation funktioniert hervorragend im Kleinen, aber schlecht und selten im Großen.

    Zum Zeitpunkt von den Terroranschlägen 9/11 war ich gerade auf einer Fahrrad Tour. Als ich heim kam und den Fernseher einschaltete, dachte ich erst dass mein Fernseher kaputt sei, auf jedem Kanal nur Nachrichten und nicht die geliebten Serien.

    Ich bin gerade durch die Schul-Aula Richtung nach Hause gegangen, da waren auf dem Fernseher in der Aula zu sehen, dass zwei Flugzeuge in die TwinTowers geflogen sind.

    Es war eine Art angsteinflößender Schock und eine Art sadistisch befriedigende Offenbarung zugleich... "das ist genau das, was ihr die ganze Zeit macht, nur dass ihr es jetzt ausnahmsweise sogar mal selbst erkennen könnt."

    Ich hab schon vor ca. 22 Jahren behauptet, dass alles nur "Information" ist und deshalb einmal ausgiebig mit HTL-Klassenkollegen in userem mIRC Kanal diskutieren dürfen.

    Begriffsdefinition 1: "Objektive" Wirklichkeit (außerhalb des Bewußtseins): nicht direkt erfahrbar

    Begriffsdefinition 2: Subjektive Realität (erzeugt im Bewußtsein): Korreliert zu 0 bis 100% mit der Wirklichkeit

    ->Diese Unterscheidung ergibt natürlich bei genau 0 oder genau 100% keinen sinn, aber dazwischen schon.

    Das Erzeugt aber einen Widerspruch, wie dieser Herr findet (und ich sehe das nicht ganz genau so, aber finde es auch nicht ganz von der Hand zu weisen):

    Vorwegnahme: "Objektiv" muss nicht unbedingt materiell heißen.

    Hier hab ich noch mal nen anderen Artikel bzgl des harten Problems gefunden (ich hoffe der ist ohne Werbung und weiteres lesbar).

    https://m.faz.net/aktuell/wissen…s-15397757.html

    Was mich interessieren würde wäre, ob ihr Experimente mit eurem Bewusstsein macht? Oder mit eurer Wahrnehmung?

    Den Artikel hab ich jetzt auch nicht gelesen, weil man die Cookies anscheinend gar nicht oder nur extremst umständlich abschalten konnte, deshalb kann ich da jetzt leider nicht wirklich was dazu schreiben.

    Ich hab schon viele Experimente mit Bewusstsein und Wahrnehmung gemacht.

    Wenn ich davon ausgehe, dass alles was elektromagnetische Impulse aussenden kann eine Art von Bewusstsein besitzt, sprich alles was wir als 'lebendig' bezeichnen, müsste sich das doch ohne weiteres miteinander verbinden lassen?

    Eine Art von Kommunikation würde stattfinden, eine Art Bild vom Istzustand des anderen Objekts würde sich in mir aufbauen.

    Das zählt denke ich zur Telepathie, und wenn es das tatsächlich ist, dann funktioniert das ziemlich gut, würde ich behaupten.

    Gibt ja nicht umsonst Berufsgruppen, die das im Training als Profiler oder Mentalcoach beispielsweise anwenden.

    Ich halte das für möglich und "bilde mir ein" tatsächlich schon einige solcher Erfahrungen gemacht zu haben.

    Vielleicht würde ich das anhand von der bestehenden Teilchentheorie so erklären: feste Teilchen drehen schnell und sind stabil, weiche Teilchen drehen langsam und sind instabil.

    Da muss ich sofort an Kreisel denken. Oder an den Gyrotwister.

    Ferner hab ich das Video angeschaut und finde die Metapher der 'Identitätsstörung des Universums' als mögliche Erklärung für das Problem ganz nett.

    Im allgemeinen wehre ich mich allerdings gegen solche Vergleiche, weil sie dem Interesse am Thema einen Abbruch tun könnten im Hinblick auf mögliche 'Fehlersuche'.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe, wie du den zweiten Satz meinst. Wo möchtest du versuchen, Fehler zu finden?

    Ich hatte diesen Winter zum Beispiel auch Schneeflocken auf dem Fensterbrett, wo keine einzige der anderen zu gleichen schien. Leider habe ich von diesem Wunder kein Foto gemacht, sonst hätte ich sie zählen können und das nochmals überprüfen.

    War zu sehr mit staunen beschäftigt:)

    Ich finde es faszinierend, dass du davon so fasziniert warst. ;) Vielleicht hab ich selbst Schneeflocken noch nie so genau angeschaut, obwohl ich schon öfter gehört habe, dass jede Schneeflocke speziell (einzigartig) ist. ;D

    Jetzt habe ich aber auch noch ein schönes Video in petto, wo ein Zitat drin vorkommt vom 'Wert und Wertschätzung', und dass sich unser Gehirn seit zweihundert tausend Jahren nicht verändert haben soll.

    Bei 3 1/2 Minuten wird Carl Sagan auf eine Weise zitiert und in einem Licht dargestellt, das ich sehr unzutreffend finde. Ich hatte dann keine Lust mehr, weiterzuschauen. ;)

    Ja (Jein): Da man zweifellos erkennen kann, dass alle Lebewesen auf äußere Einflüsse reagieren, jedoch ohne dass deren Wahrnehmung direkt wahrnehmbar wäre.

    Ja, aber wenn du die Wahrnehmung der anderen nicht direkt wahrnehmen kannst, könnte es ja sein, dass sie rein mechanisch reagieren, wie Roboter, ohne deine Art von Bewusstsein zu haben. (Stichwort: Solipsismus)

    Nein: Da ich eine Wahrnehmung, verstanden als Richtungsbeschreibung (von etwas anderem zu mir hin) im Allgemeinen noch nie beobachten konnte. Vielmehr beobachte ich das genaue Gegenteil, nämlich dass es sich bei aller Wahrnehmung tatsächlich um Wahrgebung handelt.

    Das hört sich so an, als würdest du meinen, dass das, was du z.B. siehst nicht von außen auf dein Bewusstsein wirkt, sondern du der Meinung bist, dass du es zuerst überhaupt mal in dir selbst erschaffst, um dann damit in Interaktion zu treten. (?)

    Hab heute was interessantes zum Panpsychismus gelesen:

    https://www.nzz.ch/wissenschaft/w…sein-ld.1387527

    Was da unter 'das harte Problem' steht, finde ich zum Thema sehr interessant, kann es aber mit eigenen Worten noch nicht wiedergeben.

    Der nzz.ch-Artikel liegt anscheinend hinter einer Paywall?... "das harte Problem des Bewusstseins", Panpsychismus... Da muss ich an dieses, meiner Meinung nach, exzellente Video denken:

    (Englisch). Ich denke das "hard problem of consciousness" besteht in der Frage, wie sich subjektive Erfahrung und Wahrnehmung mit Positivismus/Materialismus/Physikalismus/Empirismus vereinbaren lassen könnten und erwächst meiner Meinung nach genau aus dem Bedürfnis der Reduktionisten/Materialisten/Antimetaphysiker, alles, was sich der Beschreibung durch ihre Methode der Beobachtung entzieht, als indiskutabel, im Sinne von nicht Wert, diskutiert zu werden, zu definieren. ~"Als richtig oder falsch darf nur gelten, was jedem, in perfekter Repliziertbarkeit, "jederzeit" als richtig bzw. falsch demonstriert werden kann."

    Von https://de.wikipedia.org/wiki/Logischer_Empirismus: "Sowohl zur Definition des Physikalischen wie auch zur Explikation des Physikalismus gibt es verschiedene Varianten. Gemäß einer häufig verwendeten Definition gelten alle Objekte, Eigenschaften oder Ereignisse (alleEntitäten) als physisch, die in den Theorien der Physik beschrieben werden können. Beispielsweise sind demnach alle Aussagen über die Existenz Gottes empirisch sinnlos. Sowohl ein Atheist als auch ein Theist sind in dieser Sichtweise also Metaphysiker, die sinnlose Behauptungen aufstellen."

    Dieses geschickte Wortspiel möchte ich direkt einmal umschreiben, indem ich den Supersurrealismus erfinde. Supersurrealismus: "Sowohl zur Definition des Supersurrealen wie auch zur Explikation des Supersurrealismus, gibt es verschiedene Varianten. Gemäß meiner Definition gelten alle Objekte, Subjekte, Eigenschaften, Ereignisse oder Wahrnehmungen als Supersurreal, die in meinen Theorien des Superrealismus beschrieben werden können. Beispielsweise sind demnach alle Aussagen über die Existenz nicht-supersurrealer Entitäten (zum Beispiel ein ordinärer Tisch, um den ein paar Menschen sitzen, welche sich darauf geeinigt haben, dass dieser Tisch existiert), supersurreal sinnlos. Sowohl ein Tischler als auch ein Innenarchitekt, die der Meinung sind, um diesen Tisch zu sitzen, sind in dieser Sichtweise also Metasupersurrealisten, die sinnlose Behauptungen aufstellen."

    Sollte ich nicht das unbedingte Bedürfnis hegen, Geist/Wahrnehmung/Bewusstsein/Subjektivität bestmöglich der Materie unterzuordnen und in das rein Physikalische-Materielle hinein- und wegzuerklären, so eröffnet sich mir die Möglichkeit, über den sich mir aufdrängenden Eindruck des Geist/Materie-Dualismus in alle möglichen Richtungen nachzudenken.

    Radikaler Idealismus: Geist/Bewusstsein/Wahrnehmung sei die primäre "Substanz", es ist nicht erforderlich irgendeine grundlegende "materielle/physikalische" Wirklichkeit zu postulieren um sich die Existenz von Bewusstsein vorstellen zu können. Es reicht, das, was wir als Materie wahrnehmen und bezeichnen, auf seine Existenz einzig im Bewusstsein und einzig als Bewusstseinsinhalt zu reduzieren. Diese Sichtweise entspricht also prinzipiell einfach dem Gegenteil der Haltung, dass nur Materie existiert - mit dem Unterschied/"Vorteil", dass praktisch jeder weiß, wie einfach es ist, sich ein Gehirn/Gehirnmasse vorzustellen (die "Materie", die ein Gehirn ausmacht in seiner Fantasie, seinem eigenen Bewusstsein zu "erschaffen"), während es bislang schier unmöglich scheint, sich vorzustellen, auf welche konkrete Art und Weise Materie, selbst in Form eines Gehirns angeordnet, Geist "erschaffen"/bewirken/herbeizaubern soll.

    Neutraler Monismus (Wikipedia): "Neutraler Monismus ist die philosophische These, dass sowohl Geist als auch Materie auf grundlegende, identische Elemente reduziert werden können, die insofern neutral sind, als sie entweder ihrerseits weder materieller noch mentaler Natur sind, oder in denen beides gleicherweise angelegt ist. Die jeweilige Geistigkeit bzw. Materialität der Welt wird dabei einzig auf die Beziehungen dieser neutralen Elemente untereinander zurückgeführt."

    Hier haben wir es also entweder mit einer "echten" dualistischen Sichtweise zu tun ("beides gleicherweise angelegt"), oder im Grunde wiederum mit einer monistischen Sichteweise ("ihrerseits weder materieller noch mentaler Natur") wie dem "radikalen" Materialismus oder dem radikalen Idealismus. Nur dass man sich bei diesem Monismus weder für die These (Materialismus/Empirismus) noch für die Antithese (Idealismus/Subjektivismus) entscheidet, sondern beide als sekundär/unzureichend betrachtet und sich für eine Synthese in Form einer dritten "Substanz" entscheidet, der sowohl Geist als auch Materie untergeordnet sind und in der sowohl Geist als auch Materie ihre eigentliche Existenzgrundlage finden.

    In dem Zusammenhang gefällt mir das Wort Gewahrsein gut, weil jeder seine individuelle Wahrheit, gleichgültig besitzt. Und was du _604_ in deinen Texten noch über Fusion der Gehirnströme schreibst, würde ich auch so beschreiben.

    Ich denke, dass das Gewahrsein oder kosmisches Bewusstsein omnipräsent ist, also allzeit verfügbar, und dass man sich einloggen kann wie auf einer Art Datenautobahn und sich dann miteinander verständigen kann.

    Aber nicht wie im klassischen Stil wie man sich das bei Sprache vorstellt.

    Stichwörter, die mir zum Thema omnipräsentes, kosmisches Bewusstsein einfallen: Morphogenetische Felder (Rupert Sheldrake), "Idea Space" (Alan Moore), Akasha.

    Das Gehirn/das gesamte menschliche Nervensystem, nicht als Produzent und Errechner von Gedanken, sondern als "Empfangseinheit".

    Wer oder welches Bewusstsein wahrnimmt wäre in dem Moment völlig überflüssig zu fragen, weil sich alles zu schnell bewegt und es somit keine beobachtende Größe oder Instanz mehr geben könnte.

    ... alles zu schnell - oder vielleicht teilweise auch viel zu langsam? - bewegt. In der zu schnellen Bewegung ginge wohl die Unterscheidbarkeit verloren, in der zu langsamen Bewegung die Identifizierbarkeit. Möglicherweise meinst du, dass in einer zu schnellen Bewegung eine Kontinuität verloren geht, die eine Voraussetzung für eine individuelle Instanz von Bewusstsein/Wahrnehmung ist?

    Was ist für euch Bewusstsein?

    Ich denke, es ist praktisch, zwischen Wahrnehmung und Wahrnehmung des Wahrnehmens zu unterscheiden, also (nicht-reflexivem) Bewusstsein und "reflexivem Bewusstsein". Vielleicht kann man zu nicht-reflexivem Bewusstsein, also reiner Wahrnehmung auch "Gewahrsein" sagen und das "reflexive Bewusstsein" "denken" nennen.

    Denken scheint mir mit Sprache einherzugehen und sich in seiner Komplexität parallel zu dieser weiterzuentwickeln. "Höher-entwickelte", soziale Tiere, wie Delphine, Wale, Elefanten oder Schimpansen mögen eine ähnliche, vielleicht einfacher Art des Denkens, verglichen mit Menschen besitzen. Termiten, Ameisen und Bienen mögen eine Art kollektives Gewahrsein und Denken besitzen, aber so leicht, wie es für mich ist, das für möglich zu halten, so schwer ist es für mich, mir vorzustellen, welche Arten und Formen von Gedanken man als eusoziale Gruppe verfolgen würde.

    Gewahrsein/nicht-reflexives Bewusstsein/reine Wahrnehmung mag Materie in allen Größenordnungen und Kombinationen durchziehen, mag möglicherweise sogar die Ur-Grundlage für jedes Ereignis darstellen. Ein Atom ist noch relativ einfach relativ genau in Zeit und Raum messbar, aber spätestens wenn man ein Elektron oder etwas noch kleineres beobachten will, verlässt man den festen Boden der eindeutigen Messbarkeit und _Konkret_isierbarkeit des zu Beobachtenden und betritt die Domäne der Vagheit der Unbestimmbarkeit und Wahrscheinlichkeit (Stichwort: Heisenbergsche Unschärferelation). Eine Materie, die für uns nicht mehr greifbar ist, ist in ihrer Natur der "Information" näher als dem "Ding". Und Information erlangt erst durch ihr wahrgenommen-werden Wirkung, kann erst durch Wahrnehmung in Interaktion treten und das Parkett der Kausalität betreten.

    "Nehmen wir an [...]" Diese Frage scheint mir noch etwas unausgegoren. Wenn ich von etwas eine perfekte Kopie machen kann, dann kann ich davon eine perfekte Kopie machen. -> Inklusive dem Bewusstsein - unter der Voraussetzung, dass Bewusstsein Räumlichkeit/räumliche Abgrenzbarkeit besitzt. Wird das jemals möglich sein? Vielleicht in 10.000 bis 100.000 Jahren? Ich glaube nicht, dass ein einziger Mensch auf der Welt eine Idee hat, wie so etwas technisch realisierbar sein könnte. Schau mal auf Wikipedia "Planck-Länge" und "Planck-Zeit" nach: man müsste in 10−44 Sekunden einen 3D-"Screen"shot mit einer Auflösung von 10105 Pixeln anfertigen um einen Kubikmeter Raum kopieren zu können, also in ca. 1/100.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Sekunde eine umgekehrt noch exorbitant größere Menge an 3D-Pixeln (und wer weiß welch extreme "Farbtiefe" diese verschwindend winzigen Pixel haben müssten?) absolut exakt und fehlerfrei erfassen. Sollte das irgendwann einmal umgesetzt werden, muss meiner Meinung nach davon ausgegangen werden, dass sich ein Klon problemlos von seinem "Original" unterscheiden kann.

    "Gibt es überhaupt ein anderes Bewusstsein als meins (bzw. euer eigenes)?" - Wahrscheinlich, aber vielleicht auch nicht. Kannst du die Wahrnehmung eines anderen wahrnehmen? Auf welcher Grundlage könntest du dich für ein "Ja" oder ein "Nein" zu dieser Frage entscheiden?

    "Kann man Bewusstsein simulieren (Stichwort Simulationstheorie)?" Wahrscheinlich, aber vielleicht auch nicht. Diese Frage ist der direkt vorangegangen Frage sehr ähnlich.