Beiträge von Madhias

    Ob wir im "Herzen" alle grundlegend ähnlich sind, weiß ich nicht.

    Vermutlich. Aber jeder hat eine andere Definition von dessen Befriedigung der "Ähnlichkeit".
    Und oft ist es eine Genetische, Biologische und eine Erziehungs-Frage.

    Dafür können wir uns austauschen Gemeinsamkeiten und Gegensätzlichkeiten kennen zu lernen. Wir sind zumindest mal alle Menschen. Und einige bezeichnen sich vermutlich auch als Anarchisten. Da hätten wir dann schon mal ziemlich viel Gemeinsamkeit.

    Hallo,

    Das Beispiel mit dem "wenn x y bestiehlt, helfe ich y und verpetze", finde ich irgendwie witzig. Man könnte auch sagen, "dann erpress ich x, dass ich es y verrate" - sich auf die moralisch "gute" Seite des Menschen zu verlassen, bricht einem oft das Genick. Wobei es ja für Dich gut sein kann, weil Du x nicht leiden kannst und y dein Konkurrent ist. Win-Win für Dich. Gesellschaftsmoral adieu.

    Weil du so vernünftig bist, gehst du natürlich erstmal den direkten Weg und weil du so nett bist findet ihr eine Lösung und du musst ihn gar nicht verpetzten. Ist es heute anders? Welche Lösungen bietest du denn? --- Kritik ist immer einfach, einen Hammer kann jeder bedienen

    Hat Dein Konzept von Kapitalismus auch "Auffangseile" für Schwächere?
    Oder basiert es auf die teils naive Ansicht, dass Menschen bestimmt (vielleicht, möglicherweise) einander ohne Eigennutz helfen?
    Das kann ich mir mit der aktuellen Gesellschaft nicht vorstellen, die umgestellt wird. Das müsste über Jahrhunderte antrainiert werden oder hätte von Anfang an so sein sollen.
    In Amerika gibt es viele Dörfer, in der gut einander geholfen wird. Nachbarschaftspflege und -fürsorge. Das habe ich in Deutschland noch nirgendwo gesehen. Hier ist es doch eher so, dass man nicht einmal die Namen seiner Nachbarn 2-3 Häuser weiter kennt. (jaja nicht immer...)

    Der Kapitalismus hat keine Auffangseile für Schwache. Indirekt ja, denn er hat hauptsächlich für unseren Wohlstand beigetragen.
    Ich denke das sozial oder die Auffangseile, sind tief im Menschen verwurzelt. Man muss ihnen nur nach und nach das notwendige Vertrauen geben, dann werden sie auch Verantwortung übernehmen. Und das ist das entscheide ich bin Befürworter eines Konzeptes in Richtung Hilfe zur Selbsthilfe. Glaubst du wirklich, wenn es gar keine Einrichtung/Community geben, die diese Funktion übernehmen würde. Angeblich leben wir doch in einer Demokratie, also scheint die Mehrheit so etwas haben zu wollen. Aber wo sie das dann kaufen oder selbst unkommerziell organisieren bleibt doch ihnen überlassen. Das ist ja möglich. Wenn man daran nicht glauben kann verhält man sich nicht wie ein erwachsener mündiger Mensch. Oder glaubst du wir müssen diese staatliche Patriachat haben, was den Papa ersetzt? ...das wär nicht anarchistisch, aber eine durchaus berechtigte Position. Auch wenn's das hier Deutschland noch nicht so gibt, gibt's vielleicht einen Weg. Wie könnte der aus sehen? Heute muss die Community auch nicht mehr in der Nachbarschaft sein, sieht man an dieser.

    Hallo,


    Was verstehst Du unter "radikaler Ansatz"? Jedem ins Hirn einprügeln, dass der nun gefälligst so und so denken soll.. ach nein, dann wäre es ja nicht mehr (gewalt-)frei. mhm... Das finde ich sehr gewagt.Ich finde ja gerade DAS so toll: Das jeder anders denkt und die Welt anders sieht.

    Nein das sicher nicht, wie du schon richtige selbst Schluss gefolgert hast. Nein radikal heißt nach der Wahrheit oder der Wurzel zu suchen.
    Welche Orientierungspunkte hast du denn so?

    Hallo,

    ich frage mich gerade, was Du uns eigentlich mit diesem Post mitteilen willst oder worauf die Diskussion hinauslaufen soll. Es klingt für mich, als hättest Du Dich schon klar positioniert und wartest auf Befürworter oder Gegenspieler, die man gegenargumentieren kann.

    Nachdem ich das Gefühl hatte ich werde missverstanden habe ich versucht meine Position verständlich zu machen.
    Wie siehst bei dir aus?

    Bei dir scheint es einen großen Kontrast zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu geben. Bei dir scheint überhaupt die Menschheit nur aus klugen, reflektierten Leuten zu bestehen, die instinktiv richtig handeln. So völlig selbstverständlich, wie sie sich für das richtige Bewertungsportal entscheiden, was kein Schindluder treibt, so schauen sie auch den ganzen Tag Arte, verzichten auf Lebensmittel mit Zusatzstoffen und fahren nur Auto, wenn es unbedingt nötig ist.
    Das ist natürlich Quatsch. Es wird bei Google nach einem Bewertungsportal gesucht und direkt das oben angeklickt, sich sein Frust mit allerlei Rechtschreibfehlern von der Seele geschrieben, und weg ist man. Da prüft keiner, ob die Bewertung gelöscht wird, oder denkt noch Wochen später über "Boykott" nach. Es gibt auch gar kein ideales Bewertungsportal, was man aufrufen könnte. Woher auch, wer sollte das finanzieren?

    Dein ganzer Beitrag wirkt so, als ob er direkt aus dem Wahlprogramm der FDP stammt. Überhaupt würde der Markt alles selbstständig und automatisch zum besseren regeln. Man muss ihn nur gewähren lassen. Der Mensch handelt instinktiv richtig, man muss ihm nur einen freien und offenen Markt zur Verfügung stellen. Ich kotze.

    Was den Rest betrifft: Ich habe nie bestritten, dass eine Ausbildung ein Schein ist, der auf einer Bewertung basiert. In meinem Beitrag ging es um Dians Behauptung, dass Bewertungsportale die ultimative Offenbarung ist, um gut von böse zu unterscheiden. Fast wichtiger als eine Berufsausbildung, denn die könnte ja jeder machen. Eine Internet-Bewertung hingegen nicht.

    Ich denke, das ich sehr gut zwischen Realität und Wunschdenken unterscheiden kann. Aber ohne ein positives Selbst- und Menschenbild werden wir keine Veränderung in diese Richtung erleben. Es geht ja auch nicht darum mit dem Finger zu schnippen und schwups ist alles beim Guten. Es geht darum Wege zu finden, wie man sich und sein Umfeld verändern kann, so dass wir eine bessere Zukunft ansteuern könnnen. Nur weil etwas nicht ist, heißt das nicht das es so werden kann. So denke ich sicher nicht. Aber wenn man keine Vision hat dann läuft man geistig nur orientierungslos rum. Die FDP hat mit Sicherheit ein paar gute Ansätze, so wie fast jede andere Partei halt auch im Vergleich zu den anderen Parteien seh ich die nicht schlechter, zumindest inzwischen. Eigentlich gibt es nur eine wirklich gute Partei und das ist "die Partei". Was ist denn dein Ansatz um die Problematik zu lösen oder zu verbessern? Der Staat?