Beiträge von Madhias

    Rassismus bezieht sich immer auf konkrete Menschen und nicht Abstrakta wie Kulturen oder Religionen usw. Ganz platt besagt, ist ja nicht 'das Judentum als Kultur' im KZ verschwunden, sondern konkrete Personen wurden entrechtet und umgebracht, bei denen es nicht die geringste Rolle gespielt hat, ob sie sich selbst 'der jüdischen Kultur/Religion' zugehörig gefühlt haben oder nicht.
    Es stimmt natürlich, dass kulturelle Marker auch dazu dienen, Menschengruppen zu hierarchisieren, aber schon allein die Vorstellung, dass Kulturen irgendwie gewachsene oder natürliche Entitäten wären, ist im Prinzip (potenziell) rechter Schwachsinn.

    Ja dann war es aber bei den Juden kein Rassismus oder? ---da ist doch eine Analogie zu der Geschichte mit den Querdenkern oder Verschwörungstheoretikern, ... ist halt noch nicht ganz so heftig, die Muster dahinter sind gleich. Die Dosis macht den Unterschied.

    Ich lehne beides ab Patriarchat und Matriarchat. Frauen sind vielleicht weniger gewalttätig auf der körperlichen Ebene auf der psychischen habe ich eher den umgekehrten Eindruck.
    Das gibt und nimmt sich nicht wirklich viel.

    In dem Fall brauchen sie die Gefahr nicht zu umgehen, da sie die Kinder ja nicht versorgen. Wer versorgt die Frauen, denn wenn sie die Kinder erziehen?

    Ich habe aber auch schon von Kulturen gehört in kleinerem Rahmen, das die Kinder vom Dorf großgezogen werden und es die klassischen monogamen Familienstrukturen nicht in diesem Sinne gibt. Hier besteht die Gefahr des Kuckuckskindes nicht und da ist es vielleicht förderlich wenn die Frau mit möglichst vielen Männern schläft, das erhöht die Chance auf Fortpflanzung. Hat sich aber nicht global durchgesetzt warum auch immer. Gab ja gerade in Hippie-Kreisen schon solche Versuche, aber irgendwie scheinen sich die auch nicht durchgesetzt zu haben. Vielleicht kommt das ja noch. Zumal wir heute ja die Gefahr der Übertragung von Krankheiten nicht mehr so ausgesetzt sind. Das ist aber eben sicher auch ein Grund, warum es sich so entwickelt hat.

    Sex hat oft eine gewaltvolle Konnotation. Erstaunlicherweise gerade bei Frauen, zumindest was die Fantasie angeht. Also Machtspielchen. Warum stehen denn so viele Frauen auf Scheißtypen oder fallen immer wieder drauf rein?

    Es gibt so viele nette Typen die alleine sind und furchtbar liebevoll. ;)

    Mag sein, dass das mit den homosexuellen Menschen stimmt, aber wirklich sicher bin ich da nicht. Wenn das so wäre, dann würde ich sie auch beneiden, vielleicht wärs mir aber zu langweilig. Ich finde gerade diese Unterschiedlichkeit toll und spannend. Gerade bei Männern sind das ja oft auch sehr instabile Beziehungen. Wobei das nicht immer gilt, wir sind mit einem Pärchen befreundet und die sind schon seid Ewigkeiten zusammen.

    Im Übrigen wäre es eine Erklärung dafür, dass Männer im jüngeren Alter eher sexuell aktiv sind oder auf jüngere Frauen stehen und Frauen eben in späteren Jahren, dass diese fruchtbar sind oder es die fruchtbare Zeit ist. Frauen müssen da eben vorsichtig sein, weil sie ansonsten alleine auf ihrem Kind sitzen bleiben. Wenn sie älter sind besteht die Gefahr dann nicht mehr.

    Das Argument mit dem Kuckuckskind und dem vermehrten Sexualtrieb von Männern leuchtet mir ein. Aber die Befriedung wiederum nicht.

    Befriedung auf die damalige Gesellschaft bezogen. Wenn Männer sich auf diese Weise befriedigen konnten, mussten sie nicht vergewaltigen und oder Familien zerstören. Die Heiligkeit der Hure, sie dient der Gemeinschaft.

    Frauen die aus Überlebens-Not der Prostitution, damals wie heute, zum Opfer gefallen sind machen keinen Sex freiwillig!

    Es gibt da ganz sicher beides. Ich habe erst letztens ein im Radio mit einer Sexarbeiterin gehört, die das bestätigt hat. Historisch kenne ich mich da nicht so gut aus. Es interessiert mich aber auch nur am Rande. Da beziehe ich mich lieber auf die jetzt Situation.

    Ich würde niemals Männern unterstellen dass sie ein Matriarchat mittragen, nur aufgrund der Tatsache dass sie Väter von Töchtern sind.

    Das würde ich in einer solchen Kulturen schon unterstellen, denn es liegt in der Gegebenheit an sich. Zumal wenn sie die hauptsächliche Funktion der Kindeserziehung tragen. Natürlich nicht einfach nur weil sie Väter sind.

    Ich meine dass für Zwecke Grenzen aufgeweicht werden. Deswegen sollte man nicht allzu tolerant sein bzw BS -alert sein. Demnach ist die Gruppe sehr inkonsequent, was den persönlichen identitären BS des Negers angeht. Das käme deinem Verkleidungsbeispiel nahe, z.B. ich verkleide mich als Nazi, damit ich... mir fallen keine vernünftigen Gründe ein warum man sowas machen sollte. Zum Verständnis trägt es eben nicht bei. Deshalb ist das doppelt paradox (ok, es hebt sich dadurch nicht auf - leider).

    Keine Ahnung was du mit BS meinst? Darf man den Begriff Neger politisch korrekt in dem Fall verwenden? Ein sehr schönes Beispiel im Übrigen, das mit dem Nazi-Neger. Verkleidung kann man doch nicht auf einen Aspekt reduzieren. Es ist ein Spiel mit der eigenen Identifikation und der Empathie, kann aber eben auch dazu genutzt werden Anschluss zu finden. Ich glaube der Nazi-Neger ist bei der Partei, die Partei. Realsatire, vielleicht ist er sich dessen nicht bewusst das tut nix zur Sache. Er sorgt für mehr Toleranz. Grenzen werden immer für Zwecke aufgeweicht.

    Der Unterschied besteht darin, dass Opfer von Rassismus die Merkmale, aufgrund derer sie diskriminiert werden, nicht ablegen können. Dies gilt nicht für 'Andersdenkende'. Im Falle von rechten Ideologien kommt zudem das Toleranzparadoxon hinzu. Um Popper zu zitieren: „Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

    Da gebe ich dir Recht ich ziehe da die Grenze bzgl. Meinung und Verhalten. Trotzdem ist der Denkmechanismus der Gleiche. Aber natürlich ist da ein praktischer Unterschied. Aber Rassismus kann sich ja auch auf eine Kultur beziehen.

    In Bezug auf die Nazis und Toleranzaufhebung bzw das Auflösen der Toleranz. Das Andersdenken des neuen Anführers lässt ihn sogar sein ursprüngliches Indiz für Rassismus ablegen. Die NaziGruppe toleriert das Andersdenken des eigentlichen Opfers von Faschisten/Rassisten. Das bedeutet für mich die Reinkultur davon. Sämtliche Grenzen der Toleranz sind in mehrfachem Sinne überwunden worden, und somit kann ein Faschismus (immer) wiedergeboren werden.Ein negatives Beispiel in doppeltem Sinne. Ich verstehe es selber nicht ganz.

    Du meinst wohl damit, das durch Intoleranz Toleranz entsteht und umgekehrt. In Bezug auf das Popper-Paradox. Von dem hab ich im übrigens auch schon gehört. Scheint sehr tolerant zu sein diese Nazi Gruppe. Ich denke Toleranz bzgl. Meinung ja, in Bezug auf Verhalten nein. Da sehe ich die Grenze.