Beiträge von Lissaminka

    Das liegt am Forenstyle. Mit "Suite Core" gibts diese Probleme nicht. Wer es dunkler mag, dem sei "Darknet" empfohlen.

    Das ist mir bewusst - und dennoch impliziert der Forenstyle dieses Problem. Ich kann freilich nicht beurteilen, ob es hier im Rahmen der technischen Möglichkeiten liegt, das zu beheben, aber immerhin ist es nun erwähnt worden.

    Ein weiterer Aspekt ist übrigens die Vorschau, da diese transparent erscheint und sich mit dem Hintergrund überschneidet, was den Inhalt unlesbar gestaltet.

    Selbiges gilt für die Rubriken 'Kontrollzentrum', 'Benachrichtigungen' und 'Konversationen'.

    Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass diese neuen Begrifflichkeiten für all die recht plötzlich entstandenen Einteilungen in Form von Geschlechtesidentitäten mal wieder viel eher zu einer Aufteilung unserer Gesellschaft führen, als es zu „ermöglichen”, Menschengruppen mit Akzeptanz zu begegnen.

    Gerade aus meinem Standpunkt heraus bekomme ich da ausreichend unter den Judendlichen mit, wie die Intoleranz neuer Bezeichnungen oder gar Pronomen zu Ausgrenzung führt und gegeneinander gehetzt wird, weil sich einer damit schwer tut oder lediglich toleriert, als an großen Protesten teilzunehmen. Es spaltet in allen erdenklichen Formen - von Vorurteilen, über Schubladendenken und bis hin zur Verachtung auf menschlicher Ebene, weil sich eine Menschenseele wörtlich nicht angesprochen fühlte.

    Natürlich, Sprache schafft auch Bewusstsein, doch schaffen wir uns nicht mal wieder prinzipiell Probleme, wo keine sind?

    Vielleicht betrachte ich das Thema sehr pauschal, weil es mir mittlerweile zum Himmel stinkt, aber liebe Leute, es gibt biologisch verschiedene Körper und Fehlentwicklungen und ihr benötigt keine neu-erfundene Sprache, weil es für eure Identifikation noch keine passenden Worte gibt, AKZEPTIERT EUCH ALS MENSCHEN (oder identifiziert ihr euch als Hydranten? ) UND LERNT EUCH WORTLOS OHNE VORURTEILE ZU LIEBEN!

    Ich habe keine Weggefährten, ich genieße die Einsamkeit und ihre Momente einer scheinbar übergroßen Wahrnehmung, ein Gefühl der Unbedeutsamkeit und Verbundenheit mit dem Komplexen. Auch wenn mich ihre Schattenseite zermürben wird, möchte ich mich weiter zurückziehen, verkriechen, isolieren, weil die bloße Anwesenheit eines Menschen furchtbar erdrückend ist und die Traumwelt ohne ihre Einsamkeit unzugänglich ist. Ideal wäre natürlich die Mitempfindung, doch sie ist so selten und unantastbar, dass es sich nicht lohnt in einem vermeintlichen Universum eines anderen zu irren, welches letzten Endes beide verwundet hinterlassen wird.

    Also lasse ich mich von der Zeit mitschleifen bis sie mich vollends vernichtet, denn ich bin nicht bereit, mich mit ihr treiben zu lassen. Vielleicht werde ich es nie sein. Vermutlich.

    Was soll's, ich hatte nicht vorgehabt, herumzujammern.

    Bis dahin, wie du schon richtig erkannt hast: durchhalten, aushalten, die Veränderung herbeisehnen.

    Aufgabe ist nur dann angebracht, wenn der Moment gekommen ist.

    Die Gedanken sind nicht zu verdrängen und Aufgabe ist doch dann angebracht, wenn ich mich dazu entscheide? Unangebracht wird sie immer sein. Wann ist dieser Moment (endlich) gekommen?

    Ich merke schon, selbst mit der Volljährigkeit, bloß, weil ich von dem einen auf den anderen Tag das Recht dazu habe, werde ich noch immer nicht wissen wie mit dieser Freiheit umzugehen ist, wie ich mich trauen kann, eine Veränderung in die Tat umzusetzen.

    Was gibt es schon herbeizusehnen, wenn meine Sinnsucht und Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit nicht gestillt werden kann? Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich könne den fehlenden Sinn hinnehmen wie ihr. Es ist ein unerträglicher, diffuser Schmerz, für dessen Erkärung weder der Wille, noch die Möglichkeit besteht. Doch er ist da und wühlt ununterbrochen, während man nach seiner Beendigung strebt und das Leben daran zerbricht, weil man es dafür hält.

    Momente zu 'feiern', die für andere Alltag sind und Ausschau halten, für Dinge, die so klein aber bezaubernd sind, dass sie untergehen.

    Natürlich, das tue ich ohnehin. Was würde ich ohne diese feinen Momente tun? Sie sind unfassbar wertvoll, die meisten übersehen oder ignorieren sie, können sie nicht aus dieser Perspektive heraus wahrnehmen. Auch ich bin der Schönheit gegenüber häufig blind. Aufgrund der DR zeigt die Komplexität nur in der Theorie seinen Wert, keine Ehrfurcht des Lebens, kein Kontrast mehr, jede Struktur erscheint ausdruckslos. Erst, wenn man überlegt, ob man sicher alles aufgeben will, wird einem die Intensität und wahre Komplexität erneut bewusster denn je.

    Die Problematik liegt für mich nicht darin sterben zu wollen, da es schon ein Teil von mir ist, sondern darin, dass es keinen greifbaren Grund gibt, Leben zu wollen.

    Diese Aussage bringt es auf den Punkt, aber ich finde es absurd, mich mit der Aussage „weil ich's eben kann” zu rechtfertigen. Alle anderen Probleme sind halt eine nette Ergänzung. Meine Anforderungen und Erwartungen an mein eigenes Leben sind wohl offensichtlich zu hoch, damit komme ich nicht zurecht, bin gefangen und ersticke an diesem auswegslosen „Ich-will-sterben”-Sumpf, der in die Sackgasse führt.

    Zum ursprünglichen Thema des Therads möchte ich gerade noch auf einen weiteren Aspekt eingehen.

    Leider hab ich noch selbst keine ausgereifte Vorstellung davon. :unknw_gif:

    Ich denke, dass das wirklich viele Menschen betrifft, insofern die eigene Vorstellung einer Idealwelt meilenweit von der Realität entfernt ist oder gar erst nicht umzusetzen ist. Hier sind wir aber schon bei einem Problem: Die Idealwelt kann schon als Gedankenexperiment nicht vollendet werden, weil die Meinungen und Vorstellungen unterschiedlicher Faktoren auseinandergehen, weshalb die Idealwelt nie für alle zu erreichen ist. Es gibt sicherlich genügend Fanatiker, die unsere Welt, so wie sie jetzt ist, als ideal betrachten. Jetzt könnte man meinen, in dieser Idealwelt wäre jeder mit der entsprechenden Lage zufrieden, wobei Gleichschaltung nicht zuletzt erneute Bedenken verursachen würde, oder?

    Von einer realen Utopie ausgegangen würde auch Hass bestehen bleiben, es ist eine natürliche Emotion. Beispielsweise leidet ein Mensch an Misophonie und hat eine starke Abneigung davor, mit schmatzenden Menschen zu essen bis es sich in einen Hass vor diesen oder vergleichbaren Situationen entwickelt. Vielleicht steht Hass hier in einem höheren Sinne, Hass auf Autoriäten, Politiker, Nationen - solch einer muss in einer Idealwelt nicht sein (Nationen sollten ohnehin gänzlich fern bleiben).

    Sicherlich gibt es noch weitere Aspekte, Gedanken und Möglichkeiten. Soweit hinterfrage ich, ob eine Idealwelt überhaupt existieren kann? Alleine als ausgereifte Vorstellung und keine Illusionen einer besseren Welt, ohne diese zu kennen.

    Es tut mir sehr leid, dass auch du dich damit herumschlagen musst. Die Frage kommt mir ein wenig bekannt vor, was überhaupt noch verbleibt, wenn es genauso plötzlich aufhört wie es angefangen hat. Der Alltag würde vermutlich regunglos fortsetzen, Menschen sind anpassungsfähig, nur eine Sorge weniger.

    Im Grunde genommen ist die DR natürlich belastend (und es gibt nichts, was es tatsächlich abschwächt, ich kann die Situation lediglich hinnehmen, um besser mit der Lage umgehen zu können), aber es ist nichts weiter als ein ergänzender Anteil der Mühen und verhältnismäßig bedeutungslos.

    Ansonsten lege ich eh keinen Wert mehr auf diesen weinerlichen Mist, der Rest ist nur Kopfsache, ich treibe mich mit meinen Gedanken eigenständig in diesen Wahnsinn. Meinetwegen kann sich die Menschheit heute auslöschen und die Welt morgen untergehen.:minigun: :lol_gif:

    Einfach nur schlafen, weil nicht-wach-zu-sein besser ist als diese verkorkste plastische "Realität".

    Das trifft es gut, allerdings ist die DR nicht der entgültige Auslöser. Für mich sehe ich keinen weiterführenden Sinn als meinem Pflichtbewusstsein nachzugehen und aus Gewissensgründen für andere nicht hinzuschmeißen.

    @Miriam Es ist nett, dass du fragst.

    Ich danke dir für die Buchempfehlung, da werde ich drüber schauen. Ich kann deine Barriere übrigens sehr gut nachempfinden. Es ist viel schwieriger, zu sprechen als seine Gedanken klar und direkt in ein Textfeld zu transformieren (abgesehen davon, dass diese manchmal nicht zu erfassen oder in Worte zu kloppen sind, da kommt bei mir häufig die Lyrik ins Spiel). Besonders bei der vollkommenen Anwesenheit, sowie Aufmerksamkeit eines Gegenübers, hält mich etwas davon ab, zu reden. Gesagtes hat selten die gleiche Intensität wie Geschriebenes, obwohl das wohlgemerkt allgemeingeltend für Sender und Empfänger ist. Möglicherweise nimmt man sich auch mehr Zeit, es gewünscht zu artikulieren.

    Ich schweife vorbei, für dich war die Problematik, sich in der Präsenz anderer zu öffnen.

    Es hat sich in der Zwischenzeit bei mir nicht wirklich viel ins Positive geändert und auch „die Öffentlichkeit” hat weiterhin nicht den blassen Schimmer von dem, was in meinem Kopf vorgeht. Ich bin weiterhin bei der Online-Beratung, investiere Kraft in diese Antworten, doch was kann ich schon erwarten? Die Antworten, die ich erhalte, sind bemitleidend, sie erklärt wie oder warum sie das nun schreibt, stellt fragen und wünscht mir einen schönen Tag. Möchte es nicht schlechtreden, ich sollte Dankbarkeit empfinden. Und doch ist mein erster Gedanke nach jeder ihrer Antworten ein „Ok ... und nun?”. Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass mir niemand helfen kann, insofern ich selber nichts unternehme. Selbstverständlich benötige ich eine andere Umgebung, sonst ist das hier meine Endstation (ich wünschte, so wäre es jetzt einfach). Ich kann es noch unzählige Male wiederholen und mache trotzdem weiter, setze diesen Alltag fort, quäle mich eben weiterhin dazu, aufzustehen, die Schule abzuhocken, zu Hause auf die Nacht und auf den Schlaf zu warten, um diesen vor dem nächsten Tag hinauszuzögern. Innerlich permanent jeden dieser Orte zu verfluchen und mir dabei auszumalen, wie viel geistigen Schaden mein Abgang für Umstehende tatsächlich anrichten würde.

    Ich fühle mich an meinen Alltag gebunden. Die Vorstellung, diesen planmäßig auf einen Schlag ewig zu ändern, macht mich handlungsunfähig. Die Reaktion meiner Eltern kann ich mir nicht ausmalen. Die meiner Oma wäre negativ. Meinen kleinen Bruder alleine zu hinterlassen mit diesen Leuten wäre nichts als grenzwertig.

    Nein, meine eigene Feigheit ist grenzwertig. Es ist erbärmlich. Zu feige, mich zu stellen, zu feige, mir selbst zu helfen, zu feige, es zu beenden. Allerdings betrifft Letzteres nur akute Situationen, in denen meine Gleichgültigkeit den Pegel erreicht, dass ich mir nur einen Ruck geben könnte. Nur noch einen hauchfeinen Ruck und es wäre vorbei. Alles so hypothetisch. So leichtsinnig. So hautnah, dass es zu einem persönlichen Anteil von mir verschmilzt und nun aus dem Inneren heraus expandiert. Und doch ist es so weit entfernt ...

    Wovor fliehe ich?

    Auch die scheinbare Hilfe befindet sich in unmittelbarer Nähe. Es ist nur einen Atemzug entfernt, einen halben Herzschlag, wenn überhaupt. Ich könnte zum Lehrer gehen, meine Gedanken rausposaunen, für wahnsinnig erklärt und eingeliefert werden. Ich könnte es der Beratungsstelle schreiben, weil sie aus Eigenschutz verpflichtet dazu sind, einzugreifen. Ich könnte den Notruf wählen, sagen, dass ich mir etwas antue oder einem X-beliebigen Bürger das gleiche andrehen, sodass er den Anruf für mich übernimmt. Das stelle ich mir gerade unheimlich witzig vor.

    Es wäre obsolet, mich für wahnsinnig zu erklären, denn das kann ich offenbar auch sehr gut selber. Oder, @mi san thrope, hast du häufiger zitiert. Albert Einstein: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.” Eigentlich erwarte ich überhaupt keine Ergebnisse mehr.

    Den verbleibenden wahren Lebenswillen saugt mir die Derealisation aus, verzerrt meine Wahrnehmung stets in diese künstlich wirkende Realität, welche ich fast anzweifeln muss. Es ist mittlerweile noch viel stärker geworden und lässt jede Intensität in der Wahrnehmung und Natur gänzlich blassen und verschwimmen. Draußen fühle ich mich wie benebelt, alles dumpf, entfremdet und ich habe den Eindruck, dass die Realität, nein, mein Bewusstsein abschweift, was mich in diesen Augenblicken häufig zur Panik verleitet. Habe das Bedürfnis, während ich unterwegs bin, die Augen zu schließen und einzuschlafen oder mich an Ort und Stelle belanglos hinzulegen.

    Eine recht amüsant zu betrachtende Endlosschleife, die dich jedoch mitzerrt bis du an dieser zähen Masse elendlich erstickst. Auch wenn es dich immer einholt, sobald du Luft holst und du erneut Schmerzen ertragen musst - diese Gleichgültigkeit hat was. Auch der Leichtsinn, nicht zu beschreiben, es vermittelt mir ein Stück weit das Gefühl von dieser undefinierbaren Freiheit und Traumwelt. An diesen Tagen bleibe ich von der quälenden Unterträglichkeit unangetastet und habe sogar ausreichend Kraft zur Kommunikation mit ein paar Buchstaben mehr.

    Was soll's. So sieht es gerade aus.

    Ich finde es gut, dass du deine alten Bücher und Romane noch einmal aufgreifst, Dian. Leider bin ich noch immer nicht wirklich dazu gekommen, eines zu lesen. Dazu wird es sicherlich langsam Zeit.

    Habe mal „Die Unity-Philosophie” angefangen und nach ungefähr einem Drittel aufgehört, weil sich vieles dazwischengeschoben hat (aufgeschoben bis hin zur Vergessenheit :D). Dass ihr das nun thematisiert, motiviert mich, darauf zurückzukommen. Dieses Mal allerdings chronologisch korrekt.