Beiträge von Lydia

    aber wenn Holocaust-Verleugner effektiv (- das heißt, argumentativ in der Öffentlichleit -) bekämpft und der Lächerlichkeit preisgegeben werden sollen, MUSS auch darüber geredet werden dürfen.

    Mein Reden von Anfang an.
    Man sollte DARÜBER reden.

    Andernfalls wandern die (unsterblichen) Ideen bloß in einen (unantasbaren) Untergrund...

    Tun sie auch so.
    Kannst dir ja mal Foren im Netz suchen, wo sich Holocaustleugner aufhalten.
    Du findest dort die absurdesten Verschwörungstheorien.
    Red mal MIT ihnen darüber. Du bist dann Mitverschwörer.

    Kennst du die Hohlkopftheorie?
    Nach dieser Theorie ist der Kopf des Aluhuträgers hohl.
    In diesem hohlen Kopf schwirren Reichsflugscheiben, die von Reptilien gesteuert werden. Wenn eine Flugscheibe von innen gegen Kopf ditscht, dann fängt der Aluhutträger an zu reden.

    Lasst die Leute ruhig sagen, dass Elvis noch lebt - und dann: zeigt ihnen den entprechenden Grabstein!

    Der Grabstein ist kein Beweis!
    Elvis lebt und basta!

    Er hätte es sich (meiner Ansicht nach) eher verdient, gefeuert zu werden, weil ER sich noch dümmer verhielt, als sein Nazi-Schüler.

    Bist du wirklich so empathielos, dass du nicht erkennst, dass sich der Lehrer MENSCHLICH und nicht dumm verhalten hat?
    Er wurde übrigens gefeuert.

    Mag sein, dass es Menschen gibt, die, wenn sie von einem körperlich weit unterlegen Zwerg belästigt und rassistisch beleidigt werden, ruhig bleiben können.
    Wenn dieser Zwerg einfach nicht aufhört, obwohl er mehrfach aufgefordert wurde, es zu unterlassen und einen womöglich noch verfolgt, dann wird sich der Zwerg zu 99% eine fangen. Das ist nicht dumm, sondern eine ganz normale, menschliche Reaktion.

    Die Menschheit besteht doch nicht aus "Jesussen" und "Gandhies".

    Hier die angekündigte Fortsetzung:

    Wenn ich ein Bild von Mohammed male, fühlen sich einige Moslems beleidigt

    Nun ja, das kommt vor.
    Tut es dir weh, um Entschuldigung zu bitten, wenn du ihn dadurch beleidigt hast?

    Man selbst kann es ja albern finden, wenn sich jemand beleidigt fühlt, dass man seinen Propheten malt. Das sollte man dann aber vielleicht lieber in Gegenwart von Moslems nur denken und nicht sagen. Es wäre sonst eine unnötige Provokation.

    Stell dir vor, du arbeitest in einem Kindergarten und ein Kind hat eine Lieblingsspielfigur, die es sehr mag.
    Wenn du diese Figur malst und das Kind findet die Zeichnung gemein, weil sie nicht gut getroffen wurde und ist beleidigt. Dann kannst du das natürlich albern finden, aber um des lieben Friedens Willen, tut es dir ja nicht weh, um Entschuldigung zu bitten und das Kind weiter mit ihrer Figur spielen lassen. Wenn das Kind anderen Kindern mit ihrer Figur auf den Sack gehen sollte, sollte man es hingegen ermahnen.

    Ich hoffe, hier liest kein Moslem mit, der bei seiner Religion keinen Spaß versteht.^^

    und manche finden, ich müsste dafür umgebracht werden.

    Da liegt die Schuld dann aber bei dem, der andere für den Frevel umbrigen möchte.
    Der Islamist missbraucht seine Religion, um über andere Menschen Macht auszuüben. Er hat eine gewisse Grundhaltung (die man hier nicht weiter ausführen muss, denke ich), die schon verwerflich ist.

    Die meisten Moslems mögen Islamisten genauso wenig wie der durchschnittliche Deutsche den Nazi nicht mag. Das ist gut und richtig so, da die Haltung eines Islamisten nicht tolerierbar ist.

    Ein anderer findet den Anblick von Nasen beleidigend und fordert, dass sich alle ihr Gesicht verhüllen sollten.

    Na, er fühlt sich nicht beleidigt (nach meiner Definition von "beleidigen"), sondern ist ein "Nasenrassist".

    Oder um bei Worten zu bleiben, "Ich glaube nicht an Jesus" oder "Jesus war nur ein gewöhnlicher Mensch" verletzen ebenso Gefühle

    Siehe oben. Ist das Selbe wie mit der Mohammedzeichnung.
    Ich mache es einfach so, dass ich Monotheisten meide, die ihre Religion in meinen Augen viel zu ernst nehmen. Dann werde ich auch nicht in Versuchung geführt, ihre religiösen Gefühle zu verletzen, wie es so schön heißt.

    Übrigens: In Gesellschaften, wo Bildung und Aufklärung gefördert werden, schrumpfen diese religiösen Gefühle. Lustigerweise fühlt sich dort niemand in seinen wissenschaftlichen, aufgeklärten Gefühlen verletzt, wenn jemand z.B. behauptet, die Erde wäre eine Scheibe. Der Flat Earther wird nur für bescheuert gehalten.

    Ich finde deine Definition von Beleidigung nicht gut.

    Das ist tatsächlich etwas, was zu Missverständnissen führen kann.
    Aber igendwie glaube ich, dass unsere Definitionen von "Beleidigung" gar nicht so weit auseinander liegen. Dass Hetze und Verhöhnung eine ganze Spur schärfer ist als Beleidigungen, verstehen wir doch beide so, oder?

    Die Aussage "Der Holocaust hat nie stattgefunden" ist sachlich gesehen keine Verhöhnung. Nur die Interpretation vor einem geschichtlichen Hintergrund (den der Nazi ja gerade als unwahr ansieht) macht daraus eine.

    Da stellt sich mir die Frage, wie du die Aussage "Der Holocaust hat nie stattgefunden" ohne geschichtlichen Hintergrund interpretieren kannst. Metaebene? Muss das sein in diesem Zusammenhang? Können dies alle Menschen?


    Für mich ist es auch eine Frage von Empathie, soetwas nicht zu sagen.

    Mal angenommen, ein dir nahestender Verwandter wurde ermordet und jemand behauptet einfach, dies wäre nie passiert, sondern er wäre umgesiedelt worden oder ist eines natürlichen Todes gestorben.

    Wie könntet du das ohne Zusammenhang zur wahren Begebenheit interpretieren?

    Du wärst wahrscheinlich extrem niedergeschlagen.

    Man denke da an zahllose Versuche, Frauen Komplimente zu machen: "Du siehst heute gut aus" "Du Arsch, sonst sehe ich also scheiße aus - Buhu, du liebst mich nicht"

    Tja. Der Versuch eines Kompliments endet eben nicht immer in einem Kompliment.
    Ätsch. Dann bitte um Verzeihung und probiere es nochmal oder lass es besser bleiben, wenn du dir unsicher bist.^^

    Ich hab schon öfters zu Männern auf Jappy gesagt:
    "Wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Äußerung gegenüber einer unbekannten Frau unangemessen sein könnte, dann ist sie es womöglich auch, also solltest du es bleiben lassen."

    Nur weil ich der Meinung bin, jeder sollte das Recht haben seine Meinung, seine Einstellungen und Absichten frei zu äußern, heißt das nicht, dass man alles so stehen lassen muss - ich hab ja z.B. das gleiche Recht.

    Kann man aber auch so stehen lassen und denjenigen spüren lassen, dass seine Äußerung unerwünscht ist. Das geht z.B. durch Ausgrenzung und Ignorieren.
    Das hat zuweilen einen besseren Effekt als Reden.

    Ich habe einen wahren Dummschätzer im Bekanntenkreis. Der kann in der Gruppe echt hart nerven. Ich winke ihn dann meistens einfach ab und sage: "Ach, dummes Zeug." und wende mich jemandem anderen in der Gruppe zu.
    Klingt vielleicht hart, ist aber für beide Seiten besser so.

    Kannst du mir aber mal bitte deine Definition von "Meinung" nennen?
    Ist jede Äußerung für dich eine Meinung?
    Für mich kann man jede Meinung tolerieren, woraus sich ergibt, dass diverse Äußerungen eben keine Meinung mehr sind und damit auch nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sind.

    Wenn ich sagen würde:
    "Jack, du bist ein dämlicher Vollhorst und unwert zu leben."
    (Das würde ich dir nicht sagen wollen!)
    Fühlt es sich für dich wahr an, wenn ich dann behaupten würde:
    "Das ist meine Meinung und ich habe ein Recht darauf, sie zu äußern."?

    Ohne die fiktive Äußerung mit einem anderen Begriff zu definieren. Wäre dies eine Meinung? Ja, oder nein?

    Nach meiner Definition ist man auch Nazi, wenn man andere nur deshalb erschlagen möchte, weil sie eine bestimmte Meinung vertreten.

    Vom "Erschlagen möchten" kann ja nur selten die Rede sein, wenn man gezwungen wird, physische Gewalt zur Gefahrenabwehr anzuwenden.
    Selbst Äußerungen können dazu führen, dass man gezwungen wird, physische Gewalt anzuwenden, wenn sie geduldet werden und niemand etwas unternimmt. Ist leider so. Glaubst du nicht?
    Dann sieh dir doch nochmal das kurze Video mit dem Lehrer und dem Schüler an.
    Jeder halbwegs empathische Mensch kann den Lehrer nachvollziehen und sehen, dass es in diesem Moment für den Lehrer unvermeidbar war, so zu handeln.

    Wie gesagt: Definiere mal bitte "Meinung"! Ich hab schon erklärt, wie ich "Meinung" definiere.

    Hetze, Ankündigungen oder Drohungen sind nicht wirklich Meinungen, die man so stehen lassen kann. Wenn mir jemand sagt "Ich will morgen dein Haus abbrennnen" werde ich nicht mit ihm diskutieren, ob das eine gute Idee ist, sondern ihm im Notfall auch das Feuerzeug aus der Hand schlagen.

    Siehst du. Da kommen wir der Sache näher.

    Und wenn mir jemand sagt, ich wäre geisteskrank und sollte weniger Rechte haben als andere Menschen, weil ich bestimmte körperliche Merkmale mitbringe und dies allgemeiner Konsens wird, dann fühle ich mich dazu genötigt, Sorge dafür zu tragen, dass diejenigen schweigen, die dafür sorgen, dass dies Konsens wird.

    Was auch immer ich aus dieser Nötigung mache, ist mir ebensowenig vorzuwerfen wie deine Handlung, dem fiktiven Brandstifter oben das Feuerzeug aus der Hand zu schlagen.

    Wir identifizieren uns gern mit einer Menschengruppe/Gesinnung. Der Nazi mit rechten Spinnern und du scheinbar mit anderen.

    Scheinbar, gut möglich.
    Jedoch sind nicht alle Identifikationen mit Gruppen toxisch.

    Schau: Es ist doch ein großer Unterschied, ob sich jemand z.B. mit der Gothicszene oder mit der Naziszene identifiziert.
    Es ist sinnvoll, zu schauen, wohin eine Bewegung führt, egal ob es die eigene Gruppe ist, oder eine Gruppe, die die Gesellschaft mit Hetze vergiftet.

    Viele haben den Film "Die Welle" in der Schule gesehen.
    Die Welle hat funktioniert, weil die wenigsten Mitglieder der Gruppe geschaut haben, wohin die Gruppe führt. Das ist normal, weil die wenigstens Menschen ihre Identifikationen hinterfragen. Deshalb sollte man von außen drauf schauen und Wellen brechen.

    Letztlich hat es auch einen guten Grund, warum ich zu meinem Foreneintritt auf eine Bewegung aufmerksam gemacht habe. ;)

    Kenne deinen Feind! Du musst verstehen, wie sie funktionieren, um sie erfolgreich bekämpfen zu können.

    Du scheinst jedoch an der gleichen Krankheit zu leiden:
    Nicht Zuhören. Nicht miteinander Reden. Lieber Prügeln.

    Es scheint dir so, ok.

    Ersteres kommt vor, ja. Dies hat dann jedoch gute Gründe. Bin für jeden Menschen erst einmal offen, dies kann sich aber schnell ändern. Ist ganz gesund, denke ich.

    Zweiteres kommt vor, ja. Lässt sich mir aber nicht vorwerfen, weil ich nicht dazu verpflichtet bin, mit Allen zu reden. Ist übrigens niemand.

    Letzteres ist schlicht Blödsinn. Hab mich noch nie gerne geprügelt.

    Ergebnis?
    Es gab einen ungeheuren Rechtsruck in den gesamten Niederlanden

    Das kommt daher, dass rechtsextreme Hetze vom Großteil der Gesellschaft als duldbar und, wie in diesem Fall, als lächerlich betrachtet wird.
    Dann wird der Mord am Hetzer vom Großteil der Gesellschaft als schlimmer betrachtet, als die Hetze selbst.
    Anders sehen es meistens nur die Leute, gegen die gehetzt wurde und das sind meist Menschen marginalisierter Gruppen.

    Ich denke, jetzt hast du es verstanden, was ich auf tausend Seiten immer wieder mit anderen Worten ständig wiederholt habe.

    Och, Hase.
    Man sollte schon alle Möglichkeiten ausschöpfen, die es (noch) gibt und bei den Menschen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es diese Möglichkeiten gibt.

    Fängt ja schon da an, dass manche nicht wählen gehen. Ich halte es für meine bürgerliche Pflicht, sie darauf aufmerksam zu machen, dass man durch Nichtwählen immer die Parteien stärkt, die man nun überhaupt nicht will.

    Aufklärung und Bildung sollten in der Schule beginnen, darf dann aber nicht aufhören.

    Jeder Einzelne sollte (müssen muss niemand) seinen Beitrag dazu leisten. Ich z.B. unterstütze aktiv einen Menschenrechtsverein und jeder noch so kleine Erfolg bestärkt mich, weiter zu machen.

    "Keinen Raum geben" bedeutet bei dir bekanntlich, zuzuschlagen, da sie durch ihr Sein regelrecht um Schläge betteln.

    Wenn du das unbedingt glauben möchtest, dann tu das, aber geh mir damit bitte nicht auf die Nerven. Religionsfreiheit ist ein anderes Thema.

    Wenn jemand sagt, dass Nazitum (und ähnliche Schweinereien) zwangsläufig zu Gegengewalt führt und man ihm deshalb keinen Raum geben darf, dann ist es so unfassbar doof und niveaulos, zu fragen:

    "Wie viele Nazis hast du denn schon verkloppt?"

    Darauf zu antworten, ist unter meiner Würde.

    Kapiert, Unmensch, oder soll ich dir lieber ein lustiges Bild zeigen, damit du wieder klar kommst?