Beiträge von paradigm.shift();

    Lonewolf: Schön zu hören, dass es nicht übermäßig viele weitere Todes- / Suizidfälle gab - ich hoffe mal keine weiteren außer Benway / Ina / Hansi. Freut mich auch dass es Calgmoth gut geht.

    Wegen Suizid müsst ihr euch auch generell wenig Gedanken machen bei mir: Ich habe eine positive Einstellung zum Leben, will viel erreichen, versuche immer den Blick nach vorne zu wahren und möchte es auch meinen Angehörigen und Freunden nicht zumuten, dass sie um mich trauern, oder sich Vorwürfe machen dass sie mir nicht geholfen haben. Und jetzt habe ich auch noch jemanden, für den ich da sein möchte. :)

    Wegen Discord, ist erst mal wie gesagt unwahrscheinlich. Was meinst du mit Unity-Philosophie dekonstruieren? Ich wollte mir die bei Gelegenheit mal wieder durchlesen, weiß aber noch nicht wann ich dazu kommen werde.

    Hi, schön dass ihr beiden hier direkt antwortet! :)

    Ja Dian, ich fühle mich gerade wirklich sehr gut, und (wie du auch über dich selbst schreibst) wie neugeboren. Freut mich auch dass es dir selbst auch gut geht, und du voller Tatendrang bist (sowas finde ich bei mir immer wichtig).

    Ich bin gerade am Überlegen, wie ich hier schreibe, und wie viel ich von mir preisgebe. Das alte Forum scheint ja nicht mehr online zu sein, ich muss mir also nicht zu viele Gedanken machen dass mich hier jemand mit meinen alten Beiträgen in Verbindung setzt, der im alten Forum nicht aktiv war, oder?

    Ich denke ich würde in dem Fall schon so viel über mich erzählen, dass man mich identifizieren könnte, aber dann auch aufpassen dass ich hier nichts schreibe wo es mir völlig unangenehm wäre, wenn jemand im RL der mich kennt das liest.

    Was Woke- und Cancelkultur ist musste ich erst mal nachschauen, ich habe ja eine ganze Weile hinter dem Mond gelebt, lol. ^^

    Ja, das sieht irgendwie ein bisschen albern aus, so wie SJW-Verhalten, der Begriff "Sexismus" (ist selbst ein sexistisches Konzept, weil nur auf Frauen anwendbar, und nicht auf Männer übertragbar), oder der Begriff "Feminismus" (wieso sollen nur Frauen geschützt werden?).

    Ich kann ja verstehen dass gerade Frauen besonders geschützt werden müssen. Aber wenn man Konzepte entwirft bei denen plötzlich Frauen einen höheren Stellenwert haben als Männer dreht man den ganzen Scheiß bloß um, was der Sache nicht wirklich dienlich ist.

    Wegen Discord muss ich mal schauen. Ich mag die Plattform aber nicht so gerne, weil alte Beiträge leicht verloren gehen, und man ständig aktiv mitlesen muss, weil man sonst den Überblick verliert welche Beiträge man schon gelesen hat. Ich muss mir sowieso noch einen Zweitaccount einrichten, und für den Unity-Discord würde ich mir dann noch einen dritten Account anlegen wollen, wozu ich wenig Lust habe,, da man pro Account eine Email-Adresse braucht. Aber mal schaun, ist zumindest gut zu wissen dass die Option existiert. ^^

    Wegen Xoc: Ich meine ich hatte hier irgendwo gelesen, dass er in diesem Chat noch aktiv ist, den es schon so lange gibt. War da nicht so was?

    Weiß eigentlich jemand was von Remus oder Thymia, und wie man sie kontaktieren kann?

    Hallo,

    die meisten kennen mich wahrscheinlich gar nicht mehr. Ich war hier früher mal unter dem Namen "Yog-Sothoth" unterwegs. Zuerst einmal viele Grüße an diejenigen, die mich noch kennen, ich hoffe es geht euch halbwegs gut soweit! Und ein Hallo auch an alle, die mich noch nicht kennen!

    Ich kann ja mal erzählen, wie es mir in den letzten Jahren so ergangen ist:

    Ich hatte mich ja recht viel und intensiv autodidaktisch mit unkonventioneller Musiktheorie befasst. Ich habe dabei sehr viel gelernt, aber ich habe mir Ziele gesetzt die zu hoch waren, um sie zu erreichen, und bin irgendwann in einer Sackgasse gelandet. Ich habe mich immer weniger mit dem Thema beschäftigt, und mehr angefangen zu zocken, für reale soziale Kontakte hatte ich mich kaum noch interessiert. Ich hatte auch nur noch wenig auf Hygiene geachtet, solange ich nicht rausgegangen bin. Das, und die Tatsache dass ich mich nicht nach einem Job umgesehen habe hat dann für Spannungen zwischen mir und meinem Vater gesorgt (ich wohnte aus Kostengründen zu der Zeit bei meinen Eltern). Das Problem war, dass mein Vater sehr häufig in der Küche saß, und oft eine passiv aggressive Stimmung ausgestrahlt hatte. Es hatte mich wegen der Omnipräsenz meines Vaters in der Küche Kraft gekostet mir selbst etwas zu kochen, und ich habe nur noch unregelmäßig gegessen. Ich hatte auch oft die Nacht durch gezockt, im Internet gesurft, oder sonstiges am PC gemacht, und dann teilweise tagsüber geschlafen, wenn es manchmal etwas lauter war. Irgendwann kam dann Korona, und dann war plötzlich mein PC kaputt.

    Die Gesamtsituation hat mir wohl mehr Stress gemacht, als mir bewusst war, und bei mir ist dann eine Psychose aufgetreten. Zum Glück wurde sie sehr schnell behandelt, und die Hauptsymptome konnten durch Medikamente unterdrückt werden. Auch das Verhältnis zu meinem Vater wurde nach der Diagnose meiner Erkrankung sehr entspannt. Ich wurde allerdings antriebslos, und das einzige was mir noch Spaß gemacht hat waren Spaziergänge, Gesellschaftsspiele und Musikhören. Ich hatte auch die wenigen Kontakte abgebrochen, die ich noch hatte. Und diese Situation der Abgestumpftheit hielt sich ein paar Jahre. Es ging mir in der Zeit nicht so schlecht, aber auch nicht so wirklich gut; "grau" beschreibt das Ganze wahrscheinlich am Besten. Auf jeden Fall habe ich dadurch ungenutzte Lebenszeit verloren.

    Irgendwann wurde ich in eine Reha-Maßnahme geschickt, wo ich eine Tagesstruktur und soziale Kontakte hatte, und ich habe auch Interesse an neuen Sachen bekommen, was mir sehr gut getan hatte. Irgendwann war mein Psychiater mutig genug mein Medikament abzusetzen, dass ich zur Sicherheit noch genommen hatte, und urplötzlich kamen mein Antrieb und mein Interesse an Kommunikation mit anderen Menschen zurück. Ich dachte es handelte sich um Symptome meiner Psychose, aber anscheinend hatte das Medikament ähnliche Nebenwirkungen gehabt wie die Nebensymptome meiner Psychose.

    Ich fühlte mich wieder wie mein altes Selbst, aber mit noch mehr Antrieb, und ich hatte mich über mein altes Selbst hinweg noch weiterentwickelt, was ein wundervolles Gefühl war!

    Ich habe in der Reha auch wundervolle und sehr nette Menschen kennengelernt, und habe mit einigen noch Kontakt. Ich habe mich auch in einen ganz besonders wundervollen Menschen verliebt, was mir noch zusätzlichen Antrieb und Energie gegeben hat, und es ist sehr schön dass wir regelmäßig Kontakt haben.

    Auch haben sich durch meine Krankheitsgeschichte wieder berufliche Perspektiven ergeben, mit denen ich mich wohlfühle.

    Alles in Allem geht es mir im Moment wieder sehr gut, und es macht Spaß, so langsam die alten Dinge wieder aufzugreifen, die mir früher Spaß gemacht haben. Ich habe jetzt auch mehr Interesse an sozialen Kontakten, was auch ein schönes Gefühl ist, da soziale Kontakte ein wichtiges Mittel sind, um nicht zu stagnieren, und einem Perspektiven ermöglichen die man sonst nicht hätte.

    Ich bin auch seit längerer Zeit Veganer, was mir sehr gut tut.

    Zum Schluss möchte ich noch ein paar User auflisten, die mir von früher (meist positiv) in Erinnerung geblieben sind:

    Atreju

    Benway (rip)

    Calgmoth

    Dian

    deldenker / Sammy Jankis

    Hansi (rip)

    Ina (rip)

    Lonewolf

    MAUS

    Quaid

    Remus

    Shinobi

    Soulmirror / Bunti

    Thymia (= bluebell? Der Hundeavatar kommt mir bekannt vor ^^)

    Tzak

    Ya2k

    Xoc

    (2 weitere User deren Namen mir gerade nicht einfallen, und vielleicht noch weitere, die ich vergessen habe)

    Wer davon noch aktiv ist darf auch gerne hier reinschneien und "Hallo" sagen. :thumb_up_:

    Ich schaue mal, wie lange es mich hier im Forum halten wird. Es hat mich einerseits bedeutend inspiriert, und ist so ein bisschen was wie ein Zuhause. Auf der anderen Seite habe ich mich durch überwiegend negative Thematik und hässliche Diskussionen auch oft unwohl gefühlt. Und es fiel mir schwer, hier mitzulesen, und mich gleichzeitig um meine vielen anderen Interessen zu kümmern.

    Ich denke aber, ich werde mich zumindest erstmal ein bisschen mit Beiträgen zurückhalten, da ich zur Zeit recht viel um die Ohren habe, also nicht enttäuscht sein falls ich mal etwas länger brauche um zu antworten. ;)

    Kahle Wände mag ich auch nicht. Der Hall ist insbesondere ätzend, wenn Geräusche unterschiedlich laut auf beide Ohren treffen, wenn man sich an einer akustisch ungünstigen Stelle befindet.

    Was Konsum anbelangt versuche ich generell zu vermeiden, unnötige materielle Güter zu kaufen, die dann eh nur die meiste Zeit bei mir ungenutzt im Zimmer rumstehen. Früher fand ich es toll mir CDs und bedruckte T-Shirts zu kaufen. Aber die CDs stehen nur in einer Box rum, und ich höre Musik hauptsächlich am Rechner. Und viele Bands auf den bedruckten T-Shirts interessieren mich heute nicht mehr so.

    Am meisten Geld gebe ich vermutlich für Essen, andere Notwendigkeiten / Zwangsabgaben und digitale Güter aus. Das schöne an digitalen Gütern ist, dass kein unnötiger Müll produziert wird, und viele der Sachen (Musik oft ausgeschlossen) an Wert verlieren, so dass man die Produktion von Dingen finanzieren kann, die später für wenig Geld allgemein verfügbar sind.

    Ansonsten bin ich immer noch weitgehend Veganer (ich mache schon mal Ausnahmen bei Honig / Gelatine, und bin teilweise zu faul mich mit den Hintergründen von nicht-Lebensmittel-Gütern zu beschäftigen), nehme keine Drogen (Dinge wie Musik, Videospiele etc. ausgeschlossen), und von Süßigkeiten halte ich auch nicht so viel.


    Was Reizüberflutung anbelangt bin ich allerdings alles andere als minimalistisch. Ich habe irgendwie gerade zu viele Interessen, so dass ich alles ein bisschen mache, aber selten in einem konkreten Bereich vorankomme, da ich recht undiszipliniert bin und oft automatisch meiner Neugier freien Lauf lasse, wenn ich etwas finde was mich interessiert, statt mir zu überlegen was wirklich wichtig für mich ist, und dann knallhart Prioritäten zu setzen. Naja, das Informations- / Medienangebot im Internet ist irgendwie explodiert in letzter Zeit, da muss ich mich ein wenig umstellen.

    Interessant, ich kannte Minimalismus bis jetzt nur als Kunstrichtung.

    Ich würde sagen die Bezeichnung und die zweckorientierte Definition beißen sich so ein bisschen:

    • 'Minimalist' suggeriert, dass man auf so viel wie möglich verzichtet. Das ist wortwörtlich genommen eventuell etwas albern, aber es kann schon sinnvolle Gründe geben, warum man versuchen wollen würde mit sehr wenig auszukommen
    • um Alltagszwängen entgegenzuwirken und ein selbstbestimmteres Leben führen zu können muss man nicht unglaublich minimalistisch sein, ein individueller "Minimalist" würde da sein Konsumverhalten so anpassen, wie er es für nötig hält

    Es wäre vielleicht sinnvoll, zwischen Minimalisten zu unterscheiden, die versuchen mit möglichst wenig auszukommen, und welchen die nur versuchen ihr Konsumverhalten soweit zu reduzieren, dass es ihnen bei ihren Zielen hilft.
    (die erste Gruppe ist ein Spezialfall der zweiteren, allgemeineren Gruppe)

    Vielleicht macht der Wikipedia-Artikel da auch eine Unterscheidung, ich hatte noch keine Zeit ihn zu lesen, und werde vermutlich erst ab Sonntag dazu kommen. Hier schon mal ein Link:
    Einfaches Leben – Wikipedia

    P.S.: Danke für das Thema, ist im Prinzip das, was ich in meinem "Wieder Zurück" Thread angesprochen hatte! :)

    Au wei, wenn ich sowas lese muss ich auch fast kotzen, maksim, insbesondere bei Punkt 2): Da wird einem erzählt, man muss Verantwortung übernehmen. Tatsächlich wird man aber durch den impliziten Vorwurf, nicht in der Lage zu sein Verantwortung zu übernehmen, entmündigt, und auf die Stufe eines Kleinkinds gestellt. Das dürfte vermutlich eher den umgekehrten Effekt haben, und dem Patienten das Erlernen von mehr Eigenverantwortung erschweren.

    Okay, wenn man es tatsächlich mit einem Patienten zu tun hat der rumrennt und Sachen umschmeißt, und ständig dabei albern rumkichert kann ich das irgendwie verstehen. Aber einem erwachsenen Patienten mit dem man sich normal unterhalten kann sollte man doch vielleicht ein bisschen mehr Respekt zeigen, und ihm zumindest ein gewisses Mindestmaß an Eigenverantwortung zugestehen, auf dessen Basis man mit ehrlichem Interesse dem Patienten zu helfen aufbauen kann.

    Sorry wenn die Sätze etwas lang und verschachtelt sind. Kürzere Sätze sind vermutlich besser lesbar, aber irgendwie habe ich Schwierigkeiten, die in kürzere Einzelsätze aufzuteilen.

    Danke für den Link, ich werde es mir mal durchlesen! :)

    Mein Leben sieht momentan nicht sonderlich spannend aus, ich zocke zur Zeit hauptsächlich diverse obskure Indie-Spiele. Ich wollte so langsam aber doch mal wieder etwas produktiver werden, was meine Projekte anbelangt.


    Ich bin nicht sicher ob ich gut erklären kann, was genau ein paradigm shift / Paradigmenwechsel ist, da ich auf den Begriff erst bei meiner Benutzernamen-Wahl gekommen bin. Soweit ich das verstehe spricht man davon, wenn es in einer Wissenschaftsdisziplin bedeutende Entwicklungen gibt, bei denen sich die grundlegende Herangehensweise ändert. Wikipedia kann das vermutlich besser erklären als ich, falls sich das wer näher durchlesen will:

    Paradigmenwechsel – Wikipedia
    Paradigm shift - Wikipedia

    Ein paar Beispiele (englischer Artikel):
    Paradigm shift - Wikipedia

    Zwei Beispiele (Miteinbeziehung von nichteuklidischer Geometrie, und xenharmonischer / mikrotonaler Musiktheorie) hatte ich ja schon bei meinen Interessen erwähnt. Es geht also im wissenschaftlichen Kontext um das Abschaffen oder Überarbeiten / Erweitern veralteter Denkweisen oder Methoden durch neuere, die irgendwann eventuell auch wieder veraltet sind. :P

    Die Schreibweise paradigm.shift(); ist an die Programmiersprache C++ angelehnt, in der paradigm ein Objekt darstellt, und shift() eine Methode, die auf das Objekt angewendet wird. Also im Prinzip ist es eine Anweisung, einen Paradigmenwechsel durchzuführen.