Beiträge von Pat92

    Eine krasse Erfahrung in der letzten Zeit war ja, das der Psychologe (und auch ihr im Forum) mir ersteinmal gesagt habt, das ich wirklich einiges durchgemacht habe und mir das alles nicht nur einbilde bzw einrede.


    In der Schule als ich gemobbt wurde, hab ich mich zwar extrem scheisse gefühlt und abgekapselt, aber ich hatte immer das unterschwellige Gefühl, das ich viel zu sensibel bin und das kein Mobbing sei.

    Hätte man mich vor ein paar jahren gefragt wie meine Kindheit gewesen ist, hätte ich behauptet ich hätte eine schöne Kindheit gehabt und bin nur irgendwie komisch...


    Als der Psychologe mir sagte, das bei mir vieles gewesen ist was nicht hätte sein sollen, und auch niemand verdient hat... hab ich zum ersten mal gemerkt, das ich nicht zu sensibel bin sondern dass da wirklich einiges nicht ganz richtig verlief (sprich: ich habe zum ersten mal meine eigene Wahrnehmung trauen können)


    Nun werde ich das ganze langsam angehen, und nicht viel erwarten (sonst wird man wieder entäuscht)..

    das gute ist, ich kann jetzt mit Psychologen freier darüber reden und bin nicht mehr so ganz verklemmt (das erste mal als ich damals bei einer Therapeutin war, hatte ich gezittert, geschwitzt, und mich permanent verhaspelt... ich habe richtig gemerkt wie beim reden eine Blockade entstanden ist und ich den faden verloren hatte)

    kam mir vor als wäre ich dumm..


    Irgendwie kann ich auch meiner Familie keine Schuld geben (eigendlich müsste ich extremst wütent sein, das hatte ich die letzten Jahre auch durch)

    aber ich habe viel hinterfragt (warum wer wie handelt) und mitbekommen, das jeder sein päckchen zu tragen hat.


    Mit meiner Mutter hab ich mich sehr viel unterhalten und mitbekommen, das sie ebenfalls eine scheiss Kindheit hatte (sie hat sogar erinnerungslücken)

    aber ich sehe den guten willen dahinter (sie hat immer versucht das es mir so gut geht wie nur möglich)

    leider hat der Alkohol seitens meiner Brüder damals viel kaputt gemacht...


    Derjenige der mir eingeredet hat meine Mutter liebt mich nicht und will mich vergiften ist mittlerweile auch an Speiseröhrenkrebs verstorben.

    Vor sein Tot habe ich ihn noch gefragt warum er das gemacht hat..

    Da meinte er nur: er wisse es nicht, er hätte viel scheisse gemacht.

    Das werte ich einfach mal als Entschuldigung.


    Ich denke der Alkohol war letztendlich drann schuld (ich weiß ja selbst wie einen diese Droge verändern kann)

    Ja mein Psychologe meinte auch, das viele Krankheitsbilder sich überschneiden.
    Er ist aber auch der Meinung das bei mir aufgrund meiner Kindheit / Jugend etwas hängen geblieben ist (habe den so gut es geht alles über mich erzählt) war teilweise sehr peinlich...


    Aber es tut gut, das man mal von jemand hört, nicht nur faul oder dumm oder sonstwas zu sein, sondern wirklich einen (ich sage mal Krieg) überlebt zu haben.


    Und mir ist bewusst, das es dadraußen noch viel heftigere dinge gibt die Kindern angetan werden...


    Aber mein Psychologe meinte auch direkekt, das eine Therapie mir helfen kann damit umzugehen (zb auf trigger nicht mehr mit Wut zu reagieren.. wie Borderliner die sich nicht mehr mit dem Messer schneiden, sondern stattdessen in eine Chilli beißen)

    das ist schon ein wenig entäuschend, da ich erkenne das mein Leben so bleiben wird wie bisher.

    Und ich nur lerne nicht mehr so eine Wut / Trauer zu entwickeln. Vlt lerne ich, mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen und nicht mehr Paaren neidisch hinterher zu sehen.


    Sei es wie es wolle. Nach meinen ableben muss ich unbedingt Gott fragen, warum der ganze scheiss.


    Fühle mich auch zum erstenmal vom Jobcenter verstanden (momentan wird kein Druck aufgebaut und scheinbar haben die kappiert das ich einige Probleme habe)

    also von daher scheint es gerade "zu laufen"

    mal schauen was die nächsten Jahre so kommt

    Wer Geld hat, hat die Macht

    Ich bin gerade auf das Thema der Posttraumatischen Verbitterungsstörung gekommen, was mir ein wenig die Augen geöffnet hat.

    Die Symptome dieser "Störung" sollen sein:

    Zitat von WIkipedia:

    "

    A. Kernkriterien:[18][19]

    1. klinisch signifikante emotionale Symptome oder Verhaltensauffälligkeiten in direkter Folge eines einmaligen schwerwiegenden, wenn auch – von außen gesehen – oft „nur“ alltäglichen Lebensereignisses (keine Extremereignisse wie Raubüberfälle, Verkehrsunfälle oder Krieg)
    2. auslösendes Ereignis ist dem Patienten bekannt und von ihm als Ursache der Erkrankung identifiziert
    3. auslösendes Ereignis wird als ungerecht, herabwürdigend und/oder kränkend wahrgenommen
    4. Intrusionen (regelhaft wiederkehrende, sich zwanghaft aufdrängende Erinnerungen an das auslösende Ereignis)
    5. Patient reagiert mit erneuter emotionaler Erregung, wenn er an das Ereignis erinnert wird

    B. Zusatzsymptome

    1. dysphorische Herabgestimmtheit, Grundstimmung erinnert oft an Depression mit somatischem Syndrom
    2. keine Beeinträchtigung der emotionalen Schwingungsfähigkeit, ungestörte Affektregulation wenn der Patient abgelenkt ist
    3. Antriebsreduktion oder -blockade,
    4. Patient erlebt sich als Opfer
    5. Patient erlebt sich als hilflos und unfähig, das Ereignis oder seine Ursache zu bewältigen
    6. Selbstvorwürfe, weil Ereignis nicht verhindert werden konnte oder nicht damit umgegangen werden kann
    7. Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Befinden
    8. unspezifische psychosomatische Beschwerden (Schlafstörungen, Appetitverlust, Schmerzen u. Ä.)
    9. phobische Vermeidung von ereignisbezogenen Orten und Personen,
    10. Lebensüberdruss und Suizidgedanken
    11. wiederkehrende Gedanken an Aggressionen, Rache und erweiterten Suizids gegenüber dem Stressor
    12. querulatorische Hartnäckigkeit im Kampf um die Wiederherstellung von Gerechtigkeit,

    "


    Bei mir treffen extrem viele Punkte zu.. um genauer zu sein kann ich folgenden punkten voll und ganz zustimmen (und zwar seit der Kindheti / frühen Jugend bis heute anhaltend):

    A Kernkriterien:

    Punkt 1 (wobei es in laufe der Jahre mehrere sogenannte "Ereignisse" gab die mich voll getriggert haben)

    Punkt 2

    Punkt 3

    Punkt 4

    Punkt 5


    B. Zusatzsymptome:

    Punkt 1 (immer wiederkehrend, aber nicht dauerhaft)

    Punkt 2 (wenn ich Musiziere oder in ein Spiel vertieft bin, oder esse bin ich emotional voll ausgeglichen, was leider zu Suchtverhalten führt)

    Punkt 3 (habe damals nach der Schule alles hingeschmissen und Spiele seitdem ein Katz und Maus Spiel mit dem Jobcenter um meine Ruhe zu haben.. bekomme regelrechte Panik wenn ich mal eine Maßnahme antreten soll)

    Punkt 4 (sowieso, wie soll es auch anderst sein?)

    Punkt 5

    Punkt 8 (bekomme häufig Hitzewallungen mit Schweisausbrüchen, gut das kann auch andere Ursachen haben)

    Punkt 9 (wie gesagt, Katz und Maus spiel mit dem Jobcenter)

    Punkt 10 (Suizid Gedanken hatte ich auch schon oft)

    Punkt 11 (In Schulzeiten spielte ich oft die Amokfantasien durch)

    Punkt 12

    Also bei allen Kriterien sehe ich mich voll und ganz wieder, auser bei Punkt 6 und Punkt 7 von den B Zusatzsymptomen (mache mir keine Vorwürfe, eher den Mitmenschen die mich in besagte Situationen aussetzten und mir nicht geholfen haben, sondern noch auf mich gespuckt haben), und Gleichgültig ist mir mein Befinden nicht, desshalb kann ich mich ja mit der Situation so schlecht anfreunden.



    Ich dachte bei mir ja bis gerade eben, an einer Persönlichkeitsstörung wie Borderline zu leiden.. aber nachdem ich auf die Posttraumatische Verbitterungsstörung aufmerksam wurde (wusste nichteinmal das es sowas gibt) sehe ich mich darin voll und ganz bestätigt.

    Jetzt gehe ich mal davon aus, das genau in diesem Forum der ein oder andere ein ähnliches "Krankheitsbild" <- mMn, eine normale Entwicklung auf gewisse Ereignisse, aufweist.


    Erkennt sich der ein oder andere ebenfalls darin wieder? wie geht ihr damit um? weil das Leben steht ja eigendlich still (zumindest bei mir so)

    Habe auch ein wenig Angst beim Psychologen das anzusprechen, besonderst wegen den Punkt 11 der B Zusatzsymptome (Suizid und erweiterter Suizid gegen dem Agressor)

    Da ich in meiner Kindheit schonmal unfreiwillig aus meiner Familie entrissen wurde und für mehrere Monate in einer geschlossenen Kinderpsychiatrischen Einrichtung untergekommen war (was definitiv nicht gerechtfertigt war und sich dann auch so rausgestellt hat), habe ich Angst erneut wegen "eigen und Fremdgefärdung" weggeschlossen zu werden.

    Damals habe ich zum ersten mal die unfähigkeit der Studierten Psychiatrischen Ärzte zu spüren bekommen.. Ich gald als Schwererziehbar weil ich das Essen meiner Mutter verweigerte.. später (Jahre später..) stellte sich heraus, das mir mein Bruder eingeredet hatte, meine Mutter liebt mich nicht und will mich vergiften.

    Seitdem an habe ich auch eine richtige Abneigung gegen Menschen entwickelt.

    Und dann kamen die anderen Sachen wie Mobbing etc. Also kurz gesagt: von einer Scheisse in die nächste... (die Psychiater dort, kamen nichtmal auf die Idee mich zu fragen warum ich das Essen verweigere... bei denen war klar, ich bin Schwererziehbar)


    Aber vlt kann man hier in diesem Thread mal darüber reden, wie man mit solchen Sachen umgehen kann / sollte.

    Damals galt Faulheit mal als erstrebenswert und heute...

    inwiefern?


    War das nicht schon immer eher negativ angesehen? Die pösen-bösen Harzer?

    damals wurden doch die hohen Herren mit Trauben von Sklaven gefüttert. Diese wurden doch als "gut" angesehen obwohl sie Faul waren.
    Naja in der Welt wäre ich dann wohl leider der Sklave^^

    Frag nicht, das Maß Bier allein schon 10 Euro. (dafür kriegt man ja eigentlich schon fast nen ganzen Kasten) Und das Essen auch nochmal 23 oder so. Aber wenn ich mal in München bin, muss das einfach sein.

    wow, hast du es wenigstens wiedergekäut und somit doppelt genossen? ich meine bei den Preis :-D

    Das 2te Bild gefällt mir sehr, was hat denn der Spass gekostet?

    @ Pat92: Kommt dein Urologe zufällig aus Baden-Württemberg oder gar aus Schwaben? 8o Dann ist ein solches Verhalten völlig normal und gilt als Überprüfung des Gegenübers auf Gesellschaftstauglichkeit. Woanders wird zuerst nach Frau oder Familie gefragt, für Schwaben ist erstmal interessant, ob der Gesprächspartner fest ins Arbeitsleben integriert ist. Grün-schwarzer Sozialdarwinismus eben. :phatgrin:

    Auf was für ein Planeten hat man mich hier hingeworfen?

    Damals galt Faulheit mal als erstrebenswert und heute...