Der allgemeine Filmthread

  • Habe am Freitag die wunderbar Actionkomödie THE HUNT geschaut.



    Ein herrlicher Film über Schwurbelleute und wie sie massiv auf dem Holzweg sind und über ihre Kritiker, welche genauso ins Fettnäpfchen treten können. Attila Hildmann könnte da noch so einiges lernen über "DIE ELITE" ... Super schauspielerische Leistung. Ich hatte mir zwar einen Horrorfilm erwartet, da der Film als Horror/Thriller deklariert ist. Frage ist, WARUM? Kein einziger Horrormoment im ganzen Film. Deutlich vorbei geschlittert an der Beschreibung. Aber der Film ist dennoch große Klasse. Sollte jeder, der diesem Thema etwas abgewinnen kann mal gesehen haben.



    Den Film gibt es bei Xcine.tv in HD. Bin mir nicht ganz sicher, ob die Seite legal ist. Sie schreiben dort, dass sie sich über Spenden finanzieren. Denke also, dass es ein anderes Konzept ist als Kinox etc und somit nach dem Urteil des EUGH von 2017 legal sein sollte.



    Da ich bei Xcine.tv keine Suche mehr starten kann aus der Seite selbst herraus, ist die Seite zusammen mit dem Filmnamen bei Googlesuche eher erfolgreich.

  • Ich habe mal wieder Jumanji geschaut. Mit Robin Williams und Kirsten Dunst. Er ist von 1995 und ich mag wesentlich mehr, als den neueren Film von Jumanji.

    Jumanji ist super x) hatte den damals noch auf Videokasette. Die neue Version habe ich mir gar nicht angeschaut. Hab das Spiel mal "nachgebaut", mit kleinen und witzigen Aufgaben.

    "Den Sternen so nah"
    Ein kindgerechter Film der es versteht, mittels diversen Charakteren, Kernfragen nach Heimat (-Gefühl), Herkunft und Zugehörigkeit, und auch der Frage danach, was die Leidenschaft des menschlichen Seins ausmacht, aufzugreifen.

    Fand ihn auch sehr schön. Mal etwas "anderes".

    Den finde ich noch ganz schön


    Das sieht echt gut aus. Schau ich mir mal an! Danke x)


    Ich habe gestern "die Roseninsel" (Netflix) angeschaut. Interessant, was sie da versucht haben und was es angerichtet hat. Wie weit man es auch schaffen kann - faszinierend.
    Sogar anarchisch angehaucht.


    Ich mag gesellschaftskritische Filme oder auch Filme mit sensiblen Thematiken, wie z.b. "Speak" (gibt's kostenlos auf Rakuten TV). Heute habe ich "die Bienenhüterin" (Netflix) angeschaut. Nichts besonderes, war aber nicht schlecht.


    Müsste mal meine Liste durchschauen, dann könnte ich bestimmt noch ein paar empfehlen.


    Edit: gerade eingefallen x) Robin Williams. Alles wo er eine psychologische oder ärztliche Rolle hat: sehr gut.
    Good Will hunting, Patch Adams

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.


    Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.

    - August Bebel

  • Es gibt Filme, die sind so finster und pessimistisch, dass ich es fast bereue, sie gesehen zu haben, denn im Grunde will ich immer zumindest einen Schimmer an Inspiration für mich mitnehmen, und nicht mit dem fahlen Gefühl zurückgelassen werden, dass die Welt nichts als ein Jammertal und das Schlechte und Böse unüberwindbar ist.

    Tatsächlich gibt's gar nicht so viele Filme, die in diese Kategorie fallen. Zu 'Eden Lake' ist kürzlich noch 'The Dark and the Wicked' hinzugekommen. 'Galveston' ist hart an der Grenze. Habt ihr auch solche dunklen 'Favoriten'?

  • Tatsächlich gibt's gar nicht so viele Filme, die in diese Kategorie fallen.

    Das ist wirklich schwer. Die meisten Filme, die solch einen Vorhang aufmachen, spielen die Show bis zum Ende und schließen entsprechend ab (Horrorfilme inklusive). Sonst hätte ich Zimmer 1408 oder Das Waisenkind (Orphan) emphohlen. Vielleicht geht aber Nightcrawler noch am wahrscheinlichsten in deine gesuchte Richtung?

  • Tatsächlich gibt's gar nicht so viele Filme, die in diese Kategorie fallen.

    Das ist wirklich schwer. Die meisten Filme, die solch einen Vorhang aufmachen, spielen die Show bis zum Ende und schließen entsprechend ab (Horrorfilme inklusive). Sonst hätte ich Zimmer 1408 oder Das Waisenkind (Orphan) emphohlen. Vielleicht geht aber Nightcrawler noch am wahrscheinlichsten in deine gesuchte Richtung?


    Nee, an Nightcrawler hätte ich jetzt nicht gedacht. Generell ist es eher die völlig pessimistische Darstellung des Bösen und Ungerechten in der Welt, die ich meine. Entscheidend ist, dass hier jede Katharsis ausbleibt. Die entsprechenden Stories lassen nicht mal irgendeinen moralischen Schluss zu, sondern sind einfach nur ein Schlag in die Magengrube. 'Funny Games' ist vielleicht auch zu nennen. Oder 'The Girl next Door', wobei ich hier nur das Buch von Jack Ketchum kenne (im Grunde eine üble Missbrauchsgeschichte auf wahren Begebenheiten verpackt als Horrorthriller).

    Selbst einen Film wie 'Sieben' würde ich hier nicht nennen, ebenso wenig wie die Werke von Cormac Mccarthy (The Road, No Country for old men). Bei 'Sieben' ist der Killer eine verzerrte Reflexion des pessimistischen Helden, ähnlich wie bei True Detective, aber am Ende wird der Kampf wieder aufgenommen, auch wenn er aussichtslos erscheint und das Böse oft triumphiert. Bei Mccarthy bekommt das Böse einen mythischen Charakter und auch hier gibt es die Menschen, die 'das Licht weitertragen'.

    'Eden Lake' ist hingegen nur eine zynische realistische Darstellung menschlicher Abgründe ohne jede Hoffnung.

  • Es gibt Filme, die sind so finster und pessimistisch, dass ich es fast bereue, sie gesehen zu haben, denn im Grunde will ich immer zumindest einen Schimmer an Inspiration für mich mitnehmen, und nicht mit dem fahlen Gefühl zurückgelassen werden, dass die Welt nichts als ein Jammertal und das Schlechte und Böse unüberwindbar ist.

    Tatsächlich gibt's gar nicht so viele Filme, die in diese Kategorie fallen. Zu 'Eden Lake' ist kürzlich noch 'The Dark and the Wicked' hinzugekommen. 'Galveston' ist hart an der Grenze. Habt ihr auch solche dunklen 'Favoriten'?

    Hm ich habe gerade auch ein bisschen darüber nachgedacht und so wirklich viel fällt mir nicht ein. Ich finde das größte Problem ja auch, das bei vielen Filmen oder Geschichten, die in diesem Sinne sehr Pessimistisch sind, das tragische Ende meistens dann doch eher eine verklärte Erlösung ist. Vor allem die meisten Liebestragödien dürften in diese Kategorie, wahrscheinlich allem voran Tristan und Isolde und damit auch Melancholia. Vor allem handelt es sich bei diesen Liebestragödien ja auch irgendwie immer um einen gemeinsamen Selbstmord. Ganz ohne Katharsis ist irgendwie dann doch ziemlich schwer.


    Was mir da jetzt spontan einfallen würde wäre Die 120 Tage von Sodom. Gesehen habe ich den Film noch nicht obwohl ich das Will aber nach allem was ich weiß scheint das genau in diese Schiene zu Fallen. Wahrscheinlich schaue ich ihn mir in ein paar Tagen mal an.


    Aber ich glaube das ist auch der einzige FIlm der mir dazu einfällt. Grundsätzlich was auch noch in diese Schiene passt wären tendenziell altgriechische Tragödien wie König Ödipus zum Beispiel. Vor allem die Idee des ausgeliefert sein gegenüber dem Schicksal passt ja eigentlich sehr gut dazu. Also egal was man macht, egal wie stark man sich dagegen sträubt, die schlimme Prophezeiung wird eigentlich sogar genau nur wegen dem Sträuben erfüllt.


    In eine ähnliche Kategorie dürfte auch der Anime Berserk fallen. Zumindest der von 1997, mit der Sonnenfinsternis, die zumindest im Anima das Ende ist, während der Manga noch weitergeht, ist eigentlich der komplette Sieg des Bösen. Und zumindest soweit wie ich den Manga noch weiter gelesen hab, überlebt die Hauptfigur und versucht weiterhin gegen das Böse anzukämpfen aber eigentlich ohne jegliche Hoffnung. Und ein bisschen selbst erfüllende Prophezeiungen spielen dabei auch wieder eine Rolle.


    Was dann irgendwie auch noch ein bisschen in diese Schiene fallen dürfte wäre die Winterreise von Schubert. Das ist ein Liederzyklus der von einer Person handelt die sich aufgrund von Liebeskummer auf eine Reise durch den Winter beginnt und langsam immer mehr an Hoffnung verliert und an Todestrieb gewinnt. Zum Schließt das lyrische Ich, sich einem Alten einsamen und ignorierten Drehleier Spieler an, was dann das Ende des Abstiegs darstellt.


    Um vielleicht noch ganz die Welt der Narrative zu verlassen, dieses Lied von Death Grips passt auch noch ein bisschen in diese Schiene:

  • Werde mir wahrscheinlich "Oslo, 31. August" von Joachim Trier besorgen.

    "balanciert hoch verdichtet und stilistisch klar zwischen Sprachlosigkeit und Sprache, Menschenportrait und Stadtlandschaft. Es ist ein stiller Film ohne Empörung, ohne Weinerlichkeit. Ein heller Film über die Verzweiflung." Kennt den vll schon jemand von euch Unity-Filmkritikern? ist der 10 Euro wert? :D

    Gegen die Sinnlosigkeit des Lebens kommt man nicht an, aber man kann drüber lachen und dem Universum stolz den ausgestreckten Mittelfinger zeigen.

  • Werde mir wahrscheinlich "Oslo, 31. August" von Joachim Trier besorgen.

    "balanciert hoch verdichtet und stilistisch klar zwischen Sprachlosigkeit und Sprache, Menschenportrait und Stadtlandschaft. Es ist ein stiller Film ohne Empörung, ohne Weinerlichkeit. Ein heller Film über die Verzweiflung." Kennt den vll schon jemand von euch Unity-Filmkritikern? ist der 10 Euro wert? :D

    Mit den 10 Euros hätte ich besser mal 2 Döner bestellt.

    Gegen die Sinnlosigkeit des Lebens kommt man nicht an, aber man kann drüber lachen und dem Universum stolz den ausgestreckten Mittelfinger zeigen.

  • Den hier fand ich ziemlich geil... Auch ein bisschen finster und pessimistisch auf eine subtile weise