Identitätswahn

    • Überhaupt kein Geld zu haben ist eine ziemlich unangenehme Form der Unfreiheit, weil man hier für so ziemlich alles Geld benötigt.
      Ansonsten ist man immer von irgendwas abhängig, da kann man Haare spalten soviel man will. Aber du kannst mir gerne mal erklären, wie du ohne Geld auskommst, vielleicht kann ich ja was nützliches von dir lernen.

      #ya-for-admin
    • Das halte ich für einen Irrtum. Wie kommst du darauf?
      Womit wird dein Internet bezahlt, womit läuft dein PC und womit hast du diesen Beitrag verfasst? ;)

      Viel Spaß im Jungle beim Nüsse knacken.
      ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
      Motoko Kusanagi
    • Wer hat behauptet, daß ich all das brauche? Nur aus dem Umstand, daß ich es im Moment nutze, läßt sich das nicht folgern.



      Es ging auch gar nicht darum ob du diese Dinge brauchst, sondern ob man dafür Geld benötigt. Das ist eine Tatsache die du nicht einfach als Irrglaube abtun kannst und dich dann auf irrwitzige Weise damit herauswinden, indem du erklärst dass diese Dinge dir nichts bedeuten. Du kannst deine persönlichen Maßstäbe nicht auf alle anderen übertragen und nur weil du meinst diese dinge nicht zwingend für dich selbst zu benötigen daraus schlussfolgern, dass dies auch für alle anderen gelten muss.
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      Motoko Kusanagi
    • Mir geht es hier tatsächlich um die Frage nach der Identität eines Menschen. Ich behaupte es hat Einfluß auf die Identität eines Menschen, ob er (unter gleichen materiellen Rahmenbedingungen) glaubt "Ich brauchte im Monat 3000€" oder "Hach ist das Leben schön, ich habe alles, was ich brauche".

      Aber tatsächlich kommt es für mich nicht darauf an, ob ich persönlich über die Technik verfüge hier teilzunehmen. Tatsache ist: Viele Menschen haben Internetzugang und Freunde lassen mich den auch mal benutzen und es ist nichts, das ihnen wie ein Nachteil vorkommt.
    • '"'"' wrote:

      Aber tatsächlich kommt es für mich nicht darauf an, ob ich persönlich über die Technik verfüge hier teilzunehmen. Tatsache ist: Viele Menschen haben Internetzugang und Freunde lassen mich den auch mal benutzen und es ist nichts, das ihnen wie ein Nachteil vorkommt.
      Ok, du brauchst kein Geld weil du spendable Freunde hast. Hach, das ist wirklich schön :D

      #ya-for-admin
    • '"'"' wrote:

      "Nation" scheint mir eigentlich nie wirklich statisch zu sein, die Traditionen entwickeln sich weiter, andere verblassen. Aber es gibt immer Leute, die eine Sache so beibehalten möchten, wie sie sie kennen. Ich würde sogar sagen jeder Mensch nimmt in irgeneinem Punkt seines Lebens eine solche Haltung sein.
      Deshalb meinte ich ja, im vergleich zu einer Persönlichkeit. Das war aber auch nur mal so ein kurzer gedanke. Die schreib ich mir dann immer nieder und gucke aufwie ich oder andere darauf reagire und entwickle ich gegeben falls weiter.

      Aber da war ja noch ein anderer Punkt, das man sich selber dadurch über das Objekt, mit dem man sich Identifizirt, Beobachtet und so ein Bild von sich selber macht. Und das ist echt gefährlich weil man so selber in Stereotyoen zurück fällt. So fällt es einem schwer aus rollen wieder auszubrechen und sich gegebenen falls weiter zu entwicklen. Und ich finde stillstand oder rückschritt egal auf welches Systhem bezogen ein schlimmer zustand oder prozess.
    • Tatsache ist: Viele Menschen haben Internetzugang und Freunde lassen mich den auch mal benutzen und es ist nichts, das ihnen wie ein Nachteil vorkommt.
      Nur weil du dich gerne von anderen aushalten lässt und deine Freunde kein Problem damit haben sich von dir ''ausnutzen'' zu lassen, ändert das nichts daran dass zumindest deine Freunde Geld für ihren Internetzugang und ihre Miete benötigen. Ohne Geld kannst du kaum etwas dazu beisteuern, somit hat es schon was leicht parasitäres. Wobei natürlich auch die Möglichkeit besteht dass sie einfach einen gewissen Mehrwert in ihrer Freundschaft zu dir sehen und dich deshalb gerne unterstützen. Ich bezweifle auch nicht dass es Menschen gibt die sich hervorragend mit diesem Lebensstil arrangieren können, aber nicht jeder möchte permanent auf andere angewiesen sein und sich bei seinen Freundschaften in eine gewisse soziale und materielle Abhängigkeit begeben. Vielleicht möchte man nicht nur zu den Zeiten an den PC des Freundes gehen, wenn dieser gerade nicht selbst dran ist etc.
      Natürlich ist es gut sich untereinander zu helfen und ich finde das großartig, ich selbst habe jedoch z.b. gar nicht so viele Freunde die mich abwechselnd bei sich wohnen lassen würden und mir ihren Internetanschluss und ähnliches gratis zur Verfügung stellen und ich würde es auch nicht wollen mich so stark von ihnen abhängig zu machen. Ich selbst habe mir einen anderen ebenso parasitären Lebensstil ausgesucht, der ganz gut für mich zu funktionieren scheint, aber eben auch nicht für jeden. Das muss jeder individuell für sich entscheiden.

      Fakt ist dass unsere beiden Lebensmodelle kollabieren würden in dem Moment wo zu viele Menschen beginnen würden so wie wir zu leben und sich entweder überall durchschnorren würden oder von staatlicher Unterstützung leben, ohne eine eigene Leistung zu erbringen. Es sei denn die Maschinen befreien uns irgendwann davon, indem sie unser aller Lebensstandart sichern. Ansonsten ist es natürlich auch immer möglich seinen ''hohen'' Lebensstandart zugunsten einer ''primitiveren'' Lebensweise in der Natur aufzugeben oder ähnliches, aber das möchte halt auch nicht jeder. Ich will dir halt nur verdeutlichen dass nicht alles was für dich gut zu funktionieren scheint, auch für alle anderen erstrebenswert ist und das ist auch gut so.
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