Das macht mich heute Fröhlich

    • Hätte mir gestern noch einer gesagt, dass heute einer der schönsten & erholsamsten Tage seit Anfang dieses Jahres wird, hätte ich ihn noch ausgelacht und einen zynischen Kommentar dazu abgegeben.
      Aber nein, ich bin einfach nur erstaunt:

      Heute ist ein wirklich wundervoller Tag, an dem ich von früh Morgens bis spät Abends sturmfreie Bude habe und mich selber wieder etwas fühlen durfte. Ich habe mir bereits zahlreiche Tees gemacht, mich draußen hingesetzt und bei warmem Wetter und Sonnenschein ein paar Kippen angezündet, dazu einen Eistee getrunken und eine gute Stunde mit Sonnenbrille und Kopfhörern Musik gehört, während mir die warme Sonne den Körper gewärmt hat.
      Danach habe ich mich hingelegt und die gottverdammtnochmal viel zu seltene Ruhe genossen, die ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr hatte.
      Ich war zwar müde, die eine Nachmittagsstunde im Bett hat mir aber wieder die nötige Kraft gegeben um den Rest des Tages noch geistig aktiv sein zu können.
      Wie lange hatte ich keinen so schönen Tag mehr, an dem schlicht und ergreifend GARNICHTS passiert ist, kein Gejammer, keine Lärm aus anderen Räumen, kein laufender Rechner (für ne Stunde eben), einfach nur ich und meine Gedanken in genussvoller Ruhe...

      Ich hoffe das wirkt nicht zu ~abgedroschen~ aber das musste einfach mal raus! ;)
    • Hi Zwetschgensaft!

      Ja, Ruhe/Stille & fürsich-sein ist mit das Schönste, was man sich antun kann. Gerade wenn man sonst (nahezu dauerhaft) in einer lärmvollen Umgebung zugegen ist. Es ist wie eine Erleichterung, ein Aufatmen, ein Sammeln von neuen Kräften. Leider mach ich das auch viel zu selten und bin irgendwie immer abgelenkt vom PC/Laptop, AmazonPrime, Youtube, halt allen möglichen Medien. Das macht halt auch Spaß. Was ich nicht richtig ertrage ist, mich dauernd mit Menschen zu umgeben. Menschliche/von Menschen ausgelöste Geräusche nerven gelegentlich doch arg, von den ausgelösten Zuständen im Körper ganz zu schweigen. Bin auch immer manchmal verwirrt darüber, dass sich Menschen manchmal pausenlos volllabern können (edit: ist jetzt aber auch nix allgemein Schlimmes - nur ich kanns nicht ^^). Würde nicht an mich rankommen, wenn die Wände hier nicht so lärmdurchlässig wären. Man könnte auch nach draußen flüchten, aber dazu ist man wohl zu sehr aufs eigene Zimmer konditioniert. Eigene Bude wäre auch geil, ist aber auch schwierig im Moment. Vielleicht bin ich aber auch zu faul oder lethargisch (oder beides), jetzt gleich mich auf die Suche zu begeben. Oder ich schieb halt irgendwelche Gründe vor, z.B. dass ich gerade keine Arbeit hab, dass mich eh niemand nimmt.

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    • @ Zwetschgensaft:
      Ich glaube, du bräuchtest einfach ein anderes Umfeld, denn vermutlich ist vieles von dem, was dich oft so unmotiviert und kraftlos sein lässt, auf "nicht-artgerechte Haltung" zurückzuführen. :)
      Aber das betrifft ja nicht nur dich, sondern vermutlich die allermeisten Menschen. Die wenigsten leben doch in einer Umgebung, die wirklich das optimale aus ihnen herausholt. Viel zu viel Energie geht verloren für unnützen Streit mit Mitmenschen in der Umgebung. Und viel zu viel Kreativität geht verloren, weil kreative, geistreiche Menschen mit geistlosen Langweilern zusammenleben. Meistens natürlich Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern, aber auch im Freundeskreis oder in Beziehungen oder in der Clique. Menschen ziehen sich gern gegenseitig auf ein tieferes Niveau runter, das sowas wie der kleinste gemeinsame Nenner ist, anstatt dass sie sich gegenseitig beflügeln würden (so wie es eigentlich der Idealzustand wäre)
      Naja, aber ich weiß selber, das ist alles viel einfacher gesagt als getan. Selbst ich bin bei aller Freiheit auch nicht frei von Menschen in meinem Leben, die mir Energie rauben. Mir hilft es aber immer ganz gut, in den Wald zu gehen, abseits der bekannten Wanderrouten, und einfach mal die Stille genießen, Abstand bekommen und wieder Kraft tanken.
      Und öfters mal was Verrücktes tun, um aus dem Alltag auszubrechen, irgendwas erleben, mal auf ein gutes Konzert gehen, oder sich besaufen und dann 20 Kilometer-Nachtwanderung machen. Es sollte einfach nicht jeder Tag gleich sein, sonst stumpft man glaube ich irgendwann ab und ist nur noch am Funktionieren statt am Leben.
    • Als kleinen Ausgleich zu dem ganzen virtuellen hier, habe ich mich gestern mit Jemandem ganz bewusst unterhalten und festgestellt, wie schön es doch ist, wenn man sich im Gespräch mal wirklich tief in die Augen blicken kann.
      Ich denke daß wir so etwas trotz reichlichen Kontaktes vernachlässigen.
      Das ist für mich so eine kleine aber gehaltvolle Oase, die ich mir ab zu gönne und die auch lange vorhält.