Nahtod

    • Ich finde auch komisch, dass manche Menschen Nahtoderfahrungen haben, andere nicht. Ich habe mal extrem viel Blut verloren und die Krankenschwestern sagten einem Angehören als ich in der Notoperation war, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich es schaffe.
      Und ich habe zu dem Zeitpunkt überhaupt nichts Übersinnliches wahrgenommen.

      Interessanter als Nahtoderfahrungen finde ich die Sterbephasen.Da soll es ja Fälle geben, wo derjenige plötzlich in fremden oder alten Sprachen spricht, obwohl er die vermutlich gar nicht kannte oder irgendwelche Sachen sieht oder kryptische Sachen redet oder tut. Z.B. eine alte Frau im Altersheim, die plötzlich ihr Geld sucht für eine Reise in 2 Tagen (obwohl keine stattfindet) und sie exakt in 2 Tagen stirbt. Usw.
    • Niemand wrote:

      *seufz* Dieser Artikel macht mir jetzt weniger Mut. Und stärkt den Glauben,

      Lonewolf wrote:

      Es stellt sich auch die Frage, wieso manche Menschen Nahtod-Erfahrungen machen, andere hingegen nicht. Zudem existieren meines Wissens kulturelle Unterschiede bezüglich dessen, was erfahren bzw gesehen wird.
      dass eine Nahtoderfahrung/Erfahrung beim Tod an sich ein rein individuelles Ding ist, hervorgebracht aus den Gehirnwindungen des Individuum. Das wiederum bedeutet, dass da absolut nichts Übernatürliches dran ist. Aber wer weiß das so GENAU.

      Lonewolf wrote:

      Wenn wir im Diesseits die Furcht vor dem 'Ende' überwinden können, wird die Frage nach dem 'Danach' eher sekundär.
      Finde ich auch wichtig. Auch trösten tut mich der Gedanke, dass jedes Lebewesen das Gleiche durchmachen muss - das Sterben. Und die Natur wird doch nicht so fies sein, uns den Tod als etwas Schlimmes mitzugeben??
      Ja, wenn da dieser verdammte Überlebensinstinkt nicht wäre :P

      Vermutlich würden wir nicht hier sitzen, wenn der Tod so einfach zu akzeptieren wäre. Das ist das große Mysterium - die Furcht vor dem 'Ende' verlieren und dennoch das Leben bewahren wollen.
      Why do we fall?
    • da hat jemand kürzlich "chappie" geguckt.. :D

      ich find ja man sollte sich eher um das sterben sorgen machen und ob man irgendwas mit seinem leben bis dahin angefangen hat, als sich über himmel und hölle gedanken zu machen. bei 80% aller menschen nickt der kopf leider nicht einfach nur zur seite und dann folgt mit dem letzten ausatmen auch der letzte herzschlag wie im kino. vielmehr verrecken die meisten menschen im krankenhaus oder sonstwo auf übelste art und weise, bevor sie an "altersschwäche" sterben könnten bzw. morgens einfach nicht mehr aufwachen. in der palliativ-medizin und mit patientenverfügungen hat sich da zwar schon etwas bewegt, aber mir sind selbst im engsten familienkreis jede menge fälle bekannt, die auf ganz grausame art und weise auf die andere seite gestolpert sind. beim thema sterben ist deutschland im gegensatz zur schweiz noch ein entwicklungsland und jeder arzt ist angehalten den patienten solange am leben zu halten, wie es nur irgendwie geht. oder der arzt/die ärztin kommt halt als todesengel in die presse, wenn er mitleid hatte. ich bin jedenfalls verdammt froh noch keine 70 zu sein.

      hat wer von euch "midsommar" gesehen? auch 'ne interessante art und weise in würde abzutreten. hauptsache man springt richtig ab und landet ordentlich auf dem felsen. :whistling:
      Anarchisten in der Schweiz | SF Tagesschau | 2:24min
      youtu.be/K7bouKvM7hs

      The post was edited 1 time, last by terr4byte ().

    • Darauf wollte ich auch gerade hinaus. Man könnte sich die Frage stellen, wieso die Gesellschaft' um das Sterben so ein Heiopei veranstaltet, siehe Koma Patienten. Warum wird das Alter und 'mit dem Leben nicht vereinbare Verletzungen' nicht akzeptiert und losgelassen bzw., wieso gibt man Alten nicht einfach nur noch Schmerzmittel und fertig. In Würde sterben, in Würde beigesetzt werden... ja, da ist man in der Schweiz schon immer um einiges weiter gewesen. (Manche hier umgehen das Gesetz, lassen die Asche ihrer Angehörigen dort mit Erde vermischen, ein Bäumchen wird darauf getopft, und erst dann darf das ganze wohl hier in KaltLand ausgepflanzt werden. Was für eine Idiotie.)
      Ich hoffe, dass ich im Alter noch den Geist und die Kraft habe diesen unwürdigen Aufenthaltsorten zu entgehen, und falls es gar nicht mehr gehen sollte, mich selbst zu töten. Meine Kollegin ist fast 70. Sie und ihr Mann quatschen darüber ganz locker. Er würde gerne -wahrscheinlich aus umwelttechnischen Gründen- in einen Vulkan springen, sie würde lieber Fingerhut essen.
      Ich finde beides blöde. Wahrscheinlich ist springen wirklich die effektivste Methode ^^
    • SimpleLife wrote:

      Und ich habe zu dem Zeitpunkt überhaupt nichts Übersinnliches wahrgenommen.

      SimpleLife wrote:

      Also ich kann sagen: wenn man kurz vorm Sterben ist:Da ist nichts. Man ist halt einfach weg.
      Achso. Meine Antwort auf deinen ersten Post passte gar nicht, habs irgendwie missverstanden.

      Lonewolf wrote:

      Ja, wenn da dieser verdammte Überlebensinstinkt nicht wäre :P
      Mist, den hab ich vergessen. Aber kanns vielleicht sein, dass der beim Sterben ne untergeordnete Rolle spielt oder sogar gar keine? Dass der Körper "weiß", dass Sterbenszeit ist?

      Ya82 wrote:

      Wird allerdings dein Verstand in eine Maschine kopiert , kann man dich bis in alle Ewigkeit foltern
      Nix da! Als professioneller Lebensversager steht mir als Entschädigung mindestens ein idyllisches Plätzchen im Himmel zu! ;)

      terr4byte wrote:

      ich find ja man sollte sich eher um das sterben sorgen machen und ob man irgendwas mit seinem leben bis dahin angefangen hat, als sich über himmel und hölle gedanken zu machen.
      Äh ja, richtig. Die Frau im Video erzählt z.B., dass sie noch mal Erlebnisse aus ihrem Leben erlebt hat, aber die, die ihr negativ in Erinnerung blieben (Streit oder so). Wenn man so was hat, ist es vielleicht nicht so schlecht, schon im Leben Dinge zu vermeiden, die man später bereut. Aber naja das perfekte Leben gibts halt nicht, das könnte man auch akzeptieren. Und vorausgesetzt, man macht sich überhaupt über sowas Gedanken, es ist ja nun so, dass nicht alle sich Gedanken beim Sterben/im Nahtod machen (siehe SimpleLife). Oder es wohl Menschen gibt, die ihre Fehler gar nicht als solche ansehen. Lange Rede kurzer Sinn: man weiß mal wieder nix, wies wird.

      terr4byte wrote:

      in der palliativ-medizin und mit patientenverfügungen hat sich da zwar schon etwas bewegt

      MiriOm wrote:

      wieso gibt man Alten nicht einfach nur noch Schmerzmittel und fertig.
      Es hat sich ja wirklich schon was getan. Besser spät als nie. Jedem sollte ein qualvolles Sterben erspart bleiben dürfen.

      The post was edited 3 times, last by Niemand: Hab ne Aussage gelöscht + was abgeändert (nichts Wichtiges) ().

    • SimpleLife wrote:

      Also die Zenbuddhisten antworten fröhlich: Keine Sorge, das Sterben ist bisher noch jedem gelungen.
      erzähl das mal sterbenskranken, die jeden tag darum beten erlöst zu werden. oder menschen die an bestimmten krebsarten leiden und die hölle durchmachen müssen. ich will nicht ins detail gehen, aber da besteht immernoch handlungsbedarf. ansonsten ist zenbuddhismus ja genau meine richtung ;)
      Anarchisten in der Schweiz | SF Tagesschau | 2:24min
      youtu.be/K7bouKvM7hs