Dieses DDR-Gefühl

    • Amarclauf_V2 wrote:

      Was ich von dir halte, darf ich hier nicht sagen. Du musst es dir selber zusammenreimen. Es kommt „Sohn“ und ein anderes Wort für Dirne drin vor.

      Und jetzt halt die Fresse und geh mit Xoc Panzer spielen. Oder wank ne Runde, ProFapper.
      ProFapper? lol xD
      Ich hab auch ein intelligentes Rätsel für dich :)



      "You said you wanted evolution -the ape was a great big hit - you said you wanted revolution, man and I say that you're full of shit" Marilyn Manson - Disposable Teens

      ¯\_(ツ)_/¯
    • Dian wrote:

      Lonewolf wrote:

      Was soll es bringen, 'Merkel muss weg' zu rufen, wenn die Alternative, die vielen vorschwebt, eine noch beschissenere ist?
      Ok, zugegeben, "Merkel muss weg" ist wirklich eine zu beliebige Aussage, der vom Anarchisten bis zum größten Nazi vermutlich jeder zustimmen kann, ohne dass es irgendwas darüber ausssagt, wie es später weitergehen soll.Aber wenn sich beispielsweise alle hinter Forderungen wie "Mehr Freiheit, mehr Bürgerrechte, und weniger staatliche Einmischung" versammeln würden, dann hätte ich kein Problem damit, wenn in einer solchen Bewegung dann auch Leute mitmarschieren würden, denen es etwa weniger um Solidarität als vielmehr um ihren wirtschaftlichen Vorteil geht. Eine solche "Querfront" fände ich jetzt nicht so schlimm. Dass man nicht mit den größten Hardcore-Nazis zusammenarbeiten sollte, versteht sich ja von selbst. Aber ein Hardcore-Nazi dürfte sich ja eigentlich mit einer Aussage wie "Mehr Bürgerrechte und weniger staatliche Einmischung" auch nicht sonderlich gut identifizieren können... sollte man zumindest meinen. (Es sei denn, er hat entweder seine eigene Ideologie nicht verstanden, oder ist wirklich nur darauf aus, alle anderen zu täuschen und zu verwirren.)
      Warum sich trotzdem so viele AfD-Sympathisanten gern mit dem Wort "Freiheit" schmücken, obwohl sie bei genauerem Nachfragen eigentlich für einen starken autoritären Staat sind (nur eben unter anderer Führung), hat mir bis jetzt auch noch keiner von denen vernünftig erklären können... und das bietet ja eigentlich Ansatzpunkte genug, um ihre Ideologie zu entlarven, so dass nicht all zu viele andere echte Freiheits-Befürworter ihren reaktionären Ideen folgen dürften, selbst wenn man diese Gestalten mal irgendwo mitdemonstrieren lässt.

      Die Gefahr, die ich eben sehe, ist dass tatsächlich viele Rechte solche eigentlich gutgemeinten Kundgebungen wie in Stuttgart unterwandern und sich aneignen, wie sie es in der Vergangenheit ja auch schon oft gemacht haben. Dies kann man aber meiner Meinung nach eher dadurch verhindern, in dem linke Gruppen einfach auch mitmachen bei diesen Demos und ihre Stimme mit einbringen, als dadurch, dass sie diese Leute aggressiv angehen und mundtot zu machen versuchen, und so am Ende selbst als Systemfreund oder Merkel-Verteidiger dastehen.
      Das ist das Problem, das ich bei vielen Linken eben sehe... dass sie im Zweifelsfall lieber noch unseren tollen "Rechtsstaat" verteidigen würden, als auch nur einem AfD-Heini mal das Recht zuzugestehen, seine bescheurte Meinung zu äußern. Und von diesem Denken sollte man meines Erachtens wegkommen, weil das nur unnötig Energie verschlingt und letzten Endes auch nicht gut für's Image ist, wenn man selber ständig nur als "Moralpolizei" und "Sittenwächter" wahrgenommen wird.
      Da bin ich grundsätzlich bei dir. Womit wir wieder bei der inhaltlichen Verknüpfung aus freiheitlichen und sozialen Ansätzen sind; denn letztere nicht über Bord zu werfen - und dazu gehört auch die Solidarität mit gesellschaftlich Marginalisierten - ist hier wohl der entscheidende Faktor. Denn für 'mehr Bürgerrechte und weniger staatliche Einmischung' kann sehr schnell zur rechten Agenda werden. Die Frage, die dann verhandelt wird, ist eben, wofür der Staat dann noch herhalten soll. Ein Nachtwächterstaat im rechtsliberalen Sinn, der Jagd auf Flüchtlinge und andere Parasiten macht, aber den anständigen Bürger in Ruhe lässt, oder ein primär sozialstaatlicher Ansatz, der die Lebensgrundlage aller Menschen schützt und ansonsten das Höchstmaß an persönlicher Freiheit lässt, und damit eben auch nicht mehr in der Form entmündigt, wie es derzeit fast überall zu beobachten ist. Eine anarchistische Agenda werden wir in diesem Kontext wohl nicht massenwirksam machen ;) Aber diese kann sich innerhalb einer bestimmten Form von Staatlichkeit natürlich besser entwickeln, sodass der Keim , der heute gepflanzt wird, irgendwann in größerem Maßstab aufgehen kann.
      Why do we fall?
    • Es hat keine drei Stunden gedauert, dann wurde das neue Anarchonauten-Video von Youtube mit einer Altersfreigabe ab 18 versehen, weil es angeblich gegen irgendwelche (nicht näher erläuterten) Community-Richtlinien verstoßen würde.
      Also habe ich mir die Community-Richtlinien mal durchgelesen... konnte aber nichts finden, wogegen dieser harmlose Song mit seinen harmlosen, frei zugänglichen Bildern verstoßen würde. Daraufhin habe ich dann bei Youtube Einspruch eingelegt und darauf hingewiesen, dass dieses Video NICHT gegen ihre Community-Richtlinien verstößt.

      Vorhin habe ich dann sogar eine Antwort erhalten. Darin stand sinngemäß:
      "Wir haben das Video geprüft, und es verstößt tatsächlich nicht gegen unsere Community-Richtlinien. Trotzdem ist es nicht für alle Zuschauer geeignet, daher haben wir es erst ab 18 zugänglich gemacht."
      Und da war es wieder... dieses DDR-Gefühl, das mich ja ironischerweise erst zum Schreiben dieses Songs bewegt hatte...
      Da entscheidet irgendein Schreibtischtäter (vermutlich kein hohes Tier, sondern irgendein niederer Azubi) einfach aufgrund purer Willkür (oder seiner eigenen politischen Überzeugung?), dass dein Video jugendgefährdend ist. Und zack, wird es zensiert.
      Und der größte Schwachsinn daran ist ja, dass vermutlich jedes Kind und jeder Jugendliche einen eigenen Youtube-Account hat. Also mit Jugendschufz hat das mal alles gar nix zu tun. Es wird einfach nur die Verbreitung erschwert, die ja eh schon längst nicht mehr so gut funktioniert wie vor 10 Jahren.
      Für mich ist das einfach politische Zensur. Natürlich nicht so schlimm wie in der DDR... ich hab keinen Besuch von irgendwelchen Schlapphüten bekommen, und vor dem Haus parkt auch kein verdächtiges Auto... Nein, Zensur läuft heute einfach viel subtiler ab, fast schon kumpelhaft, so nach dem Motto "Hey, cool, dass du unsere Plattform benutzt, leider müssen wir auch an die Kinder denken bla bla"
      Und genau deshalb ist das heutige System so absolut unkaputtbar geworden. Weil es so verdammt gut austariert ist. Die haben die absolut perfekte Dosierung von Zuckerbrot und Peitsche gefunden... eine Dosierung, bei der kaum einer mehr zu widersprechen wagt, weil es sich ja damit leben lässt. Es lässt sich damit leben... aber es lässt sich nichts mehr ändern. Wenn das der Honecker damals schon gewusst hätte... :greets:
    • Dian wrote:

      Für mich ist das einfach politische Zensur.
      Das ist so wenig "politische Zensur", wie wenn ich dir eine selbstgeschnitzte Figur in den Vorgarten stelle. Ist zwar dein Privatgrund, aber entfernen darfst du sie trotzdem nicht. Ich habe alles Recht der Welt, in deinen Garten zu stellen, was ich möchte. Du hast dich dabei meinen Regeln zu beugen, nicht umgekehrt.
    • Unmensch wrote:

      Das ist so wenig "politische Zensur", wie wenn ich dir eine selbstgeschnitzte Figur in den Vorgarten stelle. Ist zwar dein Privatgrund, aber entfernen darfst du sie trotzdem nicht.
      Naja, ein bisschen hinkt dein Vergleich schon. Es ist mehr so, wie wenn ich dir einen Garten zur Verfügung stelle und dir sage: "Verwirkliche dich selbst! Mach hier in dem Garten, was immer du möchtest, und stell deine selbstgeschnitzten Figuren auf. Es ist alles ok, so lange du dich an die Hausordnung hältst."
      Und dann stellst du deine Figur auf, und ich nehme sie, lege ein dickes Tuch drüber und verstecke sie im hintersten Winkel, weil ich sage: "Die passt nicht hier rein. Die sollen nicht alle anderen sehen können!"
      Ich würde so ein Verhalten zumindest als widersprüchlich bezeichnen.
      "Politische Zensur" ist sowas erstmal nicht. Aber wenn ich als Gartenbesitzer wiederum erst vor ein paar Tagen einen Brief bekommen habe, in dem mich das Ordnungsamt daran erinnert hat, dass ich darauf achten soll, was ich in meinem Garten ausstelle... oder wenn mir irgendwelche Firmen drohen, dass sie in meinem Garten nichts mehr ausstellen werden, wenn ich bestimmte Figuren nicht entferne, weil sie Angst um ihr öffentliches Image haben... dann könnte es durchaus auch politische Zensur sein. ;)
    • Dian wrote:

      Ich würde so ein Verhalten zumindest als widersprüchlich bezeichnen.
      Das wäre es, aber es ist am Ende eben nur ein privat geführter Garten. Kein Stadtpark oder gar ein Staatswald. Und wenn der Besitzer meint, das sei gegen die Abmachung (über die er nun mal allein entscheidet), dann bleibt mir immer noch, einen eigenen Garten zu pachten.

      Der Brief, den sämtliche Gartenbesitzer zuvor bekommen haben, bezog sich übrigens nur auf kotbeschmierte Schnitzereien. Da meine derartiges nicht enthalten, werde ich damit kein Problem haben. Auch die Kunstsponsoren sind mir egal, da ich nie vorhatte, Plakate neben meine Kunst zu hängen, geschweige denn deren Geld anzunehmen. Und nur darauf bezog sich ja die Ansage, dass hässliche Schnitzereien nicht gefördert werden. Kann ich mit leben. Alles andere würde auch mein Anliegen ziemlich unglaubwürdig machen.
    • Neulich hat der Ärztepräsident gesagt, dass er an der Schutzwirkung von Alltagsmasken zweifelt und es seiner Meinung nach auch wissenschaftlich kaum Belege dafür gibt, dass sie viel bringen. Darauf gab es den üblichen Shitstorm, Karl Lauterbach hat ihn aufgefordert, entweder diese Äußerungen zurückzunehmen oder zurückzutreten... und siehe da, am nächsten Tag schon hat sich der Ärztepräsident entschuldigt, und darauf hingewiesen, dass Masken ganz wichtig sind und alles natürlich nur ein Missverständnis gewesen ist.
      Ich frage mich halt schon, wie das abläuft, wenn man es als prominente Person mal gewagt hat, eine vom Mainstream abweichende Meinung zu vertreten... bekommt man dann Besuch von ein paar dubiosen Schlapphüten, so wie früher von der Gestapo oder der Stasi, und die drohen einem dann mit Karriereende oder schlimmen Unfällen, wenn man seine Meinung nicht nochmal "überdenkt"? :basi:
      Wer nicht zurückrudert, dem ergeht es wie dem Wendler. Da dauert es dann nicht lang, dann wird so ziemlich jede Person, zu der man mal Kontakt hatte, sich von einem öffentlich distanzieren und einen als "geisteskrank" bezeichnen.
      Jetzt mal abgesehen davon, dass der Wendler eh nie eine echte Karriere hatte, die man hätte ruinieren können, und ich mich sowieso schon immer gefragt habe, warum der überhaupt prominent ist... (hat der mal gesungen oder sowas?)
      Aber es zeigt halt schon, was für eine Stimmung in diesem Land herrscht. Und es geht ja nicht nur um Corona, sondern auch über Aussagen zu anderen Themen, die ganz schnell das Karriere-Ende bedeuten können, selbst wenn man nur ganz harmlos darauf hinweist, dass die Afrikaner zu viel Kinder kriegen und lieber mal ein Buch lesen sollen (eine Aussage, die ich komplett unterstützen würde) Aber das ist heute, so wie vieles, nicht mehr sagbar in der Öffentlichkeit. Privat oder hier im Forum darf ichs natürlich NOCH sagen. Aber warten wir mal ab.

      DDR 3.0, the next level, wird schon vorbereitet, ohne dass es irgendeiner mitbekommt.
      Jetzt soll dank CDU und Gutmenschen der Besitz und Handel mit kinder-ähnlichen Sexpuppen verboten werden, um Kindesmissbrauch noch stärker zu bekämpfen. :pillepalle: Nun hab ich keine solche Puppe zuhause und es könnte mir eigentlich scheißegal sein... nur frage ich mich, wie groß der Schritt dann noch ist zum Verbot von Mangas, in denen minderjährig-aussehende Mädchen ältere Herren verführen... und wenn man gerade dabei ist, die Unmoral auszurotten, dann kann man ja gleich noch ganz andere Literatur und Filme verbieten.
      Wie gesagt, das ist ein ganz krankes Klima in diesem Land. Noch ist es nicht wirklich so, dass man es als schlimme Diktatur bezeichnen kann... aber jeden Tag wird von irgendwem ein neuer Stein in die Mauer eingesetzt, bis wir irgendwann alle komplett eingemauert sind. Es sei denn, es gibt endlich mal ein Aufbegehren gegen diese Entwicklung.
    • Ach so, und mein Video zum Thema "Jugendschutz" hat Youtube ironischerweise jetzt auch noch als jugendgefährdend eingestuft. Ich reg mich da schon gar nicht mehr drüber auf, es ist halt wie es ist. Es wird immer unangenehmer und frustrierender, in diesem Land etwas zu erschaffen... als Künstler sowieso... Und ich frage mich eben, wo es hinführen wird. In was für einer Gesellschaft wir eines Tages aufwachen werden. Mir persönlich kann es egal sein, ich bin eh nicht mehr besonders motiviert, viel neues zu machen oder gegen das System in den Krieg zu ziehen... Wenn irgendwann alles weg ist, dann ist es eben so. Ich wollte mich ja sowieso mehr aufs Private konzentrieren. Trotzdem ist es irgendwie :!