Kennt ihr eure spirituelle Lebensaufgabe?

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      Ich denke, wir lernen alle auf unserem Weg durch dieses Leben... ganz individuell, jeder nach seinem Tempo und Möglichkeiten.
      Manchmal wächst aber durch dieses individuelle Lernen auch die Distanz zu anderen Menschen, die andere Erfahrungen gemacht haben als wir, oder die bestimmte Erfahrungen einfach noch nicht gemacht haben. Und wenn wir ihnen dann von unseren Erfahrungen berichten, glauben sie uns nicht, weil sie nicht erlebt haben, was wir erlebt haben... weil man nicht in den Schuhen des anderen gelaufen ist, sozusagen. (Aber ich bin in der Hinsicht ja auch nicht anders. Ich lass mir auch von niemandem was sagen, wenn ich mir mal etwas in den Kopf gesetzt habe, und muss dann auch meine Erfahrungen erst selber machen, bevor ich es glaube.)

      Wie ich weiter vorne in diesem Thread schon geschrieben habe: Es gibt viele Weichen im Leben, und wenn man mal die falsche nimmt, kann man schnell aufs Abstellgleis geraten. Dann muss man eben rangieren und schauen, dass man wieder zurück kommt zu der Abzweigung, vor der man die falsche Entscheidung getroffen hat.
      Auch das gehört wohl zur Meisterung des eigenen Lebens dazu. Und ich war selber auch schon oft genug "auf dem falschen Gleis" unterwegs. Denke, das passiert jedem... einfach, weil das Leben auch so verdammt komplex sein kann und einen vor so viele Wahlmöglichkeiten stellt. Inzwischen bin ich aber glaube ich ganz gut darin, das falsche Gleis vom richtigen Gleis zu unterscheiden.
      Vielleicht ist das auch einfach der Lauf der Dinge: Als Kind weiß man intuitiv, was man will und was einem gut tut. Irgendwann im Lauf des Heranwachsens verliert man sich dann in den vielen Möglichkeiten und zahlreichen unterschiedlichen Identitäten, die man ausprobiert. Und dann, wenn man sich genug ausprobiert hat, versucht man wieder zurückzufinden zu seinem wahren Ich... so wie ein Fisch, nachdem er im großen Ozean geschwommen ist, wieder an die Laichplätze seiner Kindheit zurückkehrt (und dann in den Wasserturbinen eines Kraftwerks geschreddert wird... :D )
      Aber hin und wieder kommt auch mal einer lebendig an, und ist dann um eine Menge Erfahrungen reicher. :greybeard:
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      Man betet immer das an, was man denkt nicht erreichen zu können. Etwas zu vergöttern ist ein großer Fehler, es zu verleugnen ein noch größerer.
      Im Endeffekt sucht man immer nach Liebe in Allem und Jedem, aber keiner und nichts ist gut genug. Die Krux wäre gleichzeitig die Lösung, und bestünde darin, das alles stets fallen /sein zu lassen und einfach zu leben. Reflektieren Ja, bereuen Nein. Lernen Ja, bewerten Nein.
      Folge 100% ig deiner Sehnsucht und steh dazu, dann wird dich anstatt der Scheisse, Liebe verfolgen.