Zivilcourage

  • Der psychische Schaden ist vorprogrammiert wenn so ein Erziehungsstil chronisch wird.

    Da hast du ein wenig recht. Deiner Meinung nach war das Ganze ungefährlich und der Vater hat trotzdem rumgebrüllt wie sonst was. Man kann dann davon fast ausgehen, dass das keine einmalige Sache war. Vielleicht aber hatte der auch nur nen schlechten Tag erwischt. ;) Man weiß es nicht.

    Der Autofahrer hat schliesslich selber Augen im Kopf und ein Gewissen.

    Sehr richtig. Ist halt oft so, dass man eine Sache immer nur einseitig betrachtet, aber den anderen/die anderen Beteiligten außer Acht lässt. :unknw_gif:

    Im Nachhinein hast du selbst gesehen, würde man vieles anders tun.

    Immer wieder. Ständiges Lernen aus (evtl. vermeintlichen) Fehlern, besser machen in einer etwaigen ähnlichen zukünftigen Situation.


    Hmm was ich mir vorstellen kann, der hat so rumgebrüllt, um den Kind zu signalisieren, dass spazieren gehen auf der Straße ganz ganz böse ist. Das hat das Kind jetzt gecheckt, weil es dafür angebrüllt wurde. Lerneffekt = wenn ich auf der Straße laufe, kann was ganz Böses passieren, z.B. ich werde angebrüllt von dem großen Mensch, der ständig um mich herum ist, das gibt mir ein schlechtes Gefühl, also lass ich das in Zukunft.

    Aber so wie du das schilderst, total überzogen. Gibt ja immer im Allgemeinen leider so viel Leid und Stumpfsinn innerhalb von Familien. Da möchte man lieber nicht drüber nachdenken, aber es existiert, das ist so bedauerlich.

  • Genau :)

    Das andere Extrem ist, wenn man keine, bzw die Grenze an falscher Stelle setzt, dass das Kind ein falsches Gefühl von Freiheit vermittelt bekommt, und es auf einmal vom Balkon springen will, weil es mit den Vögeln fliegen will ;)

    Auch so einen Stil durfte ich hautnah miterleben.

    Andererseits wurde dem Kind bei banalsten Wünschen vermittelt, dass es das nicht könne.

    Das sind alles Dinge die uns als Gesellschaft prägen und so fort.