Gedankenanstoß über Frust und dessen Implikation für die Gesellschaft

    • Gedankenanstoß über Frust und dessen Implikation für die Gesellschaft

      Also ja, heute während dem Spazieren ging mir dieser eine Gedanke nicht aus dem Kopf, der auch einfach so beim Schländern durch die Schatten begleitet von beruhigender Einsamkeit wie aus Nichts geschossen kam, also bei einer meiner coolen Waldspaziergänge.

      Außerdem möchte ich zum Flair von Unity-Texten zurückkehren, kriegerisch über Gedanken und Gesellschaft reden. Ich glaube, ein einsamer Spaziergang durch Berge, ist doch das Beste für mich.

      Gut, zur Sache.

      Ich rede hier von einem intiuitiven Gefühl, indem ich eine mögliche Erklärung gesehen habe, wie sich manche Abgründe, also wie Gewalt, Verachtung, Nazis, Hass, Achtlosigkeit, Anpassung, Hetze - vielleicht erklären lassen. Gut, es muss nicht schablonenhaft auf jeden einzellnen Fall zutreffen, aber es kann eine Rolle dabei spielen, wie manche Menschen gewissermaßen nach unten fallen.

      Es ist nicht unüblich, dass Menschen durch irgendeine Form des Frusts oder Stress im laufe ihres Lebens überwältigt werden. Und dieser Scheiß fördert zugegeben wenig Intelligenz/Intellekt, denn dabei werden nur die nötigsten Überlebensmechanismen gestärkt, und wenn überhaubt, dann auch nur die primitive Version dessen, denn wie hier auf dem Forum ja bereits oft angesprochen, haben die meisten Menschen nicht gelernt, sinnvoll zu kämpfen. Nen abgespeckter Kampfgeist lernt nicht, wie er sich gut durchsetzen kann. Die meisten Leute sind also irgendwie neurotisch und misstrauisch, ich sehe da eine Verbindung.

      Ich bin mir nicht sicher, ob Geld einen Menschen genuin glücklich stimmen kann, da ich ja nicht reich bin. Nur scheint Geld irgendwo eine Form von künstlicher Freiheit zu vermitteln, quasi ne kleine Fake-Anarchie - sowieso abwegig für Otto Normalo - das jemandem zb eine Villa oder Schloss ermöglicht, d.h in Form gekaufter Kulissen und gekaufter Akteure ein scheinheiliges Gefühl der Emanzipation und Freiheit vermittelt.

      Bei den Freiheitsgraden des Alltags bleibt somit nur die notgedrungene Leistung übrig. Auch wenn mir das arbeiten wieder Spaß macht, ist es nur um mich vor den hässlichen Seiten der gelebten Kultur zu schützen. Dieser ganze Hokuspokus befindet sich schon in der Schule, wenn es zb um den ganzen hochachtungsvollen Kitsch geht. Wenn der Musterschüler die Namen jener Lärmmacher aus der Klassik auswenig lernt, inklusive Sexualkrankheiten, an denen sie gestorben sind. Oder es wird ein kaum individuelles Musikstück aufgeführt, wodurch man echt meinen könnte, dass wir noch irgendwo gerade im 14 JH leben. Naja, statt zb mit Flöten die Ohren zu vergewaltigen, sollte man vielleicht auch mal am Computer Krach erzeugen sollen, ohne das Drama um den ganzen altmodischen Schnickschnack. Und wer halt kein Takt Gefühl hat, naja der macht eben anderen Krach. Wir mussten damals im Musikunterricht die Beatles rauf und runter singen, boah. Die ganze Scheinheiligkeit um diese Band, als ob die noch nie einen fahren gelassen haben oder was weis ich.

      Dazu sollte vielleicht auch mal gesagt sein, dass es die kleinen Dinge sind, die nen Menschen eben frustrieren können. Mir ging auch durch den Kopf, dass diese ganzen seltsamen Werte und Aberglauben um das Thema Liebe und Sex ziemlich rückständig sind. Weil es in Wirklichkeit doch so ist, dass man heute nur ziemlich mühsam nen Partner für eben Liebe oder Sex findet. Auch die Beobachtung, dass, durchschnittlich, Männer dabei größere Bemühungen durchlaufen als Frauen, da das weibliche Geschlecht in den Medien schließlich schon lange in verzerrter Manier als selbstbewussteres Geschlecht dargstellt wird, gerne in fake-feministischer Scheinverpackung, durch deren Beliebtheit bei "Fans" sich am Ende praktisches Geld erzeugen lässt. Der Mann als Stereotyp bekommt dabei gern die Rolle des Dummen, Idioten, Monsters, "Notgeilen" oder er steht allgemein für das Übrigbleibsel vom Begriff des Perversen. Gefordert wird dann nicht selten, irgedein unterwürfiges männliches Schnittchen, der seine maskulinität zuvor abgibt. (früher waren es die Hoden ihr wisst es) Sprich, jemand ohne eigene Meinung.

      D.h ist es für Männer in unserer Kultur schwer, einfach mal so nen Sexkontakt, geschweige eine Beziehung, zu finden, ohne, dass das andere Part dafür eine Menge an unbezahlbarer Arroganz verlangt, sprich Geld, oder dich mit Schubladen bedient. Jeder Mann mit Liebe zu sich selbst sollte einfach darauf verzichten lernen, ja ein Zeichen setzen, fertig. Lasst euch nicht an der Nase herumführen, wenn ihr horny seit, ich gehe als Beispiel gerne voran ;) (Nein nicht als feministischer Sklave, sondern normal, menschlich, eigenermessen)

      Irgendwie sind das doch diese minderwertigen Schubladen, die dafür sorgen, weshalb gewisse Menschen sich dazu genötigt fühlen, sich immer idiotischer unter Beweis zu stellen, obwohl das ganze Spektakel außer dem besagten Geld keinen weitern Nutzen hat. Darum ist für mich zumindest nachvollziehbar, dass in diesem Prozess auch ein ganz natürlicher Frust ensteht. Der schrille realitätsfremde, männerverachtende Ton in den Medien ist für mich auch kein echter Feminismus, das lege ich jetzt einfach so fest. Und so ein Frust kann bei manchen Individuen dann eben zur Wut werden, oder im ungünstigsten Fall auch zu Hass. Als wäre das eine so schwere Erkenntnis. Denken klärt Wunder oh Freunde :vain: . Frauen haben es sicherlich einfacher beim Sexdaten, deshalb auch die ernormen Preise. Von sponanter Lust, freundschaflichem Sex?, na denkste ^^, Geld :lol:

      Ich finde nicht, dass die Reaktion seitens Männer immer deshalb so geneigt wäre, weil sie vermeintlich "den Mann" beweisen möchten, lol, oder das etwa als Männlichkeit verpackt verstehen. Wo leben wir, 1874 oder 2019? Siehste. Auch Frauen können recht manipulativ und hinterlistig werden, wenn der Geehrte nicht mitspielt! Auch Frauen können impulsive Gewalttäter sein! Wisst ihr, materieller Feminismus ist genauso abgrundscheiße wie Konservatismus, danke.

      Ich finde mittlerweile, dass viele Menschen besser bestellt währen, wenn man die ganzen altmodischen Ideale endlich in die verdammte Mülltonne kippt :miffy:
    • Ja, die guten "alten" und einsamen Waldspaziergänge! Back to Basics!
      Ich habs schon mal erwähnt und sage es immer wieder: Zu viel und zu schneller Informationsfluss versaut irgendwie den Charakter.
      Ich versuche für mich, das Gute (aus einer Kultur, Technologie, usw.) zu nutzen und das schlechte einfach wegfallen zu lassen..
      Intuitiv, wie du schon sagtest, hat doch jeder Mensch ein Gefühl und auch ein Bedürfnis danach anständig behandelt zu werden bzw. selber ethisch zu handeln, ohne gleich wieder ins "Erbsen-zählertum" verfallen zu müssen.
      Alles gut, nix passiert..und falls doch, kann man sich jederzeit neu besinnen und raus in den Wald gehen.
      Einfach mal abschalten! (Peter Lustig war da immer sehr niedlich am Ende der "Löwenzahn-Folgen", und ich fand das immer sehr erleichternd nach so viel Input ^^ )
    • Ein kurzes individuelles Briefing - es muss nicht mal eine Meditation sein - bevor man aus dem Haus geht, hilft schon viel dabei, sich im weiteren Verlauf des Tages im Griff zu haben, um sich nicht unnötig provozieren zu lassen. Aufgestauter Frust ist eine üble Sache, die sich irgendwann entlädt. Es hilft, sich zu vergegenwärtigen, dass auch der Frust über bzw der Hass auf andere(s) letztlich nur einem selbst schadet. Man sollte Gefühle nicht unterdrücken, aber sie ehrlich betrachten. Wenn sie sich selbstzerstörerisch auswirken, muss man eben einen Weg finden, sie abzulegen.
      Why do we fall?
    • Ablegen ist gut gesagt.. Ich muss wohl sehr viele Etiketten ablegen, da immer neue dazukamen sobald ich den Mund aufmachte..
      Ja, wir sollten wirklich mal über "Freiheit" sprechen. Ich denke auch dass einige das noch nicht verstanden haben bzw zu schätzen wissen.
      Im Übrigen wende ich die Techniken zur Erhaltung meiner Gesundheit schon auch an, und poste sie nicht einfach nur zur Provokation, falls das der auslösende Grund zur Annahme, ich sei irgend
      *geschädigt worden oder dergleichen, gewesen sein soll.

      *Aber ich finde die aktuelle Debatte mal ganz gut um sich die Themen in Echt zu verdeutlichen, und nicht nur als Tastatur -Anarchist aufzutreten und sich auf seinen alten "Lorbeeren" auszuruhen. ;)

      The post was edited 2 times, last by MiriOm ().

    • MiriOm wrote:



      Im Übrigen wende ich die Techniken zur Erhaltung meiner Gesundheit schon auch an, und poste sie nicht einfach nur zur Provokation, falls das der auslösende Grund zur Annahme, ich sei irgend
      *geschädigt worden oder dergleichen, gewesen sein soll.
      Ja, danke dafür - auch wenn ich mir mal die Zeit nehmen muss, die ganzen Links auch tatsächlich anzuklicken ;)
      (Momentan beschränken sich meine Meditationen eher auf Stockkampf oder Grappling, aber da brauch ich immer eine zweite Person und das Ganze ist zwar konzentrationsfördernd und emotional entlastend, aber nicht unbedingt gesundheitsfördernd.)
      Why do we fall?
    • Wie meinst du das, nicht gesundheitsfördernd? Wenn es meditativ ist, ist es doch gleichzeitig gesundheitsfördernd oder nicht. Körperlich geht man doch beim BJJ nicht über die Grenzen, oder hast du Trainer, die nicht aufpassen?
      Ich kann mir vorstellen, daß viele mit den Hebelgesetzen dabei nicht gut vertraut sind und deswegen aus Unwissenheit Unfälle passieren.
      Ich hab mal das "normale" Jiu-Jitsu gemacht, aber nur bis Gelb leider.
      Mein Nachbar hat hier ne Wing- Chun (wing-tsun) Schule. Ich hätte große Lust mal wieder was zu machen, aber na ja...wie das so ist mit dem Arsch hoch kriegen :/
    • Nun, ich hab diverse Trainingspartner, die sich alles mögliche an Bänderrissen, Rippenprellungen etc. geholt haben. Bei mir ist jetzt bei diesem Format konkret noch nix Ernsteres passiert, allerdings war da auch Glück dabei. Gerade nervöse Neulinge sind da ein Problem, aber generell ist Kontaktsport eben in den seltensten Fällen langfristig gesund. Da macht auch BJJ bzw. Grappling keine Ausnahme. Also wenn es rein um die Gesundheit geht, sind sicher andere Sachen empfehlenswerter ;)
      Why do we fall?
    • Hey Leute, danke für euer Feedback.

      Es war tatsächlich nur ein aus Wut auf Klischees heraus entstandener Text, also nichts super super Ernsthaftes. Ich bin ausschließlich auf die alltägliche Gefühlswelt eingegangen und hatte bewusst auf vernünftige Ansätze verzichtet.

      So im Nachhinein ist es ja auch schnuppe, ob du nun männlich, weiblich, beides oder was Eigenes bist. Nun mein Favorit ist immer noch das Eigene.

      Darüber hinaus sollte ich vielleicht notieren, dass der Begriff Mut eine geschlechtslose Eigenschaft darstellt (ok für mich jedenfalls). Tief in mir drin, bin ich mehr weiblich, aber nach außen hin wirke ich unterschiedlich, gelegentlich auch männlich. Vielleicht bin ich ja Qeer. Ist ja auch egal.

      Manchmal hilft mir ein männlicher Auftritt aufgrund der damit irrational verknüpften Gewohnheit, besser eine Situation bewältigen zu können, als wenn ich mich »soft« ausgebe. Vom Effekt her, ist das wie auf der Bühne, man spielt einfach seine erprobte Rolle, mit dem Wissen, das manches erst dann verhandelt wird.

      Man könnte spaßeshalber sagen, dass unser Verständnis von Geschlechtlichkeit ein Ausdruck beschränkter Völkerverständigung sei.
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      schreckgeist wrote:




      Ich rede hier von einem intiuitiven Gefühl, indem ich eine mögliche Erklärung gesehen habe, wie sich manche Abgründe, also wie Gewalt, Verachtung, Nazis, Hass, Achtlosigkeit, Anpassung, Hetze - vielleicht erklären lassen. Gut, es muss nicht schablonenhaft auf jeden einzellnen Fall zutreffen, aber es kann eine Rolle dabei spielen, wie manche Menschen gewissermaßen nach unten fallen.

      Es ist nicht unüblich, dass Menschen durch irgendeine Form des Frusts oder Stress im laufe ihres Lebens überwältigt werden. Und dieser Scheiß fördert zugegeben wenig Intelligenz/Intellekt, denn dabei werden nur die nötigsten Überlebensmechanismen gestärkt, und wenn überhaubt, dann auch nur die primitive Version dessen, denn wie hier auf dem Forum ja bereits oft angesprochen, haben die meisten Menschen nicht gelernt, sinnvoll zu kämpfen. Nen abgespeckter Kampfgeist lernt nicht, wie er sich gut durchsetzen kann. Die meisten Leute sind also irgendwie neurotisch und misstrauisch, ich sehe da eine Verbindung.

      Ich finde mittlerweile, dass viele Menschen besser bestellt währen, wenn man die ganzen altmodischen Ideale endlich in die verdammte Mülltonne kippt :miffy:

      schreckgeist wrote:

      Vielleicht bin ich ja Qeer. Ist ja auch egal.
      Mir gefällt dein Ansatz! Du bleibst offen und stehst deswegen niemandem mit konservativer Meinung gegenüber. Genauso möchte man ja auch selber behandelt werden.
      Queer sein ist sehr gut... das heißt dass du FÜR deine Mitmenschen bist, obwohl du durch sie schlimmes erfahren hast.
      Auf deine "Wandelbarkeit" im Auftreten bin ich zugegebenermaßen etwas neidisch, obwohl mir dieses Gefühl bis jetzt immer fremd war.
      Das finde ich sehr interessant. Jeder trägt weibliche UND männliche Aspekte in sich. Wenn sie ausgewogen sind fühlt man sich am wohlsten denke ich.
      Also bleib bitte weiterhin intuitiv und schreib deine Gedanken auf.... :)
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      MiriOm wrote:

      Mir gefällt dein Ansatz! Du bleibst offen und stehst deswegen niemandem mit konservativer Meinung gegenüber. Genauso möchte man ja auch selber behandelt werden.
      Danke! :)

      MiriOm wrote:

      Queer sein ist sehr gut... das heißt dass du FÜR deine Mitmenschen bist, obwohl du durch sie schlimmes erfahren hast.
      Right, stimmt schon! Wobei die Intention besonders auf dem selbst-finden liegt :love: Klar, manchmal hat man schlechte Tage. Kann ich den meisten Leuten vielleicht irgendwo auch verzeihen, ohne jetzt im Detail darüber nachzudenken, wo bei mir da die Grenzen liegen. Nach viel Reflektieren und Nachdenken weiß man das manchmal gar nicht mehr so recht, da man die Dinge anders zu betrachten lernt. Hmm schwer zu beschreiben, vielleicht kennst du das, wie ich das meine? :)


      MiriOm wrote:

      Auf deine "Wandelbarkeit" im Auftreten bin ich zugegebenermaßen etwas neidisch, obwohl mir dieses Gefühl bis jetzt immer fremd war.
      Für mich war das bisher auch fremd. Ich wusste lange nicht, dass man so viele, ich nenns mal, künstliche Seiten mit sich trägt, die einem von Außen aufgesetzt wurden. Meist war man denen verfallen. Bei der Suche nach seinem wahren selbst, wird dir das aber im Laufe der Zeit von alleine bewusster. Ich glaub so in Textform kann ich das nur grob beschreiben, in nem "echten" Dialog würde mir es einfacher fallen, wie ich mich kenne.


      MiriOm wrote:

      Das finde ich sehr interessant. Jeder trägt weibliche UND männliche Aspekte in sich. Wenn sie ausgewogen sind fühlt man sich am wohlsten denke ich.
      Dabei liegst du auch total richtig. Der Denkfehler seitens der Gesellschaft liegt darin, überhaupt schon in weiblich und männlich zu sortieren, und dann auch noch körperlich. Damals hatten die Menschen also einen großen Fehler begannen, als sie falsche Vermutungen bezogen auf das Geschlecht aufgestellt hatten. Das ist sogar so grotesk, dass manche Wissenschaftler sogar ganz achtlos von Mensch auf Tier projizieren, und deren Geschlechtlichkeit mit der unserer beschreiben oder umgekehrt, von Tier auf Mensch.


      MiriOm wrote:

      Also bleib bitte weiterhin intuitiv und schreib deine Gedanken auf....
      Merci! :) Du scheinst das zu verstehen, und einen Zugang dafür zu haben, finde ich echt toll! :saint: