My Beloved Things <3

    • Liebende-Güte-Meditation:

      Vergeben (nach Ayya Khema)



      Schließe Deine Augen und lenke Deine Achtsamkeit auf den Atem für ein paar Momente.



      Diese Meditation soll dazu dienen Dir einmal selbst zu vergeben für alles was Du

      glaubst, in diesem Leben falsch gemacht zu haben. Du schaust diesen Menschen, der Fehler begangen hat, an, wie er in der Vergangenheit ausgesehen hat, und vergibst ihm von Herzen, umarmst ihn liebend, benutzt die Fehler als eine Lernsituation, aber grämst Dich nicht weiter darüber.



      Vielleicht erkennst Du, dass die Fehler aus Unwissenheit begangen worden sind, deswegen sind es trotzdem Fehler, aber die Unwissenheit ist das Los der Menschheit. Vielleicht kannst Du innerlich zu Dir sagen: Ich vergebe mir.



      Jetzt denke an Deine Eltern, ob sie noch am Leben sind oder nicht, und alle Vorwürfe, die Du gegen sie hast, alles, was du glaubst, dass sie falsch gemacht haben; vergib ihnen von Herzen, denn Du weißt, es ist aus Unwissenheit geschehen. Auchsie haben das gleiche Leid wie Du selbst, und nur, wenn Du vergibst, kommst Du über jegliche Schwierigkeiten hinweg. Vergib ihnen und umarme sie liebend und sage zu ihnen: Ich vergebe euch. Ich kann euch innigst lieben.



      Jetzt denke an die Menschen, die dir am nächsten stehen, mit denen Du vielleicht zusammenlebst. Vergib ihnen alle Fehler, die Du je gespürt hast. Vergib ihnen alles, was Du als lieblos empfunden hast, umarme sie liebend und erlaube Dir das Vergangene zu vergessen und nur den jetzigen Moment in Liebe zu erleben.



      Denke an Freunde, Bekannte und Verwandte, wer immer dir da in den Sinn kommt, vergib ihnen alles, was du je an ihnen auszusetzen hattest; akzeptiere sie so, wie sie sind, umarme sie in Liebe, lass die Vergangenheit ruhen.



      Denke nun an die Menschen, die Deinen Alltag bevölkern, mit denen Du zusammenarbeitest, die bei Dir in der Nähe wohnen, die Du hier und dort triffst, und alles, was Du je bemängelt hast, vergib und lass es in der Vergangenheit verschwinden. Umarme alle diese Menschen, zeige ihnen Deine Liebe und fühle Dich mit ihnen verbunden.



      Jetzt denke an einen oder mehrere schwierigeMenschen in Deinem Leben oder solche, mit deren Worten oder Handlungen Du nicht übereinstimmst, die Du ablehnst, die nicht die gleichen Ideale haben wie Du selbst, wer immer Dir dabei in den Sinn kommt. Vergib ihnen alles, was Du je als schlecht bezeichnet hast. Du weißt, dass sie das gleiche Leid haben wie Du selbst und einen falschen Weg aus dem Leid heraus gesucht haben. Vergib ihnen das, lass die Vergangenheit verschwinden und liebe sie in diesem Moment. Dein Herz öffnet sich ihnen gegenüber, und die Schwierigkeiten fallen von Dir ab.



      Jetzt fülle Dein Herz mit Vergebung, mit Verständnis, mit Akzeptanz, mit liebendem Vertrauen und verschenke das an alle Menschen, die Dir in den Sinn kommen, die Du kennst oder gesehen hast, von denen Du gehört hast, von denen Du weißt oder auch nur ahnst. Und Du bekommst ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Du erkennst die Gleichheit der Probleme und kannst sie fallenlassen, sodass Dein Herz nur Liebe und Zuneigung enthält.



      Denke nun an die Menschen, denen Du gleichgültig gegenüberstehst, und bitte sie um Vergebung, dass Du gleichgültig gewesen bist, und schenke ihnen Dein Herz.



      Und jetzt denke an Menschen, von denen Du glaubst, dass Du ihnen Unrecht getan hast, ihnen in irgendeiner Weise weh getan hast, ob es so war oder nicht, und bitte diese Menschen um Vergebung und schenke ihnen Deine Liebe.



      Denke an die lieblosen Momente in Deinem Leben, wo Du anderen diese Lieblosigkeit gezeigt hast, und bitte um Vergebung. Und wenn Dir spezifische Menschen dabei einfallen, umarme sie in Liebe.



      Richte nun die Achtsamkeit wieder auf Dich selbst. Du hast Dir selbst und anderen vergeben, hast andere um Vergebung gebeten. Es bedeutet, dass Du keine Außenstände hast. Du kannst jetzt neu anfangen, jeder Moment ein neuer Anfang. Und so fülle Dein Herz mit der Zufriedenheit und dem Glück, dass alles Alte von dir abgefallen ist und das Neue, die Liebesfähigkeit, in Dir erweckt ist. Das Alte bedrückt Dich nicht, das Neue beschwingt Dich.



      Mögen alle Menschen sich selbst und anderen vergeben.