Sinnlos-Post #2 (Normalos/Fassaden)

    • Ich bin ein Normalo. Und ich wünschte, es gäbe mehr von meiner Sorte. Das, was ich in dieser Welt sehe, sind aber sehr oft Menschen, die nicht sie selbst sind, sondern dem Schein hinterherlaufen. Einem Rollenbild oder einer gesellschaftlichen Tradition, weil das alle machen, oder weil es immer schon so war. Und das ist nicht normal, das ist schlichtweg dumm.
      Ich will nicht dumm sein, so wie ich auch nicht gegen meine Natur leben will. Wer das trotzdem tut, ist unnormal. Ich ziehe daher das Normalsein vor. Es brüstet sich doch auch niemand damit, besonders krank zu sein - im Gegenteil, das Gesundsein ist das Wunschideal und letztendlich auch im Sinne der Natur. Kranksein nicht. Und dass diese Welt mehr als krank ist, darüber sind wir uns wohl alle einig.

      Keine Ahnung, warum ihr alle das Bedürfnis habt nicht normal, sondern krank zu sein.
    • Jeder hat wahrscheinlich seine eigene Definition von dem Worte normal. Von daher kommt es auch immer auf diese Definition an, inwieweit ein Mensch nun in diese Einteilung passt oder nicht.........

      „Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr“, schrieb van Gogh.
      Gepflastert, ja, bequem, anscheinend. Aber schauen wir uns die Leute an, die auf dieser Straße der Normalität mit ihren SUVs fahren. Ihren irren Blick. Ihre rasende Geschwindigkeit. Ihr aggressives Fahrverhalten auf Überholspuren, die nirgendwohin führen.
      Der Psychologe Prof. Erich Fromm (1900-1980) trifft den Nagel auf den Kopf. Wir leben in einer Gesellschaft, die permanent happy tut und erfolgreich posiert, aber hinter der Fassade notorisch unglücklich ist, sagte er:

      „Die meisten Menschen geben vor, machen sich auch selbst vor, dass sie glücklich sind, denn wenn man unglücklich ist, dann ist man – im Englischen würde man sagen: ein failure –, dann ist man ein Misserfolg.
      So muss man die Maske des Zufriedenseins, des Glücklichseins tragen, denn sonst verliert man den Wert auf dem Markt, dann ist man ja kein normaler Mensch, und kein tüchtiger Mensch. Aber, Sie müssen sich doch nur die Menschen ansehen: Man braucht nur zu erkennen, wie hinter der Maske eine Unruhe ist, Gereiztheit, Ärger, Depressionen, Schlaflosigkeit, Unglücklichsein.“

      Die Suche nach der Ursache des Unglücks braucht ungefähr so wenig Zeit wie die nach dem eigenen Bauchnabel:

      „… das Unbehagen in der bürgerlichen Gesellschaft, die den Menschen zum Arbeitstier macht und alles, was wichtig ist, verhindert: die Fähigkeit zu lieben, für sich und andere da zu sein, zu denken, nicht ein Instrument zu sein für die Wirtschaft, sondern der Zweck allen wirtschaftlichen Geschehens.Unsere Gesellschaft ist aufgebaut auf dem Prinzip, das Ziel des Lebens sei die größere Produktion und die größere Konsumption. Fortschritt von Wirtschaft und Technik. Nicht der Mensch! Was dem Menschen nützt, das interessiert wenig. Sogar nicht einmal, was dem Menschen schadet, spielt eine Rolle. Viele von unseren Anzeigen und Reklamen preisen Dinge an, die ausgesprochen tödlich, schädlich sind.“

      Wer da mitmacht – auch auf Dauer mitmachen kann ohne sichtbare Probleme – gilt als normal und gesund. In Wahrheit ist er womöglich bereits ziemlich weit weg davon, weit weg von einem gesunden Leben und weit weg von sich selbst. In Wahrheit könnte er bereits ziemlich am Arsch sein:

      Die Normalsten sind die Kränkesten. Und die Kranken sind die Gesündesten. Das ist nicht bloß eine witzige Formel. Der Mensch, der krank ist, zeigt, dass bei ihm gewisse menschliche Dinge noch nicht so unterdrückt sind, dass sie nicht in Konflikt kommen können mit den Mustern der gestörten Kultur, sondern dass sie in dieser Kultur Krankheitssymptome erzeugen.
      Das Symptom ist ja wie der Schmerz nur ein Anzeigen, dass etwas nicht stimmt. Glücklich der, der ein Symptom hat. Wir wissen ja: Wenn der Mensch keine Schmerzen empfände, wäre er in einer sehr gefährlichen Lage. Aber sehr viele Menschen, das heißt: die Normalen, sind so angepasst, die haben so sehr alles, was ihr eigen ist, verlassen, die sind so entfremdet, sind so zum Instrument, sind so roboterhaft geworden, dass sie schon gar keinen Konflikt mehr empfinden.
      Das heißt: ihr wirkliches Gefühl, ihre Liebe, ihr Hass, die sind schon so verdrängt oder sogar so verkümmert, dass diese Menschen das Bild einer chronischen leichten Schizophrenie liefern.

      Wer heutzutage „normal“ ist, hat sich also auf gefährliche Weise über-angepasst an etwas Krankes. Ein bisschen wie das Opfer, das noch im Keller hocken bleibt, obwohl der Entführer schon tot ist, und das nun seine Tür freiwillig von innen zuhält.
      Es ist unnormal, „normal“ zu sein. Wenn es auch verständlich sein mag, dass wir uns anpassen. Wir Menschen haben Angst, nicht mehr dazuzugehören, in der langen Höhlenvergangenheit war ein Ausstoß aus der Gruppe tödlich.
      Heute hingegen ist es viel tödlicher, zu angepasst zu sein. Der Druck zum Normalsein wird nur noch künstlich erhalten, von klugen Marketing-Menschen, die uns Scheiße verkaufen wollen; von Unternehmen, die alle Leistung aus uns herauspressen wollen („… dann kannst Du Dir all die schöne Scheiße leisten!“) und von der Herde der Angepassten, die lieber keinen Spiegel vorgehalten bekommen wollen und deshalb jeden, der anders ist, abwerten und bestrafen. Es gibt Wege jenseits der gepflasterten Straße der Norm. Und wo es sie nicht gibt, können wir sie schaffen, langsam vielleicht, ohne SUV, aber dennoch. Indem wir Schritt für Schritt wieder mehr unserem Herzen folgen.

      Darum ist es so gefährlich, angepasst und „normal“ zu sein

      Manchmal verstehe ich das mit der Unity echt nicht, kann es daran liegen, dass manche Texte im Netz kopiergeschützt sind, oder warum schafft es dieses Forum nicht, einen Text einfach einzufügen? Habe jetzt 3x nacheinander versucht, die Zitate von Fromm hierher zu kopieren.
      Da das nicht klappt. Schaut einfach selber auf der verlinkten Seite nach. Ich habe keinen Bock mehr.

      NORMAL IST DAS NICHT ! x)) Hehe.....
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Im Endeffekt kommt der Begriff Normal(o) vom Begriff der Norm. Dieser hat in den unterschiedlichsten Bereichen verschiedene Definitionen, aber Grundidee ist immer ein festgelegtes Prinzip, was von der Allgemeinheit als solches akzeptiert wird. Wer zB die Arbeitsnorm erfüllt, der ist normal.
      Arbeitet er zuviel, oder zu wenig, ist er außerhalb dieser Norm, also unnormal. Wobei das zuviele Arbeiten demjenigen wahrscheinlich nicht als Fehler angelastet wird, nur die zu wenige Arbeit wird meist als schlecht beurteilt.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • @-Ya-

      -Ya- wrote:

      Denkst du etwa, dein "Kern" sei eine unveränderliche Konstante? Also ich bin nicht mehr derselbe wie vor 10 Jahren... Wenn man sich nicht gerade dazu entschließt, ein autarkes Leben irgendwo in der Wüste zu führen, gibt es immer irgendwelche Kompromisse mit Menschen und gegenseitige Beeinflussungen. Neben dem unbewussten Zeug, wodurch man geprägt wurde, trifft man täglich Entscheidungen, durch die man sich definiert. Davon hängt dann eben auch ab, was akzeptable Kompromisse sind oder Selbstverleugnung.

      Nein, denk ich nicht. Gibt es überhaupt einen Kern, der einen ausmacht? Vllt einen, der gegenwärtig alle zusammengepuzzelten Erfahrungen, Ansichten etc. in sich vereint. Er bleibt aber nicht gleich, da hast du Recht. Verändert sich fortlaufend. Ist ja auch irgendwie langweilig, immer mit der gleichen Persönlichkeit rumzulaufen. Das würde zumindest mich einschränken und hätte was von einer Rolle. Hmm, aber nach außen hin mag es für andere trotzdem so aussehen, als wäre ich immer der gleiche Mensch (edit: meine jetzt nicht über einen längeren Zeitpunkt. Da verändert man sich ja sichtlich. Is ja normal?). Hab ich nicht auch ne Schublade, in die mich andere pressen (könnten)?
      Hmm, vielleicht war das Blödsinn mit dem Kern. Erfundener Blödsinn.

      -Ya- wrote:

      Keine Ahnung ob dir mehr "liebe" Menschen zufliegen wenn du außerhalb des Internets 100% authentisch bist, wohl eher nicht.

      Ne, glaub ich auch nicht. Das träumt man sich halt so ein bisschen zusammen, einfach Personen ungefiltert authentisch gegenüber zu treten, ohne dass diese sich irgendwie angegriffen fühlen oder überfordert sind, (l)aber...

      -Ya- wrote:

      Trotzdem finde ich es sehr wichtig, dass man zu dem stehen kann was man sagt (egal wo) und auch damit leben kann,wenn es nicht jedem gefällt.

      ...das hier finde ich trotzdem gut.

      -Ya- wrote:

      Dazu gehört natürlich auch eine gewisse Selbständigkeit, damit man nicht zu abhängig von anderen ist. So fängt das ja nicht selten an, dass man sich zu sehr verbiegen lässt, weil man halt irgendwelchen Zwängen ausgeliefert ist, für deren Überwindung man zu schwach ist oder so von sich denkt.

      Ja.

      ---
      Verdammt, mein Hirn ist auf Schmelzkurs. :crazy: Wollte dir aber unbedingt noch was drauf antworten.

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    • -Ya- wrote:

      Denkst du etwa, dein "Kern" sei eine unveränderliche Konstante? Also ich bin nicht mehr derselbe wie vor 10 Jahren... Wenn man sich nicht gerade dazu entschließt, ein autarkes Leben irgendwo in der Wüste zu führen, gibt es immer irgendwelche Kompromisse mit Menschen und gegenseitige Beeinflussungen.
      Ich denke, das eine muss das andere nicht ausschließen.
      Ja... ich glaube, es gibt eine Art unveränderliche Konstante in uns... etwas, was unser wahres Wesen ausmacht.
      Aber dennoch machen wir natürlich Erfahrungen, und wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe: wir passen uns auch immer ein Stück weit unserem Umfeld an bzw. den Menschen in unserer Umgebung.

      Ich finde, die Kunst besteht darin, in dem ganzen Trubel und unter den ganzen Beeinflussungen, die von außen auf uns einprasseln, nicht unser wahres Ich zu verlieren. Das heißt, genaugenommen muss man sein wahres Ich erstmal finden, denn meist ist es schon im Lauf des Heranwachsens ziemlich verlorengegangen, verborgen unter Tonnen von falschen Annahmen, Zwangsgedanken, modischen Verwirrungen und falschen Lehren von ungeeigneten Vorbildern.
      Daher war mir Einsamkeit und Reflektion immer so wichtig, denn nur auf diese Weise kann man seinen Kopf klarspülen von dem ganzen Mist, und dann erforschen, was darunter verborgen liegt.
      Ich denke, dass ich mittlerweile einen persönlichen Level erreicht habe, an dem ich sagen kann, dass ich mein "wahres Ich" ziemlich gut kenne. Aber das war wirklich kein Selbtsläufer, sondern das ist auch viel über Trial & Error gegangen. Ausprobieren, auf die Schnauze fallen, alte Erkenntnise verwerfen und was Neues versuchen. Und das über viele Jahre hinweg. Auch ich bin nicht unmanipulierbar auf die Welt gekommen.
      Aber ich habe es mir erarbeitet.

      Wenn man sich beispielsweise den DianTheSaint von vor zwanzig Jahren anschaut (als ich ganz neu im Netz war), dann merkt man schon recht gut, dass es Unterschiede gab zu heute... aber auch, dass manche Dinge auch bis heute gleich geblieben sind.
      Gehen wir nun noch ein Stück weiter zurück, in meine Kindheit, dann wird es da noch deutlich mehr Unterschiede geben... teilweise bin ich inzwischen wirklich ein komplett anderer Mensch... aber doch gibt es auch manche Dinge (beispielsweise einen Hang zur Kreativität und Provokation, und eine starke Sehnsucht nach Freundschaft), die bis heute zu mir dazugehören, und die sich bis heute nicht verändert haben. Und das... das Unveränderliche in uns, das immer wieder durchdringt (und zwar nicht aufgrund bestimmter äußerer Einflüsse, sondern trotz dieser Einflüsse, die versuchen, uns zu etwas anderem zu machen, als wir eigentlich sind)... das ist dann das, was ich als unseren "wahren Kern" beschreiben würde. Und je mehr es uns gelingt, dieses wahre Ich von uns zu erforschen, um so mehr sind wir auch mit uns selbst im Reinen, und um so weniger kann uns dieses Leben anhaben. Davon bin ich fest überzeugt, und das ist auch Teil meiner Philosophie.
    • Ich seh das eher so, dass man bleibt wie man ist, wenn man sich über Umwege eben dafür entschieden hat. Du beschreibst etwas Konstantes, als befinde sich in jedem Menschen eine starre Figur, die man freilegt. Ich denke, dass jeder diese Figur selbst erschafft und maßgeblich beeinflussen kann, plus genetische Grundlage und Umwelteinflüsse.
      Das Gehirn kann sich krass verändern, muss es aber nicht..
      Wenn ich in völliger Einsamkeit reflektiere und zu dem Schluss komme, dass dieses und jenes mein "wahres Ich" ist, oder sein soll?, dann richte ich auch mein Handeln danach aus und bestärke dieses Ich eben. Das ist für mich keine Konstante, das kann sich selbstverständlich noch ändern.
      Wenn ich genug in deiner Birne rumpfusche, kann ich dein Wesen komplett umkrempeln.

    • Das "wahre Ich" muss auch kein unveränderbarer Kern sein, um als Bezugs- und Rückzugspunkt vor den Einflüssen von Fremdmeinungen und -ansprüchen zu fungieren. Ich weiß auch nicht so recht, ob hier nicht im Grunde nur ein wenig gesunder Wunsch nach Stillstand zugrunde liegt. Bedeutet, sein "wahres Ich" freizulegen und zu erkunden, hier nicht auch, sich langfristig zum Sklaven seiner eigenen "inneren Natur" (als Konstrukt) zu machen, so wie sich Ideologen der Hierarchie einem äußeren Naturzustand unterwerfen?
      Ich habe in Bezug auf mich selbst den Eindruck, dass einiges unveränderbar ist (ob dies jetzt genetisch bedingt ist oder eine Folge von Konditionierung, sei mal dahingestellt), ebenso hoffe ich aber stark auf die Möglichkeit, über sich bzw sein Selbst hinauszuwachsen.
      Und wenn ich in die Natur oder den Kosmos blicke, ist Veränderbarkeit und Wandel tatsächlich die einzige Konstante. Wieso sollte es mit uns selbst anders sein?
    • Lonewolf wrote:

      Und wenn ich in die Natur oder den Kosmos blicke, ist Veränderbarkeit und Wandel tatsächlich die einzige Konstante. Wieso sollte es mit uns selbst anders sein?
      Nun ja, es gibt zumindest Naturgesetze, die relativ konstant zu sein scheinen... und die ihre Gültigkeit haben, auch wenn alles andere vergeht und neu entsteht.
      Also ob wirklich alles komplett planlos und in ständiger Veränderung ist, oder ob es nicht eher ein sich wiederholender Kreislauf ist, wage ich nicht zu beurteilen.
      Was unser "wahres Ich" angeht: Wie bereits erwähnt, ich hab mich in meinem Leben auch ein oder zweimal komplett neu erfunden... wurde vom naiven, fröhlichen Kind zum depressiven, nerdigen Teenager, vom Teenager zum idealistischen Künstler und der elitären Lichtgestalt "Dian the Saint". Und momentan bin ich einfach nur gelangweilter Misanthrop, der nicht mehr all zu viel von anderen Menschen hält und keinen Finger mehr für sie krumm macht, weil ihn diese Spezies zu sehr enttäuscht hat.
      Ich denke, wir tragen alle sehr sehr viele verschiedene Facetten in uns... und falls es wirklich so ähnlich sein sollte, wie ich im Buch "Reinkarnator" beschrieben habe, dass wir alle schon unzählige, teils völlig widersprüchliche Leben gelebt haben, dann stimmt es natürlich, dass alles im Wandel ist, und wir eben in jeder neuen Inkarnation einen anderen Teil unserer Persönlichkeit ausleben bzw. erforschen.
      Trotzdem denke ich, es gibt sowas wie einen Idealzustand. Einen idealen Pfad durch unser Leben... und je besser wir mit diesem Pfad synchronisiert sind, um so wohler fühlen wir uns auch. Wir können diesen Pfad verlassen, alles mögliche ausprobieren und versuchen, unsere Persönlichkeit komplett umzukrempeln oder weiterzuentwickeln... aber ich glaube, wenn wir uns zu sehr von dem entfernen, was ich als unser wahres Ich bezeichnen würde, dann werden wir unzufrieden oder krank, und müssen unseren Kurs korrigieren.

      Also was ich sagen will: Wenn du beispielsweise schwul bist, dann kannst du versuchen, deine Gefühle zu unterdrücken. Du kannst Pfarrer werden und versuchen, asexuell zu leben. Du kannst auch einen auf hetero machen und mit Frauen schlafen, obwohl es dir nichts gibt. Aber wirklich gesund lebst du nur, wenn du einfach zu dem stehst, was du fühlst. Und das gilt nicht nur im Bezug auf Homosexualität, sondern auch im Bezug auf viele andere Charaktereigenschaften von uns, von denen wir trotz aller Wissenschaft bis heute nicht genau sagen können, woher sie stammen oder welche Gene oder Prozesse in unserem Körper dafür verwantwortlich sind, dass wir so fühlen, wie wir es tun.
      Wir sollten das wirklich ernst nehmen, was uns unser "Ich" zu sagen versucht, und es nicht der Beliebigkeit anheim fallen lassen, nach dem Motto "Alles ist im Wandel, ich kann alles sein."
      Wir können vielleicht alles sein bzw. alles mal ausprobieren. Aber wenn wir wirklich im Einklang leben und inneren Frieden haben wollen, können wir nicht alles sein, sondern wir müssen möglichst nah an unserem (wahren Ich/unveränderlichen Wesenskern/Idealzustand/was auch immer) sein.